Arbeitsbericht 2014/2015     

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Das Nordfriisk Instituut wird aus Gründen der Arbeitsökonomie künftig alle zwei Jahre einen ausführlichen Tätigkeitsbericht vorlegen.


A. Personal

Am 31.12.2015 waren folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Institut beschäftigt:
– Institutsdirektor: Prof. Dr. Thomas Steensen,
– Geschäftsführerin: Marlene Kunz,
– Institutslektorin, friesische Sprache und Literatur: Antje Arfsten, M. A. (28 Stunden),
– Institutslektor, Orts- und Regionalgeschichte, Zeitschrift Nordfriesland: Fiete Pingel, M. A. (31 Stunden),
– Bundesprojekt „Nordfriesisch im FriiskAtrium“: Antje Arfsten, M. A., Dr. Claas Riecken (20 Stunden), Lars Engels (7 Stunden),
– Bundesprojekt „Nordfriesland Lexikon“: Diplom-Soziologe Harry Kunz (30 Stunden), Lars Engels (2 Stunden),
– Bibliotheks- und Archivleiter: Diplom-Bibliothekar Harald Wolbersen,
– Bibliotheksmitarbeiterin: Anne Paulsen-Schwarz (20 Stunden),
– Kaufm. Angestellte, Buchhaltung: Ines Teschner (20 Stunden),
– Kaufm. Angestellte: Anke Jensen (20 Stunden),
– Kaufm. Angestellte, Ansprechpartnerin für den Buchhandel: Carmen Strenzke (30 Stunden),
– Hauspflegerin und Bürogehilfin: Angela Sachau (19 Stunden),
– Ehrenamtlich tätig für das „Auswanderer-Archiv Nordfriesland“: Dr. Paul-Heinz Pauseback.

B. Verein und Geschäftsführung

Mitglieder

Mitgliederbewegung:
2014
2015
Gestorben
17
8
Austritte
15
20
Streichungen
3
Neue Mitglieder
39
42
Einstiegsmitgliedschaften
2
1


Mitgliederstatistik:
2014
2015
Einzelmitglieder
592
598
Ehepaare 92x2 bzw. 96x2
184
192
Mitglieder mit ermäßigtem Beitrag
69
67
juristische Personen
51
50
Ehrenmitglieder
6
8
Einstiegsmitgliedschaften
2
4
Gesamtzahl der Mitglieder am 31.12.
904
919

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Die ordentliche Mitgliederversammlung 2014 fand am 24. Mai in Niebüll statt. Die Minderheitenbeauftragte des Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein Renate Schnack referierte über die Sprachenvielfalt in Schleswig-Holstein.
Am 9. Mai 2015 kam die Mitgliederversammlung in Husum zusammen. Die Firma „Graphische Werkstätten Feldstraße“ aus Hamburg berichtete über die Konzeption der Präsentation zur friesischen Sprache im Anbau des Nordfriisk Instituut.
Der Beirat hielt in den beiden Berichtsjahren jeweils zwei Sitzungen ab. Das Kuratorium des Nordfriisk Instituut tagte am 21. März 2014 gemeinsam mit dem Vorstand des Vereins. Der Gesamtvorstand traf sich 2014 und 2015 jeweils fünfmal.

Der Vorstand des Vereins Nordfriesisches Institut e. V. setzte sich im Berichtszeitraum wie folgt zusammen:
Vorsitzende: Inken Völpel-Krohn, Söl-Muasem/Sylt-Morsum, NF,
stellv. Vorsitzender: Peter Nissen, Hamburg,
Schriftführer: Arfst Hinrichsen, Haatst/Hattstedt, NF,
Schatzmeister: Ernst-August Petersen, Hüsem/Husum, NF,
Beisitzerin: Gyde Köster, Braarep/Braderup, NF,
Beisitzerin: Jule Homberg, Naibel/Niebüll, NF
Beisitzer, Friisk Foriining:Ilwe Boysen, Flensburg
Beisitzer, Heimatbund Landschaft Eiderstedt: Hans Meeder, Welt,
Beisitzer, Nordfriesischer Verein: Wolf-Rüdiger Konitzki, Braarep/Braderup, NF.

Beirat
Beiratssprecher: Hans-Meinert Redlin, Kiel,
stellv. Beiratssprecherin: Christel Petersen, Söödergutskuuch/Südergotteskoog, NF

Kuratoriumssprecher: Prof. Dr. Dieter Lohmeier, ehemaliger Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek, Kiel (bis 21.3.2014), Dr. Jørgen Kühl, Direktor A. P. Møller-Skolen, Schleswig (ab 21.3.2014)

Finanzen
Durch den Abschluss einer Ziel- und Leistungsvereinbarung mit dem Land Schleswig-Holstein konnte die finanzielle Absicherung der Arbeit des Instituts mittelfristig sichergestellt werden. So konnte das strukturelle Defizit ausgeglichen und die Stelle eines Leiters von Bibliothek und Archiv besetzt werden. Für 2014 erhielt das Institut eine institutionelle Förderung von 290.200 Euro, für 2015 von 360.200 Euro. 2016 wird die Förderung um weitere 65.800 Euro erhöht, sodass die Einstellung eines Sprachlektors möglich wird. Für das Haushaltsjahr 2015 werden die endgültigen Zahlen zur Mitgliederversammlung am 23.4.2016 in Bredstedt vorliegen.

Tams-Jörgensen-Fonds
Der Tams-Jörgensen-Fonds wurde 2005 aus Spendengeldern errichtet, die das Institut zweckgebunden zum Aufbau des Fonds einwirbt. Im Berichtszeitraum gingen Spenden in Höhe von 5.065,10 Euro ein. Aus dem Fondsertrag wurden die Preisgelder für den Tams-Jörgensen-Wettbewerb der AG Sprache und Literatur 2015 finanziert (s. F.). Zum 31.12.2015 belief sich das Guthaben des Tams-Jörgensen-Fonds einschließlich Zinsen auf 35.952,36 Euro.

Nachlass Margareta Erichsen
Der Nachlass von Margareta Erichsen besteht zum einen aus einem landwirtschaftlich genutzten Grundstück in Kating, das verpachtet ist. Von einem ursprünglich geplanten Verkauf des Grundstücks wurde Abstand genommen. Weiterhin vererbte Margareta Erichsen dem Institutsverein einen Barbetrag in Höhe von ursprünglich 10.000 Euro, der in Form von Genossenschaftsanteilen bei der VR-Bank e G Niebüll und als Spareinlage festgelegt ist. Der Institutsverein kann über den Nachlass nicht frei verfügen. Laut Testament dürfen nur die Erträge ausgeschüttet werden und sind dann „zur Förderung der friesischen Sprache“ zu verwenden.

Gebäude und Inventar
Der im Wettbewerb gekürte Entwurf des Architekturbüros Johannsen und Fuchs aus Husum für den Erweiterungsbau wurde 2014/15 realisiert. Bauherrin war die Stadt Bredstedt als Eigentümerin des Grundstücks und der bestehenden Immobilie. Nach der offiziellen Grundsteinlegung am 19.9.2014 verliefen die Arbeiten weitgehend planmäßig; der Finanzrahmen wurde eingehalten. Die zukünftige Nutzung des Anbaus durch das Nordfriisk Instituut wird in einem Mietvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren geregelt. 2015 wurden das Archiv und Teile der Bibliothek im Magazin untergebracht.
Die Stadt Bredstedt als Eigentümerin der Immobilie ließ im September 2014 die 25 Jahre alte Heizung durch eine moderne, energiesparende Neuanlage ersetzen, die zugleich auch für die Heizungsversorgung des Erweiterungsbaus eingesetzt wird.


Eine Sanierung des Außenputzes an der Westfassade des Altbaus sollte im Zuge des Neubauvorhabens erfolgen. Bei Voruntersuchungen des Mauerwerks stellte sich heraus, dass die Wand völlig durchfeuchtet war. Der Außenputz wurde daraufhin im Juli 2014 vollständig entfernt, und das alte Mauerwerk musste zunächst mehrere Monate lang durchtrocknen. Erst im Herbst 2015 konnte dann die Giebelseite mit Kalkputz neu verputzt und gestrichen werden. Auch in den Innenräumen, die an der betroffenen westlichen Giebelwand liegen, wurde wegen der Feuchteschäden eine Sanierung durch Rückbau der entsprechenden Innenverkleidung durchgeführt.
Die Bibliothek des Nordfriisk Instituut wurde im Zuge der Umgestaltung der Bestände renoviert und erhielt einen neuen Teppichboden. Zum 50-jährigen Jubiläum erhielt das Institut von Ministerpräsident Torsten Albig ein Präsentationsregal für die Bibliothek.


Für die Gestaltung einer Ausstellung mit multimedialen Elementen fiel die Wahl auf die Graphischen Werkstätten Feldstraße (gwf) in Hamburg. Antje Arfsten, Harry Kunz, Paul-Heinz Pauseback, Fiete Pingel, Claas Riecken und Thomas Steensen erarbeiteten umfangreiche Ideensammlungen für die geplante sprachliche und für die anschließend vorgesehene historisch-landeskundliche Präsentation. Am 18.12.2014 sowie am 13.2., 5.3., 9.4. und 22.7.2015 kam das gwf-Team jeweils zu einem mehrstündigen Workshop nach Bredstedt. Am 19.5.2015 fand der Workshop bei der gwf in Hamburg statt. Am 9.5.2015 wurde das Konzept auf der Mitgliederversammlung vorgestellt. Der erste Abschnitt, die Präsentation „Sprachenland Nordfriesland“, konnte anlässlich der Feier zum 50-jährigen Bestehen des Nordfriisk Instituut am 5.12.2015 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.


Eine provisorische Ausstellung zum Thema „50 Jahre Institut“ für die Südwand und für eine „Koje“ fertigte die Firma corax GmbH aus Husum. Die Ausstellung soll 2016 um Themen wie die friesische Bewegung und weitere Bereiche der friesischen Geschichte, Kultur und Baupflege erweitert werden. Nach der Erstellung eines Konzeptes werden die Geldmittel beantragt. Intensiv begleitet wurde der Prozess u. a. durch die Vorsitzende Inken Völpel-Krohn, Schatzmeister Ernst-August Petersen und den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Bredstedt Christian Schmidt.


Die Öffentlichkeit wurde durch einen Aufruf in der Zeitschrift Nordfriesland und einen Presseartikel gebeten, einen Namen für den Erweiterungsbau vorzuschlagen. Mehrere Empfehlungen gingen ein, zum Beispiel „Nordfriisk Schatul“, „Friesen-Tempel“ oder „Friisk Foorum“. Der Vorstand entschied sich schließlich für den Vorschlag des Beiratssprechers Hans-Meinert Redlin: Nordfriisk Futuur.
Für die weitere Ausgestaltung des Anbaus wurde anlässlich des Institutsjubiläums um Spenden gebeten. Es gingen rund 4.000 Euro ein.

50 Jahre Nordfriisk Instituut
Am 5.12.2015 beging das Nordfriisk Instituut sein 50-jähriges Jubiläum mit geladenen Gästen im vollbesetzten Bürgerhaus in Bredstedt. Vereinsvorsitzende Inken Völpel-Krohn begrüßte, Ministerpräsident Torsten Albig und Kuratoriumssprecher Dr. Jørgen Kühl hielten die Festreden, Thomas Steensen sprach das Schlusswort. Zu weiteren Programmpunkten zählten Grußworte in Form von Interviews mit der Moderatorin Elin Rosteck, die durch den gesamten Festakt führte. Sie sprach mit Ingbert Liebing, MdB, mit Landrat Dieter Harrsen, mit dem ersten stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Bredstedt Christian Schmidt, mit Jon Hardon Hansen, Vorsitzender der Sydslesvigsk Forening, mit der Vorsitzenden des Frasche Rädj / Friesenrat Sektion Nord Ilse Johanna Christiansen und mit dem Präsidenten der Europa-Universität Flensburg Prof. Dr. Werner Reinhart. Harry Kunz zeigte eine Zeitreise in Bildern durch fünf Instituts-Dekaden, der Musiker Jan Graf begleitete die Reise mit zeittypischen Liedern auf dem Akkordeon. Der Festakt schloss mit dem gemeinsamen Singen der Kreishymne „Göljn-Rüüdj-Ween“ und, dem stürmischen Wetter geschuldet, mit der symbolischen Enthüllung des Namens für den Erweiterungsbau durch die Friesischstudentin Nomke Johannsen. Die Schlüsselübergabe für den Anbau durch Architekt Hargen Johannsen an Marlene Kunz wurde vor Ort durchgeführt. Im Anschluss konnten die Gäste den ersten Teil der Ausstellung und den Magazinkeller besichtigen und zum Imbiss übergehen.


Am Nachmittag der offenen Tür, der von vielen Interessierten für einen Besuch genutzt wurde, gaben Claas Riecken und Harald Wolbersen mehrfach Führungen durch die Präsentation sowie im Magazinkeller, der für die Öffentlichkeit in der Regel nicht zugänglich sein wird. Anne Paulsen-Schwarz empfing Besucher in Bibliothek und Lesesaal. Info- und Büchertische, betreut von Anke Jensen, Angela Sachau, Carmen Strenzke und Ines Teschner, dienten der Mitglieder- und Spendenwerbung sowie dem Buchverkauf.

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C. Verlag

Welttag des Buches
Am UNESCO-Welttag des Buches am 23.4.2014 gab das Nordfriisk Instituut ganztägig Einblick in sein vielfältiges Veröffentlichungsprogramm. Ort der Vorstellung war eine Fähre der Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) zwischen Dagebüll und den Inseln Föhr und Amrum. Kirsten Grote machte mehrere Fahrten, bewarb dabei die Produkte und verkaufte rund 50 Bücher. Die W.D.R. und die Bord-Gastronomie unterstützten die Aktion ausdrücklich und stellten Fahrkarten und Standplätze unentgeltlich zur Verfügung.

1. Periodische Schriften

Nordfriesland
Redaktion: Peter Nissen, Fiete Pingel und Thomas Steensen. Die Druckdateien erstellte Fiete Pingel, für Nummer 191/192 Antje Arfsten, Anke Jensen und Harry Kunz. Die Nummern 185, 186, 187 und 188 erschienen planmäßig im März, Juni, September und Dezember 2014. Nummer 185 war der Arbeitsbericht 2012/13, Nummer 186 war das Protokoll der Mitgliederversammlung 2014 beigeheftet. Die Nummern 189 und 190 erschienen termingerecht im März und Juni, die Nummer 191/192 als Jubiläumsausgabe im Oktober 2015. Der Nummer 190 war das Protokoll der Mitgliederversammlung 2015 beigeheftet.

Nordfriesisches Jahrbuch
Schriftleitung: Frenz Bertram, Prof. Dr. Volkert F. Faltings, Prof. Dr. Jarich Hoekstra, Albert Panten, Fiete Pingel und Prof. Dr. Thomas Steensen.
Das Nordfriesische Jahrbuch 2015, Band 50, umfasst 224 Seiten und erschien Anfang November 2014. Anlässlich der 50. Ausgabe gab das Institut eine Pressemitteilung über Geschichte und Zweck des Jahrbuchs heraus. Das Lektorat und die Erstellung der Druckdateien lagen bei Fiete Pingel in Zusammenarbeit mit Thomas Steensen. Das Nordfriesische Jahrbuch 2016, Band 51, umfasst 136 Seiten und erschien Mitte November 2015. Das Lektorat lag bei Thomas Steensen, für den Rezensionsteil weitgehend bei Harald Wolbersen. Das Jahrbuch wird wie in den Vorjahren auf Anforderung kostenlos an jedes Mitglied abgegeben.

Jarling
Herausgegeben von Dr. Karin Haug, Marlene Kunz und Gondrun Verch. Übersetzungen von Antje Arfsten.
Der nordfriesische Fotokalender Jarling 2015 „Kiik iinjsen“ enthält 13 Farbbilder der Hobbyfotografin Annette Sturm, Kiel. Der Jarling 2016 „Nordfraschlönj üt e näide“ wurde mit 13 Farbbildern der Hobbyfotografin Constanze Koch aus Husum gestaltet. Die Bildunterschriften und das Kalendarium sind in verschiedenen friesischen Dialekten und in Niederdeutsch abgefasst. Karin Haug schied mit Fertigstellung des Jarling 2016 als Herausgeberin aus, an ihre Stelle trat der Bredstedter Mirko Honnens, der auch schon den Kalender 2014 „Lönj ful foon gölj“ gestaltete.

Newsletter
En koon friisk. Der Newsletter des Nordfriisk Instituut zur friesischen Sprache, Geschichte und Kultur.
51. Ausgabe (April 2014), Themen: „Friisk tekstsaamling“. Einladung zur AG Sprache und Literatur. Redaktion: Antje Arfsten.
52. Ausgabe (Juni 2014), Themen: Friesische Umschreibungen. Vortragsprogramm zum 24. Nordfriesisches Sommer-Institut. Redaktion: Antje Arfsten.
53. Ausgabe (September 2014), Themen: „Ferteel iinjsen!“ Vorstellung des Jarling 2015. Redaktion: Antje Arfsten.
54. Ausgabe (Oktober 2014), Themen: „Ferteel iinjsen!“ im Endspurt. Redaktion: Antje Arfsten.
55. Ausgabe (Dezember 2014), Themen: Weihnachtsdüfte. Friesische Grußkarten. Redaktion: Antje Arfsten.
56. Ausgabe (Februar 2015), Thema: Tams-Jörgensen-Preisaufgabe. Redaktion: Antje Arfsten.
57. Ausgabe (Mai 2015), Themen: Gewinner der Tams-Jörgensen-Preisaufgabe, Vortragsprogramm zum 25. Sommer-Institut. Redaktion: Antje Arfsten.
58. Ausgabe (Dezember 2015), Themen: Wie stellt man eine Sprache aus? Das Lied vom Teepunsch; friesische Weihnachtskarten; Buchvorstellungen. Redaktion: Antje Arfsten und Claas Riecken.

Der Maueranker
Nach dem plötzlichen Tod von Gerd Kühnast musste die Redaktion umstrukturiert werden. Sie setzt sich nun aus Hans-Georg Hostrup, Ulrike Blum und Manfred Nissen zusammen. Der Maueranker erschien 2014 in zwei Doppelnummern. 2015 kam er im Oktober heraus.

2. Reihen

Nordfriesische Lebensläufe
Hrsg.: Thomas Steensen
Nr. 11: Claas Riecken: Berthold Bahnsen – Friesisch-schleswigscher Landtagsmann. Eine minderheitenpolitische Biographie, Bräist/Bredstedt 2015. 216 Seiten.
Studien und Materialien
Nr. 35: Johann-Albrecht Janzen: Geistliche Versammlung und Trauerbrauchtum in Eiderstedt. Zwei Beiträge zur Kirchen- und Kulturgeschichte, Bräist/Bredstedt 2014. 256 Seiten.

Schriften der Interessengemeinschaft Baupflege
Nr. 8:Boy-Peter Andresen, Gerd Kühnast: Sie überstanden die große Flut 1825. Eine besondere Chronik der Hallig Langeneß, Bräist/Bredstedt 2014. 232 Seiten.
Nr. 9: Hans-Günther Andresen: Im Bauton der Region. Von schleswig-holsteinischer Heimatschutzarchitektur und von Baupflege in Nordfriesland und Dithmarschen, Bräist/Bredstedt 2015. 144 Seiten.

Neues Friesisches Archiv
Band 3, Bräist/Bredstedt 2015. 170 Seiten (Chroniken aus Eiderstedt).
Band 4, Bräist/Bredstedt 2015. 67 Seiten (Nordstrandische Chronik von Magister Johannes Heimreich 1654).

Nordfriesland im Roman
Hrsg.: Arno Bammé und Thomas Steensen
Band 8: Franziska zu Reventlow: Ellen Olestjerne. Husum Verlag, Husum 2014. 268 Seiten (Erstausgabe 1903).
Band 9: Albert Petersen: Arnold Amsinck. Husum Verlag, Husum 2015. 344 Seiten (Erstausgabe 1920).



3. Einzelveröffentlichungen

– Friisk tekstsaamling – Fering. Herausgegeben von Antje K. Arfsten und Wendy Vanselow, Bräist/Bredstedt 2014. 96 Seiten. Nr. 227.
– Friisk takstsoomling – Frasch. Hrsg.: Antje K. Arfsten und Wendy Vanselow, Bräist/Bredstedt 2014. 90 Seiten. Nr. 228.
– Friisk tekstsaamlang – Öömrang. Hrsg.: Antje K. Arfsten und Wendy Vanselow, Bräist/Bredstedt 2014. 70 Seiten. Nr. 229.
– Friisk Tekstsaamling – Sölring. Hrsg.: Antje K. Arfsten und Wendy Vanselow, Bräist/Bredstedt 2014. 96 Seiten. Nr. 230.
– Friisk täkstsumling – Wiringhiirder Freesk. Hrsg.: Antje K. Arfsten und Wendy Vanselow, Bräist/Bredstedt 2014. 74 Seiten. Nr. 231.
– Hajo van Lengen: Zwischen Ems und Weser. Die östlichen Siedlungsgebiete der Friesen. Herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Oldenburgischen Landschaft und der Ostfriesischen Landschaft, Bräist/Bredstedt 2014. 32 Seiten. Nr. 232.
– Husum im Zentrum. Mit Beiträgen von Fiete Pingel und Thomas Steensen sowie Ulf Dietrich von Hielmcrone, Bräist/Bredstedt 2014. 64 Seiten. Nr. 233.
– Friesische Glückwunschkarten in sieben Dialekten.
– Wilhelm Busch: Maks än Moorits. Soowen jungensetööge. Frasch än tjüsch / Friesisch und Deutsch. Önjt frasch ouerseet foon Nis Richard Marcussen. Bräist/Bredstedt 2015. 64 Seiten. Nr. 236.
– Ferteel iinjsen! Wat for da bjarne. Hartklopin. Staken faan Söl, Feer, Oomram en deät Lun än üt e Böökinghiird, Bräist/Bredstedt 2015. 103 Seiten. Nr. 237.
– Alexander Eckener, Lauritz Thamsen: Dat swarte Peerd, en Lögengeschicht / Die suurte hängst, en tääl. Plattdeutsch, Nordergoesharder Freesch, Bökingharder Frasch, Hochdeutsch. Mit Audio-CD. Bräist/Bredstedt 2015. 64 Seiten. Nr. 239.
– Harry Kunz: Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins. Abschnitt X: Kreis Herzogtum Lauenburg, Bräist/Bredstedt 2015. 348 Seiten. Nr. 146i.
– Michael Hertl: Das Morsum-Kliff auf Sylt. Gegenwart als Momentaufnahme zwischen langer Vergangenheit und unbestimmter Zukunft. 2., verbesserte Auflage, Bräist/Bredstedt 2014. 64 Seiten. Nr. 175.
– Antje Arfsten und Christina Tadsen: Friesischer Sprachkurs, Fering. Mit Audio-CD, 3., verbesserte Auflage, Bräist/Bredstedt 2014. IX und 190 Seiten. Nr. 193.
– Antje Arfsten und Ingo Laabs: Friesischer Sprachkurs, Mooringer Frasch II. Zeichnungen von Ada Bieber. Mit Audio-CD, 2., verbesserte Auflage, Bräist/Bredstedt 2014. VII und 237 Seiten. Nr. 202.

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D. Bibliothek und Archiv

1. Bibliothek Im Magazinkeller des Erweiterungsbaus entstanden mehr als 1 100 Regalmeter Platz, was eine wesentliche Verbesserung der räumlichen Situation für die Verwahrung der Archiv- und Bibliotheksbestände bedeutet. Die Unterbringung von Zuwächsen an Literatur und Nachlässen stieß in den vergangenen Jahren aufgrund des Platzmangels an ihre Grenzen und entsprach teilweise nicht mehr den Richtlinien zur sachgerechten Aufbewahrung. Beim Kellergeschoss des Anbaus handelt es sich um ein nach neuesten Standards klimatisiertes Magazin, wodurch eine sachgerechte Langzeitarchivierung von Büchern, Medien und Archivalien von nun an gewährleistet ist. Nach Vorarbeiten von Fiete Pingel bewältigten Anne Paulsen-Schwarz und Harald Wolbersen in der zweiten Jahreshälfte 2015 den physischen Umzug von Bibliothek und Archiv. Der alte Bibliotheksraum wurde neu gestaltet und mit einem Lesebereich verse-hen. Das Magazin hält 1 060 laufende Meter für die Archivierung von Büchern und Nachlässen bereit und weitere 50 lfd. Meter, die aus vorhandenem Mobiliar für Ablagen usw. geschaffen wurden. Etwa 400 lfd. Meter wurden für Bücher und Zeitschriften reserviert, 50 lfd. Meter für Nachlässe, 50 lfd. Meter für Bildmaterial und 100 lfd. Meter für ungesichtetes Material. Der Buchbestand wurde auf etwa 50 % der Fläche des Magazins verteilt, wobei in den einzelnen Abteilungen jeweils eine Reserve von rund 10 % für kommende Zuwächse freigehalten wurde. Die vorhandenen und künftigen Nachlässe verteilen sich auf die übrigen 50 % des Magazins, abzüglich eines Regalsegments für die Registratur des Nordfriisk Instituut. In der Nische des Magazins sind die audiovisuellen Medien untergebracht. Renovierung und Neueinrichtung des Lesesaals Der neue Lesesaal der Bibliothek enthält einen Freihandbestand zu den wichtigsten Sach-gruppen sowie eine Auswahl einschlägiger Periodika. Dieser Bestand wurde für die Präsenzbenutzung entsprechend vorbereitet, während der übrige Bestand zukünftig als Magazinbestand ausgewiesen ist. Der Arbeitsraum und Lesesaal bietet Benutzerarbeitsplätze, die den Anforderungen für die Einsichtnahme in die Archivbestände und das schützenswerte Kulturgut entsprechen. Insbesondere wurden durch die Renovierung helle und freundliche Arbeitsplätze geschaffen. Darüber hinaus sind zwei neue Arbeitsplätze geplant, die u. a. von Praktikanten und Projetmitarbeitern genutzt werden können. Informationsveranstaltungen Harald Wolbersen nahm am 14.10.2015 am Schleswig-Holsteinischen Bibliothekstag teil und vertrat das Nordfriisk Instituut erstmals auf der Bibliotheksmesse in Kiel. Präsentiert wurden neben den Aufgaben der Bibliothek und des Archivs auch die Tätigkeiten des Instituts. Harald Wolbersen konnte innerhalb des Bibliothekswesens bestehende Kontakte zu einschlägigen Einrichtungen intensivieren und neue knüpfen. Am Nachmittag der offenen Tür am 5.12.2015 zog das Magazin des Erweiterungsbaus viele Interessierte an, die sich über die Bestände informierten und einige Exponate aus dem Fundus besichtigen konnten. Harald Wolbersen führte durch die Magazinabteilungen und erläuterte deren Aufbau sowie die perspektivische Ausrichtung des Bestandsaufbaus. Registrierung bei ISIL Das Nordfriisk Instituut wurde zwecks institutioneller Zusammenarbeit bei der ISIL-Vergabestelle (International Standard Identifier for Libraries and Related Organizations) registriert und erhielt einen Eintrag. Die ISIL-Nummer hat die Funktion eines „virtuellen“ Stempels, anhand dessen u. a. maschinenlesbare Daten auf ihre Urheberschaft identifizierbar sind (nach ISO 15511). Die ISIL-Nummer des Nordfriisk Instituut lautet: DE-2353. Historische Bücher Das Nordfriisk Instituut verfügt über eine einschlägige historische Sammlung zur friesischen Geschichte und Sprache, deren einzelne Werke z. T. stark beschädigt sind. Seit 2015 können sie sachgerecht im Magazin verwahrt werden. Für weitere konservatorische Maßnahmen mit dem Ziel der Digitalisierung und Langzeitarchivierung wurden sie vorbereitend gruppiert. Buch- und Zeitschriftenspenden für die Bibliothek Die Bibliothek erhielt auch 2014 und 2015 dankenswerterweise Buchspenden, u. a. von Max Arnhold, Halstenbek, Peter Breckling, Mühlheim an der Ruhr, Volquart Broders, Wedel, Christian Bubenzer, Hamburg, Dr. Therese Chromik, Husum, Karin Godbersen, Oster Schnatebüll, Peter Hammer, Keitum, Anke Jensen, Bredstedt, Uwe Jessel, Hallig Hooge, Carsten Martin Johannsen, Niebüll, Kari Köster Lösche, Süderlügum, Albert Panten, Deezbüll, Heinz-Martin Magnussen, Bredstedt, Irmgard Mahler, Bredstedt, Peter Nissen, Hamburg, Keike Paulsen, Wyk/Föhr, Anne Paulsen-Schwarz, Struckum, Paul Pauseback, Husum, Heike Maren und Fiete Pingel, Husum, Bendine Reuner, Galmsbüll, Karl Schaffer, Flensburg, Renate Schladetzky, Husum, Peter Schmidt, Nordstrand, Makuto Shimizu, Monika und Thomas Steensen, Husum, Heinrich Struhs, Hamburg, Andreas Thomsen, Klixbüll, Wolfgang Weber, Wyk/Föhr, Hans Wilkens, Bredstedt, Wilken, Großenwiehe, Volker Wissemann, Ziegler, Bredstedt. 2. Archiv und Bildsammlung Zuwächse für das Archiv Auch 2014 und 2015 sind wieder zahlreiche Fotografien und Archivalien in das Nordfriisk Instituut gelangt. Meede- und Rechenschaftsbücher der Hallig Oland aus dem 19. und 20. Jahrhundert wurden von Erwin Petersen aus Hattstedt eingereicht. Zwei Filmrollen mit dem Stummfilm „Frisland“ überreichten anlässlich des Instituts-Jubiläums Bahne Bahnsen und Manfred Nissen von der Friisk Foriining. Zeitungsausschnittsammlung Für die Sammlung ausgewertet wurden vor allem Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Sylter Rundschau, Der Insel-Bote, Flensborg Avis, Nordschleswiger, Ostfriesen-Zeitung sowie in Nordfriesland erscheinende Anzeigenblätter, und zwar weiterhin vor allem von Harry Kunz, Fiete Pingel, Thomas Steensen und nun auch Harald Wolbersen. Die technische Bearbeitung besorgten Angela Sachau und Anne Paulsen-Schwarz.

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E. Landeskunde

Nordfriesland in der Schule
Im Mai 2014 waren unter Federführung von Fiete Pingel Unterrichtsmaterialien zu acht heimat- und landeskundlichen Themen fertiggestellt. Sie wurden entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Friesischen Seminar der Europa-Universität Flensburg, dem Institut für Qualitätsentwicklung an den Schulen Schleswig-Holsteins (IQSH) und dem Ministerium für Bildung und Wissenschaft des Landes Schleswig-Holstein, und zwar zu den Themen „Der Deich“, „Sturmfluten“, „Zwischen Deutsch und Dänisch. Die Friesen – Volk, Volksgruppe oder Minderheit?“ „Voller Sieg“ des Nationalsozialismus, „Die ,friesische Freiheit‘ – Überlieferung und Geschichte, „Gölj – Rüüdj – Ween: Das nordfriesische Flaggenlied“ und „Der friesische Weihnachtsbaum“. Die Texte stehen auch im Internet zur Verfügung (http://www.nordfriiskinstituut.de/index.html?unterricht_startseite.html).

Nordfriesland Lexikon (Projekt aus Bundesmitteln)
Das Nordfriisk Instituut hat in den fünf Jahrzehnten seines Bestehens vielfältiges Material und viele Hundert Veröffentlichungen zu einer Fülle von nordfriesischen Themen zusammengetragen und erarbeitet. Aus diesem Fundus entsteht eine systematische Darstellung des Wissens in lexikalischer Form von A bis Z, die zum Teil später auch als Internet-Datenbank zur Verfügung stehen soll. Mit Abschluss des 2. Projektabschnitts wurden durch Projektbearbeiter Harry Kunz etwa 60 Prozent der über 2 000 angestrebten Stichwörter bearbeitet. Ständig wird auch das nötige Bildmaterial gesammelt. Das Vorhaben wurde gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien über den Friesenrat.

Taschenlexikon Sylt
In dritter Auflage kam 2014 im Wachholtz-Verlag das „Taschenlexikon Sylt“ heraus. Harry Kunz und Thomas Steensen sahen sämtliche Artikel durch und brachten sie auf den neuesten Stand. Einige Einträge wurden neu aufgenommen, manche Abbildungen hinzugefügt. „Das dickleibige Kompendium ist eine schier unerschöpfliche Informationsquelle und somit ein Muss für alle Inselfreunde“, urteilte die Wochenzeitung Die Zeit.

DVD „Halligleben in alter Zeit“
In dem Film „Halligleben in alter Zeit“ wird die traditionelle Lebensweise auf den weltweit einzigartigen Eilanden eindrucksvoll vor Augen geführt. Den Film drehte 1936 der Halliglehrer auf Langeneß Jess Feddersen. Die bisher unbekannten Filmaufnahmen übergab großenteils der 2012 verstorbene gebürtige Langenesser Anton Petsch, langjähriges Mitglied des Vereins Nordfriesisches Institut, dem Landesfilmarchiv in Schleswig. In kollegialem Kontakt zwischen dessen Leiter Dr. Dirk Jachomowski und Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut entstand der Gedanke, diese Filmquelle gemeinsam in einer sorgfältigen Edition einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Die ehemals stummen Filmaufnahmen wurden für die Edition kommentiert und mit atmosphärischen Geräuschen versehen, sodass sie nun als Tonfilm erlebbar sind. Mit der Kommentierung wird das im letzten Augenblick noch gewonnene Zeitzeugenwissen erfahrbar gemacht und dauerhaft bewahrt. Ein von Fiete Pingel verfasstes Booklet gibt Informationen zum vergangenen Leben auf der Hallig Langeneß und zur Geschichte des Filmdokuments, dessen Herausgabe von der Nospa Kulturstiftung Nordfriesland gefördert wurde.
Bei der Filmpräsentation am 2.11.2015 im Kino Center Husum hielt Thomas Steensen einen Kurzvortrag über die Halligen als einzigartigen Lebensraum. Dirk Jachomowski führte in den Film ein. Die Resonanz übertraf alle Erwartungen. Der größte Kinosaal war mit 250 Besuchern überfüllt, zahlreiche weitere Interessierte mussten auf eine spätere Vorstellung vertröstet werden.

Das Morsum-Kliff auf Sylt
Das Buch „Das Morsum-Kliff auf Sylt“ erfuhr seine zweite Auflage. Autor Prof. Dr. Michael Hertl, langjähriger Leiter einer Kinderklinik am Niederrhein und Sylt-Freund, überarbeitete sein Buch über eine Landschaftsformation, die wohl weltweit einzigartige geologische Einblicke über Jahrmillionen zurück erlaubt.

Geistliche Versammlung und Trauerbrauchtum in Eiderstedt
Band 35 der Reihe Studien und Materialien erschien unter dem Titel „Geistliche Versammlung und Trauerbrauchtum in Eiderstedt“. Der Autor Johann-Albrecht Janzen war rund zehn Jahre Pastor in Koldenbüttel und schuf durch eingehende Quellenforschungen die Grundlagen für zahlreiche Beiträge zu Eiderstedter Themen, die er z. B. auch im Nordfriesischen Jahrbuch veröffentlichte. Dieses Buch beschäftigt sich mit Beobachtungen zu den Kalands-Versammlungen, wo Geistliche und andere Persönlichkeiten aus dem Umfeld der Kirche zusammenkamen, um gemeinsam zu beten, über das religiöse Leben zu sprechen und zu feiern. Der Autor ordnete sowohl den Kaland als auch den Umgang mit Tod und Vergänglichkeit ein in die geistige Entwicklung der Region, in der sich die europäische kulturelle Geisteshaltung insgesamt widerspiegelt. Fiete Pingel bearbeitete die Druckvorlage bis zur Vorbereitung der letzten Durchsicht durch den Verfasser.

Christian-Feddersen-Preis
Der Christian-Feddersen-Preis ging 2014 an die elfjährige Armine Mahmedowa aus Aserbeidschan, die an der Nis-Albrecht-Johannsen-Schule in Lindholm besonderes Interesse für Friesisch zeigte und sich z. B. am Theaterspiel beteiligte, sowie an die Friesisch-AG der Eilun Feer Skuul, die unter Leitung von Prof. Dr. Volkert F. Faltings das Hörspiel „Das Schiff Esperanza“ von Paul Hoerschelmann ins Fering übertrug.
Der Preis erinnert an den friesischen Vordenker Christian Feddersen (1786–1874), der sich auch für Frieden und Völkerverständigung einsetzte. Gefördert wird die Auszeichnung von der Ute-Karl-Friedrich-und-Carsten-Hagemann-Stiftung.

Nordfriesland im Roman
In der von Prof. Dr. Arno Bammé, Klagenfurt, und Prof. Dr. Thomas Steensen im Husum Verlag herausgegebenen Reihe erscheinen vergriffene Romane, in denen sich Kultur und Geschichte Nordfrieslands in besonderer Weise widerspiegeln. In einem Nachwort geben die Herausgeber Erläuterungen zu den Hintergründen der Handlung und zur Autorin oder zum Autor. Im Berichtszeitraum wurden die Bände 8 und 9 bearbeitet, und zwar Franziska zu Reventlow: „Ellen Olestjerne“ und Albert Petersen: „Arnold Amsinck“. Während über Franziska zu Reventlow zahlreiche Veröffentlichungen vorliegen, die im Hinblick auf die Thematik des Romans ausgewertet wurden, waren zu dem aus Husum stammenden Schriftsteller Albert Petersen grundlegende Forschungen notwendig. Thomas Steensen arbeitete u. a. im Berlin Document Center des Bundesarchivs, Berlin, im Staatsarchiv Hamburg, im Kreisarchiv Nordfriesland, in der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek und im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humboldt Universität, Berlin.

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F. Sprache und Literatur

Friisk tekstsaamling (Projekt aus Bundesmitteln)
Anfang April 2014 erschienen die fünf Bände der „Friisk tekstsaamling“, und zwar für die Inseldialekte Öömrang, Fering und Sölring sowie für (Wiiringhiirder) Freesk und Frasch. Antje Arfsten und Wendy Vanselow stellten etwa 100 Texte zusammen, verfasst von friesischen Dichterinnen und Dichtern vom 19. Jahrhundert bis heute. Das Projekt wurde aus Mitteln des Bundes über den Frasche Rädj gefördert. Es ist als Sprachkurs für Erwachsene zu betrachten, die Texte wurden versehen mit grammatikalischen Anmerkungen und auch mit Biografien zu den Autorinnen und Autoren. Als E-Books werden die Textsammlungen auch auf der Internetseite www.nordfriiskinstituut.de angeboten.

„Nordfriislon aw Friisk (I)“ (Projekt aus Bundesmitteln)
Das Projekt Nordfriislon aw Friisk, ursprünglich geplant für die Jahre 2014 und 2015, soll dem Leser die Geschichte und die Kultur Nordfrieslands vermitteln – und das jeweils auf Frasch und Fering. Solch ein Angebot fehlt bisher, denn vorhandene Werke legen entweder einen Schwerpunkt auf das Sprachenlernen oder auf den Inhalt. Nordfriislon aw Friisk soll nun zwei Bereiche – nordfriesische Sprache und nordfriesische Landeskunde – miteinander verknüpfen. Damit wird der Einzigartigkeit Nordfrieslands auf zweierlei Weise Rechnung getragen. Die Lektoren Antje Arfsten und Claas Riecken arbeiteten sich in die Materie ein; Arfsten war seit Frühjahr 2014, Riecken seit Oktober 2014 mit dem Projekt befasst. Sodann wurden die ersten Texte in einer Rohversion erstellt. Ab Januar 2015 wurden die weiteren Arbeiten am Projekt zurückgestellt, um die Präsentation zur friesischen Sprache im neuen Anbau zum 50. Jubiläum des Nordfriisk Instituut am 5.12.2015 zu entwickeln. Für dieses Terminvorhaben mit höchster Priorität wurde ein Großteil der Arbeitszeit der beiden Sprachlektoren benötigt. Das Projekt „Nordfriislon aw Friisk“ soll 2016 wieder aufgenommen werden. Das Vorhaben wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien über den Friesenrat.

Nordfriesisch im FriiskAtrium (Projekt aus Bundesmitteln)
Der neue Anbau des Instituts wurde von seiner Konzeption bis ins Jahr 2015 hinein von den Institutsmitarbeitern intern mit dem Arbeitsnamen „Friisk Atrium“ benannt. Ein Vorstandsentscheid brachte im Sommer 2015 den endgültigen Namen für den Anbau, unter dem dieser am 5.12.2015 eingeweiht wurde: Nordfriisk Futuur. Da das Projekt bereits zuvor eingereicht worden war, trägt es noch den alten Arbeitsnamen.
Ziel war es, den Anbau auch dafür zu nutzen, die friesische Sprache für Einzelpersonen wie Besuchergruppen ansprechend, modern und in möglichst vielen Facetten so auszustellen, dass sich die Ausstellung auch ohne Führung von selbst erklärt.
Zusammen mit dem Team der Hamburger Ausstellungsmacher „Graphische Werkstätten Feldstraße“ (gwf), die über große Erfahrung mit Museen, Ausstellungen und Präsentationen verfügen, gelang eine fruchtbare Zusammenarbeit. Bei den gwf-Mitarbeitern Ika Gerrard, Arne Petersen und Simone Wörner bedankt sich das Nordfriisk Instituut ganz besonders.
Die Ausstellung mit dem Namen „Sprachenland Nordfriesland“ bietet auf acht Metern Wandfläche eine Land- bzw. Sprachenkarte Nordfrieslands, kurze erklärende Ausstellungstexte, Bücher als Ausstellungsexponate, eine Hörstation, eine Videostation mit Filmclips und weitere Präsentationsarten. Eine Vielzahl von friesischen Kinderbüchern kann darüber hinaus in die Hand genommen, gelesen und vorgelesen werden.
Es gibt Angebote an viele Sinne, z. B. Bilder mit friesischen Ausdrücken selbst anzufassen, selbst Lieblingswörter zu schreiben und in einer Karaoke-Station selbst friesische Sätze zu sprechen. Die gesamte Ausstellung wird in den sieben nordfriesischen Hauptdialekten Sölring, Fering-Öömrang, Halunder, Wiringhiirder Freesk, Frasch, Nordergooshiirder Fräisch und Halifreesk realisiert, auf die drei weiteren Dialekte Kårhiirder Fräisch, Medelgoosharder und Süürgooshiirder Freesch sowie auf Plattdeutsch und Sønderjysk wird verwiesen.
Die Erklärungssprache der Ausstellung ist Deutsch; für ausländisches Publikum wurde die Ausstellung von Antje Arfsten in einem Booklet zusammengefasst, das von Anne Paulsen-Schwarz und Harald Wolbersen auf Englisch bzw. Dänisch übersetzt wurde. Das deutsch-englisch-dänische Booklet, in dem auch die Bildnachweise zu finden sind, ist für Besucher im Sekretariat ausleihbar.
Der Bau der Ausstellung wurde durch die nordfriesischen Tischlerfirmen Sönke Dethlefsen und Fritz Martensen GmbH durchgeführt. Dazu gehört auch die Garderobe mit 14 Schließfächern, deren Türen je eine nordfriesische Persönlichkeit zeigen, deren Kurzbiografien auf den Türinnenseiten nachzulesen sind. Das gesamte Vorhaben wurde gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien über den Friesenrat.
Ausstattung des Nordfriisk Futuur (Projekt aus Bundesmitteln)
Die hochwertige Ausstattungstechnik der Ausstellung „Sprachenland Nordfriesland“ (siehe oben) verlangte einen gesonderten Projektansatz. Die Firma „Framegrabber Medien GmbH“ aus Hamburg konzipierte und programmierte die Hörstation, die Videostation und vor allem die aufwändige Karaoke-Station, bei der es möglich ist, vier Sätze in jeweils sieben friesischen Dialekten anzuhören und auch selbst über ein eingebautes Mikrofon aufzunehmen. Die Aufnahmen der Hörstation, die ein fiktives Gespräch in sieben nordfriesischen Dialekten wiedergeben, und die Aufnahmen der Karaoke-Station sprachen Antje Arfsten und Claas Riecken ein.

Leitfaden für den Friesischunterricht
Um die friesische Sprache sowie die sprachliche Vielfalt zu schützen und zu fördern, kommt dem friesischen Schulunterricht besondere Bedeutung zu. In diesem Sinne wurde er im Jahre 2014 in der Landesverfassung verankert. Zudem wird im Schleswig-Holsteinischen Schulgesetz als pädagogisches Ziel genannt: „Die Schule schützt und fördert die Sprache der friesischen Volksgruppe und vermittelt Kenntnisse über deren Kultur und Geschichte.“ Im neuen Lehrkräftebildungsgesetz wurde Entsprechendes verankert. Im Anhörungsverfahren zu diesen Gesetzen begrüßte das Nordfriisk Instituut die Neuerungen und machte weiterführende Vorschläge.
Eine Arbeitsgruppe, geleitet vom Landesfachberater für Friesisch im Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) Gerd Vahder und unterstützt von Antje Arfsten und Thomas Steensen sowie dem Dezernenten Volker Struve aus dem Landesministerium für Schule und Berufsbildung, erarbeitete im Berichtszeitraum einen Leitfaden für den friesischen Schulunterricht in der Primarstufe. Er gibt Hinweise zu den vorrangigen Zielsetzungen, Kompetenzen und didaktischen Grundsätzen, stellt die wesentlichen unterrichtlichen Prinzipien und Arbeitsweisen des Friesischlernens vor und bietet ein umfangreiches Verzeichnis weiterführender Literatur. Die Kosten für das Projekt trug das Ministerium. Mit dem Leitfaden konnte ein Teil des „Handlungsplans Sprachenpolitik“ der Minderheitenbeauftragten des Ministerpräsidenten Renate Schnack umgesetzt werden.
Am 10.11.2015 konnte im Rahmen einer Feierstunde an der Nis-Albrecht-Johannsen-Schule in Lindholm der „Leitfaden für den Friesischunterricht in der Primarstufe“ vorgestellt werden.

Friesische Bücherkisten
Durch die finanzielle Unterstützung der Ute-Karl-Friedrich-und-Carsten-Hagemann-Stiftung konnten Bücherkisten mit Lehrmaterial für den Friesischunterricht an über 20 Schulen im Kreis Nordfriesland überreicht werden. An diesen Schulen werden zusammen fast 1 000 Schülerinnen und Schüler in derzeit fünf friesischen Dialekten unterrichtet (Frasch, Fering, Öömrang, Sölring, Halunder). Die Lehrkräfte konnten eigene Vorschläge machen, und so wurde jede Bücherkiste von Ines Teschner im Nordfriisk Instituut anders gepackt mit durchschnittlich etwa 15 Büchern, darunter Sprachkurse in Buchform, Kinderbücher, Liederbücher, Wörterbücher und Geschichtsbücher. Die Hagemann-Stiftung stellte insgesamt 6 000 Euro dafür bereit. Die Bücherkisten wurden am 10.11.2015  im Rahmen der Feierstunden an der Nis-Albrecht-Johannsen-Schule in Lindholm anlässlich der Präsentation des „Leitfadens für den Friesischunterricht“ vorgestellt und den Schulen überreicht.

Friesische Grußkarten
Mit finanzieller Unterstützung der Ute-Karl-Friedrich-und-Carsten-Hagemann-Stiftung wurde eine große Serie von friesischen Grußkarten herausgegeben. Nun ist es nicht nur zu Weihnachten und Neujahr möglich, mit den Karten auf Sölring, Fering, Öömrang, Halunder, (Wiringhiirder) Freesk, (Nordergooshiirder) Fräisch oder auf Frasch zu grüßen, sondern auch zu Geburtstagen, Konfirmationen und Hochzeiten. Auch friesische Trauerkarten gehören zum Sortiment. Die Texte auf den Karten stammen von Antje Arfsten, ansprechend gestaltet wurden sie von dem Grafiker Bernd Bednarz.

Maks än Moorits
Seit März 2015 sind die „Bubengeschichten in sieben Streichen“ von Wilhelm Busch auf Friesisch wieder lieferbar, und zwar in mehreren nordfriesischen Dialekten: Mooringer, Amrumer, Sylter und Helgoländer Friesisch mit Deutsch als „Zugabe“. Die Übersetzungen der Reime beispielsweise ins Frasch von Nis Richard Marcussen (1897–1979) zeigen, dass er aus einem großen Ausdrucksreichtum schöpfen konnte, der im heutigen Friesisch selten geworden ist. Marcussens Übersetzung entstand bereits um 1970, kam 1980 im Verlag Nordfriisk Instituut heraus, war dann aber lange Zeit vergriffen. Jetzt gibt es das Buch mit den sprechenden Bildern, nicht zuletzt auf Initiative der „Edition Tintenfaß“, erstmals in zweisprachiger Version auf Deutsch und Friesisch. Damit kann man beide Sprachen vergleichen, was nicht nur für Einsteiger ins Friesische von Bedeutung ist, sondern auch für Kenner. Thomas Steensen verfasste das Vorwort zur Ausgabe auf Frasch.

Dat swarte Peerd
Im Dezember 2015 gab das Nordfriisk Instituut die Neuauflage „Dat swarte Peerd – di suurte hängst“ heraus. Die „köstliche, volkstümliche Lügengeschichte“ ist jetzt viermal im Buch erzählt: auf Plattdeutsch, auf Ockholmer Freesch, auf Bökingharder Frasch und in hochdeutscher Übersetzung. Die Innengestaltung übernahm Antje Arfsten, die verlegerische Betreung Marlene Kunz. Antje Arfsten und Harry Kunz sorgten für die Übertragung  auf Frasch bzw. Hochdeutsch. Auf der Hörbuch-CD, die dem Buch beiliegt, lesen Thede Boysen und Claas Riecken das Stück auf Friesisch bzw. Plattdeutsch; die Aufnahme entstand im NDR-Studio Flensburg, engagiert begleitet vom Studioleiter Werner Junge. Zu hören ist außerdem eine von Prof. Nils Århammar zur Verfügung gestellte alte Aufnahme in Ockholmer Friesisch, gelesen von Christine Petersen. Erfunden hat die Lügengeschichte der 1929 verstorbene Gastwirt von Bongsiel Lauritz Thamsen. Der Flensburger Kunstmaler Alexander Eckener schrieb die Geschichte auf und illustrierte sie mit meisterhaften Federzeichnungen. Über die beiden Urheber und weitere Hintergründe berichtet im Nachwort Thomas Steensen. Die Publikation wurde gefördert von der Landesregierung Schleswig-Holstein über den Friesenrat.

Friesisch-plattdeutsche Zeitungsseite
In den in Nordfriesland erscheinenden Zeitungen des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags kam 2014 achtmal eine friesisch-plattdeutsche Seite mit insgesamt 17 friesischen Artikeln zum Abdruck. 2015 erschien die Seite sieben Mal mit 15 friesischen Artikeln. Die redaktionelle Bearbeitung leistete Antje Arfsten. Eine große Unterstützung stellte die rege Mitarbeit von Dr. Karin Haug dar, die zu fast jeder Seite einen Beitrag auf Frasch beisteuerte. Dank gilt auch den Zeitungsredakteuren Jörg von Berg und Simone Schlüter für die gute Zusammenarbeit.

Ferteel iinjsen!
Im Oktober 2015 gab das Nordfriisk Instituut eine Auswahl der besten Erzählungen der beiden friesischen Erzählwettbewerbe (s. I.1.) von 2012 und 2014 heraus. Der Sammelband, zusammengestellt von Antje Arfsten und Claas Riecken, enthält 34 Kurzgeschichten in vier friesischen Dialekten. In den Beiträgen von 2012 sind in erster Linie Kinder die Hauptakteure. Sie haben eine Reihe von Abenteuern zu bestehen. 2014 standen Herzensangelegenheiten im Fokus. Den Wettbewerb „Ferteel iinjsen“ gibt es seit 2001, inzwischen zum achten Mal. Er stellt einen wichtigen Teil der modernen nordfriesischen Literatur dar, denn bislang haben insgesamt 190 Personen über 350 Geschichten in den verschiedenen nordfriesischen Dialekten eingereicht. Die Publikation wurde gefördert von der Landesregierung Schleswig-Holstein über den Friesenrat.

Tams-Jörgensen-Preisaufgabe
Die Tams-Jörgensen-Preisaufgabe 2015 bestand darin, auf Friesisch einen Limerick zu verfassen. Diese scherzhaften Gedichte bestehen aus nur fünf Zeilen, wobei in der ersten Zeile eine handelnde Person und ein Ortsname genannt werden, und folgen einem festen Rhythmus und Reimschema. 19 Nord- und Westfriesen griffen zur Feder, einige steuerten bis zu acht Beiträge für den Wettbewerb bei.
Am Ende konnte die Jury unter 45 Limericks auf Sölring, Fering-Öömrang, Halunder, Freesk, Frasch und Westfriesisch den oder die Preisträger auswählen. Man entschied sich dafür, fünf Limericks auszuzeichnen und das Preisgeld von 250 Euro aus dem Tams-Jörgensen-Fond gleichmäßig aufzuteilen. Über jeweils 50 Euro konnten sich die Nordfriesen Enke Christiansen, Thora Kahl, Kai Klint und Ingken Lüdtke freuen sowie Andries Miedema aus Westfriesland. Das folgende Beispiel auf Frasch stammt von Thora Kahl.
Deer wus iinjs’ en böre foon Sal,
Di kååfd aw et fååstlönj en fal.
Ouers ine, grut nüüdj,
deer läi et bål düüdj.
Bait näist tooch kuup jarst mån en bral!

Newsletter: En koon friisk
Durch den Newsletter des Nordfriisk Instituut soll Wissenswertes und Informatives über die friesische Sprache, Geschichte und Kultur auf digitalem Wege einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Derzeit erhalten über 220 Abonnementen den kostenfreien Newsletter. In den Jahren 2014 und 2015 erschien er in acht Ausgaben (s. C.1.).

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G. Geschichte

Der Erste Weltkrieg und Nordfriesland
Das öffentliche Interesse an der Geschichte orientiert sich häufig an bestimmten „Gedenktagen“. Den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren nahm das Institut zum Anlass für einen Vortragsabend im Rahmen des „Nordfriesischen Sommer-Instituts“ 2014 (s. I.1.), der aufgrund der großen Resonanz im Husumer Nissenhaus wiederholt wurde. Der Vortrag bildete die Grundlage für einen Hauptaufsatz im Nordfriesischen Jahrbuch 2015.

Nordfriesland vor 150 Jahren, Helgoland vor 125 Jahren
Der deutsch-dänische Krieg 1864, der mit dem Wiener Frieden sein Ende fand, hatte für Nordfriesland einschneidende Bedeutung. Auf Einladung der Otto-von-Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh sprach Thomas Steensen am 16.10.2014 auf der internationalen Fachtagung „Der Wiener Frieden 1864 als deutsches, europäisches und globales Ereignis“ über „Die Aufnahme des Wiener Friedens in Nordfriesland und bei den Friesen“. Auch bei der Jahresversammlung des Nordfriesischen Vereins am 25.10.2014 stand dieses Geschehen im Mittelpunkt seines Vortrags „Das Jahr 1864 in der Geschichte Nordfrieslands“. Weitere Vorträge zum Thema „Nordfriesland vor 150 Jahren“ sind 2016/17 geplant.
Nordfriesland gelangte 1864 zu Deutschland, die friesische Insel Helgoland erst 1890. Zum 125. Jahrestag veröffentlichte Thomas Steensen Aufsätze in den Zeitschriften Nordfriesland und MUT; im Deutschlandradio gab er ein Interview zu diesem Thema.

Husum im Zentrum
Als Nachklang der 2012 angebotenen Veranstaltungsreihe „Husum – Kreisstadt der Nordfriesen“ erschien das Buch „Husum im Zentrum“. Fiete Pingel und Thomas Steensen zeigen darin u. a. die Bedeutung der Stadt für das Umland auf, etwa im Küstenschutz oder bei der Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte, und weisen nach, dass Husum mehrfach für friesische Bestrebungen bedeutsam war. Auch die Frage nach dem Stellenwert Husums in der Gegenwart insbesondere als Kreisstadt der Nordfriesen wird beleuchtet. In einem weiteren Beitrag befasst sich der frühere Bürgervorsteher und führende Kenner der städtischen Kultur Dr. Ulf Dietrich von Hielmcrone mit der Entwicklung und den Perspektiven in der Husumer Baukultur.

Biografie Berthold Bahnsen
Claas Riecken verfasste das Buch „Berthold Bahnsen. Friesisch-schleswigscher Landtagsmann“. Es erschien als Band 11 der von Thomas Steensen herausgegebenen Reihe Nordfriesische Lebensläufe und wurde am 31.10.2015 im Andersen-Hüs, Klockries vorgestellt. Vorbereitung und Planung der Veranstaltung lagen bei der Friisk Foriining in Zusammenarbeit mit dem Landtagspräsidenten, der eine Ansprache hielt.
Berthold Bahnsen war nach 1945 ein führender Politiker der dänischen Minderheit und derjenigen Friesen, die mit den Dänen zusammenarbeiteten. Von 1947 bis 1954, dann erneut von 1958 bis 1971, war er Landtagsabgeordneter, darunter von 1962 bis zu seinem Tod 1971 als Ein-Mann-Fraktion des SSW. Seine Stimme war entscheidend für die Kreisreform, die im Landtag als Gesetz beschlossen wurde und 1970 zur Gründung auch des Kreises Nordfriesland führte. Riecken zeichnet nach, wie es war, als Friese mit Deutschen für Dänen Politik zu machen. Das reich bebilderte Buch ist nicht nur eine Biografie, sondern zugleich ein Beitrag zur Landesgeschichte, zur Landtagsgeschichte und zur dänischen und friesischen Minderheitengeschichte nach 1945. Dokumentiert wird ein Interview, das Thomas Steensen 2013 mit dem langjährigen SSW-Abgeordneten Karl Otto Meyer führte.

Chronikarbeit
Neben der Beantwortung von Einzelanfragen zur lokalen Geschichte lektorierte und bearbeitete Fiete Pingel vor allem Texte für die Chronik von Schobüll und gab Hinweise auf Literatur und Quellen. „Schobüll: Geschichte und Geschichten – Eine Chronik“ erschien 2014 bei der Husum Druck- und Verlagsgesellschaft. Für die 2015 erschienene Chronik von Poppenbüll lieferte Thomas Steensen einen Beitrag über den in dem Dorf geborenen Bundestagsabgeordneten Walter Peters.Für das vom NordseeMuseum, Nissenhaus herausgegebene Buch „Von der Republik zur Republik. Husum in der Fotografie 1920–1970“ verfasste Thomas Steensen einen Aufsatz über Husum während der Weimarer Republik, Fiete Pingel einen Beitrag über Husum in den 1950er- und 1960er-Jahren.

Neues friesisches Archiv
Das Neue friesische Archiv steht in der Zielsetzung, transkribierte und kommentierte Urkunden und Aktenstücke zu veröffentlichen. Es ist offen für Quellen aus dem Nordseeküstengebiet von Dänemark bis zu den Niederlanden, aber auch für das nähere Hinterland. Der Schwerpunkt liegt auf geschichtlichen und landeskundlichen Themen. 2015 gab der Redaktionsausschuss, bestehend aus Fiete Pingel, Albert Panten und Thomas Steensen, die Bände 3 und 4 heraus. Band 3 enthält sieben von Albert Panten transkribierte Chroniken aus Eiderstedt aus der Zeit vor Peter Sax (1597–1662), Band 4 die ebenfalls von Albert Panten transkribierte „Nordstrandische Chronik von Magister Johannes Heimreich 1654“.

Erhaltung des Ehrengrabes für Friedrich Paulsen
Die Stadt Berlin hob das Ehrengrab für Friedrich Paulsen, den aus Langenhorn stammenden Philosophen und Pädagogen, auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin-Schöneberg auf. Thomas Steensen und Manfred Wissel, Oberstudiendirektor der Friedrich-Paulsen-Schule in Niebüll, protestierten dagegen am 18. August 2014 in einem Brief an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit. Auch Landtagspräsident Klaus Schlie sowie Landrat Dieter Harrsen und Kreispräsident Heinz Maurus setzten sich für den Verbleib des Ehrengrabes ein. Der Berliner Senat zeigte jedoch kein Einsehen. Daraufhin setzten sich auf Initiative von Thomas Steensen, unterstützt von Landrat Harrsen, mehrere Interessierte zusammen, um eine alternative Finanzierung der Erhaltung der Grabstelle für die nächsten 20 Jahre zu realisieren. In Langenhorn gab es zeitweise Überlegungen, den Grabstein nach Nordfriesland zu holen. Es erschien jedoch angemessener, die Grabstelle in Berlin zu belassen, nicht zuletzt, um in der Hauptstadt die Präsenz von Paulsen zu unterstreichen. Die Grabstätte soll 2016 um einen zusätzlichen Stein mit Erläuterungen erweitert werden. Für die Grabunterhaltung und den zusätzlichen Stein spenden, koordiniert vom Kreis Nordfriesland, die Friede-Springer-Stiftung, die Interessengemeinschaft Baupflege, die Friedrich-Paulsen-Freunde in Langenhorn, die Gemeinde Langenhorn, der Freundeskreis der Friedrich-Paulsen-Schule in Niebüll und das Van Wouwersche Vermächtnis. Die laufende Grabpflege, für die sich ehrenamtlich Dr. Klaus-Peter Erichsen, Berliner Mitglied des Institutsvereins, einsetzt, übernimmt das Paulsen-Gymnasium in Berlin-Steglitz.

Harro-Harring-Stele
Auf dem Bredstedter Marktplatz wird auf Initiative von Thomas Steensen in Kooperation mit der Stadt eine Stele zur Erinnerung an den nordfriesischen Schriftsteller, Maler und Freiheitskämpfer Harro Harring errichtet. Dort hielt er 1848 seine „erste Rede an die Nordfriesen“. Die Finanzierung ist durch die Nospa Kulturstiftung Nordfriesland und die Stiftung Vermächtnis Johan Van Wouwer gesichert. Ende 2015 wurde die Stele gefertigt. Sie soll im Frühjahr 2016 aufgestellt werden.

Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins
Im April2015 konnte Harry Kunz den zehnten Band des landesweit angelegten, von der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landschaft geförderten Projektes „Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins“ veröffentlichen. Er beschäftigt sich mit dem Kreis Herzogtum Lauenburg und enthält nach bewährtem Muster eine Vielzahl unterschiedlicher Hilfsinstrumente für Haus- und Höfeforscherinnen und -forscher sowie für Menschen, die sich für die Geschichte der Landwirtschaft interessieren. Im Einzelnen sind dies u. a. eine methodische Anleitung zur Höfeforschung, Orts- und Jurisdiktionsverzeichnisse nebst einem Register kleinerer Wohnplätze, ein Verzeichnis der adeligen Güter, das Quellenverzeichnis als Hauptteil des Buchs sowie eine Literaturliste zur Einführung und Vertiefung des Themas Landwirtschaftsgeschichte und Höfechronik. Damit ist es nun auch im Kreis Herzogtum Lauenburg möglich, ohne besondere Vorkenntnisse zu jedem Forschungsobjekt die in Frage kommenden Unterlagen in den Archiven zu finden.
Das Projekt befindet sich seit Januar 2016 in seinem elften Abschnitt: Kreis Rendsburg-Eckernförde.

Auswanderer-Archiv Nordfriesland
In den Berichtsjahren 2014/15 konzentrierte Dr. Paul-Heinz Pauseback als ehrenamtlicher Leiter des Auswanderer-Archivs seine Arbeit im Wesentlichen auf die schon im letzten Bericht für 2012/13 vorgestellten Schwerpunkte. So führte er im Sommersemester 2014 sowie im Wintersemester 2014/15 am Historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel am Lehrstuhl für Regionalgeschichte (Prof. Dr. Oliver Auge) jeweils eine Übung/Aufbauseminar durch. Das Thema beider Kurse: „Migration von und nach Nordfriesland und Schleswig-Holstein ab 1800 bis in die Gegenwart“ steht im Zusammenhang mit einem Forschungsprojekt der Association of European Migration Institutions (AEMI): „Making Europe Bottom Up: European migratory history (1800–2010)“, einer zusammenfassenden Darstellung europäischer Flucht- und Migrationsbewegungen ausgehend von den einzelnen Regionen.
Auf der diesjährigen AEMI-Jahrestagung im italienischen Turin stellte Pauseback die Ergebnisse aus dem Sommersemester vor. Die Mitgliedschaft in diesem Zusammenschluss von insgesamt rund 35 Archiven, Museen oder Forschungseinrichtungen aus etwa 25 europäischen Ländern, die sich ebenfalls in mit dem Thema Migration oder Flucht beschäftigen, und die aktive Teilhabe an den verschiedenen Aktivitäten ist ein wichtiger Schwerpunkt der geleisteten Arbeit. Auf der Jahresversammlung 2014 im lettischen Riga referierte Pauseback über Rückwanderung nach Nordfriesland und Schleswig-Holstein:„Dreams, Ex-emigrants and Millions of Dollars – What We Get Back from Overseas“. Da sich das AEMI Yearbook 2015 etwas verzögerte, wird dieser Beitrag erst 2016 erscheinen.
Den Höhepunkt im Berichtszeitraum bildete die Vergabe des Veranstaltungsortes der AEMI-Konferenz für das Jahr 2017. Die langjährigen Bemühungen Pausebacks brachten in Turin den gewünschten Erfolg: Einstimmig wurde dem Auswanderer-Archiv des Nordfriisk Instituut der allgemein begehrte Zuschlag erteilt. Gemeinsam mit dem NordseeMuseum, Nissenhaus als Mitveranstalter wird die sehr willkommene Aufgabe nun angegangen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Zusammenarbeit mit dem Nissenhaus bei den Forschungen zum Leben und Umfeld von Ludwig Nissen. Wie in den Vorjahren machten Quellenauswertung und Materialbeschaffung sowie die Auswertung für eine Ausstellung (ab April 2017) und eine ausführliche Biografie den Großteil der Arbeit aus. Im Kern geht es um Integration, um Partizipation am politischen sowie gesellschaftlichen Leben und auch um Segregation bis zu dem, was wir heute „Parallelgesellschaften“ nennen.
Im Gegenzug trifft man auf Ablehnung und Ausgrenzung von Seiten der angelsächsischen Mitbürger bis zum Fremden(Deutschen-)hass nach 1914 und 1917. Dabei sind ähnliche Probleme wie aktuell in Europa zu erkennen. Damals wie heute geht es um die Frage, was „Heimat“ ist, wie Menschen sie verlieren, sie aufgeben, sich ihr entfremden, versuchen sie zu bewahren, zu verteidigen oder auch neu zu erwerben. Hier schließt sich der Kreis von den Seminaren an der Universität Kiel zu den Vorbereitungen der Ausstellung „Ludwig Nissen“, die den Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg vor dann 100 Jahren als Aufhänger hat, und zu den Planungen für den AEMI-Kongress, der die oben angesprochenen Aspekte noch einmal zusammenfassend thematisieren soll.
Das Auswanderer-Denkmal erhielt im Zuge der Erweiterung des Nordfriisk Instituut einen neuen, besser eingebundenen Platz und ein angenehm aufgefrischtes Äußeres. Die Namen der Auswanderer, deren Eintrag am Denkmal im Laufe der Jahre von vielen Spendern veranlasst wurde, sollen in nächster Zeit wieder im unmittelbaren Umfeld des Denkmals zugänglich gemacht werden.

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H. Weitere wissenschaftliche und publizistische Arbeiten

1. Auskünfte, Studien- und Arbeitshilfen

Auch im Berichtszeitraum erreichten das Nordfriisk Instituut – meist per E-Mail – zahlreiche kleinere und größere Anfragen aus den Bereichen Sprache, Geschichte, Landeskunde und Kultur Nordfrieslands. An deren Beantwortungen sind sämtliche wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie vor allem Anne Paulsen-Schwarz in der Bibliothek beteiligt. Einige Beispiele:
– Ein Sylter Bürger möchte sich die friesischen Wahlsprüche „Lieber tot als Sklave“ und „Weites Herz, klarer Horizont“ tätowieren lassen und fragt nach der korrekten (sylter)friesischen Schreibweise. Sie lautet: „Lewer duar üs Slaav“ und „Rüm Hart, klaar Kiming!“
– Die Royal Scottish Geographical Society bat um eine Übersetzung der Laudatio für eine Preisverleihung auf Fering.
– Vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) kam die Bitte um friesische Übersetzungen für die Einrichtungen auf Sylt und Helgoland.
– Nachgefragt wurden die unterschiedlichen nordfriesischen Bezeichnungen für „sehr“ (z. B. mal Sölring, böös Fering-Öömrang, fåli Frasch) und ihre sprachliche Verwandtschaft.
– Über E-Mail erreichte das Institut die Anfrage, ob das Wort „Haubarg“ friesisch oder plattdeutsch sei. Es ist plattdeutsch.
– Ein Herr aus Rellingen erinnerte sich an den Anfang eines friesischen Liedes, das sein nordfriesischer Vater früher gesungen hatte. Er bat um weitere Information und erhielt den kompletten Text des „Sung foon di teepuns“ samt einer Erläuterung zu Text, Inhalt und Verfasser.
– Eine Halligfriesin von Hooge hatte handschriftliche Eintragungen in friesischer Sprache in der alten Familienbibel ihres Mannes gefunden und wollte wissen, was sie bedeuten und von wem sie stammen. Es handelt sich um einen bereits bekannten Choral auf Halligfriesisch von 1749, den der erblindete Lehrer, Küster und religiöse Eiferer Bandix Friedrich Bonken 1906 in die Bibel geschrieben hat.

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H. 2. Veröffentlichungen der Institutsangestellten

IIn der Zeitschrift Nordfriesland erschienene Kurzberichte und Buchbesprechungen sind hier nicht erfasst; vgl. dazu das Jahres-Inhaltsverzeichnis.

2014

Antje Arfsten:
– Friisk tekstsaamling – Fering (s. C.3.) (mit Wendy Vanselow).
– Friisk takstsoomling – Frasch (s. C.3.) (mit Wendy Vanselow).
– Friisk tekstsaamlang – Öömrang (s. C.3.) (mit Wendy Vanselow).
– Friisk Tekstsaamling – Sölring (s. C.3.) (mit Wendy Vanselow).
– Friisk täkstsumling – Wiringhiirder Freesk (s. C.3.) (mit Wendy Vanselow).
– Friesischer Sprachkurs, Fering, 3. Aufl. (s. C.3.)
– Friesischer Sprachkurs, Mooringer Frasch II, 2. Aufl. (s. C.3.)
– Eine Wissenschaft für sich. In: Schleswig-Holstein Journal, 11.1.2014 (mit Thomas Steensen und Wendy Vanselow).
– Arfst Braren heiratet Gönke Paysen. In: Schleswig-Holstein Journal, 25.1.2014 (mit Thomas Steensen und Wendy Vanselow).
– Nordfriesische Texte in Zeitschriften und Zeitungen 2013. In: Nordfriesisches Jahrbuch 50 (2015), S. 217–221.
– Intresant ütjbilding: Moolkwirtskaft. In: Nordfriesland Tageblatt, 5.3.2014, Der Insel-Bote, 7.3.2014, Sylter Rundschau, 8.3.2014, Husumer Nachrichten, 10.3.2014 (mit Karin Haug).
– Literatüür uun fiiw Friisk tekstsaamlingen. In: Der Insel-Bote, 23.4.2014, Sylter Rundschau, 25.4.2014, Nordfriesland Tageblatt, 3.5.2014, Husumer Nachrichten, 5.5.2014.
– Nei CD mä fering staken: At band Kalüün spelet ham troch a tidjen iin uun a harten. In: Der Insel-Bote, 23.4.2014, Sylter Rundschau, 25.4.2014, Nordfriesland Tageblatt, 3.5.2014, Hu-sumer Nachrichten, 5.5.2014 (mit Karin Haug).
– E Rökefloose fiirt san 30. iirdäi ma en wunerboor samerfäst. In: Der Insel-Bote, 12.8.2014, Nordfriesland Tageblatt, 13.8.2014, Husumer Nachrichten, 15.8.2014.
– Bi en taarepsfeering troch Saleraanj hart ham en mase am daaling an iar. In: Sylter Rundschau, 23.9.2014, Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, 24.9.2014, Der Insel-Bote, 25.9.2014 (mit Karin Haug).
– Beeder üüs en klausur: A fering kurs faan a Eilun Feer Skuul skraft kurt fertelingen. In: Der Insel-Bote, Sylter Rundschau, 24.10.2014, Husumer Nachrichten, 25.10.2014, Nordfriesland Tageblatt, 28.10.2014 (mit Karin Haug).
– Fresk koorden för ale mögelk geleegenhaiden. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, 27.11.2014, Der Insel-Bote, 29.11.2014, Sylter Rundschau, 2.12.2014.
– En fresken kalender för 2015. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, 27.11.2014, Der Insel-Bote, 29.11.2014, Sylter Rundschau, 2.12.2014.

Harry Kunz:
– Taschenlexikon Sylt, Wachholtz Verlag, Neumünster/Hamburg 2014. 504 S. (mit Thomas Steensen) (s. E.).
– Anbau an das Nordfriisk Instituut. In: Der Maueranker, Heft 3/4, Dezember 2014, S. 29.
– Nordfriesland im Winter. In: Nordfriesland 185 (März 2014), S. 9 (mit Fiete Pingel).
– Nordfriesland im Frühling. In: Nordfriesland 186 (Juni 2014), S. 8 (mit Fiete Pingel).
– Nordfriesland im Sommer. In: Nordfriesland 187 (September 2014), S. 10–11 (mit Fiete Pingel).
– Nordfriesland im Herbst. In: Nordfriesland 188 (Dezember 2014), S. 10–11 (mit Fiete Pingel).
– Rezension zu: Sorbisches Kulturlexikon. Herausgegeben von Franz Schön und Dietrich Scholze unter Mitarbeit von Susanne Hose, Maria Mirtschin und Anja Pohontsch. In: Nordfriesisches Jahrbuch 50 (2015), S. 194–196 (mit Thomas Steensen).

Paul-Heinz Pauseback:

– Christmas in New York – Eindrücke aus einer weihnachtlichen Weltstadt (1865–1914). In: Beiträge zur Husumer Stadtgeschichte 14 (2014), S. 79–93.
– Unsere fremde Power. Kommentar. In: Nordfriesland 185 (März 2014), S. 2.
– „Mit Gott für König und Vaterland!“ Der Beginn des Ersten Weltkriegs in Nordfriesland. In: Nordfriesisches Jahrbuch 50 (2015), S. 7–40 (mit Sünje Gonnsen, Fiete Pingel und Thomas Steensen).
– Auf dem Weg zum „Zentrum für Migration“? – 20 Jahre „Auswanderer-Archiv Nordfriesland“ des Nordfriisk Instituut. In: Nordfriesisches Jahrbuch 50 (2015), S. 181–188.
– Rezension zu: Özlem Topcu, Alice Bota, Khuê Pham: Wir Neuen Deutschen. Wer wir sind, was wir wollen. In: Nordfriesisches Jahrbuch 50 (2015), S. 197–199.
– Rezension zu: Seyran Ates: Wahlheimat. Warum ich Deutschland lieben möchte. In: Nord-friesisches Jahrbuch 50 (2015), S. 199–201.

Fiete Pingel:
– Nordfriesland im Winter. In: Nordfriesland 185 (März 2014), S. 9 (mit Harry Kunz).
– Üt da friiske feriine. In: Nordfriesland 186 (Juni 2014), S. 7.
– Nordfriesland im Frühling. In: Nordfriesland 186 (Juni 2014), S. 8 (mit Harry Kunz).
– Erinnerung. Kommentar. In: Nordfriesland 187 (September 2014), S. 2.
– Üt da friiske feriine. In: Nordfriesland 187 (September 2014), S. 9.
– Nordfriesland im Sommer. In Nordfriesland 187 (September 2014), S. 10–11 (mit Harry Kunz).
– Nordfriesland im Herbst. In: Nordfriesland 188 (Dezember 2014), S. 10–11 (mit Harry Kunz).
– Kreisstadt der Nordfriesen. In: Husum im Zentrum (s. C.3.), S. 7–40 (mit Thomas Steensen).
– „Mit Gott für König und Vaterland!“ Der Beginn des Ersten Weltkriegs in Nordfriesland. In: Nordfriesisches Jahrbuch 50 (2015), S. 7–40 (mit Sünje Gonnsen, Paul-Heinz Pauseback und Thomas Steensen).
– Üt da friiske feriine. In: Nordfriesland 188 (Dezember 2014), S. 9.
– Nordfriesland im Herbst. In: Nordfriesland 188 (Dezember 2014), S. 10 (mit Harry Kunz).

Claas Riecken:
– Di Följkstruurdäi jeeft et sunt mååst 90 iir än hi heet ham feranerd. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, 27.11.2014, Der Insel-Bote, 29.11.2014, Sylter Rundschau, 2.12.2014.

Thomas Steensen:
– Kleines Husum-ABC, Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2014. 141 S.
– Taschenlexikon Sylt, Wachholtz Verlag, Neumünster/Hamburg 2014. 504 S. (mit Harry Kunz) (s. E.).
– Kreisstadt der Nordfriesen. In: Husum im Zentrum (s. C.3.), S. 7–40 (mit Fiete Pingel).
– (Hrsg.): Franziska zu Reventlow, Ellen Olestjerne. Nordfriesland im Roman, Band 8 (mit Arno Bammé) (s. C.2.); darin: Nachwort, S. 199–267.
– Friesisch. In: Sprachnachrichten. Hrsg. vom Verein Deutsche Sprache, Sonderausgabe, Nr. 62 (11/2014).
– „Mit Gott für König und Vaterland!“ Der Beginn des Ersten Weltkriegs in Nordfriesland. In: Nordfriesisches Jahrbuch 50 (2015), S. 7–40 (mit Sünje Gonnsen, Paul-Heinz Pauseback und Fiete Pingel).
– Der letzte Versuch. Wie vor 75 Jahren ein Schwede den Frieden retten wollte. In: MUT Nr. 559, September 2014, S. 72–75.
– Redende Steine. Ein besonderer „Erinnerungsort“ auf Amrum. In: MUT Nr. 561, November 2014, S. 80–83.
– Franziska zu Reventlow, ihr Roman „Ellen Olestjerne“ und „Husumzauber“. In: Zwischen Eider und Wiedau (2015), S. 135–140.
– Oufschiis foon Klaus Petersen. In: Nordfriesland 185 (März 2014), S. 3.
– Hark Martinen 80. In: Nordfriesland 185 (März 2014), S. 4.
– Maike Ossenbrüggen (1939–2014). In: Nordfriesland 185 (März 2014), S. 5 (mit Inken Völpel-Krohn).
– Nordfriesland als Restekiste? Kommentar. In: Nordfriesland 186 (Juni 2014), S. 2.
– Gerd Kühnast †. In: Nordfriesland 186 (Juni 2014), S. 4.
– Neueste Nachrichten für Nordfriesland. Seit 215 Jahren Zeitungen für die Region. In: Nordfriesland 186 (Juni 2014), S. 11–17.
– Zum Tode von Magnus C. Feddersen. In: Nordfriesland 187 (September 2014), S. 5.
– Der „Odysseus der Freiheit“ in Bredstedt. Ein Höhe- und Tiefpunkt im Leben Harro Harrings. In: Nordfriesland 187 (September 2014), S. 22–27.
– Weg vom Gönnerhaften. Kommentar. In: Nordfriesland 188 (Dezember 2014), S. 2.
– Ein Schatz aus der Vergangenheit. Festrede [zur Einweihung der historischen Grabsteine in Nebel auf Amrum]. In: Der Maueranker Heft 3/4 (Dezember 2013, erschienen 2014), S. 21–25.
– Abschied von Gerd Kühnast. In: Der Maueranker Heft 1/2 (August 2014), S. 12–13; kürzere Fassung in: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel-Bote, Sylter Rundschau, 25.4.2014.
– Eine Wissenschaft für sich. In: Schleswig-Holstein Journal (shz), 11.1.2014 (mit Antje Arfsten und Wendy Vanselow).
– Arfst Braren heiratet Gönke Paysen. In: Schleswig-Holstein Journal, 25.1.2014 (mit Antje Arfsten und Wendy Vanselow).
– Biike – Friesische Variante des Karnevals. Ein Interview. In: Schleswig-Holsteinischer Zei-tungsverlag, Gesamtausgabe, 21.2.2014.
– Ein verdienter Nordfriese. [Nachruf auf Magnus C. Feddersen.] In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel-Bote, Sylter Rundschau, 4.6.2014.
– Der Mann, der den Weltkrieg verhindern wollte. In: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Gesamtausgabe, 7.8.2014.
– Grande Dame der Friesen 90 Jahre alt. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel-Bote, Sylter Rundschau, 11.10.2014.
– „Hier kummt keen Düwel rin“. Vor 150 Jahren: Der Wiener Frieden verändert Nordfriesland. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel-Bote, Sylter Rundschau, 30.10.2014.
– Geleitwort zu: Heinrich Erdmann: Fraschlönj. Hrsg. vom Nordfriesischen Verein, Risum-Lindholm 2014, S. 5.
– Geleitwort zu: Johann-Albrecht G. H. Janzen: Geistliche Versammlung und Trauerbrauch-tum in Eiderstedt (s. C.2.), S. 6.
– Rezension zu: Theodor Storm – Theodor Fontane: Briefwechsel. Kritische Ausgabe. Hrsg. von Gabriele Radecke. In: Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte 139 (2014), S. 261–262.
– Rezension zu: Sorbisches Kulturlexikon. Herausgegeben von Franz Schön und Dietrich Scholze. In: Nordfriesisches Jahrbuch 50 (2015), S. 194–196 (mit Harry Kunz).
– Rezension zu: Die fünffache Seereise. Mit Hans Christian Andersen in Schleswig-Holstein. In: Nordfriesisches Jahrbuch 50 (2015), S. 207–208. 2015

Antje Arfsten:
– Ferteel iinjsen! Wat for da bjarne. Hartklopin (mit Claas Riecken) (s. C.3.).
– Nordfriesische Texte in Zeitschriften und Zeitungen 2014. In: Nordfriesisches Jahrbuch 51 (2016), S. 129–133.
– Hü fresk-onerracht uk wees kön. In: Der Insel Bote 7.4.2014, Husumer Nachrichten 13.4.2015, Nordfriesland Tageblatt, 14.4.2015, Sylter Rundschau, 20.4.2015 (mit Karin Haug).
– Da tööge foon Maks än Moorits san wi deer. In: Der Insel Bote 7.4.2014, Husumer Nach-richten 13.4.2015, Nordfriesland Tageblatt, 14.4.2015, Sylter Rundschau, 20.4.2015.
– Mä limericks am a weed dacht. In: Der Insel Bote, 16.5.2015, Nordfriesland Tageblatt, 19.5.2015, Sylter Rundschau, 20.5.2015, Husumer Nachrichten, 27.5.2015.

Harry Kunz:

– Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins. Abschnitt X: Kreis Herzogtum Lauenburg (s. C.3.).
– Anbau für das Nordfriisk Instituut. In: Zwischen Eider und Wiedau 2016, S. 129–130.
– Nordfriesland im Winter. In: Nordfriesland 189 (März 2015), S. 9–10 (mit Fiete Pingel).
– Nordfriesland im Frühling. In: Nordfriesland 190 (Juni 2015), S. 11–12 (mit Fiete Pingel).
– 50 Jahre Nordfriisk Instituut. Beiträge zu einer Chronik. In: Nordfriesland 191/192 (Oktober 2015), S. 3–56.
– Rezension zu: Uwe Carstens (Hrsg.): Ferdinand Tönnies – Der Sozialstaat zwischen Gemeinschaft und Gesellschaft. In: Nordfriesisches Jahrbuch 51 (2016), S. 113–116. Fiete Pingel:
– „Das alte Husum ist es längst nicht mehr …“. Die blaue Mütze – Spiegel der „grauen Stadt am Meer“ in den 1950er- und 60er-Jahren. In: Uwe Haupenthal und Franziska Horschig (Hrsg.): Von der Republik zur Republik. Husum in der Fotografie zwischen 1920 und 1970, Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2015, S. 25–29.
– Biike-Empfang 2015. In: Nordfriesland 189 (März 2015). S. 3.
– Nordfriesland im Winter. In: Nordfriesland 189 (März 2015), S. 9–10 (mit Harry Kunz).
– Zwischen Staatsräson und Engagement. / Nordfrieslands Hymne (Kommentare). In: Nord-friesland 190 (Juni 2015), S. 2.
– Helmut Wree (1938–2015). In: Nordfriesland 190 (Juni 2015), S. 5.
– Nordfriesland im Frühling. In: Nordfriesland 190 (Juni 2015), S. 11–12 (mit Harry Kunz).

Claas Riecken:
– Ferteel iinjsen! Wat for da bjarne. Hartklopin (mit Antje Arfsten) (s. C.3.).
– Berthold Bahnsen – Friesisch-schleswigscher Landtagsmann. Eine minderheitenpolitische Biographie (s. C.2.).
– Es heißt ja auch nicht „auf England“! Was ist korrekt: „in“ Eiderstedt oder „auf“ Eiderstedt“? In: Nordfriesland 190 (Juni 2015), S. 24–26.
– Romantik uun Johannes Hansen sin dachten. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel Bote, Sylter Rundschau,19.2.2015.
– Interfriiske kongräs aw Sal. In: Der Insel Bote 7.4.2014, Husumer Nachrichten 13.4.2015, Nordfriesland Tageblatt, 14.4.2015, Sylter Rundschau, 20.4.2015.
– Eine Friesin Down Under. Hiltje Boysen aus Risum-Lindholm wanderte nach Australien aus – doch auch Tausende Kilometer von der Heimat entfernt wird Friesisch gesprochen. Serie „50 Jahre Nordfriisk Instituut“. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel Bote, Sylter Rundschau, 24.9.2015.
– In Eiderstedt – es heißt ja auch nicht auf England. Alteingesessene und historische Quellen geben eindeutigen Aufschluss. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel Bote, Sylter Rundschau, 20.10.2015.
– Einsprachigkeit ist heilbar. Es ist nie zu spät, Friesisch zu lernen: Wie die Sylterin Maren Jessen zum Sölring fand. Serie „50 Jahre Nordfriisk Instituut“. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel Bote, Sylter Rundschau, 29.10.2015.
– Die Nachbarschaft mit Friesisch infiziert. Familie Friedrichsen aus Risum-Lindholm pflegt ihre kulturellen Wurzeln. Serie „50 Jahre Nordfriisk Instituut“. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel Bote, Sylter Rundschau, 3.11.2015.
– E dånsch-frasch seelschap foon 1948. Eefter e krich heet huum uk eeftert norden kiiked am naie toochte for e tukamst foon Nordfraschlönj tu fouen. In: Husumer Nachrichten 7.11.2015, Nordfriesland Tageblatt, Sylter Rundschau, 9.11.2015, Der Insel Bote, 10.11.2015.
– Harefsthuuchskuul 2015. In: Husumer Nachrichten 7.11.2015, Nordfriesland Tageblatt, Sylter Rundschau, 9.11.2015, Der Insel Bote, 10.11.2015.
– Hü stelt ham en spriak ütj? Uun’t Nordfriisk Instituut jaft at en nei ütjsteling, huar at am’t nuurdfresk gungt. In: Husumer Nachrichten, Der Insel Bote, Sylter Rundschau 16.12.2015.

Thomas Steensen:
– (Hrsg.): Albert Petersen, Arnold Amsinck. Nordfriesland im Roman, Band 9 (mit Arno Bammé) (s. C.2.); darin: Nachwort, S. 271.
– Die Friesen und die nordfriesische Sprache. In: Neue Beiträge zur Germanistik. Japanische Ausgabe von Doitsu Bungaku. Herausgegeben von der Japanischen Gesellschaft für Germanistik, Band 13, Heft 2 (2014 – erschienen 2015), S. 64–90.
– „Rechts geht der Kurs“ – Husum während der Weimarer Republik. In: Uwe Haupenthal und Franziska Horschig (Hrsg.): Von der Republik zur Republik. Husum in der Fotografie zwischen 1920 und 1970, Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2015, S. 12–18.
– Das Wattenmeer – auch ein Fall für das Weltkulturerbe. In: Nationalparkverwaltung (Hrsg.): Mit uns für das Watt! Ehrenamtliche und der Schutz des Wattenmeers, Tönning 2015, S. 48–49.
– Niederdeutsche Nordfriesen? In: Sprache, Literatur, Raum. Festschrift für Willy Diercks. Herausgegeben von Robert Langhanke, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2015, S. 241–250.
– En uurd forüt / Vorwort. In: Maks än Moorits (s. C.3.), S. 5–6.
– Karl Otto Meyer über Berthold Bahnsen. In: Claas Riecken: Berthold Bahnsen (s. C.2.), S. 193–200.
– En uurd forüt. In: Wat for da bjarne. Hartklopin. Ferteel iinjsen (s. C.3.), S. 7–8.
– Nachwort. In: Alexander Eckener, Lauritz Thamsen: Dat swarte Peerd. Di suurte hängst (s. C.3.), S. 59–63.
– Ein Fels in der Brandung. Vor 125 Jahren gelangte die „Schicksalsinsel“ Helgoland zu Deutschland. In: MUT Nr. 570 (September 2015), S. 26–36.
– 50 Jahre Nordfriisk Instituut. Ein Überblick. In: TOP 49. Berichte der Gesellschaft für Volkskunde in Schleswig-Holstein, Dezember 2015, S. 29–39.
– Walter Peters. Ein leidenschaftlicher Politiker. In: Poppenbüll. Ein Dorf im Wandel der Zeiten. Teil 3, Poppenbüll 2015, S. 27.
– Bestandsaufnahme und Plädoyer für die Sprache der Sylter, die zu verschwinden droht. In: Sylt Magazin Herbst/Winter 2015/16, S. 40–45.
– Nordfriesland vor 150 Jahren. In: Zwischen Eider und Wiedau 2016, S. 38–50.
– Geschichte in der Mitte Nordfrieslands. 25 Jahre Verein für Bredstedter Geschichte und Stadtbildpflege. In: Zwischen Eider und Wiedau 2016, S. 109–122.
– Geburtstagsfeier im Nordfriisk Instituut. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte Nr. 89 (Oktober 2015), S. 27–28.
– Der „eiserne Kanzler“ und Nordfriesland (Kommentar). In: Nordfriesland 189 (März 2015), S. 2.
– 100. iirdäi foon Alfred Boysen. In: Nordfriesland 189 (März 2015), S. 5.
– Tönnies-Symposium: Nationale Minderheiten in Europa. In: Nordfriesland 190 (Juni 2015), S. 6.
– Rettet das Sölring! Bestandsaufnahme und Plädoyer. In: Nordfriesland 190 (Juni 2015), S. 13–18.
– Helgoland 125 Jahre bei Deutschland. In: Nordfriesland 190 (Juni 2015), S. 22–23.
– Ein Handkommentar und die Friesen. Rede zur Vorstellung des Handkommentars am 20.5.2015 in Berlin. In: Nordfriesland 190 (Juni 2015), S. 29–30.
– Bismarcks 200. Geburtstag und Nordfriesland. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel-Bote, Sylter Rundschau, 31.3.2015.
– Kreistag entscheidet über NF-Hymne. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel-Bote, Sylter Rundschau, 27.5.2015.
– Sylter Universalgenie [C. P. Hansen]. In: Gesamtausgabe des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags, 5.6.2015.
– Als das Land die Friesen anerkannte. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel-Bote, Sylter Rundschau, 20.6.2015.
– „Diese Sprache darf nicht untergehen“. Interview. Sylter Rundschau, 7.7.2015.
– „Wir wollen keine Luxusausstattung“. Interview zum Auftakt der Serie „50 Jahre Nordfriisk Instituut“. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel-Bote, Sylter Rundschau, 8.8.2015.
– Friesisches Kulturgut bewahren. Die Bibliothek ist die „Schatzkammer“ des Nordfriisk Instituut. Serie „50 Jahre Nordfriisk Instituut“. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tage-blatt, Der Insel-Bote, Sylter Rundschau, 24.8.2015.
– Manifest für ein geeintes Europa. Minderheit mit Weitsicht – die Friesen in Deutschland und den Niederlanden erinnern an gleich vier historische bedeutsame Jahrestage. In: Gesamt-ausgabe des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags, 27.8.2015.
– Aus der Geschichte lernen – immer wieder neu. Interview zum 9. Internationalen Tönnies-Symposium. In: Gesamtausgabe des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags, 3.11.2015.
– Vom „Brunottenkoog“ zum E-Book. Bücher aus dem Nordfriisk Instituut. Serie „50 Jahre Nordfriisk Instituut“. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel-Bote, Sylter Rundschau, 1.12.2015.
– Bewahrer der Sprache und Kultur: 50 Jahre Nordfriisk Instituut. Interview der Deutschen Presse-Agentur, abgedruckt z. B. in Flensborg Avis, 4.12.2015.
– Rezension zu: Dörte Ahrens, Albert Panten und Ommo Wilts: C. P. Hansen. In: Nordfriesisches Jahrbuch 51 (2016), S. 116–118.
– Rezension zu: Wolfgang Raloff: Niebüll in der Zeit des Nationalsozialismus. In: Nordfriesisches Jahrbuch 51 (2016), S. 127–128.
– Rezension zu: Museum Kunst der Westküste (Hrsg.): Hans Peter Feddersen. In: Nordfriesisches Jahrbuch 51 (2016), S. 128.
– Rezensionen zu: Ahrens, Panten, Wilts: C. P. Hansen und Raloff: Niebüll in der Zeit des Nationalsozialismus. In: Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte 140 (2015).

Harald Wolbersen:

– Rezension zu: Sonja Kinzler (Hrsg.): Der Kieler Frieden 1814. In: Nordfriesisches Jahrbuch 51 (2016), S. 118–120.
– Rezension zu: Nicholas Evans: Wenn Sprachen sterben – und was wir mit ihnen verlieren. In: Nordfriesisches Jahrbuch 51 (2016), S. 123–125.

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I. Veranstaltungen, Vorträge

1. Veranstaltungen

Nordfriesisches Sommer-Institut
Ein Markenzeichen des Instituts ist nach wie vor die Veranstaltungsreihe „Nordfriesisches Sommer-Institut“, die nach der 24. und 25. Auflage mit inzwischen über 150 Vorträgen durchaus als traditionsreich bezeichnet werden kann. Ziel ist es, nordfriesische Themen von wissenschaftlichen Fachleuten so vermitteln zu lassen, dass interessierte Laien – Einheimische wie Feriengäste – verständlich und solide informiert werden und Interesse gewinnen. Auch 2014 und 2015 besuchten mehrere Hundert Gäste, Auswärtige und Einheimische die Vortragsabende.

24. Nordfriesisches Sommer-Institut:
Das Sommer-Institut bot sechs Veranstaltungen, gefördert von der Nord-Ostsee Sparkasse. Die Vorträge fanden im Bredstedter Bürgerhaus statt:
– 2.7.2014, Dr. Christian Ring: Die Kunst selbst ist meine Sprache. Der Maler Emil Nolde.
– 16.7.2014, Dr. Bernd Brandes-Druba: Bewahren – Fördern – Bewusstsein wecken. Die Arbeit des Denkmalfonds Schleswig-Holstein e. V. mit besonderem Blick auf Nordfriesland. Gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Baupflege.
– 30.7.2014, Sünje Gonnsen, Dr. Paul-Heinz Pauseback, Fiete Pingel, Prof. Dr. Thomas Steensen: Mit Gott für Kaiser und Vaterland! Vor 100 Jahren: Der Beginn des Ersten Weltkriegs in Nordfriesland.
– 13.8.2014, Dr. Martin Stock: Unser wildes Wattenmeer. Eine Multivisionsshow zum Weltnaturerbe Wattenmeer.
– 27.8.2014, Prof. Dr. Volkert Faltings: Seefahrt auf allen Weltmeeren. Die Föhrer Navigationsschulen – ein nachahmenswertes Modell.
– 10.9.2014, Dr. Christian Demandt: Wahrheitssucher im Wundertempel. Theodor Storms Novelle „Pole Poppenspäler“.
– Der Vortrag über den Ersten Weltkrieg wurde wegen des großen Zulaufs am 21.8. im NordseeMuseum, Nissenhaus in Husum wiederholt.

25. Nordfriesisches Sommer-Institut:
Das Sommer-Institut bot sechs Veranstaltungen, gefördert von der Nord-Ostsee Sparkasse. Die Vorträge fanden im Bredstedter Bürgerhaus statt:
– 1.7.2015, Heinz Teufel: Land der Vielfalt. Eine Foto-Reise durch Nordfriesland.
– 15.7.2015, Prof. Dr. Wolfgang Riedel: Der Stollberg in der Mitte Nordfrieslands. Naturraum mit Geschichte. Mit vorheriger Ortsbesichtigung
– 29.7.2015, Ellin Nickelsen, Berit Nommensen, Marie Tångeberg: Drei Generationen Friesisch. Eine Sprache, die das Leben begleitet (Mode-ration: Antje Arfsten und Claas Riecken).
– 12.8.2015, Albert Panten: Deichbauer, Seefahrer, Chronisten. Geschichte Nordfrieslands im Überblick I. Von den Anfängen bis 1800. – 26.8.2015, Harry Kunz, Dr. Paul-Heinz Pauseback, Prof. Dr. Thomas Steensen, Harald Wolbersen: Im Zeichen einer neuen Zeit. Geschichte Nordfrieslands im Überblick II. Von 1800 bis in die Gegenwart.
– 9.9.2015, Dr. Michael Paarmann: Schätze der Vergangenheit – Für die Zukunft bewahren. Denkmalschutz und Denkmalpflege in Schleswig-Holstein und Nordfriesland. Gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Baupflege.
– Der Vortrag „Im Zeichen einer neuen Zeit“ wurde in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Husumer Stadtgeschichte am 22.10.2015 im NordseeMuseum, Nissenhaus in Husum wiederholt.

Ferteel iinjsen!

Friesische Schreibwettbewerbe tragen seit über zwei Jahrzehnten erheblich dazu bei, die Textproduktion in friesischer Sprache inhaltlich wie auch quantitativ zu beleben. Sie sind zu einem festen Bestandteil friesischer Spracharbeit geworden. Gemeinsam mit NDR 1 Welle Nord veranstaltete das Nordfriisk Instituut 2014 zum achten Mal den Erzählwettbewerb „Ferteel iinjsen!“. Das Thema des von der Föhr Touristik GmbH unterstützten Wettstreits lautete „hartklopin“ (Herzklopfen). Aus fast allen Dialektgebieten Nordfrieslands wurden Beiträge von insgesamt 46 Autorinnen und Autoren eingereicht. Nach einer Vorauswahl durch das Büro Cyriacks & Nissen lag die Beurteilung der Beiträge in der Verantwortung einer achtköpfigen Jury, bestehend aus Antje Arfsten (Nordfriisk Instituut), Heinrich Bahnsen (Nordfriesischen Verein), Ernst Christ (NDR), Prof. Dr. Volkert F. Faltings (Universität Flensburg), Manfred Nissen (Friisk Foriining), Hark Riewerts (Föhr Touristik GmbH), Dr. Wendy Vanselow (Universität Kiel) und dem Frisisten Dr. Ommo Wilts. Die fünf besten Erzählungen wurden am 29.11.2014 in der Nordsee Akademie in Leck einem großen und interessierten Publikum vorgestellt und prämiert (s. a. F.).

9. Internationales Ferdinand-Tönnies-Symposium
Das Nordfriisk Instituut war Mitveranstalter des 9. Internationalen Ferdinand-Tönnies-Symposiums am 13./14.11.2015 im NordseeCongressCentrum in Husum. Aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums des Instituts wurde das Symposium einem Thema gewidmet, das die Institutsarbeit in einen europäischen Zusammenhang stellte: „Nationale Minderheiten in Europa“. Die thematische Konzeption übernahm weitgehendThomas Steensen. Fachleute aus dem In- und Ausland beleuchteten die Thematik unter verschiedenen Aspekten. Neben Husums Bürgermeister Uwe Schmitz und dem Präsidenten der Tönnies-Gesellschaft Prof. Dr. Alexander Deichsel begrüßte Thomas Steensen namens des Nordfriisk Instituut die insgesamt rund 140 Teilnehmenden und hielt einen Vortrag zum Thema „Die Minderheiten Deutschlands – vier Porträts“. Minderheiten-Vertreter diskutierten über „Perspektiven für die Minderheiten in Schleswig-Holstein“. Das Dragseth-Trio und das Roberto-Weiß-Trio gaben vor ausverkauftem Haus ein kontrastreiches Konzert. Die Vorträge sollen 2016/17 veröffentlicht werden.

66. und 67. Universitätswoche Husum
Das Nordfriisk Instituut ist seit mehreren Jahren Mitveranstalter eines Vortragsabends im Rahmen der Universitätswoche der Universitätsgesellschaft Husum. Im Rahmen der 66. Husumer Universitätswoche sprach am 16.1.2014 Prof. Dr. Martin Krieger über den deutsch-dänischen Krieg vor 150 Jahren. Es handelte sich um die erste von zahlreichen Gedenkveranstaltungen, die aus diesem Anlass 2014 in Schleswig-Holstein abgehalten wurden. Am 15.1.2015 referierte Prof. Dr. Jürgen Newig über „Rungholt – Mythos oder Wirklichkeit“. Bei beiden Vorträgen war der Saal des Nissenhauses überfüllt. Der Rungholt-Vortrag wurde deshalb wiederholt. Dem Vorsitzenden der Husumer Sektion, Karsten Rüsch, sei für die gute Zusammenarbeit gedankt.

1. Tag der schleswig-holsteinischen Geschichte
Als Beiratssprecher der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte koordinierte Thomas Steensen das Programm für den „1. Tag der schleswig-holsteinischen Geschichte“, der am 11.6.2016 im Hohen Arsenal in Rendsburg stattfinden soll. Er hatte das übergreifende Thema „Mythen“ vorgeschlagen. Dabei sollen nicht zuletzt Mythen der nordfriesischen Geschichte behandelt werden. Das Institut wird als Mitveranstalter auftreten. Als „Probelauf“ diente ein „Aktionstag Landesgeschichte im Norden“ am 13.6.2015 in Rendsburg. Dabei erläuterte Thomas Steensen das Konzept der geplanten Veranstaltung und moderierte die Diskussion. Tagung zur Kultur des Wattenmeers Auf Bitten des ehemaligen Leiters des Trilateralen Wattenmeersekretariats, Jens Enemark, und des Kuratoriumsmitglieds Prof. Dr. Ludwig Fischer beteiligt sich das Institut mit begrenztem Aufwand an dem geplanten Symposium „The Wadden Sea Landscape – World Class“, das vom 1. bis 3.12.2016 im Schloss vor Husum stattfinden wird. Thomas Steensen gehört dem Organisationskomitee an und nahm an mehreren Sitzungen in Bredstedt, Husum und Hamburg teil.

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2. Vorträge der Institutsangestellten

2014:

Antje Arfsten:
– Lesung „Erbfolge – ein nordfriesisches Frauenleben aus der Sicht einer amerikanischen Großnichte“ von Karen Marguerite Moloney am 17.5.2014 im Rahmen eines Treffens der AG Sprache und Literatur im Bredstedter Bürgerhaus (zusammen mit Peter Nissen).
– Vortrag „Wer sind die Friesen in Nordfriesland?“ im Rahmen des Seminars „Deiche, Dünen, Ebbe und Flut. Entdeckungsreisen in den alten Uthlanden“ am 19.5.2014 in der Europäischen Akademie, Sankelmark.
– Vortrag „Ferteel iinjsen! – Wenn Nordfriesen zur Feder greifen“ am 31.8.2014 in der Ferring Stiftung in Alkersum/Föhr.
– Vortrag „Die Friesen in Nordfriesland“ im Rahmen des Seminars „Die deutsch-dänische Grenzregion“ am 20.10.2014 in der Nordsee Akademie in Leck.
– Vorstellung von friesischen Publikationen bei einer Zusammenkunft von Friesischlehrkräften am 30.10.2014 im Nordfriisk Instituut.
– Lesung „Operatjuun Hartklopin“ von Gesche Roeloffs bei der Abschlussveranstaltung von „Ferteel iinjsen!“ am 29.11.2014 in der Nordsee Akademie in Leck.

Harry Kunz:
– Informationen zur Arbeit des Nordfriisk Instituut am 14.3.2014 auf einer Sitzung des Gre­miums für Fragen der friesischen Volksgruppe im Lande Schleswig-Holstein im Nordfriisk Instituut.
– Vortrag „Wegweiser als Hilfsmittel für die Haus- und Höfeforschung in Schleswig-Holstein“ am 20.3.2014 vor Chronisten des Alt-Kreises Rendsburg im Cafe Gut Hanerau in Hanerau-Hademarschen.
– Bericht aus der Arbeit des Instituts am 24.5.2014 auf der Mitgliederversammlung des Vereins Nordfriesisches Institut in Niebüll.
– Vortrag „Wegweiser als Hilfsmittel für die Haus- und Höfeforschung in Schleswig-Holstein“ am 18.10.2014 beim Arbeitskreis Ahnenforscher in Dithmarschen im evangelischen Gemeindehaus in Heide.
– Vortrag „Erinnerungsorte in Nordfriesland“ am 27.11.2014 bei der Gesellschaft für Husumer Stadtgeschichte im NordseeMuseum, Nissenhaus in Husum.

Paul-Heinz Pauseback:
– Vortrag „Träume, Menschen und Millionen. Was Schleswig-Holstein von der Auswanderung nach Übersee zurückbekam“ im Rahmen der Vortragsreihe der Kieler Professur für Re­gionalgeschichte „Einwanderungsland Schleswig-Holstein? Einwanderung und Integration als regionalhistorisches Thema“ am 7.1.2014 in der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek in Kiel.
– Vortrag „Mit Gott für Kaiser und Vaterland! Vor 100 Jahren: Der Beginn des Ersten Welt­kriegs in Nordfriesland“ im Rahmen des 24. Nordfriesischen Sommer-Instituts am 30.7.2014 im Bürgerhaus in Bredstedt und in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Husumer Stadt­geschichte am 21.8.2014 im NordseeMuseum, Nissenhaus in Husum (mit Sünje Gonnsen, Fiete Pingel und Thomas Steensen).
– Vortrag „Dreams, Exemigrants and Millions of Dollars – What We Get Back from Overseas“ bei der Jahrestagung der Association of European Migration Institutions am 25.9.2014 in Riga, Lettland.
– Vortrag „Weihnachten in New York (1856–1913). Eindrücke aus einer weihnachtlichen Weltstadt“ bei der Weihnachtsfeier des Landfrauenvereins am 3.12.2014 in Dörpum.
– verschiedene Einführungen zum Auswanderer-Archiv Nordfriesland sowie zum Thema „Auswanderung, Einwanderung und Integration“, z. B. beim Treffen der Arbeitsgruppe Sprache und Literatur des Nordfriisk Instituut anlässlich der Lesung „Erbfolge“ von Karen Moloney am 17.5.2014 im Bürgerhaus in Bredstedt oder anlässlich des Besuches des Tanzkreises SZ-Ohrstedt II am 5.7.2014 im Nordfriisk Instituut oder anlässlich eines Besuches zweier 10. Klassen der Friedrich-Paulsen-Schule, Niebüll, im Nordfriisk Instituut am 19.11.2014.

Fiete Pingel:
– Vortrag zur Geschichte und Bedeutung des Biikebrennens am 21.2.2014 in der Volkshoch­schule Husum.
–  Vorträge zur Geschichte und Kultur Nordfrieslands in Gymnasien in Husum, Westerland/Sylt und Wyk auf Föhr sowie zum Beispiel bei Seminaren für zeitweilige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nationalparkamts am 24.2., 10.3. und 10.11.2014 in der Tönninger Jugendherberge.
– Kurzvortrag „Der Schriftsteller Albert Johannsen, ein Rantrumer“ bei der Tagung der AG Geschichte des Nordfriisk Instituut am 5.4.2014 in Rantrum.
– Vortrag „Die friesische Freiheit. Überlieferung und Geschichte“ bei der Bredstedter Kultur­meile am 13.4.2014 im Friisk Hüs.
– Vortrag „Mit Gott für Kaiser und Vaterland! Vor 100 Jahren: Der Beginn des Ersten Welt­kriegs in Nordfriesland“ im Rahmen des 24. Nordfriesischen Sommer-Instituts am 30.7.2014 im Bürgerhaus in Bredstedt und am 21.8.2014 im NordseeMuseum, Nissenhaus in Husum (mit Sünje Gonnsen, Paul-Heinz Pauseback und Thomas Steensen).
– Vorstellung der im Rahmen des Projekts „Nordfriesland in der Schule“ erstellten Sammlungen zu nordfriesischen Themen bei der Zusammenkunft der Friesischlehrkräfte am 30.10.2014 im Nordfriisk Instituut.
– Kurzpräsentation der digitalen Text-Dokumentationen „Schlüsseltexte der friesischen Bewegung“ und „Zur friesischen Freiheit“ vor der AG Geschichte am 8.11.2014 im Bredstedter Bürgerhaus.
– Kurzvortrag „Das Nordfriisk Instituut und seine Historiker-Treffen“ bei einer Fachtagung historisch tätiger Institutionen der deutsch-niederländischen Ems-Dollart-Region am 14.11.2014 in Papenburg.

Claas Riecken:
– Vorstellung des Projekts „Nordfriislon aw Friisk“ bei einer Zusammenkunft von Friesischlehrkräften am 30.10.2014 im Nordfriisk Instituut.

Thomas Steensen:
– Vortrag „Die Friesen. Sprache, Geschichte und Bräuche eines kleinen Volkes an der Nordsee“ am 11.2.2014 beim Forum Baltikum Dittchenbühne in Elmshorn.
– Vortrag „Harro Harring in Bredstedt“ am 10.6.2014 auf der Jahresversammlung des Friesenvereins Bredstedt.
– Vortrag „Heimat Nordfriesland“ am 29.6.2014 in der Ferring Stiftung in Alkersum/Föhr.
– jeweils Einführung und Moderation bei den Abenden des 24. Nordfriesischen Sommer-Instituts.
– Vortrag „Mit Gott für Kaiser und Vaterland! Vor 100 Jahren: Der Beginn des Ersten Weltkriegs in Nordfriesland“ im Rahmen des 24. Nordfriesischen Sommer-Instituts am 30.7.2014 im Bürgerhaus in Bredstedt und am 21.8.2014 im NordseeMuseum, Nissenhaus in Husum (mit Sünje Gonnsen, Fiete Pingel und Paul-Heinz Pauseback).
– Kurzvortrag „Lied der Nordfriesen“ am 6.9.2014 im Schloss vor Husum.
– Kurzvortrag bei der Buchvorstellung „Sie überstanden die große Flut“ am 7.9.2014 im Gasthaus Hilligenley auf Hallig Langeneß.
– Rede zur Grundsteinlegung für den Anbau des Nordfriisk Instituut am 19.9.2014.
– Vortrag „Grundzüge friesischer Kultur“ am 15.10.2014 vor dem Lions Club Südtondern in der Nordsee Akademie in Leck.
– Vortrag „Die Aufnahme des Wiener Friedens in Nordfriesland und bei den Friesen“ am 16.10.2014 auf der internationalen Fachtagung „Der Wiener Frieden 1864 als deutsches, europäisches und globales Ereignis“ in der Otto-von-Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh.
– Festvortrag „Das Jahr 1864 in Nordfriesland“ am 25.10.2014 auf der Jahresversammlung des Nordfriesischen Vereins im Gasthof „Fraschlönj“ in Risum.
– Vortrag „Friesische Kultur – was ist das?“ vor dem Verein Historische Landeshalle e. V. am 13.11.2014 in der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek in Kiel.
– mehrfach Kurzvorträge und Präsentationen „Friesen – Friesisch – Nordfriisk Instituut“, z. B. bei einer Zusammenkunft von Friesischlehrkräften am 30.10.2014 im Nordfriisk Instituut.

2015:

Antje Arfsten:
– mehrfach Kurzvorträge und Präsentationen „Friesen – Friesisch – Nordfriisk Instituut“, z. B. am 16.4.2015 vor Studentengruppe der Universität Bristol in Begleitung von Prof. Dr. Nils Langer im Nordfriisk Instituut.
– Lesung „Erbfolge – ein nordfriesisches Frauenleben aus der Sicht einer amerikanischen Großnichte“ von Karen Marguerite Moloney am 13.8.2015 auf einem Abend des Schobüller Friesenvereins (zusammen mit Peter Nissen).
– Einführung in die nordfriesische Sprache am 16.9.2015 auf dem Sprachenturnier für Schüler des „Bundeswettbewerbs Fremdsprachen“ im DGB-Jugendbildungszentrum in Hattingen.

Harry Kunz:
– Gespräch zum Thema „Auf dem Weg zu einem Nordfriesland Lexikon“ mit Studierenden der Universitäten Kiel und Flensburg im Rahmen einer Friesisch-Exkursion am 23.1.2015 im Nordfriisk Instituut.
– Kurzvortrag zum Thema „Die Arbeit des Nordfriisk Instituut“ beim Besuch des Leiters der Kieler Staatskanzlei Staatssekretär Thomas Losse-Müller am 5.2.2015 im Nordfriisk Instituut.
– Bericht aus der Arbeit des Nordfriisk Instituut auf der Mitgliederversammlung des Vereins Nordfriesisches Institut am 9.5.2015 in Husum.
– Vortrag „Im Zeichen einer neuen Zeit“ im Rahmen des 25. Nordfriesischen Sommer-Instituts am 26.8.2015 im Bürgerhaus in Bredstedt und in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Husumer Stadtgeschichte am 22.10.2015 im NordseeMuseum, Nissenhaus in Husum (mit Paul-Heinz Pauseback, Thomas Steensen und Harald Wolbersen).

Paul-Heinz Pauseback
– verschiedene Einführungen zum Auswanderer-Archiv Nordfriesland sowie zum Thema „Auswanderung, Einwanderung und Integration“, z. B. anlässlich einer Exkursion von Studierenden des Faches Friesisch der Kieler und Flensburger Universität am 23.1.2015 oder beim Besuch einer 10. Klasse der Friedrich-Paulsen-Schule, Niebüll, im Nordfriisk Instituut am 25.11.2015.
– Vortrag „Auswanderung in die ‚Neue Welt‘“ im Rahmen der Vortragsreihe „Wissenswertes aus der Region“ am 28.1.2015 vor der Husumer Stadtführerschaft zur Weiterbildung an der Husumer Volkshochschule.
– Vortrag „Im Zeichen einer neuen Zeit“ im Rahmen des 25. Nordfriesischen Sommer-Instituts am 26.8.2015 im Bürgerhaus in Bredstedt und am 22.10.2015 im NordseeMuseum, Nissenhaus in Husum (mit Harry Kunz, Thomas Steensen und Harald Wolbersen).
– Vortrag „Making Europe Bottom Up: Migration from and to the Region of North-Frisia in Schleswig-Holstein from 1800 till today“ bei der Jahrestagung der Association of European Migration Institutions am 25.9.2015 in Turin.

Fiete Pingel:
– Vorträge zur Geschichte und Kultur Nordfrieslands bei Seminaren für zeitweilige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nationalparkamts in der Tönninger Jugendherberge.

Claas Riecken:
– Vortrag bei der Buchvorstellung von „Berthold Bahnsen. Friesisch-schleswigscher Landtagsmann“ am 31.10.2015 im Andersen-Hüs, Risum-Lindholm.
– Vortrag „Wir kommen später! Nordfriesland und die Epochen der Weltgeschichte“. Ein nicht nur ernst gemeinter kultureller Einstieg“ beim Landeskulturkongress „Zukunft des Buches“ am 5.11.2015 im Nordkolleg, Rendsburg.
– „Die Friesen, die friesische Sprache und die Minderheiten Schleswig-Holsteins – und warum die Stadt Hamburg bisher die Hochburg der Unwissenheit darüber ist“ am 9.11.2015 vor dem Hamburger Gästeführer-Verein im Bildungskontor in Hamburg.
– mehrfach Kurzvorträge und Präsentationen vor Besuchern des Nordfriisk Instituut unter dem Arbeitstitel „Friesen – Friesisch – Nordfriisk Instituut“, z. B. am 4.6.2015 vor einer Schülergruppe aus dem westfriesischen Burgum auf Westfriesisch oder am 11.6.2015 vor einer Besuchergruppe aus Dänemark auf Dänisch.

Thomas Steensen:
– Vortrag „Die Kultur des Wattenmeers“ auf der Tagung „Mit uns für das Watt! Ehrenamtliche und der Schutz des Wattenmeers“ am 4.3.2015 im Christian-Jensen-Kolleg, Breklum.
– Festvortrag „Geschichte in der Mitte Nordfrieslands“ zum 25-jährigen Jubiläum des Vereins für Bredstedter Geschichte und Stadtbildpflege am 6.3.2015 im Bredstedter Bürgerhaus.
– Vortrag „Das Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten und die friesische Volksgruppe“ bei der Vorstellung des Handkommentars zum Rahmenübereinkommen am 20.5.2015 in der Vertretung des Freistaats Sachsen beim Bund in Berlin.
– Vorstellung des Konzepts „Tag der schleswig-holsteinischen Geschichte“ und Moderation beim „Aktionstag Landesgeschichte“ der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte am 13.6.2015 im Hohen Arsenal, Rendsburg.
– Vortrag „Im Zeichen einer neuen Zeit“ im Rahmen des 25. Nordfriesischen Sommer-Instituts am 26.8.2015 im Bürgerhaus in Bredstedt und in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Husumer Stadtgeschichte am 22.10.2015 im NordseeMuseum, Nissenhaus in Husum (mit Harry Kunz, Paul-Heinz Pauseback, und Harald Wolbersen).
– Festvortrag „Von der friesischen Fehde zum friesischen Frieden. Die friesische Bewegung seit 1945“ zum 40-jährigen Bestehen des Nordfriesischen Vereins Schobüll am 10.10.2015 in Carstens’ Gasthof, Horstedt.
– Schlusswort bei der Buchvorstellung „Berthold Bahnsen. Friesisch-schleswigscher Landtagsmann“ am 31.10.2015 im Andersen-Haus, Klockries.
– Kurzvortrag „Die Halligen – ein einzigartiger Lebensraum“ bei der Vorstellung des Films „Halligleben in alter Zeit“ am 2.11.2015 im Kino-Center, Husum.
– Kurzvortrag zur Bedeutung des neuen „Leitfadens für Friesisch in der Primarstufe“ bei der Vorstellung des Leitfadens am 10.11.2015 in der Nis-Albrecht-Johannsen-Schule in Lindholm.
– Einführung zum 9. Internationalen Ferdinand-Tönnies-Symposium am 13.11.2015 im NordseeCongressCentrum, Husum.
– Vortrag „Die vier Minderheiten in Deutschland – vier ‚Porträts‘“ beim Tönnies-Symposium am 14.11.2015.
– Vortrag „Franziska zu Reventlow, ihr Roman ‚Ellen Olestjerne‘ und Husum“ bei der Buchvorstellung am 17.11.2015 im Weihnachtshaus in Husum (mit Prof. Dr. Arno Bammé).
– Schlusswort bei der Festveranstaltung zum 50-jährigen Jubiläum des Nordfriisk Instituut am 5.12.2015 im Bredstedter Bürgerhaus.
–  jeweils ausführliche Berichte über die Arbeit des Instituts auf den Sitzungen des Beirats.
– mehrfach Kurzvorträge und Präsentationen „Friesen – Friesisch – Nordfriisk Instituut“.

Harald Wolbersen:
– Vortrag „Im Zeichen einer neuen Zeit“ im Rahmen des 25. Nordfriesischen Sommer-Instituts am 26.8.2015 im Bürgerhaus in Bredstedt und in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Husumer Stadtgeschichte am 22.10.2015 im NordseeMuseum, Nissenhaus in Husum (mit Harry Kunz, Paul-Heinz Pauseback und Thomas Steensen).

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J. Hochschulen

Lehrveranstaltungen Die von Thomas Steensen an der Europa-Universität Flensburg gehaltenen Lehrveranstaltungen werden häufig mit Projekten des Nordfriisk Instituut verbunden. Wohl erstmals in einer Lehrveranstaltung an der Universität Flensburg wurde dabei mit der Fachhochschule Westküste in Heide (Dr. Carola May) kooperiert. Die insgesamt 45 Studierenden aus Flens-burg und Heide kamen im Januar 2014 zu zwei Tagesveranstaltungen im Nordfriisk Instituut zusammen. Sie befassten sich mit Möglichkeiten der „Visualisierung von Literatur in Nordfriesland“. Die Getränke und das Mittagsbuffet finanzierte dankenswerterweise jeweils die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland (Frank Ketter). Im Wintersemester 2014/15 behandelte Thomas Steensen in einem Seminar die hierzulande anerkannten Minderheiten und erfuhr dabei eine gute Presseresonanz. Zu Gast war u. a. die Minderheitenbeauftragte des Ministerpräsidenten, Renate Schnack. Die Studierenden erarbeiteten auch Themen und Ideen für den Multimedia-Saal des Instituts-Anbaus. Im Sommersemester 2015 nahmen 20 Studierende am Seminar „Grundzüge der friesischen Geschichte und Landeskunde“ teil, sie entwarfen einen Zeitstrahl zur nordfriesischen Geschichte. Im Wintersemester 2015/16 beteiligen sich 35 Studierende am Seminar „Minderheiten in Deutschland“ und besuchten auch das Tönnies-Symposium „Nationale Minderheiten“ in Husum. Die weiteren Angebote sind in jedem Semester eine „Einführung in die Frisistik“ und ein Master-Zertifikatskurs. Mehrere Bachelor-Arbeiten wurden von Thomas Steensen betreut, zumeist gemeinsam mit Prof. Dr. Volkert Faltings oder dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Temmo Bosse, der seit dem 1.1.2014 eine halbe Qualifikationsstelle mit dem Ziel der Promotion innehat. Als studentische Hilfskraft war bis zum Herbst 2014 Inga Werth aus Bredstedt tätig. Professur „Minderheitenforschung, Minderheitenpädagogik und Nordfriesisch“ Der Ausschreibung für die Professur „Minderheitenforschung, Minderheitenpädagogik und Nordfriesisch“ im Sommer 2014 gingen zahlreiche, auch kontrovers geführte Gespräche und Verhandlungen voraus. Thomas Steensen wurde vom Senat der Universität in den Berufungs-ausschuss gewählt. Die Probevorlesungen fanden am 21.1.2015 statt. Die Professur wird vor-aussichtlich zum Sommersemester 2016 besetzt. Neue Studienstruktur Die generelle Verlängerung des Master-Studiums auf vier Semester seit dem Wintersemester 2013/14 und die erneute Einführung neuer Prüfungsordnungen für die Bachelor- und Master-Studiengänge zum Wintersemester 2015/16 machten eine Umstrukturierung der Friesisch-Module erforderlich. Darüber wurden zahlreiche Gespräche und Verhandlungen geführt, u. a. mit dem Universitäts-Präsidenten Prof. Dr. Werner Reinhart. Zu danken ist Temmo Bosse für seinen engagierten Einsatz. Ein Hauptproblem konnte trotz aller Bemühungen nicht gelöst werden: Studierende außerhalb der Germanistik werden künftig für die friesischen Sprachkurse keine Leistungspunkte erhalten. Die Tragfähigkeit der neuen Struktur wird sich erst in der Praxis erweisen. Exkursionen Eine Exkursion führte etwa 20 Studierende aus Flensburg am 7.5.2014 zu den Frisisten an der Universität Kiel, in das Kieler Landeshaus und in das Landesfunkhaus des Norddeutschen Rundfunks, wo nach Gesprächen mit den Redakteuren Ernst Christ und Lornz Lorenzen auch eine Live-Sendung des Schleswig-Holstein-Magazins verfolgt wurde. Die seit längerer Zeit unterbrochene Folge der „Friesischen Studientage“ für Lehrende und Studierende aus Flens-burg und Kiel wurde damit fortgesetzt. Am 23.1.2015 besuchten 25 Studierende von den Universitäten in Flensburg und Kiel das Nordfriisk Instituut sowie das Andersen-Haus in Klockries. Im Nordfriisk Instituut begrüßte Thomas Steensen die Gäste. Fiete Pingel erläuterte die Entwicklung des Instituts, Claas Rie-cken zeigte Ausschnitte aus friesischsprachigen Filmen und betonte die Bedeutung dieses Me-diums für die Sprachentwicklung. Harry Kunz vermittelte Einblicke in die laufende Arbeit an einem umfassenden Nordfriesland-Lexikon. Über Friesen in aller Welt berichtete Paul-Heinz Pauseback. Nach einem Abendimbiss im Bredstedter „Café Frida“ ging es nach Klockries. Im Andersen-Haus berichtete Gerhard Johannsen über die Arbeit des Ostermooringer Friesenvereins. Anschließend verfolgten die Studierenden begeistert das Theaterstück „Da tra musketiire“, in dem drei friesische „Pantoffelhelden“ von ihren Frauen „unterdrückt“ werden. Sonstiges Mehrfach wurden auch Studierende anderer Universitäten beraten. Dr. Paul-Heinz Pauseback hielt Seminare an der Christian-Albrechts-Universität Kiel (s. G.).

K. Öffentlichkeits- und Pressearbeit

Mit weit über 100 Pressemitteilungen informierte das Institut im Berichtszeitraum über seine Projekte, Veranstaltungen und Publikationen sowie allgemein über Themen der friesischen Kultur. Insbesondere anlässlich des 50-jährigen Instituts-Jubiläums gab Thomas Steensen mehrere Interviews für die Tagespresse, Zeitschriften und Funk. Die Nordfriesland-Redaktion des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags brachte zum Jubiläum eine zehnteilige Serie, in der verschiedene Arbeitsbereiche des Instituts vorgestellt wurden. Dazu gehörten Interviews mit der Vorsitzenden des Vereins Nordfriesisches Institut und dem Institutsdirektor. Dem Redaktionsleiter Jörg von Berg sei für diese Serie herzlich gedankt!

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L. Information und Kontakte

Im Berichtszeitraum besuchten wiederum zahlreiche Persönlichkeiten und Gruppen das Institut. Beispielhaft seien genannt: die Jahressitzung des Beratenden Ausschusses für Fragen der friesischen Volksgruppe beim Bundesministerium des Innern, geleitet vom Bundesbeauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Hartmut Koschyk, sowie das Gremium für Fragen der friesischen Volksgruppe im Lande Schleswig-Holstein unter der Leitung von Landtagspräsident Klaus Schlie am 14.3.2014, der damalige Chef der Staatskanzlei Staatssekretär Stefan Studt am 25.3.2014, eine Gruppe Züricher Studierender am 1.7.2014, Landtagspräsident Klaus Schlie, Landtagsdirektor Prof. Dr. Utz Schliesky und Kreispräsident Heinz Maurus am 15.7.2014, eine 8. Klasse der Friedrich-Paulsen-Schule Niebüll am 19.11.2014, Staatssekretär Thomas Losse-Müller, der Chef der Staatskanzlei in Kiel, und Renate Schnack, Minderheitenbeauftragte des Ministerpräsidenten am 6.2.2015, Preparatory meeting Landscape & Cultural Hertage Wadden Sea Region 2016 am 10.3.2015, Alfred Thomsen, Vorsitzender des Nordfriesischen Vereins Schobüll, am 25.6.2015, ein Geografie-Kurs der Europa-Universität Flensburg am 10.7.2015, zwei Mitarbeiterinnen des staatlichen vietnamesischen Komitees für Minderheiten am 22.7.2015, die Klasse 8b der Friedrich-Paulsen-Schule Niebüll am 25.11.2015.
Thomas Steensen setzte seine ehrenamtliche Arbeit als Beiratssprecher der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte, im Vorstand des Landeskulturverbandes Schleswig-Holstein, im Vorstand der Universitätsgesellschaft Husum, im Beirat des Nordfriesischen Vereins, als stellvertretender Vorsitzender der Ute-Karl-Friedrich-und Carsten-Hagemann-Stiftung, Husum, und als Ehrenvorsitzender des Vereins für Bredstedter Geschichte und Stadtbildpflege fort. Fiete Pingel und Thomas Steensen gehören dem Freundeskreis der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund an.
Thomas Steensen verfasste für Landesregierung und Landtag mehrfach Stellungnahmen, z. B. zur Änderung des Schulgesetzes.

Beratender Ausschuss beim Bundesinnenministerium
Thomas Steensen ist Mitglied des Beratenden Ausschusses für Fragen der friesischen Volksgruppe beim Bundesministerium des Innern, der am 14.3.2014 im Nordfriisk Instituut und am 2.12.2015 im Bundesinnenministerium in Berlin zusammentrat. Steensen kritisierte in beiden Sitzungen, dass die friesische Volksgruppe im Vergleich mit vielen anderen Minderheiten in Europa sehr schlecht gefördert werde. Es bestehe großer Nachholbedarf. Er regte an, dass die Bundesbehörden in Nordfriesland zweisprachig friesisch-deutsch beschildert werden und dass die Bundeszentrale für politische Bildung sich einer Veröffentlichung des Themas „Nationale Minderheiten in Deutschland“ annehmen solle. Außerdem bedauerte er die spärliche Beteiligung von Bundestagsabgeordneten an den Sitzungen.

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M. Arbeitsgruppen

1. Interessengemeinschaft Baupflege Nordfriesland & Dithmarschen e. V. (IGB)

(Vorsitzender: Hans-Georg Hostrup)
Am 7.9.2014 lud die IGB zur Präsentation des Buches „Sie überstanden die große Flut“ von Boy-Peter Andresen und Gerd Kühnast auf die Hallig Langeneß ein. Dokumentiert werden in dem Buch Zeichnungen und Aufmessungen sämtlicher Häuser auf der Hallig vor der umfassenden Sanierung 1962. Nach dieser Sturmflut wurde der traditionellen Bebauung auf der Hallig ein Ende bereitet. Den Warften wurden darüber hinaus Fotos zugeordnet, die zwischen 1935 und 1941 der damalige Pastor von sämtlichen Halligleuten angefertigt hatte.
Im NordseeMuseum, Nissenhaus in Husum präsentierte die IGB am 25.10.2015 ihre Schrift „Im Bauton der Region. Von schleswig-holsteinischer Heimatschutzarchitektur und von Baupflege in Nordfriesland und Dithmarschen“. Das Buch von Hans-Günther Andresen ist reich bebilderte und dem Gründer der IGB Gerd Kühnast in memoriam gewidmet. Es wurde von der IGB, vom Van Wouwerschen Vermächtnis und von der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein gefördert und stieß auf landesweites Interesse. Die Schrift will dazu beitragen, das Bewusstsein für das spezielle landschaftliche Profil der nordfriesischen Baupflege-Architektur wachzuhalten. Sie erinnert eindrucksvoll daran, dass Nordfriesland seit Anbeginn eine herausragende Rolle in der Baupflege-Bewegung in Deutschland einnimmt.
Weiter bezog sich die Arbeit des Vorstandes 2014/15 auf die unterschiedlichsten Felder zur Erhaltung der historischen Baukultur und der Kulturlandschaften in den Kreisen Nordfriesland und Dithmarschen. Durch Einflussnahme auf die Regionalpläne der Landesplanung zur Windkraft-Nutzung verfolgte die IGB das Ziel, die charakteristischen Landschaftsräume und die Lebensqualität von Mensch und Tier zu schützen. Die in der Husumer Großstraße 19 liegende „Villa Fabelhaft“ konnte z. B. durch Einspruch gegen den Bebauungsplan und die Unterschutzstellung des Gebäudes vor dem Abriss gerettet werden.
Weitere Themen, Planungen und Durchführungen von Projekten waren u. a.:
– Mitveranstaltung je eines Vortrags im Rahmen des 24. und 25. Sommer-Instituts (s. I.1.);
– Beratung und Hilfestellung in Dithmarschen zur Umnutzung des Anwesens Süderstraße 10 in Heide sowie bei weiteren historischen Häusern in Krempel, Büsum und Marne;
– Unterstützung des Eiderstedter Kultursommers durch Haubarg- und Gartenführungen;
– Einsatz zur Erhaltung des Küsterhauses und des Hauses Deichstraße 4 in Niebüll sowie von Häusern in Risum-Lindholm und Hattstedt;
– Exkursionen zum Haus Markt 1 in Husum (Stuckdecke) sowie zum „Ödlandhaus“ in Langenhorn;
– Teilnahme an der Wiedereröffnung des Ostenfelder Bauernhauses in Husum sowie des Hans-Momsen-Hauses in Fahretoft;
– Gratulation zum 50-jährigen Bestehen des Nordfriisk Instituut und zur Eröffnung des Anbaus Nordfriisk Futuur;
– Organisation des „Tages des offenen Denkmals“ im Wasserturm in Niebüll;
– vertiefende Zusammenarbeit mit dem VDL-Bundesverband/Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt durch eine gemeinsame Vorstandssitzung in Lunden;
– Präsentationsstände vor dem Museum der Landschaft Eiderstedt, im Ostenfelder Bauernhaus, im Wasserturm Niebüll und im Nordfriisk Futuur;
– Teilnahme an den ersten Veranstaltungen des Kulturknotenpunktes in Leck sowie der KursKultur in Pattburg/Dänemark.
Der Maueranker erlebte nach dem unerwarteten Tod von Gerd Kühnast eine Umstrukturierung in der Redaktion und erschien 2014 in zwei Doppelnummern. 2015 kam er im Oktober heraus.
Auch im Berichtszeitraum wurde das Beratungsangebot zu den Themen Mauerwerk, Fenster, Reet, Feuchtigkeit, Türen usw. gerne in Anspruch genommen. Das Thema „Förderprogramme“ zum Erhalt der historischen Baukultur stand immer mit im Fokus der Gespräche.
Für die Vereinsverwaltung der IGB ist im Nordfriisk Instituut Ines Teschner zuständig.

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2. Arbeitsgruppe Geschichte

Am 5.4.2014 besuchte die AG Geschichte Rantrum. Die dortige Chronik-AG unter Leitung von Antje Mommsen präsentierte ihre heimatkundliche Sammlung in der Rantrumer Schule und ihre Forschungen. Im Anschluss erläuterte Pastor Peer Munske „Gestalt und Geschichte“ der Mildstedter Sankt Lamberti-Kirche.
Am 8.11.2014 hielt der pensionierte Lehrer und Schulleiter Jürgen Kühl im Bredstedter Bürgerhaus einen Vortrag zum Thema „Rechenhandschriften aus Nordfriesland und Schleswig-Holstein“. Fiete Pingel berichtete kurz über die im Nordfriisk Instituut erstellten digitalen Textsammlungen „Schlüsseltexte der friesischen Bewegung“ und „Zur friesischen Freiheit“.
Am 18.4.2015 besuchte die AG den Heimatbund Landschaft Eiderstedt in dessen Räumen im Alten Rathaus von Garding. Pastor a. D. Johann-Albrecht G. H. Janzen hielt einen Vortrag zum Trauerbrauchtum in Eiderstedt (s. E.) und erläuterte das Leben im „Kaland“. Hauke Koopmann, früherer langjähriger Geschäftsführer des Heimatbundes, referierte über die zahlreichen historischen Aktivitäten, insbesondere über die Buchreihe „Blick über Eiderstedt“. Der Niebüller Geschichtsforscher Albert Panten sprach über Eiderstedter Chroniken, die in außergewöhnlich hoher Zahl vorliegen und wertvolle Hinweise auf das Leben jener Zeit liefern.
Weiter war die AG an der Vorstellung des Films „Halligleben in alter Zeit“ (s. G.) beteiligt.

3. Arbeitsgruppe Genealogie

(Vorsitzender: Jens Uwe Nissen / stellvertr. Vorsitzende: Karna Voigt)
Das Netzwerk der AG Genealogie stand auch 2014 und 2015 für die Bearbeitung genealogischer Anfragen zur Verfügung. Am 1.3. und am 8.11.2014 sowie am 28.3.2015 veranstaltete die AG im Nordfriisk lnstituut eine genealogische Tauschbörse. Vorsitzender Jens Uwe Nissen vertrat die AG auf dem Familienforschertag in der Schleswigschen Sammlung der Dansk Centralbibliotek for Sonderjylland in Flensburg am 15.11.2014.
Fiete Pingel fungierte als Sekretär der Arbeitsgruppen 2 und 3. Aufgrund seiner Erkrankung konnten die Arbeitsgruppen nicht in gewohnter Weise tätig sein.

 

4. Arbeitsgruppe Sprache und Literatur

(Vorsitzende: Jule Homberg)
Am 17.5.2014 bot die AG Sprache und Literatur im Bredstedter Bürgerhaus die Lesung eines Textes von Prof. Dr. Karen Moloney aus Utah über ihre nordfriesischen Vorfahren an; es lasen Antje Arfsten und Peter Nissen. Beim Treffen am 31.1.2015 hielt der Kieler Friesisch-Student Christoph Winter aus Niebüll einen Vortrag über romantische Motive im Werk des früh verstorbenen friesischen Dichters Johannes Hansen aus Fehsholm/Struckum. Auf dem Treffen am 12.12.2015 wurde u. a. ausführlich die neue Sprachausstellung im Anbau des Nordfriisk Instituut vorgestellt. Antje Arfsten fungierte als Sekretärin der Arbeitsgruppe.

*

Die Jahre 2014 und 2015 brachten dem Nordfriisk Instituut enorme Fortschritte. Im Dezember 2015 konnte der Erweiterungsbau eröffnet werden, der den Namen Nordfriisk Futuur erhielt. Damit gingen langgehegte Wünsche in Erfüllung: Die Sammlungen des Instituts können im neuen Magazinkeller nach neuzeitlichen Maßstäben bewahrt werden. Der bis dahin aus allen Nähten platzende Bibliotheksraum wurde zu einem freundlichen und hellen Lesesaal und Arbeitsraum umgestaltet. Das Nordfriisk Futuur bietet zudem einen multifunktional nutzbaren Saal, der sowohl Raum für Veranstaltungen als auch für eine moderne Präsentation der Themen bietet, denen sich das Institut seit einem halben Jahrhundert widmet. Im ersten Abschnitt steht die friesische Sprache im Mittelpunkt. In weiteren Ausbaustufen sollen in ähnlicher Weise zum Beispiel die Geschichte der Friesen, die friesische Bewegung, die friesische Literatur und die friesische Architektur dargestellt werden.
Erstmals in der 50-jährigen Geschichte des Instituts konnte ein ausgebildeter Bibliothekar eingestellt werden. Damit ist für die wissenschaftliche Bibliothek und das Archiv der friesischen Volksgruppe nun ein Fachmann zuständig. Dieser seit vielen Jahren immer wieder vorgetragene, eigentlich sehr moderate Wunsch konnte dank der mit der Landesregierung geschlossenen Ziel- und Leistungsvereinbarung verwirklicht werden. Ebenso konnte ab 1. Januar 2016 ein Lektor eingestellt werden, der insbesondere für die friesische Sprache arbeiten wird. Die damit ermöglichte intensivierte Arbeit für das Friesische harmoniert mit dem vom Land Schleswig-Holstein beschlossenen „Handlungsplan Sprachenpolitik“, der die sprachliche Vielfalt Schleswig-Holsteins bewahren und fördern will.

Wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nordfriisk Instituut danken all denen, die unsere Arbeit im Berichtszeitraum förderten. Besonders genannt seien als Geldgeber das Land Schleswig-Holstein, der Kreis Nordfriesland, die Sydslesvigsk Forening, der Friesenrat, der die Projektmittel der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien betreut, und die Stadt Bredstedt. Gedankt sei all denen, die mit ihren Mitgliedsbeiträgen und Spenden das Institut unterstützten, ebenso allen, die sich für seine Belange ehrenamtlich einsetzten und weiterhin einsetzen. Zu nennen sind insbesondere die Mitglieder des Vorstands, des Beirats, des Kuratoriums, die Vorsitzenden der Arbeitsgruppen, die Redaktionsmitglieder der regelmäßigen Veröffentlichungen und die Mitwirkenden an den vom Institut veröffentlichten Büchern.


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En hartliken tunk seede we Jam åltumååle!
We wansche üs uk for e kaamen tid sü’n gou tuhuupeårbe, än we fröie üs aw da naie möölikhäide ma üüsen önjbag.

Bredstedt, im Januar 2016

Im Namen und mit Hilfe

aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Thomas Steensen

 

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