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Was bedeutet eigentlich Arfst?
Nordfriisk Instituut veröffentlicht Buch über Nordfrieslands Namen
Mitteilung vom 9. Februar 2018

Älteste Fahne der Nordfriesen
Text fehlt...
Mitteilung vom 5. Februar 2018

Das kleine Breklehem nicht nur in der Nazizeit
Lesung und Diskussion im Christian Jensen Kolleg über "Breklehem - Roman eines Dorfes"
Mitteilung vom 2. Februar 2018

Von Freiheit, Wohlstand und Gelehrsamkeit
Ein Abend für die nordfriesische Geschichte bei der 70. Husumer Universitätswoche
Mitteilung vom 17. Januar 2018

Der nordfriesische „Rebell der Freiheit“
Die erste Biografie über Harro Harring wurde im Nordfriisk Instituut vorgestellt
Mitteilung vom 29. August 2017

Wenn Theodor auf Theodor trifft
Zwei nordfriesische Größen einmal genauer unter die Lupe genommen
Mitteilung vom 14. Juli 2017

Von und zu Reventlow
Zwei Friesisch-Experten beleuchten ein Adelsgeschlecht
Mitteilung vom 04. Juli 2017

Wie Luthers Lehre nach Nordfriesland kam
Albert Panten referierte zur 500. Wiederkehr des Thesenanschlags im Nordfriisk Instituut
Mitteilung vom 3. Juli 2017

Hooge, New York, Theater, KZ-Gedenkstätte, Reformation
Nummer 198 der Zeitschrift Nordfriesland soeben erschienen
Mitteilung vom 31. Mai 2017

Friesisches Lesebuch durch alle Zeiten
Geschichte, Kultur und Landeskunde in friesischer Sprache
Mitteilung vom 22. Mai 2017

Nordfriesische Bücher für Halligschulen
Mitteilung vom 10. Mai 2017

Nationale Minderheiten
Nordfriisk Instituut veröffentlichte Buch mit Beiträgen von Experten
Mitteilung vom 9. Mai 2017

 


 

Was bedeutet eigentlich der Name Arfst?

 

Nordfriisk Instituut veröffentlicht Buch über Nordfrieslands Namen

namensbuch Gönke, Arfst, Gyde, Pay – so klingen typische Namen in Nordfriesland. Die nordfriesische Namenlandschaft steckt voller Besonderheiten. Das Nordfriisk Instituut in Bredstedt gab jetzt ein Buch heraus, das Aufschluss über mehr als 500 weibliche und männliche Vornamen gibt. Wer schon immer einmal etwas über seinen friesischen Vornamen wissen wollte, einen Namen für das eigene Kind sucht oder Nordfrieslands Namenlandschaft kennenlernen möchte, dem steht mit diesem Buch ein praktischer Helfer zur Seite. Verfasst haben das 88-seitige Buch Antje Arfsten und Inga Werth. Es ist das Ergebnis eines Projekts, das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien über den Friesenrat gefördert wurde. Die erste Idee hatte Institutsdirektor Thomas Steensen schon vor 30 Jahren. „Ich freue mich sehr, dass dieser schöne Überblick jetzt vorliegt“, sagt er zum Erscheinen des Buchs. Es sind vor allem kurze Namen, die einem in der Region begegnen. Viele von ihnen sind nach wie vor gebräuchlich, andere erfreuen sich wieder wachsender Beliebtheit, manche gerieten fast ganz in Vergessenheit. Auch die Nachnamen sind durch ihre besondere Bildungsweise für die Region charakteristisch: Feddersen zum Beispiel, Braren oder Jannen. Das Buch enthält deshalb auch ein Verzeichnis nordfriesischer Familiennamen. Das Buch „Nordfrieslands Namen und ihre Bedeutung“ kann für 9,80 Euro im Buchhandel oder direkt im Nordfriisk Instituut, Tel. 04671/60120, E-Mail: boeke@nordfriiskinstituut.de erworben werden.

Mitteilung vom 9. Februar 2018


 

Das kleine Breklehem nicht nur in der Nazizeit

 

Lesung und Diskussion im Christian Jensen Kolleg über "Breklehem - Roman eines Dorfes"

Uwe Pörksen Nicht nur lesen, auch darüber sprechen war das Anliegen von Professor Dr. Uwe Pörksen bei dem Abend „Das kleine Breklehem in der Nazizeit – Literarische und historische Entdeckungen zur Geschichte Breklums“. Eine simple Lesung war es dann auch nicht, die den etwa 50 Besuchern in Breklum geboten wurde. Eingeladen hatten das Christian Jensen Kolleg und die Arbeitsgruppe Geschichte des Nordfriisk Instituut. Zwar las Pörksen Ausschnitte aus seinem Buch „Breklehem – Roman eines Dorfes“, er erläuterte das dargestellte Geschehen jedoch mit eigenen Erfahrungen und zeitgenössischen Schriftstücken. Friedemann Magaard, Leiter des Christian Jensen Kollegs, führte durch den Abend. Immer wieder forderte er die Besucher auf, mit ihren Nachbarn zu „murmeln“ und Gedanken auszutauschen. Diese wurden anschließend besprochen sowie Fragen zu den vorgelesenen Romanabschnitten gestellt. Besonders der Schutz der Juden in Dänemark in der Zeit des Nationalsozialismus regte zur Diskussion an. Pörksen selbst faszinierten an dem Thema die Möglichkeiten, die eine Gemeinschaft habe, sich zu wehren. Die Erlebnisse des Missionars Felix Paulsen waren der zweite thematische Schwerpunkt. Dieser hatte lange Zeit in China verbracht, war dort verhaftet und hart verhört worden. Nach seiner Freilassung lebte er einige Zeit in Breklum, um mit dem Vater des Autors, dem Theologen Martin Pörksen, zu sprechen und das Erlebte zu verarbeiten. Paulsen meinte, dass in China von Seiten der Missionare und Kolonialmächte alles falsch gemacht worden sei. Die Missionare sollten nicht in „weißen Palästen“ leben, sondern unter den Menschen. Eine Besucherin konnte sich noch an ihre Begegnung mit Paulsen erinnern, an der sie die Versammlung teilhaben ließ. Der dritte Block des Abends beschäftigte sich mit dem Buch
„Der Glaube der Nordmark“ von Gustav Frenssen (1936). Es zählt zur Blut-und-Boden-Literatur und richtet sich gegen das Christentum. In Breklum
wurde daraufhin ein Antwortheft mit mehreren Aufsätzen gedruckt, das nach einigen Auflagen verboten wurde. Zwischen den Blöcken erhielten
die Besucher Zeit zur Erfrischung. Für das leibliche Wohl war mit einem warmen Abendessen gesorgt. Auch diese Zeit nutzten die Teilnehmer
rege mit Gesprächen. Für den rundum gelungenen Abend wurde Autor und Moderator mit gebührendem Applaus gedankt.

Mitteilung vom 2. Februar 2018


 

Von Freiheit, Wohlstand und Gelehrsamkeit

 

Ein Abend für die nordfriesische Geschichte bei der 70. Husumer Universitätswoche

Wilhelm Sander, Detlev Kraack, Thomas Steensen, Karsten Rüsch Gut gefüllt war der Rittersaal des Schlosses vor Husum beim traditionellen „friesischen Abend“ im Rahmen der 70. Husumer Universitätswoche. Gast war der Historiker Professor Dr. Detlev Kraack aus Plön, der nach eigenen Worten das vergangene Jahr „mit einer friesischen Brille“ auf der Nase verbrachte und alle möglichen Hinweise auf Nordfriesen in der schleswig-holsteinischen Geschichte suchte. Das Ergebnis stellte er in seinem Vortrag „Freiheit, Wohlstand und Gelehrsamkeit: Nordfriesland im Kontext der schleswig-holsteinischen Geschichte“ vor. In dem sehr lebendigen und mitreißenden Bericht ging es um Wechselbeziehungen zwischen West- und Ostküste in Handel, Heirat und Ausbildung, um die Grundlagen von Identitätsbildung und die Auswirkungen von außerfriesischen Ereignissen auf die Region. Kraack beschrieb die Nordfriesen als Menschen, die angesichts schwieriger Umstände nicht resignierten, sondern einander unterstützten. Es gab mehrfach familiäre Netzwerke, die z. B. zwischen Eiderstedt, Westindien und Flensburg Informationen austauschten und so den väterlichen Handelsbetrieb förderten. Zum Schluss stellte Kraack einzelne Personen aus Nordfriesland vor, welche die drei Oberbegriffe seines Vortrages vertreten, u. a. Harro Harring als Republikaner, Christian Feddersen und Knut Jungbohn Clement mit dem friesischen Wahlspruch „Lieber tot als Sklave“, Theodor Mommsen als Nobelpreisträger, Friedrich Paulsen als friesischen Philosophen sowie Sönke Ingersen als reichen Händler, Baron und Mäzen. Mitveranstalter des Abends waren das Nordfriisk Instituut und der Nordfriesische Verein Husum-Rödemis. Der Vorsitzende der Sektion Husum der Universitätsgesellschaft, Karsten Rüsch, dankte dem Referenten für einen fesselnden Vortrag und Professor Dr. Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut, dass er jedes Jahr für den gemeinsam organisierten Abend so gute Referenten finde.
Zum Bild:
Von links: Der Vorsitzende des Nordfriesischen Vereins Husum-Rödemis Wilhelm Sanders, der Referent Detlev Kraack, der Direktor des Nordfriisk Instituut Thomas Steensen, der Vorsitzende der Sektion Husum der SHUG Karsten Rüsch
Text und Foto: Franziska Böhmer, Nordfriisk Instituut

Mitteilung vom 17. Januar 2018


 

Friesisch heute in Musik, im Theater, im NDR – und friesische Geschichte(n)

 

Nummer 200 der Zeitschrift Nordfriesland soeben erschienen

Nordfriesland 200 Hart und modern rockte die friesische Metal-Band Bruna Skelde die alte friesische Balade „A bai, a reder“ auf dem Musikwettbewerb des Friesenrats. Darüber berichtet die neueste Ausgabe der vom Nordfriisk Instituut herausgegebenen Zeitschrift „Nordfriesland“ und auch über anderes: NDR-Redaktionsleiter Werner Junge nimmt Stellung zur Frage, wie es im Hörfunk seines Senders mit dem Friesischen vorangehen soll. Kathrine Hoop liefert eine Theaterkritik über das friesische Stück „Junk koost“, das sie als „düster-magisches Gesamtkunstwerk“ erlebte. Professor Dr. Thomas Steensen stellt die Husumer Familie der Franziska Gräfin Reventlow vor und macht deutlich, dass ihre fünf Geschwister ganz unterschiedliche Lebenswege einschlugen. Dr. Ommo Wilts erinnert an die Ethnolinguistin Karen Heide Ebert, sie sich mit Sprachen von „Borgsum bis Bhutan“ auskannte. Jens Quedens kündigt eine Amrumer Dauerausstellung zum historischen Walfang an. Aktuelle Berichte und Buchhinweise runden „Nordfriesland“ 200 ab. Das Heft umfasst 32 Seiten, kostet 3,00 Euro und ist erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt, Süderstr. 30, 25821 Bräist/Bredstedt, Tel.: 04671-60 120, E-Mail: info@nordfriiskinstituut.de.

Mitteilung vom 8. Dezember 2017


 

Von Entnazifizierung, dem Ochsenweg, zwei Malern und einer Meuterei

 

Das Nordfriesische Jahrbuch 2018 liegt bereit

Jahrbuch 2018 Das Jahresende naht, und soeben ist das neue Nordfriesische Jahrbuch 2018 erschienen. Es bietet wieder eine Fülle von Themen von Geschichtlich bis Naturwissenschaftlich. Unter anderem beschäftigt sich Siegfried Carstensen mit Kriegsende, Entnazifizierung und „re-education“ in Nordfriesland aus dem Blickwinkel der Husumer Schulrätin Ina Carstensen, Jens Boye Volquartz geht mehrere Jahrhunderte zurück zu den friesischen Händlern des Mittelalters. Alte Rechtsgebräuche in Stapelholm stellt Dr. Ing. Wolfgang Jans vor. Ein Text von Reinhard Jannen bietet einen Überblick zu nordfriesischen Texten, die der Amrumer Pastor Lorenz Friedrich Mechlenburg gesammelt hat. Einen sehr persönlichen Blick auf den Maler Christian Carl Magnussen erhält man im Aufsatz von Dr. Günter Klatt, der Texte von Magnussens Tochter Ingeborg ausgewertet hat. Der Tierwelt des Ochsenweges beim Langenberger Forst/Nordfriesland gilt dagegen das Augenmerk von Dr. Uwe Sörensen. Albert Panten übersetzte einen anonymen englischen Text und macht so eine Beschreibung von Helgoland und dem Herzogtum Schleswig aus dem frühen 18. Jahrhundert zugänglich. Eine Schiffsmeuterei und ihre Folgen untersucht Prof. Dr. Volkert F. Faltings. Des Weiteren schreibt Sönnich Volquardsen über Emil Nolde auf Plattdeutsch, und Prof. Dr. Jarich Hoekstra blickt zurück auf Leben und Werk des 2016 verstorbenen Frisisten Prof. Dr. Bo Sjölin. Die 53. Ausgabe des Nordfriesischen Jahrbuches schließt mit vielen Buchbesprechungen und einer Bibliografie der nordfriesischen Texte in Zeitschriften und Zeitungen im Jahr 2016. Das Nordfriesische Jahrbuch 2018 umfasst 260 Seiten, kostet 9,80 Euro und ist erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt (Tel. 04671/60120). Mitglieder des Vereins Nordfriesisches Institut erhalten auf Anforderung ein Freiexemplar.

Mitteilung vom 7. Dezember 2017


 

Ein Abschied und ein vergessener Fahrradpionier

 

Christian M. Sörensen verabschiedet sich als Leiter der AG Geschichte / Autoren stellen ihre Biografie von Gregers Nissen vor

Dr. Lars Amenda, Oliver Leibbrand, Dr. Christian M. Sörensen, Prof. Dr. Thomas Steensen Nach langjähriger Tätigkeit legt Dr. Christian M. Sörensen den Vorsitz der Arbeitsgruppe Geschichte nieder. Seit 2007 leitete er die Arbeitsgemeinschaft des Nordfriesischen Instituts, die sich zweimal im Jahr zu verschiedenen historischen Themen an wechselnden Orten trifft. Die Vorsitzende des Trägervereins, Inken Völpel-Krohn, und Institutsdirektor Professor Dr. Thomas Steensen verabschiedeten ihn mit herzlichen Dankesworten. Steensen gab einen Überblick über Sörensens vielfältige historische Betätigungen, deren Schwerpunkt in der Erforschung des Nationalsozialismus lag. Besonders verdient gemacht habe er sich um die Chronikarbeit in seinem Wohnort Mildstedt. Sörensen selbst wünschte dem Nordfriesischen Institut alles Gute und dankte besonders dem langjährigen Sekretär der AG Geschichte Fiete Pingel für seine Unterstützung. Seine historische Arbeit will er fortsetzen. Zurzeit befasst er sich unter anderem mit den Straßennamen in Husum. Des Weiteren stellten die Autoren Dr. Lars Amenda und Oliver Leibbrand ihre vor Kurzem veröffentlichte Biografie des in Soholm geborenen Gregers Nissen (1867–1942) vor. Sie ist in der im Nordfriisk Instituut herausgegebenen Reihe Nordfriesische Lebensläufe erschienen. Zusätzlich zum lebhaften Vortrag über den vergessenen Fahrradpionier wurden auch ein altes Fahrrad und Schriften des Lehrers und begeisterten Radfahrers Nissen gezeigt. Er setzte sich besonders für das Wanderfahren und die Verbesserung des Radsports ein.

Das nächste Treffen der AG Geschichte findet am 31. Januar 2018 um 17 Uhr im Christian-Jensen-Kolleg in Breklum statt. Im Mittelpunkt steht dann der Roman „Breklehem“ von Professor Dr. Uwe Pörksen.

Zum Bild: Die Referenten Dr. Lars Amenda und Oliver Leibbrand mit Dr. Christian M. Sörensen und Prof. Dr. Thomas Steensen (v. l.) mit einem alten Fahrrad

Text und Foto: Franziska Böhmer, Nordfriisk Instituut

Mitteilung vom 6. Dezember 2017


 

„Meine ersten tausend Wörter“ neu erschienen

 

Durch Bilder Sprachen kennenlernen – ein bewährtes Konzept! 1.000 Wörter

Das Bildwörterbuch „Meine ersten tausend Wörter“ erfreut sich bei Sprachinteressierten jeden Alters einer großen Beliebtheit. Humorvolle Illustrationen machen das Sprachenlernen zu einem Vergnügen für Groß und Klein. Auch die Mundarten Nordfrieslands können auf kreative Art und Weise entdeckt und kennengelernt werden. Jetzt liegen zwei neu bearbeitete Auflagen des Bestsellers zum Kauf bereit. Egal, ob Haus, Garten, Stadt, Park, Wald oder der Bauernhof – das aus dem Englischen stammende Original von Heather Amery deckt die verschiedensten Lebensbereiche ab und hat schon viele Kinder und Erwachsene begeistert und überzeugt. Der Klassiker, der bereits in viele Sprachen dieser Welt übersetzt wurde, ist nun auch wieder auf Frasch und Halunder (Festlands- und Helgoländer Friesisch) erhältlich. Neben Nils und Ritva Århammar waren auch weitere helfende Hände an der Umsetzung der neuen und verbesserten Auflagen beteiligt. Die Helgoländer Ausgabe wurde von der Landesregierung Schleswig-Holstein über den Friesenrat gefördert. Die beiden neuen Auflagen sowie andere Sprachversionen, darunter auch Plattdeutsch, können für 16,80 Euro im Buchhandel oder direkt im Nordfriisk Instituut, Süderstraße 30 in 25821 Bredstedt, erworben werden.

Mitteilung vom 5. Dezember 2017


 

Ein „Juwel“ der Literatur über Nordfriesland

 

In der Reihe „Nordfriesland im Roman“ wurde der zehnte Band vorgestellt Arno Bammé und Thomas Steensen

Der dänische Märchendichter Hans Christian Andersen war tief beeindruckt von der dramatischen Geschichte und der vielfältigen Kultur Nordfrieslands. Das spiegelt sich in seinem Roman „Die beiden Baroninnen“ wider, der vom Bredstedter Nordfriisk Instituut im Husum Verlag veröffentlicht wurde. Die beiden Herausgeber, Professor Dr. Arno Bammé von der Universität Klagenfurt und Professor Dr. Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut, stellten das Buch jetzt im Husumer Weihnachtshaus vor. Es handelt sich bereits um den zehnten Band der Reihe „Nordfriesland im Roman“. In einem Nachwort erläutern die beiden Herausgeber jeweils den geschichtlichen Hintergrund, Orte der Handlung sowie Leben und Werk des Autors. Dies mache den besonderen Reiz der Reihe aus, sagte Verlegerin Alix Paulsen bei der Buchvorstellung. Der Roman des dänischen Märchendichters Hans Christian Andersen spielt großenteils auf der Hallig Oland. Arno Bammé und Thomas Steensen sprachen von einem „Juwel“ der Literatur über Nordfriesland.

Zum Bild: Die beiden Herausgeber Arno Bammé (links) und Thomas Steensen mit dem neuesten Band in der Reihe „Nordfriesland im Roman“

Foto: Maike Barth, Husum Druck- und Verlagsgesellschaft

Mitteilung vom 21. November 2017


 

Ein Leben für das Fahrrad

 

Nordfriisk Instituut veröffentlicht Biografie über den Fahrradpionier Gregers Nissen Gregers Nissen

Dass einer der Fahrradpioniere Deutschlands aus Nordfriesland stammte, war bisher kaum jemandem bekannt. Jetzt veröffentlichte das Bredstedter Nordfriisk Instituut eine Biografie über diesen ungewöhnlichen Mann. Gregers Nissen wurde 1867 in Soholm geboren. Er war schon früh begeistert vom Radfahren und erkannte als einer der Ersten dessen gesundheitlichen Nutzen. Dies und vieles mehr zeigen die Historiker Dr. Lars Amenda und Oliver Leibbrand in ihrem Buch „Gregers Nissen – Fahrradpionier und Reiseschriftsteller“. Es erschien soeben in der von Professor Dr. Thomas Steensen herausgegebenen Instituts-Reihe „Nordfriesische Lebensläufe“ mit Unterstützung der Landesregierung Schleswig-Holstein über den Frasche Rädj/Friesenrat Sektion Nord. Nissens besonderes Interesse galt dem Wanderfahren. Er schrieb mehrere Radführer. Weiter war ihm wichtig, dass das Radfahren der ganzen Gesellschaft und besonders der Jugend offenstehen sollte. Nissen lebte in politisch bewegten Zeiten, deren Einfluss auf sein Handeln ebenfalls betrachtet wird. Das reichlich bebilderte Buch umfasst 144 Seiten, kostet 19,80 Euro und ist erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt, Tel. 04671/60120, E-Mail: boeke@nordfriiskinstituut.de.

(Text: Franziska Böhmer)

Abb.: Gregers Nissen 1927. Foto: Familienarchiv Nissen

Mitteilung vom 8. November 2017


 

Ein Leben für das Fahrrad

 

Nordfriisk Instituut veröffentlicht Biografie über den Fahrradpionier Gregers Nissen Gregers Nissen

Dass einer der Fahrradpioniere Deutschlands aus Nordfriesland stammte, war bisher kaum jemandem bekannt. Jetzt veröffentlichte das Bredstedter Nordfriisk Instituut eine Biografie über diesen ungewöhnlichen Mann. Gregers Nissen wurde 1867 in Soholm geboren. Er war schon früh begeistert vom Radfahren und erkannte als einer der Ersten dessen gesundheitlichen Nutzen. Dies und vieles mehr zeigen die Historiker Dr. Lars Amenda und Oliver Leibbrand in ihrem Buch „Gregers Nissen – Fahrradpionier und Reiseschriftsteller“. Es erschien soeben in der von Professor Dr. Thomas Steensen herausgegebenen Instituts-Reihe „Nordfriesische Lebensläufe“ mit Unterstützung der Landesregierung Schleswig-Holstein über den Frasche Rädj/Friesenrat Sektion Nord. Nissens besonderes Interesse galt dem Wanderfahren. Er schrieb mehrere Radführer. Weiter war ihm wichtig, dass das Radfahren der ganzen Gesellschaft und besonders der Jugend offenstehen sollte. Nissen lebte in politisch bewegten Zeiten, deren Einfluss auf sein Handeln ebenfalls betrachtet wird. Das reichlich bebilderte Buch umfasst 144 Seiten, kostet 19,80 Euro und ist erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt, Tel. 04671/60120, E-Mail: boeke@nordfriiskinstituut.de.

(Text: Franziska Böhmer)

Abb.: Gregers Nissen 1927. Foto: Familienarchiv Nissen

Mitteilung vom 8. November 2017


 

Daheim oder doch fremd?

 

Internationale Fachtagung zu Migration und Integration in Husum

Das Bredstedter Nordfriisk Instituut und das Nordfriesland-Museum in Husum waren Gastgeber einer hochkarätigen Konferenz: Rund 50 Wissenschaftler aus 20 europäischen Staaten versammelten sich drei Tage lang zum 27. Jahrestreffen der „Association of European Migration Institutions“ (AEMI) im Nissenhaus in Husum. Die Mitglieder der Vereinigung europäischer Migrationsforschungsinstitute beschäftigen sich vor allem mit den Themen Ein- und Auswanderung sowie Integration, die von jeher auch für Nordfriesland von besonderer Bedeutung sind. Finanziell unterstützt wurde die Konferenz vom Kreis Nordfriesland, der Stadt Husum, der Nord-Ostsee Sparkasse und dem Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther. Das Nissenhaus widmete dem Thema breiten Raum mit einer Sonderausstellung zur Biografie des Museumsstifters Ludwig Nissen. Sie bildete gute Ansatzpunkte für den ersten Konferenzteil, die europäische Auswanderung nach Amerika. Weitere Themen waren die aktuelle Einwanderung nach Europa, die unterschiedlichen Reaktionen darauf und die Möglichkeiten des Vergleichs mit anderen Migrationsbewegungen. Zentraler Aspekt hier und im dritten Konferenzteil zum Thema „Was ist Heimat?“ blieb immer die gesamteuropäische Sichtweise. Dr. Paul-Heinz Pauseback, dem Leiter des Auswanderer-Archivs des Nordfriisk Instituut, war es gelungen, die wissenschaftliche Konferenz nach Nordfriesland zu holen. Das Bredstedter Institut ist seit 1995 Mitglied der AEMI. Pauseback organisierte die Tagung gemeinsam mit Franziska Horschig, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Nordfriesland Museum – Nissenhaus. Kathrin Rothmann und Claudia Schirmer von der Husumer Tourismus und Stadtmarketing GmbH versorgten die Gäste mit Informationen zum Tagungsort und der passenden Unterkunft. Die Husumer Landfrauen unterstützten das Team bei der Bewirtung der Gäste. Grundlegendes Anliegen der AEMI ist es, die Idee eines vereinten Europas zu stärken. Das gilt sowohl für die Themen Migration und Integration wie auch wie für deren Schattenseiten, sogenannte Parallelgesellschaften und Fremdenfeindlichkeit. Einen leidenschaftlichen Appell für ein starkes und einiges Europa gab Salem Hattab, im Irak geborener Weltbürger und Friese aus Niebüll, den Kongressteilnehmern mit auf den Weg. Der Chef des ECCO-Schuh Konzerns war einer Einladung als Gastredner gefolgt. Grußworte von Landrat Dieter Harrsen und dem Husumer Bürgermeister Uwe Schmitz wiesen in die gleiche Richtung und bestärkten die Gäste in ihrem Bestreben, verlässliche Daten und Konzepte zur Orientierung für politische Entscheider auf allen Ebenen bereitzustellen und in der Zukunft gerade hier verstärkt den Dialog zu suchen.

Das ausführliche Kongressprogramm ist nachzulesen unter: http://aemi.eu/wp-content/uploads/2017/05/Programm-AEMI-2017-detailed-Seitenzahlen.pdf

Abb. 1: Begrüßung der Teilnehmer durch Dr. Paul-Heinz Pauseback, Nordfriisk Instituut, Hans Storhaug, Museum of Stavanger, Vorsitzender von AEMI, und Dr. Uwe Haupenthal, Nordfriesland Museum – Nissenhaus (von links).

Abb. 2: „Was ist Heimat?“ Benan Oregi Iñurrieta und Gorka Alvarez Aranburu, Baskische Regionalregierung, zuständig für die baskische Diaspora; Dr. Paul-Heinz Pauseback, Nordfriisk Instituut, Vorsitz; Antra Celmina, Latvians Abroad – Museum and Research Center, Riga, Lettland; Dr. Marie-Charlotte Le Bailly, Red Star Line Museum, Antwerpen, Belgien (von links).

Abb. 3: Kongressteilnehmer in der Rotunde des Nissenhauses im Gespräch. (Fotos: Finn Melchertsen)

Mitteilung vom 24. Oktober 2017


 

Der Jarling

 

Seit 40 Jahren ein Inbegriff für die nordfriesische Sprachpflege und für das Verlagsprogramm des Nordfriisk Instituut

jarling 2018 Wie vielseitig Nordfriesland ist! Der nordfriesische Kalender Jarling macht diese Vielfalt sichtbar. Die Fotos zeigen die wechselvolle, einmalige Landschaft von Wattenmeer, Inseln, Halligen, Marsch und Geest. Die Bildunterschriften sowie das Kalendarium in den friesischen Dialekten und in Plattdeutsch spiegeln die Sprachenlandschaft Nordfrieslands wider. Entwickelt haben dieses Konzept der Grafiker Rainer Kühnast aus Husum und der damalige Student Thomas Steensen – heute Direktor des Nordfriisk Instituut in Bredstedt. Sie gaben die ersten acht Kalender „im Auftrag der Jugendgruppe des Nordfriesischen Instituts“ heraus. Das Herausgeber-Team hat inzwischen mehrfach gewechselt. Heute sind Gondrun Hoffmann, Hamburg, Mirko Honnens, Bredstedt, und die Geschäftsführerin des Nordfriisk Instituut Marlene Kunz verantwortlich für den Kalender. Die sprachliche Bearbeitung hat Institutslektorin Antje Arfsten übernommen. In den ersten Jahren zeigte der Jarling Schwarz-Weiß-Aufnahmen, beispielsweise aus der Sammlung des Eiderstedter Fotografen Ernst C. Payns aus dem frühen 20. Jahrhundert. Seitdem haben zahlreiche namhafte Fotografen ihre Bilder zur Verfügung gestellt, darunter Hartmut Schwarzbach, Hans Jessel, Georg Quedens, Ulf Dahl und Dr. Martin Stock. Andere haben sich mit diesem Kalender erstmals einem breiteren Publikum vorstellen können, denn der Jarling ist heute bis weit über die Grenzen Nordfrieslands hinaus bekannt. Als Fotograf für den „Jubiläumskalender“ konnte Wilfried Dunckel gewonnen werden. Er verbrachte die größte Zeit seines Lebens in Hamburg. In seiner Freizeit zog es Wilfried Dunckel immer wieder in die nordfriesische Landschaft. Schon früh erkundete er mit dem Seekajak die Halligwelt im Wattenmeer und ließ sich von der Schönheit und Einmaligkeit der Landschaft und der dort lebenden Menschen begeistern. Die Kamera war immer dabei, in den frühen Jahren eine analoge, später die digitale Kamera. Seit Beendigung seiner Berufstätigkeit lebt Wilfried Dunckel in Eiderstedt. Seinen fotografischen Blick konnte er u. a. in der „Schule des Sehens“ bei dem GEO-Fotografen Heinz Teufel schärfen. „Bilder gehören an die Wand“ – lautet eine Überzeugung des Fotografen. So waren seine mit einem Fine Art Printer selbst produzierten Werke bereits in mehreren Ausstellungen zu sehen. Wilfried Dunckel ist Mitglied im KunstKlima Eiderstedt, in der Kulturwerkstatt Hamburg-Harburg, in der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen sowie im Fotoclub Nordfriesland. Der Fotokalender Jarling kostet 16,80 Euro, ist über den Buchhandel zu beziehen oder beim Nordfriisk Instituut, Telefon 04671-60120, E-Mail: verlag@nordfriiskinstituut.de.

Mitteilung vom 15. September 2017


 

Johannes Callsen im Interview, Minderheiten im ZDF, Frisistik in Kiel

 

Nummer 199 der Zeitschrift Nordfriesland soeben erschienen

Zeitschrift NF 199 „Die Vielfalt der Kulturen stärken und sichtbar machen“, möchte Johannes Callsen, der neue Minderheitenbeauftragte von Ministerpräsident Daniel Günther. In Nummer 199 der Zeitschrift „Nordfriesland“, herausgegeben vom Nordfriisk Instituut, wird er zu seinen Plänen und Zielen befragt. Weitere Themen des Heftes: Seit 2016 ist Dr. Karin Haug als offizielle Vertreterin der Regional- und Minderheitensprachen Mitglied im ZDF-Fernsehrat. Was sie und andere in diesem Gremium bewegen können, analysiert sie kritisch unter der Überschrift: „Viel zu sehen und wenig zu sagen?“ Wie man Friesisch in Kiel studieren kann und was dort an der Universität mit der Sprache wissenschaftlich getan wird, beschreibt Dr. Wendy Vanselow, die seit 2014 für die Frisistik in Kiel arbeitet. In einem Interview stellt Peter Mathews seine Beweggründe als Autor der ersten großen Biografie über Harro Harring vor. Aktuelle Berichte und Buchhinweise runden „Nordfriesland“ 199 ab. Das Heft umfasst 32 Seiten, kostet 3,00 Euro und ist erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt, Süderstr. 30, 25821 Bräist/Bredstedt, Tel.: 04671-60 120, E-Mail: info@nordfriiskinstituut.de.

Mitteilung vom 11. September 2017


 

Der nordfriesische „Rebell der Freiheit“
Die erste Biografie über Harro Harring wurde im Nordfriisk Instituut vorgestellt

 

Nordfriese – Europäer – Weltbürger

Dr. Thomas Steensen und Peter Mathews Nun ist sie da: die erste Biografie über den nordfriesischen Schriftsteller, Maler und Freiheitskämpfer Harro Harring. Bei der Buchpremiere im Nordfriisk Instituut in Bredstedt las der Autor Peter Mathews aus Bremerhaven wichtige Kapitel aus seinem über 450 Seiten umfassenden Werk. „Das Buch bietet fesselnde Lektüre“, sagte Professor Dr. Thomas Steensen in seiner Einführung. Durch eine Veranstaltung des Nordfriisk Instituut im Jahr 1998 war Mathews auf den Nordfriesen aus Wobbenbüll aufmerksam geworden. Seitdem recherchierte er im In- und Ausland. Deutlich wurde bei der Buchvorstellung: Harro Harring war Nordfriese, Europäer, Weltbürger und mit vielen Ideen seiner Zeit voraus. „Hoffentlich wird er durch dieses Buch auch über die Region hinaus der Vergessenheit entrissen“, sagte am Schluss der Buchpräsentation Perke Heldt, langjährige Geschäftsführerin der – inzwischen aufgelösten – Harro-Harring-Gesellschaft, die Peter Mathews bei seinen Forschungen unterstützt hatte.

Zum Bild: Autor Peter Mathews (rechts) und Professor Dr. Thomas Steensen vor dem „Zeitfenster“ für Harro Harring auf dem Bredstedter Marktplatz. Hier hielt Harring 1848 seine „Rede an die Nordfriesen“ und forderte seine Landsleute zur Gründung einer Republik auf.

Mitteilung vom 29. August 2017


 

Von und zu Reventlow
Zwei Friesisch-Experten beleuchten ein Adelsgeschlecht

 


Diana Gräfin v. Reventlow-Criminil, Foto: Sammlung Nordfriisk Instituut Die Friesen und der Adel scheinen seit alters Gegenspieler zu sein, und es ist schon ungewöhnlich, dass das Nordfriisk Instituut einen ganzen Vortrag über ein Adelsgeschlecht hält. Das betonte Harry Kunz vom Nordfriisk Instituut, der für den kurzfristig verhinderten Institutsdirektor Prof. Dr. Thomas Steensen eingesprungen war und dessen vorbereitetes Manuskript las. Den Vortrag im Rahmen des Nordfriesischen Sommer-Instituts hielt er zusammen mit seinem Kollegen Dr. Claas Riecken, der deutlich machte, dass die Reventlows zu der großen Anzahl von bedeutenden Persönlichkeiten gehören, die zum einzigartigen kulturellen Reichtum Nordfrieslands beitragen. Referiert wurde u. a. über den ersten preußischen Landrat in Husum, Ludwig Graf zu Reventlow, der von 1867/68 bis 1889 amtierte. Einfühlsam und kenntnisreich beschrieb Steensens Manuskript auch die sechs Kinder des Grafen Ludwig, darunter den früh verstorbenen Theodor, über dessen Tod der Dichter Theodor Storm sehr erschüttert war. Die wohl bekannteste Reventlow, die Schriftstellerin und Künstlerin Franziska (Fanny) Gräfin zu Reventlow, auch sie eine Tochter des Husumer Landrats, wurde besonders in ihrer Beziehung zu Husum gewürdigt. „Diese Nacht habe ich so intensiv von Husum geträumt, dass ich am liebsten gleich gefahren wäre“, schrieb sie aus München. Zeitweise als Ikone der sexuellen Revolution und Frauenemanzipation verehrt, lebte sie inmitten der Schwabinger Bohème. Doch ihrem Tagebuch vertraute sie an: „In der Sonne gelegen und an Husum und die Hallig gedacht. O Gott ich möchte hin, sobald wie möglich.“ Ihren Bruder Ernst Graf zu Reventlow, einen glühenden Nationalsozialisten und Antisemiten, analysierte Steensens Text kritisch. Seine Wirkung entfaltete der überzeugte Nationalsozialist vor allem als Publizist und Herausgeber der Zeitschrift Der Reichswart. Riecken sprach außerdem über den teilweise in Husum aufgewachsenen Politiker Victor Graf v. Reventlow-Criminil, der von 1946 bis 1950 für die dänische Minderheit im Kieler Landtag saß, und über dessen Tante Diana Gräfin v. Reventlow-Criminil, die als „Halliggräfin“ bekannt war und bis zu ihrem Tod 1953 auf Hallig Südfall lebte. Sie beeindruckte die Nordfriesen, weil sie Haltung zeigte, nicht nur gegenüber dem Nationalsozialismus, den sie ablehnte, sondern auch als unverheiratete und sehr selbstbestimmte Persöhnlichkeit, die für ihre Unabhängigkeit alle Härten des Halliglebens auf sich nahm. Die Vortragsreihe Nordfriesisches Sommer-Institut wird gefördert von der Nord-Ostsee Sparkasse. BU: Diana Gräfin v. Reventlow-Criminil an ihrem 90. Geburtstag

Mitteilung vom 04. Juli 2017


 

Wie Luthers Lehre nach Nordfriesland kam
Albert Panten referierte zur 500. Wiederkehr des Thesenanschlags im Nordfriisk Instituut

 


Albert Panten Martin Luther (1483–1546) hat gut abgeschrieben, und Hermann Tast (1490–1551) war nicht der erste Reformator in Husum. So lauteten die Kernbotschaften des ersten Vortrages im Rahmen des 27. Nordfriesischen Sommer-Instituts im Bredstedter Nordfriisk Instituut. Im bis auf den letzten Platz besetzten Vortragssaal erläuterte der Niebüller Geschichtsforscher Albert Panten anhand zahlreicher Quellen den Einzug des lutherischen Glaubens in Nordfriesland. In einer von Not und Krisen geprägten Zeit fielen reformatorische Gedanken auf fruchtbaren Boden. „Luther war ein Werkzeug des Zeitgeistes, und sein Erfolg hing mit dem Geld zusammen“, schätzte Panten die Lage im frühen 16. Jahrhundert ein. Immer mehr musste bezahlt werden, um zum Seelenheil zu gelangen. Es grummelte im Volk. Erste reformatorische Gedanken kamen über Magister Dietrich Becker nach Husum. Erst später ließ sich Hermann Tast auf die neue Religion ein. In der nachreformatorischen Zeit setzten sich aber bald wieder die alten Strukturen durch, allerdings in anderem Gewand. Panten belegte diese Praxis mit Dokumenten aus Nordfriesland. Es bestand eine Kontinuität der „ritualisierten Geldzahlungen“, die teilweise bis ins 19. Jahrhundert reichte. So wurde z. B. die Abschaffung des „Zehnten“ durch die Zahlung einer Landsteuer ersetzt. Auch die „Einsetzung“ neuer Geistlicher wurde pragmatisch gehandhabt: Aus den katholischen Pfarrern wurden kurzerhand lutherische Pastoren. Und die Abschaffung des Zölibats verhalf den „Köchinnen“ im Pfarramt nicht immer zum erhofften Ehestand. „Mein Vortrag ist nun beendet, die Reformation nicht“, schloss Panten seine mitreißenden Ausführungen.

Bild: Albert Panten beim Vortrag im Nordfriisk Instituut

Mitteilung vom 3. Juli 2017


 

Hooge, New York, Theater, KZ-Gedenkstätte, Reformation - Nummer 198 der Zeitschrift Nordfriesland erschienen

 


Zeitschrift Nordfriesland Nr. 198“Is’ nun mal so!“, ist eine der Kernaussagen der Untersuchung, die von der Studentin Wienke Reimer auf Hallig Hooge durchgeführt wurde. Wie sie das Leben auf der Hallig erforschte und wie sie zu ihrer Kernaussage gekommen ist, beschreibt Reimer in ihrem Beitrag für die Zeitschrift „Nordfriesland“, die vom Nordfriisk Instituut herausgegeben wird. Nach New York und Umgebung sind viele Nordfriesen, besonders Föhrer, ausgewandert. Drei Frisisten der Europa-Universität Flensburg besuchten sie zu einem „Fering Breakfast auf Long Island“, darunter der Doktorand Robert Kleih, der davon berichtet.

Ebenfalls Doktorand der Frisistik an der Flensburger Uni ist Temmo Bosse, der das neue friesische Theater von Gary Funck kritisch analysiert. Das spielt als „Et Nordfriisk Teooter“ seit April 2017 und hat sich eine Professionalisierung der nordfriesischen Theaterszene zum Ziel gesetzt.

Prof. Dr. Thomas Steensen berichtet über die neugestaltete Gedenkstätte für das KZ Husum-Schwesing. Hier waren Ende 1944 etwa 2.500 Menschen eingesperrt, von denen Hunderte starben. Albert Panten gedenkt 500 Jahren Reformation in Nordfriesland und unterstreicht dabei, dass Hermann Tast nicht der erste Reformator Husums war, sondern „erst mit viel Mühe“ zum Protestantismus überredet werden musste.

Aktuelle Berichte und Buchhinweise runden „Nordfriesland“ 198 ab. Das Heft umfasst 32 Seiten, kostet 3,00 Euro und ist erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt, Süderstr. 30, 25821 Bräist/Bredstedt, Tel.: 04671-60 120, E-Mail: info@nordfriiskinstituut.de

Mitteilung vom 31. Mai 2017


 

Friesisches Lesebuch durch alle Zeiten - Geschichte, Kultur und Landeskunde in friesischer Sprache

 


Friesisches Lesebuch durch alle ZeitenBisher konnten sich die Nordfriesen ihre eigene Geschichte nur auf Deutsch erklären lassen. Das ist jetzt vorbei!

Es liegen zwei Lesebücher durch alle Zeiten vor, vom Mittelalter bis heute. Geschichte, Kultur und Landeskunde werden hier in friesischer Sprache dargelegt – und das in zwei Dialekten: auf Frasch und Fering: Der Titel lautet: Nordfraschlönj aw frasch und Nuurdfresklun üüb fering. Sachtexte, literarische Texte und zahlreiche Illustrationen mit friesischen Erklärungen führen durch die Jahrhunderte und in vielfältige Themen, vom Christentum bis zum Tourismus und von der Auswanderung bis zu Sagen und Legenden. Ein Werk nicht nur für Lernende, sondern auch für Muttersprachler.

Das Werk wurde gefördert aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) über den Friesenrat.

Die beiden Bücher aus dem Verlag des Nordfriisk Instituut bieten für jeweils 9,90 Euro 91 bzw. 84 Seiten und sind erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt, Süderstr. 30, 25821 Bräist/Bredstedt, Tel.: 04671-60 120, E-Mail: info@nordfriiskinstituut.de

Mitteilung vom 22. Mai 2017


 

Nordfriesische Bücher für Halligschulen

 


Nordfriesische Bücher für nordfriesische Schulen – unter diesem Motto steht eine Aktion, die das Nordfriisk Instituut in Bredstedt durchführt. Auf diese Weise soll die Berücksichtigung regionaler Themen im Unterricht gefördert werden. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Ute-Karl-Friedrich-und-Carsten-Hagemann-Stiftung können den Schulen in Nordfriesland Lehr- und Lesebücher zur nordfriesischen Kultur, Sprache und Geschichte geschenkt werden. Nun waren die Halligschulen auf Hooge und Langeneß an der Reihe. Matthias Piepgras, Bürgermeister von Hooge, und Heike Hinrichsen, Bürgermeisterin von Langeneß, freuten sich über die Bücher, die Ilse Johanna Christiansen vom Friesenrat und Prof. Dr. Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut ihnen in zwei prall gefüllten Rucksäcken überreichten. Enthalten sind zum Beispiel Wörterbücher der halligfriesischen Sprache, ein Führer zu „Erinnerungsorten“ und ein Buch „Heimat Nordfriesland“.

Mitteilung vom 10. Mai 2017


 

Nationale Minderheiten - Nordfriisk Instituut veröffentlichte Buch mit Beiträgen von Experten

 


Nationale Minderheiten Fast jeder siebte Europäer gehört einer nationalen Minderheit an. In Deutschland gibt es vier anerkannte Minderheiten: die Dänen, die Sorben, die deutschen Sinti und Roma und die Friesen.

Vielfältige Aspekte des Minderheitenwesens behandeln elf Experten in einem Buch, das Professor Dr. Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut soeben herausgegeben hat. Es geht zum Beispiel um verschiedene Typen von Minderheiten, die Mehrsprachigkeit, um die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen, einen Vergleich mit der Situation in Afrika sowie die Haltung des aus Nordfriesland stammenden Soziologen Ferdinand Tönnies zur Minderheitenfrage. Die Aufsätze basieren zumeist auf Vorträgen, die beim 9. Internationalen Ferdinand-Tönnies-Symposium 2015 in Husum gehalten wurden; zum 50-jährigen Bestehen des Nordfriisk Instituut war es dem Thema „Nationale Minderheiten“ gewidmet. Die dabei gehaltene Podiumsdiskussion wird ebenfalls dokumentiert, außerdem Einschätzungen von Studierenden der Europa-Universität Flensburg.

Der Band „Nationale Minderheiten“ aus dem Verlag des Nordfriisk Instituut bietet für 18,00 Euro 216 Seiten und ist erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt, Süderstr. 30, 25821 Bräist/Bredstedt, (Tel.: 04671-60120, E-Mail: verlag@nordfriiskinstituut.de) sowie im Buchhandel.

Mitteilung vom 07. Mai 2017