Arbeitsbericht 2004/05      

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Das Nordfriisk Instituut wird aus Gründen der Arbeitsökonomie künftig alle zwei Jahre einen ausführlichen Tätigkeitsbericht vorlegen.


A. Personal

Am 31.12.2005 waren folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Institut beschäftigt:

  • Institutsdirektor: Prof. Dr. Thomas Steensen
  • Institutslektorin für friesische Sprache und Friesisch in den Medien, Bundesprojekt "Friesischer Sprachkurs" stellvertretende Institutsleiterin: Christina Tadsen, M. A. (15 Stunden/Woche)
  • Institutslektorin, Bundesprojekt "Friesischer Sprachkurs": Antje Arfsten, M. A. (19 Stunden/Woche)
  • Institutslektorin, friesische Sprache und Literatur: Anke Joldrichsen, M. A.
    (4 Stunden),
  • Institutslektorin, friesische Sprache und Literatur, Nordfriesisches Jahrbuch:
    Dr. Birgit Kellner (12 Stunden),
  • Institutslektorin, friesische Sprache und Literatur, Bundesprojekt "Friesischer Sprachkurs": drs. Adeline Petersen (25 Stunden, ab 1.1.2006: 8 Stunden),
  • Institutslektor, Orts- und Regionalgeschichte, Bibliothek und Dokumentation, Zeitschrift Nordfriesland, Bundesprojekt "Datenbank zu nordfriesischen Themen": Fiete Pingel, M. A. (23 Stunden),
  • Geschäftsführerin: Marlene Kunz (31 Stunden/Woche)
  • Sekretärin: Rita Carlsen (20 Stunden/Woche)
  • Sekretärin: Anke Hoetter (28 Stunden/Woche)
  • Sachbearbeiterin: Bärbel Andersen (16 Stunden/Woche)
  • Hauspflegerin und Bürogehilfin: Angela Sachau (19 Stunden/Woche)
  • Projekt „Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-
    Holsteins“: Dipl.-Soziologe Harry Kunz und Anke Hoetter
    (Schreibkraft mit 4 Stunden),
  • Bundesprojekt "Datenbank zu nordfriesischen Themen": Astrid Karstensen (20 Stunden),
  • Projekt: „Auswanderer-Archiv Nordfriesland“: Dr. Paul-Heinz Pauseback (ehrenamtlich),
  • Ehrenamtliche Mitarbeiterin: Heike Konetzni (stundenweise, nach Abschluss des Praktikums s. u.),
  • Ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Bibliothek: Albert Schmid (stundenweise).

Praktikum:

  • Franziska Maack vom 5.3. bis 31.3.2004
  • Sven Gerlach hat vom 3.5. bis zum 2.11.2004 im Rahmen einer AFL-Maßnahme ("Arbeit für Langzeitarbeitslose") vor allem eine Datenbank für die Bibliothek eingerichtet und gepflegt. Fortsetzung der Maßnahme vom 24.1. bis 30.6.2005, seit 11.7. gemeinnütziger Zusatzjob in der Bibliothek,
  • Christina Engelbrecht hilft seit dem 1.9.2005 bei den Lektoratsarbeiten für verschiedene Veröffentlichungen,
  • Bjarne Johnsen 23.5 bis 27.5. (Betriebspraktikum für Schüler),
  • Heike Konetzni vom 17.1. bis 3.6.2005 im Sekretariat,
  • Michael Kroll seit dem 1.10. im Sekretariat (gemeinnütziger Zusatzjob).
Dörte Flor, bis August 2004 abgeordnete Lehrkraft am Nordfriisk Instituut, kehrte mit ihrem vollen Stundenumfang in den Schulunterricht zurück. Die Stelle wurde vom Schulamt zum 1.8.2004 neu ausgeschrieben, konnte aber aus schulinternen Gründen bedauerlicherweise nicht wieder besetzt werden. Auf Vorschlag des Vorsitzenden Thede Boysen wurde die Stelle dem IQSH (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein) zugeordnet.

Das Arbeitsverhältnis mit Benedikta zu Stolberg endete am 30. Mai 2005 mit Abschluss des Bundesprojektes "Gedächtnis der friesischen Bewegung".

Mit Vollendung des 65. Lebensjahres im Oktober 2005 erreichte Adeline Petersen die Pensionsgrenze. Sie wird aber weiterhin am Nordfriisk Instituut angestellt bleiben, ab 2006 in verringertem zeitlichem Umfang.

Anke Hoetter hat nach einer Fortbildung mehrfach Power-Point-Präsentationen für das Nordfriisk Instituut technisch begleitet.

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B. Verein und Geschäftsführung

Der Vorstand des Vereins Nordfriesisches Institut e.V. setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

Vorsitzender:
Thede Boysen, Flensburg

stellv. Vorsitzender:
Nils Dahl, Bredstedt (bis April 2004),
Peter Nissen, Hamburg (ab April 2004)

Schriftführer:
Peter Nissen, Hamburg (bis April 2004),
Arfst Hinrichsen, Hattstedt (ab April 2004)

stellv. Schriftführerin:
Eike Nommensen-Hingst

Schatzmeister:
Heinrich Bahnsen, Breklum

stellv. Schatzmeisterin:
Carmen Müller-Matzen, Morsum/Sylt

Beisitzerin, Friisk Foriining:
Güde Boysen, Risum-Lindholm

Beisitzer, Nordfriesischer Verein:
Max Petersen, Niebüll

Beisitzer, Heimatbund Landschaft Eiderstedt:
N.N.

Beisitzer, Nordfriesische Wörterbuchstelle der Universität Kiel:
Prof. Dr. Jarich Hoekstra, Kiel

Beirat
Beiratssprecherin: Inken Völpel-Krohn, Kiel

stellv. Beiratssprecher:
Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jacobsen, Utersum (bis April 2004)
Sabrina Jessen, Weener (ab Dezember 2004)

Kuratorium:
Das Kuratorium berät das Nordfriisk Instituut in seiner wissenschaftlichen Arbeit. Es setzt sich aus namhaften Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und öffentlichem Leben zusammen. Im Berichtszeitraum kam es durch personelle Fluktuation in Ämtern zu mehreren Veränderungen. Am 17.12.2005 verstarb der dem Institut sehr verbundene Kieler Historiker Prof. Dr. Erich Hoffmann. Als Nachfolgerin von Renate Schnack wurde Caroline Schwarz, Beauftragte des Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins für Minderheiten und Kultur, Mitglied des Kuratoriums. Vorstand und Beirat beriefen außerdem Prof. Dr. Jarich Hoekstra, Prof. Dr. Manfred Jakubowski-Thiessen, Dr. Jørgen Kühl und Dr. Walter Schulz. Dem Kuratorium gehören damit 15 Personen an:

  • Prof. Dr. Dieter Lohmeier, ehemaliger Direktor der Schleswig- Holsteinischen Landesbibliothek (Kuratoriumssprecher)
  • Dr. Olaf Bastian, Landrat des Kreises Nordfriesland
  • Prof. Dr. Henrik Becker-Christensen Generalkonsul des Königreiches Dänemark
  • Prof. Dr. Helga Bleckwenn Institut für Germanistik, Universität Flensburg
  • Prof. Dr. Ludwig Fischer emeritierter Professor, Literaturwissenschaft liches Seminar, Universität Hamburg
  • Prof. Dr. Manfred Jakubowski-Thiessen Max-Planck-Institut für Geschichte, Göttingen
  • Prof. Dr. Jarich Hoekstra Nordfriesische Wörterbuchstelle der Universität Kiel
  • Dr. Jørgen Kühl Direktor des Institut for Grænseregionsforskning, Syddansk Universitet
  • N. N. wissenschaftlicher Direktor der Fryske Akademy, Ljouwert/Leeuwarden
  • Prof. Dr. Dr. h. c. Els Oksaar, emeritierte Professorin für allgemeine Sprachwissenschaft und Indogermanistik, Universität Hamburg
  • Dr. Alexander Riemersma Provincie Fryslân, Informatie Centrum
  • Prof. Dr. Thomas Riis, Historisches Seminar, Universität Kiel
  • Prof. Dr. Dietrich Scholze, Direktor des Sorbischen Instituts, Bautzen
  • Dr. h. c. Walter Schulz, Direktor der Ostfriesischen Landschaft, Aurich
  • Caroline Schwarz, Beauftragte des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein für Minderheiten und Kultur
  • Dr. Martin Tielke,Ostfriesische Landschaft - Leiter der wissenschaftlichen Regionalbibliothek

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Mitglieder

Mitgliederbewegung
2004  
2005
Gestorben
7
3
Austritte
17
15
Streichungen
4
5
Neue Mitglieder
19
22
Einstiegsmitgliedschaften
3
3

 

 

Mitgliederstatistik:
2004
2005
Einzelmitglieder
537
541
Ehepaare
166
168
Mitglieder mit ermäßigtem Beitrag
80
77
juristische Personen
59
59
Ehrenmitglieder
9
9
Einstiegsmitgliedschaften
7
6
Gesamtzahl der Mitglieder am 31.12.
858
860

 

Die Mitgliederversammlung fand im Jahr 2004 am 24. April in Niebüll statt, im Jubiläumsjahr am 23. April im Christian Jensen Kolleg in Breklum (Vortrag "Die Anfänge des Nordfriisk Instituut" von Reimer K. Holander, Ehrung langjähriger Mitglieder). Der Sommerausflug 2004 führte am 19. September auf die Insel Sylt (An- und Abreise mit der Fähre Röm-List, Besichtigung der Austern-Compagnie, Fahrt über das nördliche Sylt unter Führung von Johann Frank, Mittagessen in Nielsens Kaffeegarten, Keitum, Spaziergang zum Morsum-Kliff). 2005 fand im Hinblick auf die Jubiläumsfeiern kein Sommerausflug statt.
Das Kuratorium des Nordfriisk Instituut kam am 12. März 2004 zusammen. Der Beirat hielt in beiden Berichtsjahren jeweils zwei Sitzungen. Der Gesamtvorstand traf sich 2004 fünfmal, im Jahr 2005 viermal. Im Juni 2005 fand eine gemeinsame Sitzung von Vorstand und Ferring-Stiftung in Alkersum auf Föhr statt. Eine Institutskonferenz wurde in beiden Berichtsjahren jeweils Anfang März abgehalten, um über das Arbeitsprogramm des Instituts zu beraten.

Organisationsuntersuchung
Nachdem sich unterschiedliche Anläufe auf ehrenamtlicher Basis zerschlagen hatten, konnte Ende 2004/Anfang 2005 endlich ein seit langem erwünschtes Vorhaben realisiert werden: Die Firma KUBUS (Kommunalberatung und Service GmbH) wurde mit der Durchführung einer Organisationsuntersuchung beauftragt. Es ging vor allem darum, die wesentlichen Arbeitsabläufe im Institut näher zu beleuchten und mögliche Optimierungspotentiale vor allem hinsichtlich der Projekt- und Kostensteuerung herauszuarbeiten. Die Handlungsempfehlungen, die sich aus dieser Untersuchung ergaben, wurden teilweise bereits umgesetzt und sollen im kommenden Jahr auch weiterhin realisiert und sodann auf ihren Nutzen hin überprüft werden.

Profilskizze
Auf Anregung des Vorsitzenden erstellte Thomas Steensen im März 2005 mit Hilfe aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Arbeitspapier "Das Nordfriisk Instituut - Aufgaben, Arbeitsweise, Schwerpunkte". Die Skizze befasst sich zum einen mit den kurz- und mittel-fristigen Aufgabenstellungen in den wissenschaftlichen Abteilungen des Instituts sowie mit den strukturellen Rahmenbedingungen. Nicht verschwiegen werden die "natürlichen" Grenzen, die der Arbeit durch mangelnde Ressourcen im materiellen und personellen Bereich gesetzt werden.

Ziel- und Leistungsvereinbarung
Im Februar 2004 wurde zwischen dem Verein Nordfriesisches Institut e. V. und dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur eine Ziel- und Leistungsvereinbarung geschlossen. Wesentlicher Bestandteil der Vereinbarung war die Festlegung der wechselseitigen Leistungen sowohl des Nordfriisk Instituut als auch des Ministeriums. Durch den Abschluss wollte das Institut auch erreichen, mit den Hochschulen gleichgestellt zu werden und eine laufende Dynamisierung der institutionellen Förderung zu erlangen.

Finanzen
Nach der Finanzkrise 2003, die zu schmerzhaften Einschnitten führte, liefen die Haushaltsjahre 2004 und 2005 insgesamt positiver für das Nordfriisk Instituut aus. Nicht geplante Einnahmen für zusätzlich vergütete Auftragsarbeiten sorgten dafür, dass Mindereinnahmen beim Buchverkauf ausgeglichen werden konnten. Positiv hervorzuheben ist auf der Einnahmenseite besonders die Erhöhung der institutionellen Förderung des Instituts durch das Land Schleswig-Holstein im Jahr 2004 um 4 400 Euro und 2005 noch einmal um 600 Euro. Damit konnte die tarifliche Steigerung der Personalkosten zum Teil aufgefangen werden. Dankenswerterweise erhielt das Institut nach 2003 nochmals einen Zuschuss in Höhe von 10 000 Euro aus Erträgen der so genannten Friesenstiftung. Nach Verhandlungen durch den Vereinsvorsitzenden und den Institutsdirektor Thomas Steensen gelang es 2005, eine einmalige Zahlung der Universiät Flensburg in Höhe von 3 500 Euro zum Ausgleich für gestiegene Personalkosten zu erhalten. Am 31.12.2004 wies die Haushaltsabrechnung einen Überschuss aus, der vor allem aus Personalaufwendungen für Projekte resultiert, die erst im Jahr 2005 zum Tragen kamen. Daran wird besonders deutlich, dass die Haushaltsabrechnung zum 31.12. eines Jahres lediglich eine Stichtagsrechnung ist, aus der sich die finanzielle Perspektive des Instituts nur schwer ablesen lässt. Die Tendenz, bei überwiegend gleich bleibender institutioneller Förderung die Aufgaben vermehrt durch Projektmittel und Auftragsarbeiten finanzieren zu müssen, ist jedoch klar erkennbar. Für die Arbeits- und Personalplanung bringt diese Entwicklung erhebliche Probleme mit sich. Nur durch genügsamste Haushaltsführung in Verbindung mit der Nutzung aller Einnahmequellen ist immer wieder ein Haushaltsausgleich zu erreichen. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Quantität und die Qualität der Aufgabenwahrnehmung durch das Nordfriisk Instituut unter gleich bleibenden finanziellen Bedingungen zukünftig nicht mehr zu erreichen sein wird. Anlässlich seines 40-jährigen Bestehens 2005 richtete das Nordfriisk Instituut im Andenken an seinen Mitbegründer und langjährigen Leiter den "Tams-Jörgensen-Fonds" ein. Mit den Erträgen sollen alle zwei Jahre ausgewählte Veröffentlichungen oder Veranstaltungen gefördert werden. Bisher wurden rund 15 000 Euro gespendet. Allen Mitgliedern und Freunden sei recht herzlich gedankt.

Gebäude und Inventar
Ende 2004 wurde mehrmals im Nordfriisk Instituut eingebrochen. Die Täter entwendeten diverse Computer und andere elektronische Geräte. Glücklicherweise wurde der gesamte Schaden von der Versicherung erstattet. Zum Fortbestehen des Versicherungsschutzes war es aber notwendig, eine Alarmanlage im Institut einbauen zu lassen, deren Funktion von einem Wach- und Sicherungsunternehmen laufend überprüft wird. Über den Friesenrat konnte ein Großteil der entstandenen Kosten als Projektförderung aufgebracht werden; ein Zuschuss zur Finanzierung kam von der Provinzial Nord Brandkasse.

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C. Verlag

1. Periodische Schriften

Nordfriesland
Redaktion: Peter Nissen, Fiete Pingel und Prof. Dr. Thomas Steensen. Die Druckdateien erstellte Fiete Pingel. Die Nummern 145, 146, 147 und 148 erschienen termingerecht im März, Juni, September und Dezember 2004. Der Nummer 146 war das Protokoll der Mitgliederversammlung 2004 beigeheftet.
Die Nummern 149, 150, 151 und 152 erschienen im März, Juni, September und Dezember 2005. Der Nummer 149 war ein Fragebogen zur Arbeit des Nordfriisk Instituut beigeheftet, der Nummer 150 das Protokoll der Mitgliederversammlung 2005. Die Nummer 151 enthielt das Gesamt-Inhaltsverzeichnis der Ausgaben 101-150. Die Dezemberausgabe 2005 brachte vier farbige Weihnachtskarten, deren Motive Marie Tångeberg zur Verfügung gestellt hatte.

Nordfriesisches Jahrbuch
Schriftleitung: Hans Carstensen, Albert Panten, Adeline Petersen und Prof. Dr. Thomas Steensen. - Das Nordfriesische Jahrbuch 2004, Band 40, umfasst 159 Seiten und erschien Anfang Oktober. Die technische Bearbeitung der Datei für den Druck besorgte Dr. Jens Owe Petersen in Abstimmung mit Thomas Steensen. Mitte 2005 wurde Fiete Pingel in die Redaktion des Nordfriesischen Jahrbuchs berufen. Bei dem Grafiker Rainer Kühnast wurden eine Neugestaltung von Titelseite und Layout in Auftrag gegeben. Nach 40 Jahren der Neuen Folge hat das Jahrbuch damit ein neues Aussehen erhalten.
Das Nordfriesische Jahrbuch 2005, Band 41, umfasst 160 Seiten und erschien Anfang September 2005 pünktlich zum 40-jährigen Institutsjubiläum. Das Layout besorgte in diesem Fall Fiete Pingel in Abstimmung mit Thomas Steensen. Das Jahrbuch wird wie in den Vorjahren auf Anforderung an jedes Mitglied abgegeben.

Jarling
Herausgegeben von Marlene Kunz, Ulf Dahl und Dr. Karin Haug. Der nordfriesische Fotokalender Jarling 2005 unter dem Titel "A hemel auer Nuurdfresklun" enthält 13 Farbfotos des Hans-Momsen-Preisträgers Georg Quedens von der Insel Amrum. Die Bildunterschriften und das Kalendarium sind in Mooringer, Wiedingharder und Ockholmer Friesisch, in Sölring, Fering, Öömrang, Halifreesk und in Niederdeutsch abgefasst. Die Übersetzungen fertigten Antje Arfsten, Gerd Kühnast, Carmen Müller-Matzen und Adeline Petersen.
Im Jubiläumsjahr des Instituts erhielt der Kalender nach 28 Jahren ein neues Gesicht: Das Layout für den Jarling 2006 gestaltete der Husumer Grafiker Rainer Kühnast, der auch schon für das bisherige Äußere des Kalenders verantwortlich zeichnete. Farbgebung, Seitenaufteilung und Schriften wurden modernisiert, Kalendarium und Bildtexte sind, wie bisher auch schon, in den Sprachen der Region gehalten. Rainer Kühnast wird bei zukünftigen Jarling-Kalendern im Herausgeberteam mitarbeiten. Die 13 Farbfotos für den Kalender 2006 lieferte der Hamburger Foto-Designer und Werbegrafiker Heiko Evert.

Newsletter
En koon friisk. Der Newsletter des Nordfriisk Instituut zur friesischen Sprache, Geschichte und Kultur

8. Ausgabe (Februar 2004), Themen: Kinderreime. Der Unterschied zwischen "Schuld" und "Schulden" auf Friesisch. Redaktion: Antje Arfsten und Adeline Petersen.
9. Ausgabe (Mai 2004), Themen: Verschiedene friesische Ausdrücke für "gehen". Die richtige friesische Formulierung der Fragen, die ein "ja" oder "nein" fordern. Redaktion: Antje Arfsten und Adeline Petersen.
10. Ausgabe (Juli 2004), Themen: Über so genannte Eselswörter, wie "pitjepatje" usw. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes "solme" (Taufe). Redaktion: Adeline Petersen und Christina Tadsen.
11. Ausgabe (Dezember 2004), Themen: Ein Weihnachtslied in verschiedenen Dialekten. Was man zur Weihnachtszeit über "Engel" sagt. Redaktion: Antje Arfsten.
12. Ausgabe (März 2005), Themen: Verkleinerungsformen im Fering-Öömrang. Zwei österliche Reime und Überlegungen zum Wort "sik" im Friesischen. Redaktion: Antje Arfsten und Adeline Petersen.
13. Ausgabe (Juni 2005), Themen: "Ebbe und Flut" in Redewendungen. Die Probleme bei der Beugung der Verben "fånge" und "füünj" und das Programm des 15. Nordfriesischen Sommer-Instituts. Redaktion: Antje Arfsten und Adeline Petersen.
14. Ausgabe (August 2005), Themen: Möglichkeitsformen im Nordfriesischen. Vorstellung von Neuerscheinungen des Verlags Nordfriisk Instituut und Einladung zum 40-jährigen Jubiläum. Redaktion: Antje Arfsten und Harry Kunz.
15. Ausgabe (September 2005), Themen: Europäischer Tag der Sprachen; Neuerscheinungen und Veranstaltungen zur friesischen Sprache. Redaktion: Antje Arfsten und Christina Tadsen.
16. Ausgabe (Dezember 2005), Themen: Sprachliche Besonderheiten des Nordfriesischen und Neuerscheinungen aus dem Verlag Nordfriisk Instituut. Redaktion: Antje Arfsten.

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2. Reihen

Nordfriesische Lebensläufe
Hrsg.: Thomas Steensen
- Nr. 8: Uwe Steffen: Der erfolgreichste Walfänger der Nordfriesen. Matthias der Glückliche und seine Zeit. Lektorat und Redaktion: Fiete Pingel und Thomas Steensen. Bräist/Bredstedt 2004. 96 Seiten mit zahlreichen Abbildungen.
- Nr. 9: Hans Harro Hansen: Vom Pflug zur Universitätsmedaille - Leben und Wirken von Andreas Busch, Bräist/Bredstedt 2005. 96 Seiten. Lektorat: Fiete Pingel und Thomas Steensen.

NF-Texte aus dem Nordfriisk Instituut
- Nr. 4: Thomas Steensen (Hrsg.): Friesisch an dänischen Schulen in Nordfriesland - Friisk aw dånsche schoule. Ergebnisse einer Untersuchung des Friesischen Seminars an der Universität Flensburg, Bräist/Bredstedt 2004. 66 Seiten.
- Nr. 5: Harry Kunz und Thomas Steensen: "Was ist friesische Identität?" Eine empirische Untersuchung durchgeführt vom Friesischen Seminar der Universität Flensburg, Bräist/ Bredstedt 2005. 128 Seiten.

Materialien für den friesischen Schulunterricht
- Nr. 6m: Kleine friesische Sprachlehre. Mooringer Mundart. Zusammengestellt von einem Arbeitskreis von Friesischlehrern nach V. Tams Jörgensen, "Kort spräkeliir foon dåt Mooringer frasch". Bearbeitet von Hayo Andresen und Adeline Petersen. 2., ergänzte Aufl., 2004. 44 Seiten.

Schriften der Interessengemeinschaft Baupflege
- Band 1: Ludwig Fischer: Haubarge. Eine Bauernhausform hat abgewirtschaftet? 5. Aufl., 2004. 60 Seiten mit zahlreichen Schwarz-Weiß-Abbildungen.
Streifzüge durch die Bredstedter Geschichte
Im Auftrag des Vereins für Bredstedter Geschichte und Stadtbildpflege herausgegeben von Thomas Steensen.
- 1: Streifzüge durch die Bredstedter Geschichte. 2., durchgesehene und ergänzte Aufl. 2005 (= Schriften des Vereins für Bredstedter Geschichte und Stadtbildpflege, Nr. 5). 80 Seiten.
- 2: Bredstedter Erinnerungen. (= Schriften des Vereins für Bredstedter Geschichte und Stadtbildpflege, Nr. 7). Lektorat: Harry Kunz. Bräist/Bredstedt 2004. 128 Seiten mit zahlreichen Abbildungen.

3. Einzelveröffentlichungen

- V. Tams Jörgensen: Frasch-Tjüsch-Dånsch Uurdebök. 3. Nachdruck der Auflage von 1978, Bräist/Bredstedt 2005. 114 Seiten. Nr. 37.
- Harry Kunz: Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins. Abschnitt V: Kreis Plön, herausgegeben vom Nordfriisk Instituut in Zusammenarbeit mit dem Landesarchiv Schleswig-Holstein, Bräist/Bredstedt 2005. 270 Seiten. Nr. 146d.
- Michael Hertl: Das Morsum-Kliff auf Sylt. Gegenwart als Momentaufnahme zwischen langer Vergangenheit und unbestimmter Zukunft, Bräist/Bredstedt 2004. Lektorat: Harry Kunz. 60 Seiten mit 40 farbigen Abbildungen. Nr. 175.
- Albert Panten: Die Nordfriesen im Mittelalter. Teil 2 der "Geschichte Nordfrieslands", herausgegeben vom Nordfriisk Instituut in Zusammenarbeit mit der Stiftung Nordfriesland (dritte, völlig neu bearbeitete und ergänzte Auflage), Bräist/Bredstedt 2004. Lektorat und Redaktion: Fiete Pingel und Thomas Steensen. 80 Seiten mit zahlreichen, teilweise farbigen Abbildungen. Nr. 176.
- Ferteel iinjsen foon e Fååstewål. Unerwäis. Uun a knip. Stöögne üt e Wiringhiird, e Bökinghiird än e Noordergooshiird schraawen tu e weedstrid "Ferteel iinjsen!" Ütdänj foon Adeline Petersen, Bräist/Bredstedt 2004. 64 Seiten. Nr. 177.
- Ferteel iinjsen faan a Eilunen. Unerwäis. Uun a knip. Staken faan Söl, Feer, Oomram an deät Lun skrewen tu a weedstridj "Ferteel iinjsen!". Ütjden faan Antje K. Arfsten an Christina Tadsen, Bräist/Bredstedt 2004. 66 Seiten. Nr. 178.
- lees frasch/freesk/fering/halunder/öömrang/sölring. takste for di 7. friiske forleeseweedstrid 2005, Bräist/Bredstedt 2005. 58 Seiten. Nr. 179.
- Ursula Machtemes-Titgemeyer: Schloss Axendorf von Kotzenbüll. Ein Haus und seine Geschichte, Bräist/Bredstedt 2005. 95 Seiten. Nr. 180.
- Tomke: Tomke, Romke an Korneelia spele mä klöören an fuarmer, Bräist/Bredstedt 2005. 24 Seiten. Nr. 181f/öö.
- Tomke: Tomke, Romke än Korneelia spaale ma blaie än forme, Bräist/Bredstedt 2005. 24 Seiten. Nr. 181m.
- Tomke: Tomke, Romke en Korneelia spöli me Klöören en Fuaremer, Bräist/Bredstedt 2005. 24 Seiten. Nr. 181s.
- Tomke: Tomke, Romke än Korneelia späle mä klööre än fuorme, Bräist/Bredstedt 2005. 24 Seiten. Nr. 181w.
- Reimer Kay Holander: Hundert Jahre Thamsen Bongsiel. Zur Geschichte eines Landgasthofes. Mit einem Katalog der Sammlung Thamsen von Hans-Jürgen Krähe und H.-Peter Widderich, Bräist/Bredstedt 2005. 182 Seiten. Nr. 182.
- 100 Jahre Cecilienkoog 1905-2005. Herausgegeben vom Sielverband Cecilienkoog, Bräist/ Bredstedt 2005. Lektorat und Layout: Fiete Pingel. 144 Seiten. Nr. 183.
- Thomas Steensen: Im Zeichen einer neuen Zeit. Nordfriesland 1800 bis 1918. Geschichte Nordfrieslands, Teil 4. Dritte, völlig neu bearbeitete und ergänzte Auflage, Bräist/Bredstedt, 2005. Herausgegeben vom Nordfriisk Instituut in Zusammenarbeit mit der Stiftung Nordfriesland. Korrektur: Harry Kunz und Walter Stiebeling, Layout: Fiete Pingel. 224 Seiten. Nr. 184.
- Bernd Rieken: "Nordsee ist Mordsee". Sturmfluten und ihre Bedeutung für die Mentalitätsgeschichte der Friesen, Waxmann Verlag, Münster/New York/München/Berlin 2005. 455 Seiten. Nr. 186 (= Abhandlungen und Vorträge zur Geschichte Ostfrieslands, Band 83).
- CD-Hörbuch: Ferteel iinjsen! foon e Fååstewål. Hiirbök Unerwäis - Uun a knip, 2005. Laufzeit ca. 64 Minuten.
- CD-Hörbuch: Ferteel iinjsen! faan a Eilunen. Hiarbuk Unerwäis - Uun a knip, 2005. Laufzeit ca. 72 Minuten.

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4. Veröffentlichungen im Kommissionsverlag

- Hans Otto Meier: De Ünnererdschen - Sagenhafte Märchenerzählungen. Bräist/Bredstedt 2004. 79 Seiten mit Fotos von Hans Otto Meier und Zeichnungen von Georg Bohnsack. - Hans Otto Meier: Geschichten de dat Dörp vertellt: suustern… smustern… luustern! Bräist/ Bredstedt 2004. 96 Seiten mit 16 Schwarz-Weiß-Abbildungen. - Hans Otto Meier: Heimat Nordfriesland. Aussagen - Meinungen - Ansichten (= Nordfriesland im Gespräch, Nr. 3), Bräist/Bredstedt 2005. 94 Seiten.

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D. Bibliothek und Archiv

Bibliothek, Archiv und Dokumentation des Nordfriisk Instituut bilden als Spezialsammlung für Nordfriesland mit allen Themenbereichen die wesentliche Grundlage für das Projekt "Gedächtnis der friesischen Bewegung" (s. D. 2.) und vor allem für die "Datenbank Nordfriesland" (s. E.). Auch im Berichtszeitraum diente sie als zentrales Arbeitsinstrument für die wissenschaftliche und publizistische Tätigkeit des Instituts sowie für angefragte Einzelauskünfte. Die Sammlungen betreuten vor allem die Projektmitarbeiterinnen Astrid Karstensen und Benedikta zu Stolberg.

1. Bibliothek

Im Berichtszeitraum wurden rund 590 Einzelveröffentlichungen und Ausgaben von rund 200 Fortsetzungen eingestellt. Ankäufe mussten angesichts der knappen Bibliotheksmittel weitgehend unterbleiben. Weiterhin werden Neuerscheinungen so kostengünstig wie möglich beschafft, und zwar im Schriftentausch, als Rezensionsstücke oder als erbetene Freiexemplare. Wiederum erhielt die Bibliothek des Nordfriisk Instituut zahlreiche Bücher und Schriften als Geschenk, und zwar im Einzelnen von Alfred Bartling, Prof. Dr. Jozef Borzyskowski, Frauke Boysen, Karl Clausen, Nils Dahl, Hans N. de Friis, der Gemeinde Bohmstedt, der Gemeinde Saterland, dem Gymnasium der Insel Föhr, Klaus Hansen, Horst Hellner, Uwe Herms, Kerst Huisman, Reinhard Jannen, Aksel Jensen, Hubertus Jessel, Dr. Jörg Johannsen-Reichert, Gerd Kühnast, Hans-Heinrich Lüth, Katharina Nickelsen, Gertrud Nordmann-Stabenow, Hartmut Ohms, Süncke Paulsen, Adeline Petersen, Christine Petersen, Fiete Pingel, Walter Raabe, Hilde Rieper, Dr. Johann Runge, der Familie des verstorbenen Ehrenmitglieds des Institutsvereins Dr. Matthias Schmidt-Tychsen, Prof. Dr. Dietrich Scholze, Prof. Dr. Makoto Shimizu, Bruno Spießwinkel, Prof. Dr. Thomas Steensen, Werner Stiebeling und Dr. Maria-Gesine Thies.
Die Familie des aus Langenhorn stammenden Gelehrten Friedrich Paulsen übergab Thomas Steensen während seines Besuchs in Berlin am 1. Juni 2005 wertvolle Unterlagen, die sich vor allem auf die Herkunftsregion der Familie, Langenhorn und Hallig Oland, beziehen. Bei einem Besuch im Institut mit "goldenen Abiturienten" überreichte Prof. Dr. Manfred Jessen-Klingenberg an Thomas Steensen Originalexemplare der Zeitung Das Volk, an der Harro Harring als Redakteur mitgearbeitet hat. Allen Gebern und allen, die Anforderungen aus dem Institut positiv beantworteten, gilt ein herzlicher Dank!
Astrid Karstensen erarbeitete aus dem Doubletten- und Antiquariatsbestand der Bibliothek ein Angebot für das Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher (ZVAB) im Internet. Es wird gut angenommen. Die - bislang stets über den Gebühren liegenden - Einnahmen bilden einen kleinen, aber willkommenen Beitrag zum Institutsetat, und in den Regalen wird Platz gewonnen.

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2. Archiv

Bildsammlung
Die Bildsammlung beruht auf einer Reihe von älteren Beständen und wächst ständig weiter. Lothar Röschert und Erik Struckmeyer von der Bredstedter Behinderteneinrichtung "Haus am Mühlenteich" haben unter Anleitung ihres Betreuers Hartmut Kumm in mehrjähriger Arbeit die meisten der vorliegenden Papierbilder und Dias digitalisiert. Dazu kamen jeweils die für spezielle Veröffentlichungen - etwa für die neu aufgelegten Teile der Geschichte Nordfrieslands - eingeworbenen Abbildungen, deren digitale Bearbeitung Sven Gerlach besorgte. Astrid Karstensen hat begonnen, in Abstimmung mit Fiete Pingel und Thomas Steensen die noch nicht eingescannten Papierbilder zu sichten und zur Digitalisierung bereitzulegen. Die gesamte Bildsammlung ist auf einer externen Festplatte gesichert. Für die geordnete Nutzung der Sammlung, einer wichtigen Grundlage insbesondere für die Veröffentlichungsarbeit, wurden Strukturen gelegt.
Gedächtnis der friesischen Bewegung
Das Projekt "Gedächtnis der friesischen Bewegung" endete am 30. Juni 2005 nach dreijähriger Laufzeit. Projektmitarbeiterin Benedikta zu Stolberg erstellte umfassende Verzeichnisse zu Personen in der friesischen Arbeit, zur Tätigkeit der friesischen Vereine und Institutionen sowie Gesamt-Inhaltsverzeichnisse von Periodika, die für Nordfriesland relevant sind. Die Ergebnisse sollen nun digital nutzbar gemacht werden. Die Koordination besorgte Fiete Pingel in Abstimmung mit Thomas Steensen.
Unter der ehrenamtlichen Betreuung von Albert Schmid wurde die Zeitungsausschnittsammlung auch im Berichtszeitraum fortgeführt. Für die Sammlung ausgewertet wurden weiterhin Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Sylter Rundschau, Der Insel-Bote, Flensborg Avis, Nordschleswiger, Ostfriesen-Zeitung sowie in Nordfriesland erscheinende Anzeigenblätter, und zwar weiterhin vor allem von Harry Kunz, Fiete Pingel und Thomas Steensen. Die technische Bearbeitung besorgten neben Angela Sachau die Praktikanten und Zusatzkräfte Sven Gerlach, Heike Konetzni, Michael Kroll und Franziska Maack.

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E. Landeskunde

Buch "Das Wattenmeer"
Seit längerer Zeit ist das Nordfriisk Instituut bemüht, die Bedeutung des Wattenmeergebiets nicht nur als Naturraum, sondern auch als Kulturlandschaft herauszuarbeiten. So wirkte es bereits mit an dem LANCEWAD-Projekt ("Landscape and Cultural Heritage in the Wadden Sea Region"). Als populärwissenschaftliche Veröffentlichung erschien, herausgegeben vom Gemeinsamen Wattenmeer Sekretariat in Wilhelmshaven, im Stuttgarter Theiss Verlag rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse 2005 das 352 Seiten umfassende, reich bebilderte Buch "Das Wattenmeer. Kulturlandschaft vor und hinter den Deichen". Es kam gleichzeitig auch in dänischer und niederländischer Sprache heraus. Erstmalig wird darin die gesamte Wattenküste Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande unter kulturgeschichtlichem Blickwinkel vorgestellt. Thomas Steensen wirkte 2004 und 2005 an der Konzipierung und Herausgabe mit. Ihm oblag vor allem die Koordination für die Aufsätze zu Schleswig-Holstein. Zudem verfasste er den Beitrag über das nordfriesische Festland. Hervorzuheben ist die gute kollegiale Zusammenarbeit mit dem Leiter des Wattenmeer-Sekretariats Jens Enemark, den weiteren Mitgliedern des Herausgebergremiums Prof. Dr. Ludwig Fischer, John Frederiksen, Dr. Hajo van Lengen und Prof. Dr. Harm Tjalling Waterbolk sowie den Redaktionsmitgliedern Jan Abrahamse, Marieke Bemelman und Martin Hillenga.

Datenbank Nordfriesland/Grænselandportal
Ein zentrales Vorhaben bildete auch im Berichtszeitraum die Datenbank Nordfriesland. In zeitgemäßer und allgemeinverständlicher Form sollen darin die Themen Nordfriesland dokumentiert und Informationen präsentiert werden. Die Pflege der Datenbank leistete vor allem Harry Kunz. Der Textbestand wuchs auf weit mehr als 2 000 Stichwörter an. Heike Konetzni leistete wertvolle Vorarbeiten, indem sie friesischsprachige Autorinnen und Autoren bibliografisch erfasste und digitalisierte. Vorarbeiten wurden auch geleistet zur Verknüpfung des Textbestandes mit der Bildsammlung und für die verstärkte Präsenz des Friesischen in der Datenbank. Eine viel versprechende Perspektive entwickelte sich durch den vom Vorsitzenden Thede Boysen vermittelten Kontakt zu dem von dänischer Seite angestoßenen Interreg-Projekt Grænselandportal. Mit großem Engagement führte Thede Boysen Verhandlungen mit der dänischen Projektleitung, sodass eine Zusammenarbeit vereinbart wurde. Ansprechpartner im Institut ist Fiete Pingel, der an einer Projektsitzung in Apenrade teilnahm.

Nordfriesische Lebensläufe
In der von Thomas Steensen herausgegebenen Reihe werden Biographien über und Lebensbeschreibungen von Menschen in und aus Nordfriesland veröffentlicht. Im Berichtszeitraum erschienen die Nummern 8 und 9, und zwar im Jahre 2004 Uwe Steffen: "Der erfolgreichste Walfänger der Nordfriesen. Matthias der Glückliche und seine Zeit" und 2005 Hans Harro Hansen: "Vom Pflug zur Universitätsmedaille. Leben und Wirken von Andreas Busch". Uwe Steffen, emeritierter Ratzeburger Dompropst, beschreibt das Leben seines Vorfahren, des berühmten Föhrer Walfangkommandeurs Matthias Petersen (1632-1706) und zeichnet ein lebendiges Bild der Seefahrt im 17. Jahrhundert. Der Seemann und Nordstrander Heimatkundler Hans Harro Hansen erarbeitete die erste umfassende Lebensbeschreibung des bedeutenden Laienforschers und "Rungholtentdeckers" Andreas Busch (1883-1972). Das Amt Nordstrand förderte die Arbeit an dem Buch mit einem namhaften Betrag. Fiete Pingel bearbeitete beide Manuskripte, erstellte die druckfertigen Dateien und besorgte in enger Abstimmung mit Thomas Steensen das Lektorat.

Beiträge für Lexika
Das Institut setzte seine Bemühungen fort, auch in Veröffentlichungen anderer Verlage sachgemäß über die Friesen und das Friesische zu informieren. Einen Schwerpunkt bildete im Berichtszeitraum die Tätigkeit für Lexika. Für die 21. Auflage der Brockhaus-Enzyklopädie bearbeiteten Fiete Pingel und Thomas Steensen rund 40 Artikel zu friesischen Themen, die teils neu verfasst, teils grundlegend neu bearbeitet und teils redigiert wurden. Für die zweite Auflage des im Wachholtz Verlag erscheinenden "Schleswig-Holstein Lexikon" verfassten Harry Kunz, Fiete Pingel und Thomas Steensen zahlreiche Beiträge.

Kreisarchiv Nordfriesland
Das Kreisarchiv Nordfriesland bildet mit seinen Beständen eine unverzichtbare Grundlage für die historische und landeskundliche Forschung und Arbeit in der Region. Diskutiert wurde, das Archiv, dessen Räumlichkeiten im Schloss vor Husum durch eine Neustrukturierung erheblich eingeschränkt worden waren, an das Landesarchiv Schleswig-Holstein in Schleswig anzugliedern und die Akten dorthin zu verlagern. Das Nordfriisk Instituut meldete erhebliche Bedenken an, sowohl schriftlich auch als bei einer Gesprächsrunde mit Landrat Dr. Olaf Bastian im Kreishaus. Mehrere an der Regionalforschung in Nordfriesland Interessierte, zuerst Albert Panten, protestierten gegen die Pläne. Ins Gespräch gebracht wurde der Gedan-ke, das Kreisarchiv in Bredstedt anzusiedeln, wo es zusammen mit dem Nordfriisk Instituut ein landeskundliches Zentrum hätte bilden können. Festgelegt wurde schließlich ein Umzug des Archivs innerhalb der Kreisstadt Husum. Das Institut begrüßt sehr, dass diese für die historische Forschung wichtige Einrichtung in Nordfriesland verbleibt.

F. Sprache und Literatur

"Ferteel iinjsen!"
Friesische Schreibwettbewerbe tragen seit etwa 15 Jahren erheblich dazu bei, die Textproduktion in friesischer Sprache inhaltlich wie auch quantitativ zu beleben und sind zu einem festen Bestandteil friesischer Spracharbeit geworden. Gemeinsam mit NDR 1 Welle Nord veranstaltete das Nordfriisk Instituut 2004 zum dritten Mal den friesischen Schreibwettbewerb "Ferteel iinjsen!", der bereits zu einer "Institution" geworden ist. Thema des von der Nord-Ostsee Sparkasse und der Spar- und Leihkasse zu Bredstedt AG unterstützten Wettstreits war "Feerientid" (Ferienzeit). Aus fast allen Dialektgebieten Nordfrieslands wurden Beiträge von insgesamt 29 Autoren eingereicht. Nach einer Vorauswahl des Büros Cyriacks & Nissen lag die Beurteilung der Beiträge in Verantwortung einer sechsköpfigen Jury mit Antje Arfsten, Heinrich Bahnsen, Jan Graf, Prof. Dr. Jarich Hoekstra, Dr. Ommo Wilts und Inken Völpel-Krohn. Die fünf besten Erzählungen wurden am 20. November 2004 in der Niebüller Stadthalle einem großen und interessierten Publikum vorgestellt und prämiert.
Auf dieser Veranstaltung konnten auch zwei Bände mit Beiträgen aus den ersten beiden Ferteel iinjsen-Wettbewerben präsentiert werden: Ferteel iinjsen! foon e Fååstewål und Ferteel iinjsen! faan a Eilunen (s. C.) enthalten jeweils 26 Beiträge auf 64 bzw. 66 Seiten und stellen inhaltlich eine bunte Mischung von Erzählungen zu den beiden Wettbewerbsthemen "Uun a knip" (In der Klemme) und "Unerwäis" (Unterwegs) dar. Die festlandsfriesische Ausgabe wurde von Adeline Petersen, die inselfriesische von Antje Arfsten und Christina Tadsen herausgegeben.
2005 wurden zwei Hörbucher mit Texten aus den beiden "Ferteel iinjsen!"-Büchern produziert. Der NDR stellte für die Aufnahmen sein Flensburger Studio kostenfrei zur Verfügung und leistete die technische Nachbearbeitung. Gedankt sei in diesem Zusammenhang dem Studioleiter Werner Junge sowie Ernst Christ und Christoph Ahlers von der NDR-Redaktion Heimat, Kultur und Wissenschaft. In Absprache mit Adeline Petersen und Christina Tadsen nahm Antje Arfsten die Textauswahl für die beiden CDs mit jeweils elf Erzählungen vor und koordinierte die Aufnahmen, für die neben den Lektorinnen des Nordfriisk Instituut neun ehrenamtliche Sprecher/innen gewonnen wurden (Ingwer Boysen, Kirsten Grote, Jörgen Jensen Hahn, Kay Ingwersen, Jule Jessen, Ute Jessen, Hark Martinen, Erk Roeloffs und Erk-Uwe Schrahé). Mit finanzieller Unterstützung der Ute-Karl-Friedrich-und-Carsten-Hagemann-Stiftung konnten die beiden CD-Hörbücher "Ferteel iinjsen! foon e Fååstewål. Hiirbök" und "Ferteel iinjsen! faan a Eilunen. Hiarbuk" (s. C.) vervielfältigt werden. Sie wurden durch die Hörfunk-Chefin des NDR in Kiel, Elke Haferburg, und Thomas Steensen während des Institutsjubiläums präsentiert.

Sprachkurs für Jugendliche und Erwachsene mit Audio-CD
(zweijähriges Projekt aus Bundesmitteln, Beginn: Mai 2005) Nachdem in den Vorjahren insbesondere Materialien für Kindergärten und Schulen erarbeitet wurden, steht in der friesischen Spracharbeit des Nordfriisk Instituut nun die Erwachsenenbildung im Vordergrund. Hier fehlt es an zeitgemäßem Unterrichtsmaterial.
Der für Jugendliche und Erwachsene konzipierte Sprachkurs in zwei Dialekten (Fering und Mooringer frasch) wird sowohl für Kurse an Volkshochschulen, in friesischen Vereinen usw. als auch für das Selbststudium geeignet sein. Es handelt sich um einen Anfängerkurs, der auf etwa zwölf Lektionen ausgelegt ist; der Fortgeschrittenenkurs ist für 2007/08 geplant.
In einem ersten Schritt wurden mehrere Sprachkurse gesichtet, daraus ein Konzept entwickelt und erste Lektionen erarbeitet. Mit der Illustration wurde ab August Ada Bieber, Studentin an der Universität Flensburg, beauftragt. Wertvolle Anregungen gab Dr. Ellen Schulte-Bunert von der Flensburger Universität, die dort u. a. Deutsch als Fremdsprache unterrichtet und selbst mit der Erstellung von Unterrichtsmaterialien befasst ist.
Seit Herbst 2005 werden die ersten Lektionen in Volkshochschulkursen (Maren Gerrets-Blome auf Amrum, Thomas Steensen in Husum) sowie an der Universität Flensburg (Antje Arfsten und Thomas Steensen) erprobt. Bis Ende des Jahres konnten die Lektionen 1 bis 4 komplett mit Illustrationen, die Lektionen 5 und 6 noch ohne Illustrationen fertig gestellt werden. An dem Projekt arbeiten Antje Arfsten und Christina Tadsen für Fering sowie Adeline Petersen für Mooringer frasch.

Intensivkurs Öömrang
Im Rahmen des aus Bundesmitteln für die friesische Volksgruppe geförderten Projektes "Ausarbeitung eines friesischen Kompaktkurses" führte Christina Tadsen vom 8. bis 12. November 2004 in Wittdün auf Amrum einen als Bildungsurlaub anerkannten Intensivkurs Öömrang für Anfängerinnen und Anfänger durch. Das zu diesem Zweck zusammengestellte Unterrichtsmaterial "Öömrang för beganern" umfasst 67 Seiten und wird ergänzt durch zwei separate, illustrierte Erzählungen (A Bremer stäädmusikanten; A käärsbuum). Insgesamt nahmen acht Personen an dem Kurs teil, es gab 20 Anfragen für Lehrgänge zu einem anderen Zeitpunkt. Der Kurs diente u. a. dazu, erste Erfahrungen mit Intensivkursen zu sammeln. Das Nordfriisk Instituut wird diese Form des Sprachunterrichts weiter ausbauen.

Kompakt-Kurs Wiringhiirder freesk
Dieser Intensiv-Anfängerkurs steht in Zusammenhang mit der Schwerpunktverlagerung innerhalb der friesischen Spracharbeit auf Unterrichtsmaterialien und Kurse für Erwachsene. Er fand mit vier Teilnehmenden vom 29. bis 31. Oktober 2004 in Klanxbüll statt. Der Kurs wurde vorbereitet und geleitet von Adeline Petersen. Die Ute-Karl-Friedrich-und-Carsten-Hagemann-Stiftung leistete dankenswerterweise finanzielle Unterstützung.

7. friesischer Vorlesewettbewerb
Für den friesischen Schulunterricht gehört der alle vier Jahre stattfindende Vorlesewettbewerb zum festen und unverzichtbaren Programm. Er wird dankenswerterweise ermöglicht durch die Nord-Ostsee Sparkasse und die Spar- und Leihkasse zu Bredstedt AG. Das Nordfriisk Instituut leitete die Vorbereitung und Durchführung des 7. friesischen Vorlese-wettbewerbs 2005. Antje Arfsten koordinierte die Auswahl und die Bearbeitung der Texte und erstellte das Layout des Textheftes. Als Schirmherr konnte der Präsident des interfriesischen Rates Ingwer Nommensen gewonnen werden. Anfang Februar 2005 wurden die Hefte an die Schulen verteilt. Die Siegerinnen und Sieger der einzelnen Schulen nahmen an der Endausscheidung am 20. Mai 2005 in der Nis-Albrecht-Johannsen-Schule in Risum-Lindholm teil. Insgesamt 23 Schulkinder lasen vor fast 150 Besucherinnen und Besuchern "ihre" Geschichten vor. Neben dem Schirmherrn fungierten u. a. die stellvertretende Landtagspräsidentin Ingrid Franzen und der stellvertretende Kreispräsident Henning Möller bei der Siegerehrung als Preispaten. Bernd Zimmermann (†) von der Nord-Ostsee Sparkasse, der jahrelang die friesischen Vorlesewettbewerbe betreute und liebevoll die Abschlussveranstaltungen moderierte, konnte auf Grund seiner schweren Erkrankung bei dieser Endausscheidung nicht mehr dabei sein. Wir danken auch an dieser Stelle sehr herzlich für sein großes Engagement.

Kinderbuch "Tomke"
In Zusammenarbeit mit dem westfriesischen pädagogischen Institut Afûk konnte bereits das Kindervideo und Buch-Projekt "Bear Bulu" realisiert werden. 2005 entstand das Tomke-Projekt, ein Heft mit kleinen Erzählungen, Liedern und Reimen für die Allerkleinsten. Das 24-seitige Heft "Tomke spielt mit Formen und Farben" haben Antje Arfsten, Carmen Müller-Matzen, Adeline Petersen und Christina Tadsen in die Dialekte Fering-Öömrang, Sölring, Mooringer frasch und Wiringhiirder freesk übertragen. Das farbige Mitmach-Buch wurde am 18. November 2005 in feierlichem Rahmen im Nordfriisk Instituut vorgestellt. Eine große Anzahl von Kindern aus dem ADS-Kindergarten in Bredstedt, der Grundschule Bredstedt und der Risum Skole/Risem Schölj wirkten dabei mit. Eigens zur Vorstellung waren auch vier westfriesische Mitarbeiterinnen des Projekts aus den Niederlanden angereist. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit wird angestrebt.

Frysk Filologekongress
Der 17. Frysk Filologekongres der Fryske Akademy in Ljouwert/Westfriesland fand vom 15. bis 17. Dezember 2005 statt. Das Nordfriisk Instituut stand mit drei Vorträgen im Programm. Antje Arfsten berichtete über die friesischen Schreibwettbewerbe der letzten 15 Jahre, Christina Tadsen hatte die grammatische Kategorie Respekt zum Thema, und Adeline Petersen war mit einem Vortrag über Peter Jensen angekündigt (vgl. unter I. 2.). Durch den plötzlichen Tod eines Mitarbeiters der Fryske Akademy musste ein Kongresstag verlegt werden. Adeline Petersen wird ihren Vortrag nun am 9. Februar 2006 halten.

Friesisch in der Zeitung
Seit Oktober 1993 bringen die vier Tageszeitungen Husumer Nachrichten, Der Insel-Bote, Nordfriesland Tageblatt und Sylter Rundschau des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages regelmäßig eine friesisch-niederdeutsche Seite. Im Jahr 2004 erschien die kreisweite Seite sechs Mal, 2005 acht Mal. Insgesamt wurden 34 friesische Artikel veröffentlicht. Die redaktionelle Bearbeitung leisteten Antje Arfsten (2004) und Christina Tadsen (2005). Eine große Unterstützung stellte die rege Mitarbeit von Dr. Karin Haug und Walter Wickel dar, die zu fast jeder Seite einen Beitrag auf Mooringer Frasch bzw. Öömrang beisteuerten. Für den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag wird die Seite von Jörg von Berg und Simone Schlüter betreut.

Sonstige Übersetzungs- und Lektoratstätigkeiten
Das Lektorat friesischer Texte sowie Übersetzungen ins Friesische machen einen nicht unerheblichen Teil der Spracharbeit im Nordfriisk Instituut aus. Einige Beispiele seien hier genannt: Seit Verabschiedung des Friesisch-Gesetzes im November 2004 gingen beim Nordfriisk Instituut etliche Übersetzungsaufträge für Bezeichnungen von Ämtern und Behörden ein. So trägt das Finanzamt Nordfriesland jetzt auch die friesische Bezeichnung stüüråmt Nordfriislon, die Außenstelle Husum heißt friesisch büterkantoor Hüsem. Für mehrere Atlanten und Kartenwerke lieferte das Institut die friesischen Ortsnamen. Im Juli 2004 wandte sich der Cartoonist Kim Schmidt aus Dollerup an das Nordfriisk Instituut mit der Bitte um Unterstützung bei der Herausgabe eines Cartoonbuchs aus seiner Serie "Local Heroes" auf Friesisch. Kim Schmidt plante eine viersprachige Ausgabe, die schließlich im September 2005 auf Friesisch, Dänisch, Niederdeutsch und Deutsch erschien. Ins Mooringer frasch wurden die 64 Cartoons von Schülern der Dansk Skole Bredsted unter der Leitung von Christiane Bodenhagen übersetzt. Die friesische Ausgabe "Local Heroes snååke frasch" lektorierte Adeline Petersen, die alle Texte noch einmal neu in den Computer eingab und eine kleine Wörterliste erstellte. Die Polizeidirektion Schleswig-Holstein veröffentlichte 2004 den Antidrogenspot "Tod einer Unschuldigen". Neben einer hochdeutschen Fassung wurde dieser Kurzfilm auch in weiteren Sprachen des Grenzlandes produziert. Für die Version auf Fering "Duas faan en ünskiljig" korrigierte Antje Arfsten die Textvorlage. Für das vom Friesenrat organisierte Seminar "Aus- und Weiterbildung friesischer Multiplikatoren", das im November 2005 stattfand, wurde eine Reihe von Texten (Lieder, Spielanleitungen, Beschreibungen von Bräuchen etc.) in vier nordfriesische Dialekte übertragen bzw. bearbeitet. Auf Anfrage der Kunsthandlung St. Jürgen in Flensburg übersetzte Antje Arfsten für den Ausstellungskatalog des Malers Ulf Petermann das Vorwort sowie ein Essay über das Gesamtwerk des Künstlers ins Fering.

Expolingua
Bei der 18. Internationalen Messe für Sprachen und Kultur (Expolingua), die vom 18. bis 20. November 2005 in Berlin stattfand, informierte sich Antje Arfsten über aktuelle Lernmethoden zum Spracherwerb. Eine wertvolle Erfahrung machte sie mit dem Konzept des "Verbwheel", welches das Erlernen von unregelmäßigen Verben spielerisch unterstützen soll.

Aktion "Sprachenfreundliche Gemeinde"
Im Rahmen der Aktion "Sprachenland Nordfriesland", mit der die Mehrsprachigkeit der Region als ein besonderer Wert herausgestellt wird, wurden am 3. Februar 2005 die Gemeinde Helgoland und das Amt Treene als "sprachenfreundliche Gemeinden" ausgezeichnet. Der Versammlungssaal des Instituts war voll besetzt. Grußworte hielten die Minderheitenbeauftragte Renate Schnack und Kreispräsident Helmut Wree. - Der Aktionsausschuss vereinbarte auf Vorschlag des Almdorfer Bürgermeisters Sutter, im Rahmen der Aktion künftig auch sprachenfreundliche Vereine und Betriebe auszuzeichnen, und zwar erstmals 2007.

G. Geschichte

Neuausgabe der "Geschichte Nordfrieslands"
Die Neuausgabe der "Geschichte Nordfrieslands" wird im historischen Bereich mit Priorität bearbeitet. Nachdem 2003 der erste Teil über die Vor- und Frühgeschichte erschienen war, kam 2004 der von Albert Panten verfasste Band über das Mittelalter heraus und 2005 der Band über den Zeitraum 1800-1918, verfasst von Thomas Steensen. Der Mittelalter-Teil wurde durch Fiete Pingel und Thomas Steensen in enger Abstimmung mit Albert Panten ganz neu gegliedert und mit vielen "neuen" Abbildungen versehen. Die "technische" Bearbeitung besorgte Fiete Pingel. In den gesamten Text wurden neue Forschungsergebnisse eingearbeitet. Deutlicher herausgearbeitet wurde insbesondere die Entwicklung der Landesherrschaft und ihrer Auswirkungen auf Nordfriesland. Der vierte Teil über das 19. Jahrhundert erschien unter dem Titel "Im Zeichen einer neuen Zeit" Anfang Dezember 2005. Die Drucklegung stand leider im Schatten der von der Breklumer Druckerei gleichzeitig angemeldeten Insolvenz. Im gesamten Text wurden Forschungsergebnisse der letzten Jahre berücksichtigt. Mehrere Kapitel verfasste Thomas Steensen ganz neu, vor allem zur Alltagsgeschichte und zum gesellschaftlichen Leben im Kaiserreich. Er sichtete außerdem umfangreiche Bildbestände, insbesondere in der Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig. In der Neuausgabe konnten zahlreiche bisher nicht veröffentlichte Abbildungen berücksichtigt werden. Das Layout fertigten Fiete Pingel und Thomas Steensen in enger Zusammenarbeit.
Die Bearbeitung des fünften Teils, der im Herbst 2006 erscheinen soll, wurde im Berichtszeitraum vorbereitet. Für den Teil über die frühe Neuzeit, verfasst von dem verstorbenen Rolf Kuschert, konnte der Historiker Prof. Dr. Martin Rheinheimer von der Süddänischen Universität, Esbjerg, gewonnen werden; der Band soll im Herbst 2007 erscheinen.

Film-Chronik "Nordfriesland 1864-1946"
Mit dieser "Film-Chronik" wird die Geschichte Nordfrieslands erstmals zusammenhängend im Spiegel alter Filmaufnahmen geschildert. Das Institut, namentlich Thomas Steensen, beriet die TeleFactory, Berlin, bei der Bearbeitung. Er verfasste auch das Begleitheft. Fiete Pingel und er standen als Gesprächspartner zur Verfügung; die Sicht der friesischen Vereine vertraten Jörgen Jensen Hahn von der Friisk Foriining und Hans Otto Meier vom Nordfriesischen Verein. Der Film erschien als DVD und VHS-Cassette und wurde am 18. September 2005 im Rahmen einer Matinee in zwei Kinos des Husumer Kino-Centers uraufgeführt. Die DVD ist dreisprachig, Deutsch-Dänisch-Friesisch, gehalten; die friesische Version erstellte im Rahmen eines Werkvertrags Antje Arfsten. Auch wenn nicht alle seine Vorschläge aufgegriffen wurden, hält das Institut das Ergebnis insgesamt für sehr zufriedenstellend. Teile des mit Thomas Steensen geführten Interviews wurden auch in der ebenfalls von der TeleFactory herausgegebenen Film-Chronik über Sylt verwertet.

"Kirchenkampf" in Nordfriesland
Der "Kirchenkampf" in Nordfriesland, also das Verhältnis zwischen der evangelischen Kirche und dem nationalsozialistischen Regime, ist bisher nur in Ansätzen erforscht. Um das Interesse Studierender zu wecken, bot Thomas Steensen im Sommersemester 2005 an der Universität Flensburg eine sehr gut besuchte Lehrveranstaltung zu diesem Thema an. Eine Exkursion führte am 29. Juni nach Breklum, da das dortige Missionszentrum als eine wichtige Stütze der Bekennenden Kirche gilt. Dr. Dietrich Werner, Mitarbeiter des Christian-Jensen-Kollegs, informierte über Geschichte und Gegenwart der Einrichtung. Pastor i. R. Jens Hermann Hörcher zeigte den gut 30 Teilnehmenden die Breklumer Kirche. Als Zeitzeuge stand Pastor i. R. Bruno Spießwinkel den Studierenden zur Verfügung. - Die Ergebnisse seiner Beschäftigung mit dem Thema "Kirchenkampf" will Thomas Steensen in die Neubearbeitung der "Geschichte Nordfrieslands" einfließen lassen. Er plant außerdem langfristig eine Kirchengeschichte Nordfrieslands im 19. und 20. Jahrhundert.

Film "Jütid önj Friislon"
Für den Film "Jütid önj Friislon. Damals in Nordfriesland, 1970-1979" führte das Medienbüro Riecken ein ausführliches Interview mit Thomas Steensen. Ein Großteil der in diesem Film gezeigten Fotos stammt aus seiner Sammlung. Wanderausstellung "50 Jahre Bonn-Kopenhagener Erklärungen" Für eine Wanderausstellung des Sonderburger Museums zum Jubiläum "50 Jahre Bonn-Kopenhagener Erklärungen" erstellte Thomas Steensen den Text über die Nordfriesen. Die Ausstellung wurde u. a. in Kopenhagen, Kiel und Berlin gezeigt.

Geschichte der Kampener Losinteressentenschaft
Weite Teile der Gemarkung der Sylter Gemeinde Kampen befinden sich seit Generationen im gemeinsamen Besitz einer "Losinteressentenschaft". Anknüpfend an historische Formen der Allmende hat sich hier eine Gemeinnutzung erhalten. Der Vorstand der Losinteressentenschaft Kampen schloss mit dem Nordfriisk Instituut 2005 einen Werkvertrag zur Darstellung ihrer Geschichte in einer Publikation. Den Auftrag übernahm Fiete Pingel, der zunächst die ihm überlassenen Archivalien und Dokumente sichtete und einen Entwurf für eine Gliederung erarbeitete.

Tagungsband "Städte in den Frieslanden"
Mit seinem 5. Historiker-Treffen, das 2003 in Husum abgehalten wurde, nahm das Nordfriisk Instituut erstmals die Geschichte der "Städte in den Frieslanden" - so die Themenstellung - als Ganzes in den Blick. Die Beiträge des Treffens sollen in einem Tagungsband publiziert werden. Mit großem Engagement sichtete Christina Engelbrecht im Rahmen ihres unentgeltlichen Praktikums in Abstimmung mit Fiete Pingel und Thomas Steensen die vorhandenen Unterlagen und stellte Material zu den Städten in West-, Ost- und Nordfriesland zusammen. Der letzte ausstehende Beitrag wurde für März 2006 zugesagt, sodass der Band voraussichtlich im Frühjahr 2006 erscheinen kann.

Materialien für den Geschichtsunterricht
Die Bemühungen, nordfriesische Themen im Schulunterricht zu verankern, wurden fortgesetzt. Es ergab sich die Möglichkeit eines Zusammenwirkens mit dem Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB), in dessen Ausschuss für Landesgeschichte Fiete Pingel im Berichtszeitraum mitarbeitete. Geplant ist für 2006 die Erstellung eines Heftes in der vom SHHB herausgegebenen Reihe Materialien für den Geschichtsunterricht zum Thema "Die Friesen in Schleswig-Holstein". Fiete Pingel und Praktikantin Christina Engelbrecht leisteten in Abstimmung mit Thomas Steensen Vorarbeiten dafür.

Chronikarbeit
Auch im Berichtszeitraum bildete die Betreuung von Laien bei der Erstellung von Ortschroniken einen wesentlichen Teil der historischen Arbeit, insbesondere auch weiterhin von Fiete Pingel. Intensivere Arbeitskontakte bestanden weiterhin zu den Chronistinnen und Chronisten in Haselund und vor allem in Schwesing, wo als Rahmen für die Arbeit ein Werkvertrag mit der Gemeinde geschlossen wurde. Eine umfassende Einstiegsberatung erhielt eine neu formierte Struckumer Chronikgruppe. Ansonsten gab es wiederum zahlreiche einzelne Anfragen zur Geschichte von Dörfern und Höfen in Nordfriesland. Fertig gestellt wurde zum 100-jährigen Koogsjubiläum die Chronik des Cecilienkooges, für die Fiete Pingel auch die Druckvorlage erarbeitete. Den Festvortrag bei der Koogsfeier am 16. Juli 2005 hielt Thomas Steensen. Der Vortragstext erschien in Zwischen Eider und Wiedau 2006.

Briefmarke "50 Jahre Friesenrat"
Zu der am 9. Februar 2006 erscheinenden Briefmarke verfasste Thomas Steensen für das Bundesfinanzministerium erläuternde Texte mit den historisch-kulturellen Hintergründen.

Kurt Hamer und die Nordfriesen
Das Wirken des 1991 verstorbenen Grenzland- und Minderheitenbeauftragten Kurt Hamer soll in einer kleinen Dokumentation im Hinblick auf die friesische Volksgruppe gewürdigt werden. Thomas Steensen stellte mit Hilfe von Heike Konetzni und Harry Kunz die Texte zusammen. Sie sollen in der Reihe NF-Texte aus dem Nordfriisk Instituut zu Hamers 80. Geburtstag im April 2006 erscheinen.

Auswanderer-Archiv Nordfriesland
Die Arbeiten in den Berichtsjahren 2004/2005 beschränkten sich wie in den Jahren zuvor im Wesentlichen auf die anfallenden Routineaufgaben: Betreuen von Besuchern, Beantworten von Anfragen, Sammeln und Sichten der eingehenden Information. Die restliche Zeit wurde darauf verwendet, den Datenbestand und die Materialsammlung des Auswanderer-Archivs zu bearbeiten und durch gezielte Recherche zu erweitern. Abschließend sei noch dankend erwähnt, dass auch in den letzten zwei Jahren wieder eine Reihe Einträge auf dem Auswanderer-Denkmal "Aufbruch in eine neue Welt" hinzugekommen sind.

Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins
Im September 2005 wurde der fünfte Band des landesweit angelegten, von der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landschaft geförderten Projektes "Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins" veröffentlicht. Er beschäftigt sich mit dem Kreis Plön und enthält nach bewährtem Muster eine Vielzahl unterschiedlicher Hilfsinstrumente für Haus- und Höfeforscherinnen und -forscher sowie für Menschen, die sich für die Geschichte der Landwirtschaft interessieren. Im Einzelnen sind dies u. a. eine methodische Anleitung zur Höfeforschung, Orts- und Jurisdiktionsverzeichnisse nebst einem Register kleinerer Wohnplätze, ein Verzeichnis der adeligen Güter, das Quellenverzeichnis als Hauptteil des Buchs sowie eine Literaturliste zur Einführung und Vertiefung des Themas Landwirtschaftsgeschichte und Höfechronik. Damit ist es nun auch im Kreis Plön möglich, ohne besondere Vorkenntnisse zu jedem Forschungsobjekt die in Frage kommenden Unterlagen in den Archiven zu finden. In den regionalen Tageszeitungen rund um Plön und mit einem Vortrag bei der Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde im Kreis Plön machte Harry Kunz auf seine Projektergebnisse aufmerksam. Ein entsprechender Bericht erschien im Jahrbuch für Heimatkunde Plön 2005.
Das Projekt befindet sich seit Mitte 2005 in seinem sechsten Abschnitt, dem Kreis Steinburg. Dazu wurden bereits die historischen Jurisdiktionsverhältnisse entwickelt sowie die Arbeiten an weiteren Instrumentarien des entstehenden Wegweisers aufgenommen.

H. Weitere wissenschaftliche und publizistische Arbeiten

1. Auskünfte, Studien- und Arbeitshilfen


Auch im Berichtszeitraum beschäftigten mehrere hundert Anfragen aus den Bereichen Sprache, Geschichte, Landeskunde und Kultur Nordfrieslands vor allem die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nordfriisk Instituut, aber auch die Bibliotheks- und Sekretariatskräfte. Von kurzen Auskünften bis zu ausführlichen Rechercheaufträgen und schriftlichen Stellungnahmen erforderte dieser Teil der Arbeit wiederum einen schwer planbaren zeitlichen Aufwand. Einige Beispiele: - Ein Student der Berliner Humboldt-Universität erhält Material über den friesischen Unterricht in Schule und Kindergarten für eine Studienarbeit über Sprachminderheiten im dänisch-deutsch-friesischen Grenzland. - Ein Münchner Theologe wird mit Hinweisen und Unterlagen zu Leben und Schicksal des Sylter Friesen Jens Mungard versehen für ein Projekt der Evangelischen Kirche in Deutschland über "Evangelische Märtyrer des 20. Jahrhunderts". - Eine amerikanische College-Professorin, die sich auf die Suche nach den Spuren ihrer Ahnen in und um Hattstedt begeben hat, erhält Hinweise zur Familienforschung und Hintergrundinformationen über das ländliche Nordfriesland im 19. Jahrhundert. - Ein an Heimatkunde interessierter Neubürger Nordfrieslands sucht und findet Aufklärung über den Begriff "Lagedeich". Es handelt sich um eine Kurzform von "Einlagedeich". Die Lagedeiche sichern vor allem die Marsch vor Überschwemmungen durch Binnenwasser, die von den größeren Entwässerungsströmen, den Vorflutern, ausgehen. - usw. usw.

2. Veröffentlichungen der Institutsangestellten

In der Zeitschrift Nordfriesland erschienene Kurzberichte und Buchbesprechungen sind hier nicht erfasst; vgl. dazu das Jahres-Inhaltsverzeichnis.
2004: Antje Arfsten: - (Hrsg.:) Ferteel iinjsen faan a Eilunen. Unerwäis. Uun a knip (mit Christina Tadsen; s. C.).
- Nordfriesische Texte in Zeitschriften und Zeitungen. In: Nordfriesisches Jahrbuch 40 (2004).

Harry Kunz:
- Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins - Vom Modellprojekt zur landesweiten Höfeforschung. In: Jahrbuch für Heimatkunde Eutin (38) 2004, S. 79-81.
- Nordfriesische Identität außerhalb der Sprachenidentität? 4. Dialog Grenzfriedensbund. In: Grenzfriedenshefte 4/2004, S. 279-283.
- Rezension zu: Panten/Jessel: Das Biikebrennen der Nordfriesen. In: Nordfriesisches Jahrbuch 40 (2004), S. 141-143.
- Rezension zu: Jaeger/Rüsen (Hrsg.): Handbuch der Kulturwissenschaften. In: Nordfriesisches Jahrbuch 40 (2004), S. 124-125.

Paul-Heinz Pauseback:
- Rezension zu: Geschichte Husums. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. In: Nordfriesisches Jahrbuch 40 (2004), S. 145-148.

Adeline Petersen:
- (Bearb. zusammen mit Hayo Andresen) Kleine friesische Sprachlehre. Mooringer Mundart. Zusammengestellt von einem Arbeitskreis von Friesischlehrern nach V. Tams Jörgensen, "Kort spräkeliir foon dåt Mooringer frasch". 2., ergänzte Auflage (s. C.).
- (Hrsg.) Ferteel iinjsen foon e Fååstewål. Unerwäis. Uun a knip (s. C.).
- Rezension zu: Fering-Öömrang Wurdenbuk. Herausgegeben von der Nordfriesischen Wörterbuchstelle der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. In: Us Wurk. Jiergong 53 (2004), jefte 1-2, S. 59-63.
- Tomke: Tomke, Romke än Korneelia spaale ma blaie än forme. (Übersetzung aus dem Westfriesischen) (s. C.).
- Tomke: Tomke, Romke än Korneelia späle mä klööre än fuorme (Übersetzung aus dem Westfriesischen (s. C.).

Jens Owe Petersen:
- Die Zwangsräumung der Dörfer Högel und Ahrenviöl 1945. Versuch einer Rekonstruktion. In: Uwe Danker, Nils Köhler, Eva Nowottny und Michael Ruck (Hrsg.): Zwangsarbeitende im Kreis Nordfriesland 1939-1945, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2004, S. 309-344.
- Rezension zu Fürsen/Witt (Hrsg.): Schleswig-Holstein und die Niederlande. In: Nordfriesisches Jahrbuch 40 (2004), S. 137.

Fiete Pingel:
- Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn. Die nordfriesische Geschichte als Gegenstand von Mythen. In: Bea Lundt (Hrsg.): Nordlichter. Geschichtsbewusstsein und Geschichtsmythen nördlich der Elbe, Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2004, S. 299-319 (mit Thomas Steensen).
- Zur Geschichte der Juden in Nordfriesland. In: Rolf Hartmann (Hrsg.): See-Sätze und an-dere. Norddeutsches Jahrbuch 2004 für Literatur, Geschichte, Malerei, Verlag videel, Niebüll 2004, S. 17-30 (mit Thomas Steensen).
- Die KZ-Außenlager Husum-Schwesing und Ladelund. In: Uwe Danker, Nils Köhler, Eva Nowottny und Michael Ruck (Hrsg.): Zwangsarbeitende im Kreis Nordfriesland 1939-1945, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2004, S. 271-293 (mit Thomas Steensen).
- Rezensionen zu Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte; Marnau, Steril und rasserein; Kühl, En europæisk Model? Haefs, Ortsnamen und Ortsgeschichten in Schleswig-Holstein; Kunz/Steensen, Sylt Lexikon. In: Nordfriesisches Jahrbuch 40 (2004).
- 40-jähriges Jubiläum des Nordfriisk Instituut. In: Zwischen Eider und Wiedau 2006, S. 73-79.
- Spiegelbilder der wirtschaftlichen Lage. Sozial-Topographie. In: Beilage TOP Husum, Hu-sumer Nachrichten, 19. November 2004.

Thomas Steensen: - Friesisch an dänischen Schulen in Nordfriesland. Friisk aw dånsche schoule (s. C.).
- (Hrsg.), Bredstedter Erinnerungen (s. C.).
- Die Nordfriesen. In: Historischer Atlas Schleswig-Holstein. Vom Mittelalter bis 1867, Wachholtz Verlag, Neumünster 2004, S. 129-134 und 171-172.
- Vielfalt statt Einfalt. Nationale Minderheiten in Deutschland. In: MUT. Forum für Kultur, Politik und Geschichte, Nr. 445 (September 2004). S. 60-73.
- "Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn". Die nordfriesische Geschichte als Gegenstand von Mythen. In: Bea Lundt (Hrsg.): Nordlichter. Geschichtsbewusstsein und Geschichtsmythen nördlich der Elbe, Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2004, S. 299-319 (mit Fiete Pin-gel).
- Zur Geschichte der Juden in Nordfriesland. In: Rolf Hartmann (Hrsg.): See-Sätze und andere. Norddeutsches Jahrbuch 2004 für Literatur, Geschichte, Malerei, Verlag videel, Niebüll 2004, S. 17-30 (mit Fiete Pingel).
- Die KZ-Außenlager Husum-Schwesing und Ladelund. In: Uwe Danker, Nils Köhler, Eva Nowottny und Michael Ruck (Hrsg.): Zwangsarbeitende im Kreis Nordfriesland 1939-1945, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2004, S. 271-293 (mit Fiete Pingel). - Die Niederlande und die Westküste Schleswig-Holsteins.
http://www.geschichte.schleswig-holstein.de/vonabisz/zeitungsgeschichte.htm, Internet-Auftritt der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte, Thema des Monats 06/05.
- Forskning i frisiske forhold: Nordfriisk Instituut i Bräist/Bredsted. In: pluk. Ed.: Institut for Grænseregionsforskning, Syddansk Universitet, September 2004, S. 32-40.
- Rudolf Muuß und Johannes Oldsen - zwei Kontrahenten im schleswigschen Grenzland. In: Zwischen Eider und Wiedau 2005, S. 140-151.
- Niebüll - eine friesische Stadt. Eröffnungsvortrag in der Aula der Friedrich-Paulsen-Schule. In: Nordfriesland 146 (Juni 2004), S. 12-18.
- Nationale Minderheiten in Deutschland. Ein neues Feld der Politik. In: Nordfriesland 147 (September 2004), S. 20-25.
- Zum Geleit. In: Uwe Steffen: Der erfolgreichste Walfänger der Nordfriesen. Matthias der Glückliche und seine Zeit (s. C.).
- En uurd forüt/Vorwort. In: Kleine friesische Sprachlehre (s. C.).
- En uurd forüt/En wurd fööruf. In: Ferteel iinjsen foon e Fååstewål / Ferteel iinjsen faan a Eilunen (s. C.).
- Rezensionen zu: Göthel, Demokratie und Volkstum; Bajohr, "Unser Hotel ist judenfrei"; Jackson, Theodor Storm. In: Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte 129 (2004), S. 213-214, 223-224, 267-268.
- Rezension zu: Schulte-Wülwer, Föhr, Amrum und die Halligen in der Kunst. In: Grenzfrie-denshefte 2/2004, S. 157-158.
- Rezensionen zu: Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte; Pan/Pfeil, Die Volksgruppen in Europa; Weiß, Friedrich Paulsen; Schriften der Heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft für Nordschleswig, Band 79; Lange, Geschichte Schleswig-Holsteins; Kühl, Det dansk-tyske Mindretalsmodel og Europa; Geschiedenis van Friesland; Huisman, De Friese geschiedenis; Walker, Friesisch im Lehrangebot der Christian-Albrechts-Universität; De Domo Nordstrandica. In: Nordfriesisches Jahrbuch 40 (2004).
Zeitungsartikel:
- Kleine Völker - Reichtum Europas. In: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, an verschiedenen Tagen im Juli 2004.
- Eine unvergleichliche Sprachenvielfalt im Norden. In: Nordfriesland Tageblatt, 20.7.2004.
- Bredstedter Geschichte dokumentiert. Helmut Hansen starb mit 72 Jahren. In: Husumer Nachrichten, 19.10.2004.
- Die Husumer Nachrichten - ein Kind der "Gründerzeit". In: Beilage TOP Husum, Husu-mer Nachrichten, 19.11.2004.

Christina Tadsen:
- (Hrsg.) "Ferteel iinjsen faan a Eilunen". Unerwäis. Uun a knip (mit Antje Arfsten; s. C.).

2005:
Antje Arfsten:
- Nordfriesische Texte in Zeitschriften und Zeitungen. In: Nordfriesisches Jahrbuch 41 (2005).
- Rezensionen zu: Henning, Lebensgeschichte in Objekten; Kürtz, Inselbräuche rund ums Jahr und rund ums Leben. In: Nordfriesisches Jahrbuch 41 (2005).
- Tomke: Tomke, Romke an Korneelia spele mä klöören an fuarmer. (Übersetzung aus dem Westfriesischen gemeinsam mit Christina Tadsen) (s. C.).

Harry Kunz:
- Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins. Kreis Plön, Bräist/Bredstedt 2005 (s. C.).
- "Was ist friesische Identität?" Eine empirische Untersuchung durchgeführt vom Friesischen Seminar der Universität Flensburg. NF-Texte aus dem Nordfriisk Instituut Nr. 5, Bräist/Bredstedt 2005 (mit Thomas Steensen) (s. C.).
- Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins - Vom Modellprojekt zur landesweiten Höfeforschung. In: Jahrbuch für Heimatkunde im Kreis Plön 35 (2005), S. 113-117.
- Ernst Obsen George. In: Nordfriesisches Jahrbuch 41 (2005), S. 29-31.
- "Erfülle die Merkmale eines Bilderbuchfriesen…". Maritime Landschaft, Herkunft und Sprache sind wichtige Identitätsmerkmale. In: Nordfriesland 150 (Juni 2005), S. 23-27 (mit Thomas Steensen).
- Rezension zu Šatava: Sprachverhalten und ethnische Identität. Serbische Schüler an der Jahrtausendwende. In: Nordfriesisches Jahrbuch 41 (2005), S. 138-139.

Adeline Petersen:
- Wanderiirnge. Fiiw fertjilinge fuon Peter Jensen ääw Wiringhiirder Freesk. Beoarbed fuon Adeline Petersen. Ütdeen fuon e Freeske Feriin fuon e Wiringhiird. CO-FRISICA XVI. Mat-thiesen Verlag, Husum, 2005.

Fiete Pingel:
- Rund 40 Einträge - neu verfasst, bearbeitet oder redigiert - für: Brockhaus Enzyklopädie, 21. Aufl., Mannheim 2005 ff. (mit Thomas Steensen).
- 40-jähriges Jubiläum des Nordfriisk Instituut. In: Zwischen Eider und Wiedau 2006, S. 73-79.
- 40 Jahre Nordfriisk Instituut in Bredstedt. In: Schleswig-Holstein 10/2005, S. 12-14 (mit Thomas Steensen).
- Husum: Später Sieg der Vernunft. In: Das Kriegsende. Schleswig-Holstein 1945. Hrsg. vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag, Flensburg 2005, S. 31.
- Sperrgebiet G - Internierungslager für 400 000 deutsche Soldaten. In: Das Kriegsende. Schleswig-Holstein 1945. Hrsg. vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag, Flensburg 2005, S. 28 (mit Thomas Steensen).
- "Gründervater" der Soziologie. Zum 150. Geburtstag von Ferdinand Tönnies. In: Husumer Nachrichten, 25. Juli 2005 (mit Thomas Steensen).

Thomas Steensen:
- Im Zeichen einer neuen Zeit. Nordfriesland 1800 bis 1918. Teil 4 der "Geschichte Nord-frieslands", 3. Auflage, Bräist/Bredstedt 2005 (s. C.).
- "Was ist friesische Identität?" Eine empirische Untersuchung durchgeführt vom Friesi-schen Seminar der Universität Flensburg. NF-Texte aus dem Nordfriisk Instituut, Nr. 5, Bredstedt/Bräist 2005 (mit Harry Kunz) (s. C.).
- (Hrsg.:) Streifzüge durch die Bredstedter Geschichte 1, 2. Aufl., Bräist/Bredstedt 2005 (s. C.).
- (Mitherausgeber:) Das Wattenmeer. Kulturlandschaft vor und hinter den Deichen, Theiss Verlag, Stuttgart 2005 (auch als Lizenzausgabe der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft; auch in dänischer und niederländischer Sprache).
- Friesen im deutsch-dänischen Grenzland nach 1945: Die dritte Kraft? In: Jørgen Kühl und Robert Bohn (Hrsg.): Ein europäisches Modell? Nationale Minderheiten im deutsch-dänischen Grenzland 1945-2005, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2005 (IZRG-Schriftenreihe, Band 11), S. 235-247.
- Binnen 48 Stunden mussten alle Dorfbewohner ihre Häuser räumen [Ahrenviöl und Hö-gel]. In: Das Kriegsende. Schleswig-Holstein 1945. Hrsg. vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag, Flensburg 2005, S. 29.
- Sperrgebiet G - Internierungslager für 400 000 deutsche Soldaten. In: Das Kriegsende. Schleswig-Holstein 1945. Hrsg. vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag, Flensburg 2005, S. 28 (mit Fiete Pingel).
- Die Nordfriesen zwischen Kiel, Bonn, Kopenhagen, Berlin und Straßburg. In: Tota Frisia in Teilansichten. Festschrift für Hajo van Lengen zum 65. Geburtstag, Ostfriesische Land-schaft, Aurich 2005, S. 497-518.
- Nordfriserne mellem Kiel, Bonn, København, Berlin og Strasbourg. In: København-Bonn Erklæringerne 1955-2005. De dansk-tyske mindretalserklæringers baggrund, tilblivelse og virkning. Redigeret af Jørgen Kühl. Institut for Grænseregionsforskning - Syddansk Univer-sitet, Aabenraa 2005, S. 399-426.
- Ein alter friesischer Verein in der Wiedingharde (1908-1914). In: Friesenverein der Wie-dingharde 1955-2005, Niebüll 2005, S. 30-43.
- 15 Jahre Verein für Bredstedter Geschichte und Stadtbildpflege (1990-2005). In: Thomas Steensen (Hrsg.): Streifzüge durch die Bredstedter Geschichte 1, 2. Aufl., Bräist/Bredstedt 2005, S. 73-80.
- Heimat Nordfriesland aus der Sicht eines Historikers. In: Hans Otto Meier (Hrsg.): Heimat Nordfriesland. Aussagen - Meinungen - Ansichten, Klockries 2005, S. 13-24.
- Zeitungsgeschichte Schleswig-Holsteins - bis 1945.
Internet-Auftritt der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte, Thema des Monats 06/05.,
- Geschichte Nordfrieslands - ein Überblick / Nordfrislands historie - et overblik. Begleit-heft zur DVD "Nordfriesland 1864-1955", Telefactory, Berlin 2005.
- Nordfriesisches Festland. Die Landschaft Storms und Noldes. In: Das Wattenmeer. Kultur-landschaft vor und hinter den Deichen. Herausgegeben vom Gemeinsamen Wattenmeer Sek-retariat, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2005, S. 74-89 (auch als Lizenzausgabe der Wissen-schaftlichen Buchgesellschaft; auch in dänischer und niederländischer Sprache).
- 100 Jahre Nordfriesische Jahrbücher - ein Überblick. In: Nordfriesisches Jahrbuch 41 (2005), S. 7-19.
- Zum Beispiel: Cecilienkoog. In: Schleswig-Holstein 7+8/2005, Themenheft "Wasser", S. 19-20.
- 100 Jahre Cecilienkoog. Festvortrag am 16. Juli 2005 in der Koogshalle im Sophie-Magdalenen-Koog. In: Zwischen Eider und Wiedau 2006, S. 21-36.
- 40 Jahre Nordfriisk Instituut in Bredstedt. In: Schleswig-Holstein 10/2005, S. 12-14 (mit Fiete Pingel).
- 40 Jahre Nordfriisk Instituut: Wissenschaftliche Arbeit für das Friesische. In: Grenzfrie-denshefte 4/2005, S. 323-330.
- Rund 40 Einträge - neu verfasst, bearbeitet oder redigiert - für: Brockhaus Enzyklopädie, 21. Aufl., Mannheim 2005 ff. (mit Fiete Pingel).
- Zwischen "Friesenklausel" und europäischer Anerkennung. Einige Bemerkungen anläss-lich des 50-jährigen Jubiläums der Bonn-Kopenhagener Erklärungen. In: Nordfriesland 149 (März 2005), S. 23-27.
- "Erfülle die Merkmale eines Bilderbuchfriesen…". Maritime Landschaft, Herkunft und Sprache sind wichtige Identitätsmerkmale. In: Nordfriesland 150 (Juni 2005), S. 23-27 (mit Harry Kunz).
- Schlüttsiel - Hafen für die Halligwelt. Vortrag zur Neueröffnung des "Fährhauses Schlütt-siel". In: Nordfriesland 152 (Dezember 2005), S. 19-25.
- Rezension zu: Weiß, Friedrich Paulsen und seine volksmonarchistisch-organizistische Pä-dagogik im zeitgenössischen Kontext. In: Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte 130 (2005), S. 376-378.
- Rezension zu: Siewerten, Friserne - vore glemte forfædre. In: Sønderjysker årbøger 2005, S. 222-223.
- Rezensionen zu: Schleswig-Holstein Topographie; Siewertsen, Friserne; Blumenwitz, Gor-nig, Murswiek, Minderheitenschutz und Demokratie; Pech und Scholze, Zwischen Zwang und Beistand. Deutsche Politik gegenüber den Sorben; Horn und Kemnitz, Pädagogik Unter den Linden; Detering, Andersen und andere. In: Nordfriesisches Jahrbuch 41 (2005).
- diverse Beiträge für die Zeitschrift Nordfriesland.

Zeitungsartikel:
- Partei der Friesen? In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7.3.2005.
- SSW - die "Partei der Friesen"? In: Gesamtausgabe des Schleswig-Holsteinischen Zei-tungsverlags, 5.3.2005.
- Schleswig-Holsteins Zeitungen - traditionsreich und beständig. In: Gesamtausgabe des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags, Pfingsten 2005.
- "Gründervater" der Soziologie. Zum 150. Geburtstag von Ferdinand Tönnies. In: Husumer Nachrichten, 25.7.2005 (mit Fiete Pingel).
- Die friesische Stadt - hoch oben im Norden. In: Top Niebüll. Beilage zum Nordfriesland Tageblatt, 21.10.2005.
- Das Tor zu den Halligen: Schlüttsiel. In: Husumer Nachrichten, 20.10.2005.

Christina Tadsen:
- Tomke: Tomke, Romke an Korneelia spele mä klöören an fuarmer. (Übersetzung aus dem Westfriesischen gemeinsam mit Antje Arfsten) (s. C.).

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I. Veranstaltungen, Vorträge

1. Veranstaltungen


40 Jahre Nordfriisk Instituut
Das Nordfriisk Instituut feierte sein 40-jähriges Bestehen. Am 2. September 2005 suchte bei einem Tag der offenen Tür eine zahlreiche Gästeschar Einblicke hinter die Kulissen der Institutsarbeit. Sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirkten dabei mit. In Abstimmung mit Marlene Kunz und Thomas Steensen koordinierte Kirsten Grote das Programm und brachte zahlreiche Ideen ein. Eine Reihe von friesischen Gruppen und Vereinen trug zum bunten Ablauf bei. Beim Festakt am Sonnabend, 3. September, füllten über 160 geladene Gäste den Saal des Bredstedter Bürgerhauses bis auf den letzten Platz. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Gruppe Klångspal unter Leitung von Christine Burkard. Das Nordfriisk Instituut ist kein Resultat einer staatlichen Entscheidung, sondern das Ergebnis des ehrenamtlichen Engagements in der friesischen Bewegung. Das hob Vorsitzender Thede Boysen in seiner Begrüßung hervor. Gleichwohl sei die Arbeit ohne die Unterstützung von vielen Seiten nicht denkbar. Ein selbstbewusstes Heimatgefühl ist kein Reservat, in das man sich flüchten kann angesichts der Entwicklung in der Welt, es ist vielmehr ein Fundament, das es einem ermöglicht, neue Herausforderungen anzunehmen. Zu diesem Ergebnis kam Peter Harry Carstensen, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, in seiner Festansprache. Er würdigte das Wirken des Instituts als einen "schönen Ausdruck bürgerschaftlichen Selbstbewusstseins" und als "herausragenden Standort in der landeskundlich-regionalgeschichtlichen Forschung". Das Nordfriisk Instituut ist eine "Schatzkammer" für die vielgestaltige kulturelle Identität in Nordfriesland, das betonte Kreispräsident Helmut Wree. In zwei von NDR-Redakteur Ernst Christ geleiteten Talkrunden äußerten sich Partner und Nutzer des Instituts zu dessen Bedeutung für verschiedene Aspekte der friesischen Arbeit. In seinem Schlusswort dankte Institutsdirektor Prof. Dr. Thomas Steensen allen, die dem Institut seine Arbeit ermöglichen. Das Zusammenwirken zwischen haupt- und ehrenamtlichen Kräften sei ein Grundpfeiler der Arbeit. Er werde auch weiter tragen. - Zu Details s. Nord-friesland 152 (Dezember 2005), S. 6-11 sowie den Bericht von Fiete Pingel in Zwischen Eider und Wiedau 2006.

14. Nordfriesisches Sommer-Institut
Das Sommer-Institut bot sechs Veranstaltungen: 9.6.2004, Prof. Dr. Ulrich Schulte-Wülwer: Von Deezbüll nach Rom und zurück. Der Friesenmaler Carl Ludwig Jessen. - 30.6.2004, Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim: Röntgenblick in die Erde. Die Lembecksburg auf Föhr und Haithabu in Schleswig. - 14.7.2004, Prof. Dr. Arno Bammé: Dem Leben auf der Spur. Schreibende Frauen in Nordfriesland. - 28.7.2004, Prof. Dr. Heinrich Detering: Die verwandelte Heimat. Nordfriesische Orte und Landschaften im Werk Theodor Storms. - 11.8.2004, Dr. Dietrich Werner: Von Breklum in die Welt. Christian Jensen und seine Mission. - 25.8.2004, Prof. Dr. Martin Rheinheimer: Mythos Mandränke. Sturmfluten und ihre Wahrnehmung in der Geschichte.

15. Nordfriesisches Sommer-Institut
Das Sommer-Institut 2005 bot ebenfalls sechs Veranstaltungen: 29.6.2005, Prof. Dr. Thomas Steensen: Hans Christian Andersen und Nordfriesland. Mit Lesungen von Antje Arfsten, Harry Kunz, Adeline Petersen, Fiete Pingel, Christina Tadsen. - 13.7.2005, Dr. Astrid Fick: Albert Johannsen und Ingwer Paulsen. Zwei nordfriesische Kunstmaler im 20. Jahrhundert. - 27.7.2005, Dr. Uwe Carstens: Friese und Weltbürger. Ferdinand Tönnies zum 150. Geburtstag. - 10.8.2005, Dr. Gerd Eversberg: Rungholt in Sage und Dichtung. Wie ein Mythos entsteht und in den Köpfen fortwirkt. - 24.8.2005, Dr. Sebastian Lehmann: Führer in der Provinz. Die NSDAP-Kreisleiter Nordfrieslands als Machtelite. Teil der Reihe war zudem die Veranstaltung zum 40-jährigen Institutsjubiläum am 2.9.2005.

Niebüll - eine friesische Stadt
In Niebüll - 2002 als "Sprachenfreundliche Gemeinde" ausgezeichnet - wurde auf Veranlassung des Nordfriisk Instituut vom 8. Mai bis 9. Juni 2004 die Veranstaltungsreihe "Niebüll - eine friesische Stadt" mit insgesamt 17 Veranstaltungen und zwei Wettbewerben durchgeführt. Die Stadt Niebüll, der Friesenrat, die friesischen Vereine, der Handels- und Gewerbeverein und weitere Vereine und Einrichtungen in Niebüll wirkten dabei zusammen (vgl. Nordfriesland 146, S. 12-18). Ermöglicht wurde dieses Vorhaben durch die finanzielle Förderung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur. Auf dem Programm standen unter anderem eine Tagung der AG Sprache und Literatur des Nordfriisk Instituut, ein Vortragsabend zum Thema "Heimat Nordfriesland" mit vier Referaten, ein baukundlicher Rundgang durch die Stadt, ein friesischer Gottesdienst, eine friesische Theaterpräsentation von Schülerinnen und Schülern der Friedrich-Paulsen-Schule, die Vorstellung der friesischen Beschilderung im Niebüller Naturkundemuseum, ein friesischer Vorlesenachmittag und ein Kinderfest mit alten Spielen. In die Aktion eingebunden war die Vergabe der Preise in dem Schreibwettbewerb "Schriw et ap". An den umfangreichen Vorplanungen und der Durchführung der Gesamtaktion beteiligten sich seitens des Nordfriisk Instituut Antje Arfsten, Marlene Kunz, Dörte Flor und Thomas Steensen, der auch die Initiative ergriffen hatte. Ähnliche Veranstaltungsreihen sind für weitere Orte und Teilregionen Nordfrieslands vorgesehen.

Informationstag in Klanxbüll
Zum "Friesentag" am 8. August 2004 im Infozentrum in Klanxbüll konnte das Nordfriisk Instituut sich in der Wiedingharde als kulturelle Institution präsentieren. Dem Institut wurde ein ganzer Raum zur Verfügung gestellt, in dem eine kleine Ausstellung, Power-Point-Präsentationen und ein Büchertisch über die Arbeit informierten. Nachmittags wurde dort der Videofilm "Boor Buulu" auf Wiedingharder Friesisch vorgestellt. Die Organisation der Ausstellung und der Filmvorstellung lag in Händen von Antje Arfsten, Anke Hoetter und Adeline Petersen.

Christian-Feddersen-Preis
Am 30. August 2004 wurde während einer Feierstunde im Nordfriisk Instituut mit Unterstützung der Ute-Karl-Friedrich-und-Carsten-Hagemann-Stiftung zum vierten Mal der Christian-Feddersen-Preis für Schülerinnen und Schüler, die sich in besonderer Weise mit der nordfriesischen Sprache, Kultur oder Geschichte beschäftigt haben, verliehen. Den Preis erhielten zwei Schülerinnen der Friedrich-Paulsen-Schule, Niebüll, und zwar Vera Koch und Sünje Jannsen, die sich mit einem Musical-Projekt befasst hatten.
Am 20. Mai 2005 wurde der Christian-Feddersen-Preis zum fünften Mal, erneut mit Unterstützung der Ute-Karl-Friedrich-und-Carsten-Hagemann-Stiftung, vergeben. Oke Ertzinger und Oke Meyer-Romanus von der Nis-Albrecht-Johannsen-Schule, Risum-Lindholm erhiel-ten den Preis während der Veranstaltung zur Endausscheidung des friesischen Vorlesewettbewerbs an ihrer Schule. Die beiden Jungen hatten sich in vorbildlicher Weise der friesischen Sprache und Kultur angenommen.

Vortragsnachmittag "100 Jahre Nordfriesische Jahrbücher"
Zum Jubiläum der Jahrbücher lud das Nordfriisk Instituut gemeinsam mit dem Nordfriesischen Verein und der Instituts-AG Geschichte zu einem Vortragsnachmittag am 6. November 2004 im Bredstedter Bürgerhaus ein. Hans Otto Meier, Vorsitzender des Nordfriesischen Vereins, konnte dazu mehr als 100 interessierte Gäste begrüßen. Nach einem Grußwort von Landrat Dr. Olaf Bastian gab Prof. Dr. Thomas Steensen, der auch die Initiative genommen hatte, einen Überblick über die Entwicklung der Nordfriesischen Jahrbücher seit 1904; die Power-Point-Präsentation wurde mit Hilfe von Anke Hoetter erstellt. Unter der Überschrift "Einige Jahrbuch-Redakteure in Kurz-Porträts" berichteten Werner Stiebeling, Husum, über Magnus Peter Voß, Sönnich Volquardsen, Tetenbüll, über Ernst Michelsen, Annegret von Hielmcrone, Husum, über Christian Delff, Heinrich Eggers, Husum, über Goslar Carstens und Harry Kunz, Bredstedt, über Ernst Obsen George. Dr. Johannes Jensen, Kopenhagen/Stöfs, sprach zum Thema "Der Neuanfang 1965: Die Nordfriesischen Jahrbücher - Neue Folge". Hartmut Kumm von der Bredstedter Behinderteneinrichtung "Haus am Mühlenteich" und Fiete Pingel präsentierten "Die Jahrbücher - digital". Eine Abschluss-Bilanz zog Thede Boysen, Vorsitzender des Vereins Nordfriesisches Institut.

24. Koordinationstreffen friesischer Vereine und Einrichtungen
Zum zweiten Mal richtete der Friesenrat gemeinsam mit dem Nordfriisk Instituut das Koordinationstreffen aus. Am 20. November 2004 trafen sich 25 Vertreterinnen und Vertreter der friesischen Arbeit in Niebüll. Eines der Hauptthemen galt der Zusatz-Ausbildung der friesischen Multiplikatoren (Studierende der Fachschule für Sozialpädagogik in Niebüll), die vom Friesenrat koordiniert bzw. durchgeführt wird. Petra Hansens Bericht wurde durch die Vorführung eines Kurzfilms für Kindergartenkinder veranschaulicht, der unter der Regie von Dr. Claas Riecken von Studierenden und Dozenten gemeinsam gedreht worden war. Ferner berichteten die einzelnen Institutionen und Vereine wieder über ihre Arbeit im laufenden Jahr sowie über die Pläne für das kommende Jahr. Der Vorsitzende des Friesenrates Ingwer Nommensen informierte die Anwesenden über Pläne für den Friesenkongress 2006 in Leck.

25. Koordinationstreffen friesischer Vereine und Einrichtungen
Bei diesem Treffen am 22.10.2005 im Nordfriisk Instituut, erneut gemeinsam mit dem Friesenrat ausgerichtet, informierte der Vorsitzende des Friesenrates Ingwer Nommensen über den genauen Ablauf des Friesenkongresses, der vom 5. bis 7. Mai 2006 in der Nordsee-Akademie in Leck abgehalten wird. Anschließend gaben Dr. Karin Haug, Antje Arfsten und Adeline Petersen eine Übersicht über aktuelle friesische Hörmedien. - Die Organisation der Koordinationstreffen besorgten Antje Arfsten, Adeline Petersen und Christina Tadsen in Abstimmung mit Thede Boysen, der auch die Versammlung leitete, und Ingwer Nommensen.

Fortbildung für Lehrkräfte
Am 20. April 2004 kamen im Nordfriisk Instituut rund 30 Lehrkräfte aller Schularten aus Nordfriesland zusammen und befassten sich mit der Themenstellung "Geschichte und Lan-deskunde Nordfrieslands im Schulunterricht. Chancen, Fragen, Perspektiven". Eingeladen hatte das Institut gemeinsam mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH). Thomas Steensen führte in das Thema ein, IQSH-Studienleiter Walther Flach gab eine Einschätzung aus der Sicht der Schule, der Eiderstedter Claus Heitmann zeig-te Chancen der Einbeziehung regionaler Themen in den Unterricht auf, und der Niebüller Gymnasiallehrer Michael Christiansen gab mit Beispielen aus der Praxis anregendes Material für die anschließende Aussprache.

Vortragsabend Zwangsarbeit
Im Rahmen eines Vortragsabends am 29. November 2004 wurde das vom Schleswiger Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte im Auftrag des Kreises Nordfriesland erstellte Buch "Zwangsarbeitende im Kreis Nordfriesland 1939 bis 1945" vorgestellt. Nach einer Einführung durch Prof. Dr. Thomas Steensen gab IZRG-Direktor Prof. Dr. Michael Ruck einen Überblick über die Gesamtergebnisse des Projekts. Über die Methodik und die auch psychologisch korrekte Einordnung von individueller Erinnerung berichtete die Historikerin Eva Nowottny. Dr. Jens Owe Petersen stellte seine Forschungsarbeiten zur Räumung der Dörfer Ahrenviöl und Högel vor. Diese Forschungsarbeit des Nordfriisk Instituut wurde von der Sparkassen-Kulturstiftung Nordfriesland und dem Vermächtnis van Wouwer unterstützt. - Zum Forschungsprojekt "Zwangsarbeit in Nordfriesland" siehe den Arbeitsbericht 2003.

Präsentation "Friesische Identität"
Am 31. Mai 2005 stellten Harry Kunz und Thomas Steensen im Nordfriisk Instituut die Ergebnisse ihrer empirischen Untersuchung "Was ist friesische Identität?" der Presse und weiteren Interessierten vor.

Konferenz "50 Jahre Bonn-Kopenhager Erklärungen"
Das Institut war Mitveranstalter der von der Europäischen Akademie und der Landeszentrale für politische Bildung ausgerichteten internationalen Konferenz "50 Jahre Bonn-Kopenhager Erklärungen" am 26./27. August 2005 in Sankelmark.

Präsentation "Das Wattenmeer"
Am 18. Oktober 2005 stellte Thomas Steensen der Presse das neu erschienene Buch "Das Wattenmeer" vor (siehe E.). Die Kreispräsidenten von Dithmarschen und Nordfriesland, Karsten Peters und Helmut Wree, sprachen Grußworte.

Vortragsnachmittag Uwe Jens Lornsen
2005 jährte sich das Erscheinen der 1830 von dem Sylter Friesen und Vorkämpfer des Parlamentarismus Uwe Jens Lornsen vorgelegten Flugschrift "Über das Verfassungswerk in Schleswigholstein" zum 175. Male. Aus diesem Anlass luden das Nordfriisk Instituut und seine AG Geschichte zusammen mit dem Grenzfriedensbund und der Söl'ring Foriining ein zu einem Vortragsnachmittag am 5. November 2005. Prof. Dr. Thomas Steensen, der die Veranstaltung konzipiert hatte, führte in das Thema ein. Es referierten Dr. Johannes Jensen zum Thema "Uwe Jens Lornsen ohne Mythos - Neue Annäherungen an den Menschen und Politiker", Prof. Dr. Manfred Jessen-Klingenberg über "Lornsens Vorschläge für eine Kommunalverfassung Schleswig-Holsteins" und Dr. Johann Runge zum Thema "Vor 175 Jahren: Lornsen in Kiel vom 19. Oktober bis 6. November 1830".

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2. Vorträge der Institutsangestellten

2004:

Harry Kunz:
- Buchvorstellung "Das Morsum-Kliff auf Sylt" am 25.6.2004 in Morsum.
- Vortrag "Archivalien zur Hof- und Gutsgeschichte Ostholsteins" am 18.9.2004 vor der Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde Oldenburg/Ostholstein in Lütjenburg.
- Vortrag "Einige Jahrbuch-Redakteure in Kurz-Porträts: Ernst Obsen George" am 6.11.2004 bei der Veranstaltung "100 Jahre Nordfriesisches Jahrbuch" im Bürgerhaus, Bredstedt.

Paul-Heinz Pauseback:
- Verschiedene kurze Einführungen zum Auswanderer-Archiv Nordfriesland, zur Übersee-Auswanderung aus Nordfriesland und Schleswig-Holstein, zum Beispiel am 10.11.2004 zur Information einer Besuchergruppe im Nordfriisk Instituut in Bredstedt oder am 9.11.2004 beim Besuch von deutschstämmigen Mitgliedern der lutherischen Synode Vale do Itajaí, Brasilien, im Christian-Jensen-Kolleg in Breklum.
- Vortrag "400 Jahre Übersee-Auswanderung - Auswanderer-Archiv Nordfriesland" am 27.4.2004 anlässlich der 5. Arbeitstagung des Verbandes Schleswig-Holsteinischer Kommunalarchivarinnen und Archivare e. V. (VKA) im Nordkolleg in Rendsburg.
- Vortrag "Nordfriesen in Amerika - eine 400-jährige Geschichte!" am 7.7.2004 beim Besuch des US-Botschafters Daniel R. Coates und seiner Frau Marsha auf Sylt im Sylter Heimatmuseum, Keitum.
- Vortrag "400 Jahre Übersee-Auswanderung aus Schleswig-Holstein und Nordfriesland" bei der "Husumer Kulturnacht" am 7.8.2004 im Nordfriesischen Museum Nissenhaus in Husum.
- Vortrag "400 Jahre Schleswig-Holsteiner in Übersee" am 10.10.2004 anlässlich des 30. Nordelbischen Genealogentreffens in Rickling.
- Vortrag "Nordfriesen und Schleswig-Holsteiner in Übersee" am 20.10.2004 beim Landfrauenverein Friedrichstadt und Umgebung in Friedrichstadt.
- Vortrag "Abenteurer - Goldsucher - Siedler! 400 Jahre Schleswig-Holsteiner in Übersee" am 1.11.2004 in Tondern bei den Schleswigschen Gesprächen/Deutsch-Dänische Begegnungen der Deutschen Kulturgesellschaft Flensburg und der Historischen Forschungsstelle der deutschen Volksgruppe in Nordschleswig.

Adeline Petersen:
- Vortrag über nordfriesische Kultur, insbesondere nordfriesische Namen vor 25 Teilnehmenden des Ständigen Ausschusses für Geographische Namen am 22.3.2004 im Nordfriisk Instituut in Bredstedt.
- Vortrag über nordfriesische Sprache und Kultur vor 54 westfriesischen Teilnehmenden der Fryslân Reizen am 21.5.2004 im Nordfriisk Instituut.
- "Liir friisk". Vortrag über den Stand des Friesischunterrichts in Kindergärten, an Schulen und im Erwachsenenunterricht in ganz Nordfriesland zur Beiratsversammlung des Nordfriisk Instituut am 27.5.2004 in Niebüll.
- Zwei Vorträge über nordfriesische Sprache und Kultur vor jeweils 25 und 50 dänischen Teilnehmenden der IFA Kulturrejser am 5.8. und 19.8.2004 im Nordfriisk Instituut.
- Vortrag über unterschiedliche pädagogische Methoden im heutigen Friesischunterricht, veranschaulicht am Beispiel der "Fryske Taal Rotonde" vor Studierenden der Fachschule für Sozialpädagogik in Niebüll am 23.9.2004 im Nordfriisk Instituut.
- Literarische Analyse aller Erzählungen aus den beiden "Ferteel iinjsen"-Wettbewerben "Unerwäis" und "Uun a knip" zum Treffen der AG Sprache und Literatur am 4.12.2004 in Niebüll.

Fiete Pingel:
- Vortrag "Von ,bürgerlicher Nahrung' und anderen Statusfragen. Die Stadt Husum und ihre Nachbargemeinden in dänischer Zeit" am 7.10.2004 auf Einladung der Gesellschaft für Husumer Stadtgeschichte im Nissenhaus, Husum.
- Vortrag "Der Kampf um das ,arme Bißlein Brodes'. Konflikte zwischen Stadt- und Landhandwerk in Nordfriesland" am 28.10.2004 im Landesarchiv, Schleswig.
- fortlaufend Vorträge zur Geschichte, Sprache und Kultur Nordfrieslands vor Besuchergruppen, in den Oberstufen der Gymnasien und bei den Seminaren des Nationalparkamtes zur Vorbereitung dortiger Zeitkräfte.

Thomas Steensen:
- Vortrag "Niederländer an der schleswig-holsteinischen Westküste" am 3.2.2004 im Kultur-zentrum "Dittchenbühne", Elmshorn.
- Vortrag "Johannes Oldsen und Rudolf Muuß - zwei Kontrahenten im Grenzland" auf der Fachtagung "Personen und Probleme aus der Geschichte des deutsch-dänischen Grenzlandes im 19. und 20. Jahrhundert" am 6.2.2004 in der Akademie Sankelmark.
- Vortrag "Die Nordfriesen im 20. Jahrhundert - eine vergessene Minderheit?" im Rahmen der Schleswigschen Gespräche von Archiv/Historische Forschungsstelle der deutschen Volksgruppe Nordschleswig und der Deutschen Kulturgesellschaft Flensburg am 16.2.2004 in der Ludwig-Andresen-Schule, Tondern.
- Vortrag "Rudolf Muuß und Johannes Oldsen - eine friesische Doppelbiographie" vor der Deutsch-Dänischen Gesellschaft am 17.2.2004 im "Thomas-Hotel", Husum.
- Vortrag "Sprachenfreundliche Gemeinde - Idee und Realisierung" auf der Konferenz "Partnership for Diversity" auf Einladung des European Bureau for Lesser Used Languages am 20.2.2004 im Rathaus, Flensburg.
- Vortrag "Die Niederlande und Nordstrand - eine historische Wechselbeziehung" auf Einladung des Nordstrander Heimatvereins am 2.4.2004 im "Engländer Krug", Nordstrand.
- Vortrag ",Im Kleinen bekommen die großen Dinge ihren Leib'. Von der Bedeutung der regionalen Geschichtsforschung" bei der Fortbildung "Geschichte und Landeskunde Nord-frieslands im Schulunterricht", gemeinsam mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen am 20.4.2004 im Nordfriisk Instituut.
- Vortrag "Niebüll - eine friesische Stadt" (mit Power-Point-Präsentation) bei der Auftaktveranstaltung am 9.5.2004 in der Aula der Friedrich-Paulsen-Schule, Niebüll.
- Vortrag "Heimat - aus der Sicht eines Historikers" beim Vortragsabend "Heimat Nordfriesland" auf Einladung des Nordfriesischen Vereins am 12.5.2004 im Ratssaal der Stadt Niebüll.
- Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Förderung des Friesischen im öffentlichen Raum bei der Anhörung dreier Ausschüsse des Schleswig-Holsteinischen Landtags am 2.6.2004 im Nordfriisk Instituut.
- Präsentation "Historische Arbeit im Nordfriisk Instituut" auf dem Deutschen Historiker-Tag am 15.9.2004 in der Universität Kiel (mit Fiete Pingel).
- Einführungsvortrag zum Film "Lorenz Conrad Peters" im Rahmen der Husumer Filmtage am 26.10.2004 im "Casablanca", Kino-Center Husum.
- Vortrag "100 Jahre Nordfriesische Jahrbücher - ein Überblick" (mit Power-Point-Präsentation) beim Vortragsnachmittag "100 Jahre Nordfriesische Jahrbücher" am 6.11.2004 im Bürgerhaus, Bredstedt.
- Vortrag "Die Geschichte der Husumer Nachrichten" (mit Power-Point-Präsentation) bei der Präsentation des Topographie-Projekts auf Einladung des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags und der Stadt Husum am 19.11.2004 im Ratssaal, Husum.
- Statement "Faktoren der nordfriesischen Identität" beim "4. Dialog Grenzfriedensbund" am 26.11.2004 im Rittersaal des Schlosses vor Husum.
- Vortrag "The German Nation State and the Frisian Language" auf der Konferenz "The Nation State, Languages, Minorities and Ethnic Mobilisation", veranstaltet vom Institut für Vergleichende Empirische Sozialforschung, Berlin, in Zusammenarbeit mit den Universitäten Florenz, Barcelona, London und Toulouse am 7.12.2004 im "Convitto della Calza", Florenz.

2005:
Antje Arfsten:
- Vortrag "Die Nordfriesischen Schreibwettbewerbe der letzten 15 Jahre" beim Frysk Filologekongres am 15.12.2005 in Ljouwert/Westfriesland.

Harry Kunz:
- Vortrag "Archivalien zur Landwirtschaftsgeschichte des Kreises Plön" vor dem Kurs "Vergangenheit lebendig machen" der Volkshochschule Preetz am 20.4.2005 in Preetz.
- Präsentation der Untersuchung "Was ist friesische Identität?" am 31.5.2005 im Nordfriisk Instituut (mit Thomas Steensen).
- Vorstellung des "Wegweisers zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte des Kreises Plön" bei der Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde im Kreis Plön am 29.10.2005 in Plön.

Paul-Heinz Pauseback:
- Verschiedene Einführungen zum Auswanderer-Archiv Nordfriesland sowie zur Übersee-Auswanderung aus Nordfriesland und Schleswig-Holstein, zum Beispiel 16.9.2005 zur Information einer Besuchergruppe im Nordfriisk Instituut in Bredstedt.
- Vortrag "Von einer Reise ins Ungewisse zur Atlantiküberquerung in neun Tagen - Übersee-Auswanderung aus Nordfriesland und Schleswig-Holstein" am 20.4.2005 im Schifffahrtsmuseum in Husum.
- Vortrag "Von schnellem Geld, billigem Land und gesundem Klima - Übersee-Auswanderer aus Schleswig-Holstein und Nordfriesland" bei der "3. Husumer Kulturnacht" am 28.5.2005 im Nordfriesischen Museum Ludwig Nissen Haus in Husum.
- Vortrag "400 Jahre Nordfriesen in Übersee - Zur Arbeit des Auswanderer-Archivs Nordfriesland des Nordfriisk Instituut" am 2.9.2005 beim Tag der offenen Tür anlässlich der Feierlichkeiten zum 40-jährigen Jubiläum des Nordfriisk Instituut in Bredstedt.

Adeline Petersen:
- Präsentation der fünf Erzählungen von Peter Jensen in dem neuen Buch "Wanderiirnge" auf dem Treffen der AG Sprache und Literatur am 25.6.2005 in Niebüll.

Fiete Pingel:
- Einführung zum Thema "Berühmte Nordfriesinnen und Nordfriesen" für Kinder der dänischen Schule Bredstedt unter Leitung von Christel Petersen am 20.1.2005 im Nordfriisk Instituut.
- Vortrag "Das Ende des Krieges und der Anfang des Friedens. Beispiel Nordfriesland" bei der Tagung "Der 8. Mai 1945. Kapitulation, Zusammenbruch, Befreiung" am 6.5.2005 in der Akademie Sankelmark.
- Kurzvortrag (dreimal) "Eine Viertelstunde Halligkunde" bei der "3. Husumer Kulturnacht" am 28.5.2005 im Nissenhaus in Husum.
- Vortrag "Wer waren die Friesen und wie leben sie heute?" bei der Tagung ",Gott schuf das Meer, der Friese die Küste.' Die Geschichte der Landgewinnung in Nordfriesland" am 3.7.2005 in der Akademie Sankelmark.
- Vortrag ",Aus der Not mach' eine Tugend' - Wie die Nordfriesen zum Walfang kamen" bei der Tagung "Die Walfänger in Nordfriesland" am 19.8.2005 in der Akademie Sankelmark.
- Vortrag "1252 und Reformator Hermann Tast. Husumer Geschichtslegenden" vor den Husumer Stadtführern am 7.9.2005 in der Gaststätte Husum Pub in Husum.
- Einführung in die Arbeit des Instituts und in die Recherchemöglichkeiten von Bibliothek und Dokumentation für den Plattdeutschkurs des Husumer Fachgymnasiums unter Leitung von Oberstudienrat Hans-Johann Thams am 30.9.2005 im Nordfriisk Instituut.
- fortlaufend Vorträge zur Geschichte, Sprache und Kultur Nordfrieslands vor Besuchergruppen, in den Oberstufen der Gymnasien, in der Europäischen Akademie in Leck und bei den Seminaren des Nationalparkamtes zur Vorbereitung dortiger Zeitkräfte.

Thomas Steensen:
- Begrüßung und Einführung zum Vortrag von Prof. Dr. Michael Ruck über Zwangsarbeit in Nordfriesland auf Einladung der Universitätsgesellschaft Husum am 11.1.2005 im Nissenhaus, Husum.
- Begrüßung und Einführung zur Veranstaltung "Sprachenfreundliche Gemeinde" am 3.2.2005 im Nordfriisk Instituut.
- Moderation der öffentlichen Veranstaltung zur Vorstellung der Bewerberin und des Bewerbers zur Wahl der Landrätin/des Landrats auf Einladung des Kreises Nordfriesland am 10.2.2005 in der Irene-Thordsen-Kongresshalle in Husum.
- Vortrag "Die friesische Sprache im Porträt" bei einer Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft Deutsches Schleswig anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Bonn-Kopenhagener Erklärungen am 3.3.2005 im Bürgerhaus, Bredstedt.
- Kursus "Friesische Sprache und Geschichte" von April bis Juni 2005 an der Volkshochschule Husum.
- Präsentation der Untersuchung "Was ist friesische Identität?" am 31.5.2005 im Nordfriisk Instituut (mit Harry Kunz).
- Vortrag "Hans Christian Andersen und Nordfriesland" zum Auftakt des 15. Nordfriesischen Sommer-Instituts am 29.6.2005 im Nordfriisk Instituut.
- Vortrag "Nordfriesland - eine Landschaft im Wandel" auf der Tagung "Die Geschichte der Landgewinnung in Nordfriesland" am 1.7.2005 in Sankelmark.
- Vortrag "50 Jahre Bonn-Kopenhagener Erklärungen, die Friesen, die Sorben und die deutsche Minderheitenpolitik" auf Einladung des Sorbischen Instituts am 11.7.2005 im Landratsamt Bautzen.
- Festvortrag "100 Jahre Cecilienkoog" am 16.7.2005 in der Koogshalle, Sophie-Magdalenen-Koog.
- Vortrag "Von Walfängern zu Eisverkäufern - die Friesen früher und heute" auf der Tagung "Die Walfänger in Nordfriesland" am 21.8.2005 in der Akademie Sankelmark.
- Vortrag "Die Bonn-Kopenhagener Erklärungen und die Nordfriesen" auf dem Kongress "50 Jahre Bonn-Kopenhagener Erklärungen" am 26.8.2005 in der Europäischen Akademie Schleswig-Holstein, Sankelmark.
- Schlussworte zur Festversammlung "40 Jahre Nordfriisk Instituut" am 3.9.2005 im Bürgerhaus, Bredstedt.
- Präsentation des Buches "Das Wattenmeer. Kulturlandschaft vor und hinter den Deichen" am 18.10.2005 im Nordfriisk Instituut.
- Vortrag "Die Nordfriesen - eine Minderheit in Schleswig-Holstein, Deutschland und Europa" am 18.10.2005 im Kulturzentrum "Dittchenbühne", Elmshorn.
- Kursus "Friesische Sprache und Geschichte" von Oktober bis Dezember 2005 an der Volkshochschule Husum.
- Vortrag "Die Geschichte von Schlüttsiel" zur Neueröffnung des "Fährhauses Schlüttsiel" am 20.10.2005 in Schlüttsiel (erneut gehalten am selben Abend und am 2.12.2005).
- Einführung "Ein liberaler Reformer im dänischen Gesamtstaat" zur Tagung "Uwe Jens Lornsen. 175 Jahre nach dem Erscheinen seiner Flugschrift ‚Über das Verfassungswerk in Schleswigholstein'" am 5.11.2005 im Nordfriisk Instituut.
- mehrfach Kurzvorträge und Präsentationen "Friesen - Friesisch - Nordfriisk Instituut", z. B. beim Besuch des Bundesminderheitenbeauftragten Hans-Peter Kemper am 2.2.2005 im Nordfriisk Instituut, auf einer Sitzung des Kreiskulturausschusses Nordfriesland am 18.5.2005, bei der konstituierenden Sitzung des Beirats für die friesische Volksgruppe im Bundesinnenministerium am 1.6. in Berlin und bei der Sitzung des Landtagsgremiums für friesische Angelegenheiten am 10.6.2005 im Nordfriisk Instituut.
- zahlreiche Statements für Presse, Radio, Fernsehen.

Christina Tadsen:
- Vortrag "Die Kategorie Respekt im Nordfriesischen" beim Frysk Filologekongres am 16.12.2005 in Ljouwert/Westfriesland.

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J. Hochschulen

Umstellung auf BA und MA
Für das Friesische Seminar der Universität Flensburg war der Berichtszeitraum geprägt durch die Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge. Thomas Steensen fertigte dazu mehrere teils sehr umfängliche Konzepte und Arbeitspapiere an, teilweise in Zusammenar-beit mit der abgeordneten Lehrkraft Birge Hilpert, und nahm an zahlreichen Sitzungen und Gesprächen teil, ebenso die kommissarische Geschäftsführende Direktorin des Friesischen Seminars, Prof. Dr. Helga Bleckwenn, der für Ihren Einsatz gedankt sei. Das Resultat kann unter den obwaltenden Umständen als zufriedenstellend betrachtet werden.
Friesisch kann in der BA-Struktur fortan als Schwerpunkt in der Germanistik studiert werden, und zwar in zwei Modulen im dritten und vierten Semester. Die Sprachkenntnisse sollen in zusätzlichen Kursen erworben werden, die möglichst in der vermittlungswissenschaftlich orientierten so genannten "dritten Säule" verankert werden sollen. Für Deutschstudierende wird zusätzlich auch künftig eine Lehrveranstaltung zu Friesisch oder Niederdeutsch obligatorisch sein. Gemeinsam mit den Fächern Germanistik und Dänisch wird zurzeit versucht, diese Verpflichtung zu einem vollen Modul auszubauen und in der "dritten Säule" vorzusehen. Die generelle Umstellung auf BA-Studiengänge wurde an der Universität Flensburg zum Wintersemester 2005/06 vollzogen. Für den Schwerpunkt Friesisch wird die Veränderung sich im Sommersemester 2006 und sodann in vollem Umfang ab Wintersemester 2006/07 auswirken. Erst dann wird sich zeigen, ob die erhofften Folgewirkungen eintreten. Auch der mit der Umstellung verbundene Mehraufwand an Zeit und Arbeit wird sich erst dann ganz realistisch bemessen lassen. Für das sich anschließende Master-Studium legte das Friesische Seminar ein erstes Konzept vor. Beratungen und Entscheidungen in diesem Bereich werden für 2006/07 erwartet.

Personal
Die abgeordnete Lehrkraft Birge Hilpert kehrte nach zweijähriger erfolgreicher Arbeit an der Universität Flensburg zum 1. August 2005 an ihre Schule in Bredstedt zurück; sie wird wei-terhin als Lehrbeauftragte am Friesischen Seminar tätig sein. Beabsichtigt war die Teilung der Stelle, und zwar jeweils mit dem halben Umfang für eine abgeordnete Lehrkraft und für eine wissenschaftliche Qualifizierungskraft. Der in Aussicht genommenen Lehrerin wurde jedoch vor der Entscheidung in Flensburg eine andere Stelle angeboten. Nach einem Ge-spräch mit dem Rektorat wurde sodann die Ausschreibung zweier halber Qualifizierungsstel-len möglich, die zum 1. Oktober 2005 besetzt werden konnten. Als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen sind seitdem Anke Joldrichsen M. A. und Dr. Birgit Kellner am Friesischen Se-minar - und aufgrund eines Zusatzvertrags auch am Nordfriisk Instituut - tätig. Die Qualifi-zierungsstellen sind auf drei Jahre befristet und können um weitere drei Jahre verlängert werden. Gemäß ihren Verträgen wird Anke Joldrichsen in diesem Zeitraum eine Dissertation, Birgit Kellner eine Habilitationsschrift verfassen.

Studierende
Im Wintersemester 2005/06 waren 17 Studierende für das Fach Friesisch eingetragen. Viele weitere Studierende nahmen das Lehrangebot des Friesischen Seminars wahr. Die bisherige Höchstzahl wurde in der Lehrveranstaltung "Die Frieslande" von Thomas Steensen mit 65 Teilnehmenden erreicht. Damit wurde allerdings die Aufnahmefähigkeit des Raums bereits überschritten. Exkursionen
Auch im Berichtszeitraum bot das Friesische Seminar wieder mehrere Exkursionen nach Nordfriesland an. Im Rahmen der Lehrveranstaltung "Mommsen, Storm, Paulsen - drei Liberale im 19. Jahrhundert" im Wintersemester 2004/05 zum Beispiel besuchten die Teilneh-menden in Tages- bzw. Halbtagsexkursionen die Geburtsorte Garding, Husum und Langen-horn. In Garding führte Dieter Staacken auf den Spuren Theodor Mommsens durch die Stadt, in Husum zeigte Thomas Steensen Storm-Stätten und man besuchte Storm-Archiv und Storm-Museum, in Langenhorn führte Christian Sönksen durch das Dorf, dem Friedrich Paulsen in seinen Erinnerungen ein literarisches Denkmal gesetzt hat. Im Rahmen der Lehrveranstaltung "Der Kirchenkampf am Beispiel Nordfriesland" besuchten die Teilnehmenden das Christian-Jensen-Kolleg in Breklum (siehe G.).

5. friesischer Studientag
Seit einigen Jahren treffen sich Friesisch-Studierende und -Lehrende der Universitäten Flensburg und Kiel. Zum fünften "friesischen Studientag" lud die Nordfriesische Wörterbuchstelle am 24. November 2004 ein. Nach einem Treffen an der Universität wurden die Klosterkirche und das Eiszeitmuseum in Bordesholm besichtigt.

Forschungsprojekt Friedrich Paulsen
Beim Zentrum für Bildungsforschung (ZBF) der Universität Flensburg beantragte Thomas Steensen eine "Anschubfinanzierung" für ein Forschungsprojekt über den aus Nordfriesland stammenden Pädagogen und Philosophen Friedrich Paulsen. Damit soll seine zentrale Rolle in der Bildungsdiskussion des Kaiserreichs herausgearbeitet werden. Thomas Steensen nahm Verbindung mit Prof. Dr. Andreas von Prondczynsky vom Institut für Allgemeine Pädagogik der Universität Flensburg auf und regte eine Zusammenarbeit an. Mit Hilfe von gewährten ZBF-Mitteln erstellte unter Anleitung Thomas Steensens der Friesischstudent Cornelius Friedel im Hause Paulsen in Berlin-Steglitz eine erste Übersicht der weit über 1 000 Korrespondenzpartner Friedrich Paulsens. Unter dem Titel "Im Zentrum von Kultur und Bildung, Wissenschaftspolitik und Bildungsreform: Friedrich Paulsen (1846-1908)" stellten von Prondczynsky und Steensen einen Antrag bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Dieser wurde im Sommer 2005 abgelehnt, jedoch in modifizierter Form erneut bei der DFG eingereicht.

Forschungsbericht 2001-2003
Thomas Steensen verfasste namens des Friesischen Seminars Anfang 2004 einen fünf Seiten umfassenden Beitrag für den "Forschungsbericht 2001-2003" der Universität Flensburg.

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K. Öffentlichkeits- und Pressearbeit

Mit 97 an bis zu 100 Korrespondenten und Redaktionen verschickten Pressemitteilungen sowie in einer Reihe von Pressegesprächen informierte das Institut im Berichtszeitraum über seine Tätigkeit sowie über Vorhaben und Initiativen zur Sprache, Geschichte und Kultur Nordfrieslands. Insbesondere das 40-jährige Jubiläum des Nordfriisk Instituut wurde in den Medien stark beachtet. Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag veröffentlichte zum Beispiel eine Seite "Nordfriesland extra", der Norddeutsche Rundfunk berichtete ausführlich unter verschiedenen Gesichtspunkten. Den Medien sei für das stete Interesse an der Arbeit des Nordfriisk Instituut und für die sachgemäße Berichterstattung gedankt. Eine krasse Ausnahme bildete indes ein Ende 2004 erschienener "Bericht" in der Zeitschrift Der Spiegel. Dass das "Nachrichtenmagazin" hierbei Regeln des journalistischen Anstandes beachtet hätte, kann nicht behauptet werden.

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L. Information und Kontakte

Anlässlich seines 40-jährigen Bestehens versandte und verteilte das Nordfriisk Instituut im März 2005 vor allem an seine Mitglieder sowie an die Leserschaft der Zeitschrift Nordfriesland einen Fragebogen zu seiner Arbeit. 73 Bögen kamen ausgefüllt zurück. Erkennbar war insgesamt - bei einer Reihe von ausdrücklich kritischen Stimmen - eine positive Resonanz der Institutstätigkeit, die mit einer "Durchschnittsnote" von 1,67 bewertet wurde. (Vgl. dazu Nordfriesland 151, S. 31-32.)
Zahlreiche Persönlichkeiten und Gruppen besuchten im Berichtszeitraum das Institut. Ins Gästebuch trugen sich unter anderem ein: Dr. Astrid Fick, Geschäftsführerin des Museumsverbundes Nordfriesland am 26.1.2004, Teilnehmer einer Konferenz des European Bureau for Lesser Used Languages am 21.2.2004, Dr. Ekkehard Klug und Hans-Jürgen Becker von der FDP-Landtagsfraktion am 4.3.2004, der Ständige Ausschuss für Geographische Namen (StAGN) am 22.3.2004, der neu konstituierte Rat der nationalen Minderheiten Deutschlands am 10.9.2004, Praktikantinnen und Praktikanten aus Polen, die für mehrere Wochen auf landwirtschaftlichen Betrieben der Region eingesetzt waren, am 20.9.2004, der Denkmalschutzrat Schleswig-Holstein am 29.9.2004, das Pensionärstreffen der ehemaligen Oberfinanzpräsidenten auf Initiative von Harro Muuss am 4.10.2004, Horst Arend und Manfred Haase vom BKM Bonn (Beauftragte der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien), um Berichte über die vom Bund bewilligten Projekte zur friesischen Arbeit zu hören, am 26.10.2004, die Sozialministerin des Landes Schleswig-Holstein Dr. Gitta Trauernicht mit einer SPD-Delegation am 19.1.2005, der damalige Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, der SPD-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Kemper, am 2.2.2005, eine Abordnung des Seelter Bound am 21.2.2005, der Kul-turausschuss des Kreises Nordfriesland unter Vorsitz von Albert Pahl am 18.5.2005, die Europaklasse des Tonderaner Gymnasiums und der Niebüller Friedrich-Paulsen-Schule unter Leitung von Ingwer Nommensen am 23.5.2005, "goldene Abiturienten" der Husumer Hermann-Tast-Schule auf Initiative von Prof. Dr. Manfred Jessen-Klingenberg am 9.6.2005, das Gremium für Fragen der friesischen Bevölkerungsgruppe beim Schleswig-Holsteinischen Landtag unter Vorsitz von Landtagspräsident Martin Kayenburg am 10.6.2005, der Kreisvorstand Nordfriesland der Europa-Union unter Leitung der Vorsitzenden Gyde Köster am 16.6.2005, Christoph Ahlers und Ernst Christ von der NDR 1 Welle Nord am 21.6.2005, die Beauftragte des Ministerpräsidenten für Minderheiten und Kultur Caroline Schwarz am 29.6.2005, der Schleswiger Bischof Dr. Hans-Christian Knuth und Propst Dr. Helmut Edel-mann am 27.10.2005, eine Delegation aus Westfriesland zur Vorstellung der Tomke-Bücher am 18.11.2005, Haik Porada vom Leibniz-Institut für Länderkunde, Universität Leipzig, am 5.12.2005 - und viele mehr.
Besonders viele Freunde und Weggefährten des Instituts und der friesischen Arbeit kamen nach Bredstedt anlässlich der Veranstaltung "100 Jahre Nordfriesische Jahrbücher" am 6.11.2004 und an den Tagen zum 40-jährigen Jubiläum am 2. und 3.9.2005 (s. I. 1.).
Am 2.6.2004 fand im Nordfriisk Instituut die Anhörung des Schleswig-Holsteinischen Landtags zum "Friesisch-Gesetz" statt, das der Kieler Landtag sodann am 11.11.2004 verabschiedete.
Beim 45. Deutschen Historikertag in Kiel vom 14. bis zum 17. September 2004 war das Nordfriisk Instituut zusammen mit drei anderen Einrichtungen, die sich mit der historischen und landeskundlichen Forschung im dänisch-deutsch-friesischen Grenzland befassen, mit einem Stand vertreten. Es handelte sich um Archiv und Historische Forschungsstelle der deutschen Volksgruppe, das Institut for Grænseregionsforskning - beide Apenrade - sowie die Studienabteilung des Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig in Flensburg.
Thomas Steensen wurde erneut in den Beirat der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte berufen. Er arbeitet u. a. im Vorstand der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft, Husum, mit. Von den zahlreichen auswärtigen Terminen sehr unterschiedlicher Art sei hervorgehoben die Verabschiedung des langjährigen Direktors der Ostfriesischen Landschaft Dr. Hajo van Lengen am 29./30.4.2005 in Aurich. Thomas Steensen wurde als Mitglied des Beirats "Friesisch" beim Bundesministerium des Innern benannt und nahm an der konstituierenden Sitzung am 1.6.2005 in Berlin teil.
Fiete Pingel nahm regelmäßig teil an den Sitzungen des Ausschusses für Landesgeschichte im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund. Ebenso vertritt er das Institut in dem am 8. November 2005 in Schleswig konstituierten Beirat des deutsch-dänischen Internetprojekts "Virtuelles Museum".

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M. Arbeitsgruppen

1. Arbeitsgruppe Interessengemeinschaft Baupflege Nordfriesland & Dithmarschen e. V. (IGB)
(Vorsitzender: Gerd Kühnast)
Im Berichtszeitraum konnte die IGB auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückblicken. Das Jubiläum fiel mit dem 40-jährigen Bestehen des Nordfriisk Instituut zusammen und wurde am 2. September 2005 mit einem gemeinsamen "Tag der Offenen Tür" bei großer Beteiligung in der Süderstraße in Bredstedt gefeiert. Ein Buch zum Jubiläum mit dem Titel "Der Giebel ist immer oben - 25 Jahre IG Baupflege" mit etwa 50 Beispielen aus der Arbeit der IGB wurde vorbereitet. Es erscheint im Frühjahr 2006. Mit einem Vortrag zum Thema "Das Schleswiger Haus" nahm die IGB im März 2005 an einer Hausforschertagung im Sønderborg Slot teil. In der deutschen Hausforschung ist dieser Haustyp besser als das cimbrische Haus oder Geesthardenhaus bekannt. Die Teilnehmenden kamen aus Dänemark, Deutschland (Nordfriesland, Dithmarschen, Niedersachsen) und den Niederlanden. Weiter unterstützte die IGB die Herausgabe einer Broschüre zu einem Rundweg durch Stapelholm, herausgegeben vom Förderverein Stapelholm. Der Maueranker erschien jeweils in zwei Doppelnummern mit mehreren Aufsätzen über neue Ergebnisse zur Hausforschung in Nordfriesland und Dithmarschen. Die Kontakte zum Verein Dithmarscher Landeskunde wurden vertieft. Es sollen regelmäßig Beiträge aus Dithmarschen im Maueranker erscheinen.

2. Arbeitsgruppe Geschichte
(Vorsitzender: Sönnich Volquardsen)
Die AG Geschichte lud am 17. April 2004 zu einer eigenen Veranstaltung ins Nordfriisk Instituut ein. Vorsitzender Sönnich Volquardsen referierte dabei über "Soldatenbriefe als Quelle der Mentalitätsgeschichte", Albert Panten sprach zum Thema "Hans von Kiel. Mitteilungen zur Sylter Chronistik". Zudem lud die AG mit ein zu dem Vortragsnachmittag "100 Jahre Nordfriesische Jahrbücher" am 6. November 2004 (vgl. I. 1.).
2005 jährte sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 60. Male. Aus diesem Anlass veranstaltete die AG Geschichte am 30. April eine Tagung unter dem Titel "Nordfriesland 1945. Das Ende des Krieges - der Anfang des Friedens". Dabei sprachen Sönnich Volquardsen zum Thema "Neubeginn in Eiderstedt. Erzählungen von Flucht und Vertreibung", Dr. Christian M. Sörensen über "Das Ende des Krieges in und um Husum" und Holger Piening zum Thema "Nicht gefangen und nicht frei. Eiderstedt als Internierungslager für deutsche Soldaten". Fiete Pingel gab eine Übersicht über Literatur zu Kriegsende und Neuanfang 1945 in Nordfriesland. Zudem lud die AG mit ein zu dem Vortragsnachmittag über Uwe Jens Lornsen am 5. November 2005 (vgl. I. 1.).

3. Arbeitsgruppe Genealogie
(Vorsitzender: Jens Uwe Nissen/stellvertr. Vorsitzende: Karna Voigt) Am 17. April und am 6. November 2004 sowie am 30. April und am 5. November 2005 kam die AG Genealogie jeweils im Nordfriisk Instituut zu einer Tauschbörse zusammen. Das Herstellen von Kontakten und die Bearbeitung bzw. Weitergabe von genealogischen Suchanfragen bildet einen wesentlichen Teil der Arbeit in diesem Bereich, auch außerhalb der Tauschbörsen.

Fiete Pingel fungierte weiterhin als Sekretär der Arbeitsgruppen 2 und 3.

4. Arbeitsgruppe Sprache und Literatur
(Vorsitzender: Prof. Nils Århammar)
An der Aktion "Niebüll, eine friesische Stadt" beteiligte sich die AG Spräke än literatuur mit dem öffentlich zugänglichen Vortrag "Niebüll in seiner sprachlichen Entwicklung", der am 8. Mai 2004 von Prof. Nils Århammar in Niebüll gehalten wurde. - Das zweite Treffen fand am 4. Dezember 2004 ebenfalls in Niebüll statt. Die Themen waren: "Nordfriesische Sprichwörter", eine Einführung von Dr. Ommo Wilts, und "Die Erzählungen der beiden ersten Ferteel iinjsen!-Wettbewerbe", vorgestellt und analysiert von Adeline Petersen. In der Pause präsentierte Dr. Claas Riecken seinen neuesten Videofilm für Kindergartenkinder "Zu Besuch auf Amrum" in der saterfriesischen Version.
Im Jahre 2005 traf sich die AG am 25. Juni und am 26. November in Niebüll. Beim ersten Treffen referierte Reinhard Jannen über erste, positive Ergebnisse der sprachlichen Auswertung der umfangreichen Föhring-Amringer Tonbandaufnahmen aus den 1960er Jahren (Korpus Århammar). Beim zweiten Treffen sprach Dr. Alastair Walker über "Einige Aspekte der nordfriesischen Mehrsprachigkeit". Während der Kaffeepause wurde Adeline Petersen als Schriftführerin der AG verabschiedet. Christina Tadsen wird ihre Tätigkeit übernehmen.

* * *


Der Bericht - der aus arbeitsökonomischen Gründen erstmals für zwei Jahre abgegeben wird - zeigt mehrere wesentliche Arbeitsergebnisse auf. Das Institut konnte weitere Grundlagenwerke schaffen, wieder herausgeben, auf den Weg bringen oder daran mitwirken: So wird in einem umfassenden Buch erstmals die gesamte Wattenmeerregion als Kulturlandschaft dargestellt, die Neuausgabe der "Geschichte Nordfrieslands" wurde weit vorangebracht, ein moderner friesischer Sprachkurs ist im Entstehen begriffen. Die Veranstaltungsreihe "Niebüll - eine friesische Stadt" fand große Resonanz und zeigte nachhaltige Wirkung. An der Universität Flensburg wurde das Friesischstudium an die neuen Bachelor-Strukturen angepasst. Bei der Feier seines 40-jährigen Bestehens erfuhr das Institut viel Bestätigung und Zuspruch. Zahlreiche Mitglieder und Freunde spendeten für den aus diesem Anlass eingerichteten "Tams-Jörgensen-Fonds". Die finanzielle Situation des Instituts konnte stabilisiert werden. Dies war indes nur möglich durch den im Vorjahr vorgenommenen schmerzhaften Einschnitt in dem angesichts der Aufgabenfülle bereits zu kleinen Personalbestand. Gedankt sei den öffentlichen Geldgebern, der Sydslesvigsk Forening, dem Friesenrat, Sektion Nord, und allen denjenigen, die mit ihren Mitgliedsbeiträgen und Spenden das Institut unterstützten, ebenso allen, die sich für seine Belange ehrenamtlich einsetzten, insbesondere den Mitgliedern des Vorstands, des Beirats, des Kuratoriums und den Vorsitzenden der Arbeitsgruppen.

We seede Jam hartlik tunk!
Bredstedt, im Februar 2006
Im Namen und mit Hilfe aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Thomas Steensen

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