Wat jeeft et nais önj än am Fraschlönj... /.News & Aktuelles
 

Wenn Theodor auf Theodor trifft
Zwei nordfriesische Größen einmal genauer unter die Lupe genommen
Mitteilung vom 14. Juli 2017

Neue Architektur in alten Mauern
Vortrag im Nordfriesischen Sommer-Institut
Mitteilung vom 27. Juli 2017

Das Friesische in Werbung und Klischee
Vortrag im Nordfriesischen Sommer-Institut
Mitteilung vom 14. Juli 2017

Von und zu Reventlow
Zwei Friesisch-Experten beleuchten ein Adelsgeschlecht
Mitteilung vom 04. Juli 2017

Reformation in Nordfriesland
Thesenanschlag Martin Luthers vor 500 Jahren
Mitteilung vom 03. Juli 2017

Sechs friesische Themen von Fachleuten allgemeinverständlich erklärt
Am 28. Juni beginnt das 27. Nordfriesische Sommer-Institut
Mitteilung vom 07. Juni 2017

Hooge, New York, Theater, KZ-Gedenkstätte, Reformation
Nummer 198 der Zeitschrift Nordfriesland soeben erschienen
Mitteilung vom 31. Mai 2017

Friesisches Lesebuch durch alle Zeiten
Geschichte, Kultur und Landeskunde in friesischer Sprache
Mitteilung vom 22. Mai 2017

Nordfriesische Bücher für Halligschulen
Mitteilung vom 10. Mai 2017

Nationale Minderheiten
Nordfriisk Instituut veröffentlichte Buch mit Beiträgen von Experten
Mitteilung vom 9. Mai 2017

Vortrag: Nordfriesland und Husum vor 150 Jahren
Mitteilung vom 27. März 2017

Konflikte und Alltag eines adeligen Gutes
Urkunden und Akten aus Lütjenhorn im Neuen Friesischen Archiv 5 erschienen
Mitteilung vom 10. März 2017

Helgoland, Knut Kiesewetter, Wattenmeerkonferenz, friesische Klischees
Nummer 197 der Zeitschrift Nordfriesland erschienen
Mitteilung vom 1. März 2017

„Die beste Entscheidung“
Jürgen Dietrich übergibt Dokumente zur regionalen Geschichte an das Nordfriisk Instituut
Mitteilung vom 17. Januar 2017

„Friesischer Abend“ bei der Husumer Universitätswoche
Prof. Dr. Martin Krieger referierte über die Geschichte Helgolands
Mitteilung vom 12. Januar 2017

Halligen, Margareta Erichsen, Minderheitenprofessor und friesisches Selbstverständnis
Nummer 196 der Zeitschrift Nordfriesland erschienen
Mitteilung vom 30. November 2016

Von Vogelkojen über die nordfriesische Rechtschreibung bis zu Zinngießern
Das Nordfriesische Jahrbuch 2017 liegt bereit
Mitteilung vom 22. November 2016

105 Jahre Arbeit für das Nordfriisk Instituut
Mitteilung vom 4. November 2016

Nordfriesland in Wort und Bild Eine Landeskunde in hundert Begriffen von A bis Z
Mitteilung vom 21. Oktober 2016

Unvergänglich sensible Zeichnungen und Aquarelle der Vergänglichkeit
Festschrift der Flensburg-Husumer Künstlerin Margareta Erichsen
Mitteilung vom 13. Oktober 2016

Dauerleihgabe für das Nordfriisk Instituut
Friesenverein Niebüll übergibt Nachlässe friesischer Sprachpfleger
Mitteilung vom 10. Oktober 2016

Das Wattenmeer – einzigartig
Das Nordfriisk Instituut ist Mitveranstalter einer internationalen Konferenz Anfang Dezember in Husum
Mitteilung vom 6. Oktober 2016

Friesische Literatur unterwegs
Neue Haltestelle der dänischen Fahrbücherei am Nordfriisk Instituut
Mitteilung vom 27. September 2016

Von Kunst, Friesisch auf Amrum und einem großen Nordfriesen in Berlin
Nummer 195 der Zeitschrift Nordfriesland erschienen
Mitteilung vom 19. September 2016

Friesische Musik im Wandel der Zeit
Stationen der friesischen Musikgeschichte zum Mitsingen Mitteilung vom 9. September 2016

Im Bibliotheksgesetz verankert
Eine wissenschaftliche Bibliothek für das Nordfriesische
Mitteilung vom 17. August 2016

Sile, sile aw e siie – Segeln, segeln auf dem Meer
Der neue Fotokalender Jarling 2017 ist erschienen. Mitteilung vom 10. August 2016

„Was vom Lande übrig blieb“
Mitteilung vom 12. August 2016

Das Ruhrgebiet des Nordens?
Exkursion und Vortrag über Ur- und Frühgeschichte Nordfrieslands

Mitteilung vom 28. Juli 2016

Kreis-CDU zu Besuch im Nordfriisk Instituut
Mitteilung vom 20. Juli 2016

Tigerente auf Friesisch
Janoschs Klassiker ins Friesische übersetzt

Mitteilung vom 19. Juli 2016

„Eine Kolonie wird deutsch“
Neueste Forschungsergebnisse über Helgoland zwischen den Weltkriegen
Mitteilung vom 18. Juli 2016

Eiserne Zeiten
Exkursion und Vortrag über Ur- und Frühgeschichte Nordfrieslands

Mitteilung vom 18. Juli 2016

Friesisch-Arabisch, Plattdeutsch-Chinesisch
Mehrsprachiges Kinderbuch im Netz gibt viele Möglichkeiten
Mitteilung vom 14. Juli 2016

Schicksal einer Hallig
Dr. Günter Klatt spricht über die Hallig Süderoog in Geschichte und Gegenwart
Mitteilung vom 4. Juli 2016

Was für Künstler!
Hans Peter Feddersen und Jochen Hein im künstlerischen Dialog
Mitteilung vom 30. Juni 2016







 

Wenn Theodor auf Theodor trifft
Zwei nordfriesische Größen einmal genauer unter die Lupe genommen

 


Dr. Ole PetrasBREDSTEDT (NfI). Was haben die Schriftsteller Theodor Storm und Theodor Mommsen gemein? Nicht nur, dass sie den gleichen Vornamen teilen und gebürtig aus Nordfriesland stammen, in diesem Jahr jährt sich auch ihr Geburtstag zum 200. Mal. Dr. Ole Petras, Mitarbeiter am Institut für Neuere Deutsche Medien und Literatur der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, beleuchtet im Rahmen des 27. Nordfriesischen Sommer-Instituts das Verhältnis der beiden großen Nordfriesen, die sich als Kommilitonen an der Universität Kiel kennenlernten und Freundschaft schlossen, nach dem Studium allerdings unterschiedliche Lebenswege einschlugen. Der Vortrag findet statt am 23. August um 19.30 Uhr im Multimediasaal des Nordfriisk Instituut, Süderstr. 30, Bredstedt. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende gebeten. Die Reihe wird von der Nord-Ostsee Sparkasse unterstützt. BU: Dr. Ole Petras Foto: CAU Kiel, Einverständnis vorausgesetzt

Mitteilung vom 11. August 2017


 

Neue Architektur in alten Mauern
Vortrag im Nordfriesischen Sommer-Institut

 


Neues Friesisches Archiv 5BREDSTEDT (NfI). Dem zeitgenössischen Bauen mit besonderem Blick auf Nordfriesland wird Dipl.-Ing. Gregor Sunder-Plassmann seinen Vortrag am Mittwoch, 9. August, um 19.30 Uhr in Bredstedt widmen. Das Referat ist Teil des 27. Nordfriesischen Sommer-Instituts im Multimediasaal Nordfriisk Futuur in der Süderstraße 30. Der international bekannte und mehrfach ausgezeichnete Architekt wird einen Spannungsbogen schlagen von der Gestaltung eines ganzen Dorfes bis hin zur Ausarbeitung kleinster Details. In Nordfriesland trat Sunder-Plassmann besonders durch seinen Entwurf des „Museum Kunst der Westküste“ in Alkersum auf Föhr hervor sowie durch seine Planungsarbeiten für das Museumscafé und die Galerie für zeitgenössische Kunst im Schloss vor Husum. Die Veranstaltung wird gemeinsam vom Nordfriisk Instituut und der Interessengemeinschaft Baupflege getragen und unterstützt von der Nord-Ostsee Sparkasse. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende gebeten. BU: Architekt Dipl.-Ing. Gregor Sunder-Plassmann

Mitteilung vom 27. Juli 2017


 

Das Friesische in Werbung und Klischee
Vortrag im Nordfriesischen Sommer-Institut

 


Neues Friesisches Archiv 5BREDSTEDT (NfI). In der gemütlichen Friesenstube vor der mit friesisch-blauen Fliesen gekachelten Wand sitzen und einen Friesentee trinken, während draußen ein Sturm tobt: So wird Nordfriesland gerne von anderen dargestellt, und so wollen viele es sehen. Egal ob in Büchern, im Museum oder in den Medien - die nordfriesischen Rollenklischees begegnen uns überall. Ernst-Jürgen Walberg, ehemaliger Kulturchef des NDR in Schwerin, und Inga Werth, Mitarbeiterin des Nordfriisk Instituut, haben sich auf die Suche nach typisch nordfriesischen Klischees begeben und werden diesen in einem gemeinsamen Vortrag auf den Grund gehen. Der Vortrag findet statt am 26. Juli um 19.30 Uhr im Vortrags- und Multimediasaal Nordfriisk Futuur des Nordfriisk Instituut, Süderstr. 30, Bredstedt. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende gebeten. Die Reihe wird von der Nord-Ostsee Sparkasse unterstützt. Bildunterschrift 1: Ernst-Jürgen Walberg (Foto: Ernst-Jürgen Walberg) Bildunterschrift 2: Inga Werth (Foto: Inga Werth)

Mitteilung vom 14. Juli 2017


 

Von und zu Reventlow
Zwei Friesisch-Experten beleuchten ein Adelsgeschlecht

 


Neues Friesisches Archiv 5BREDSTEDT (NfI). Die Friesen und der Adel scheinen seit alters Gegenspieler zu sein, und es ist schon ungewöhnlich, dass das Nordfriisk Instituut einen ganzen Vortrag über ein Adelsgeschlecht hält. Das betonte Harry Kunz vom Nordfriisk Instituut, der für den kurzfristig verhinderten Institutsdirektor Prof. Dr. Thomas Steensen eingesprungen war und dessen vorbereitetes Manuskript las. Den Vortrag im Rahmen des Nordfriesischen Sommer-Instituts hielt er zusammen mit seinem Kollegen Dr. Claas Riecken, der deutlich machte, dass die Reventlows zu der großen Anzahl von bedeutenden Persönlichkeiten gehören, die zum einzigartigen kulturellen Reichtum Nordfrieslands beitragen. Referiert wurde u. a. über den ersten preußischen Landrat in Husum, Ludwig Graf zu Reventlow, der von 1867/68 bis 1889 amtierte. Einfühlsam und kenntnisreich beschrieb Steensens Manuskript auch die sechs Kinder des Grafen Ludwig, darunter den früh verstorbenen Theodor, über dessen Tod der Dichter Theodor Storm sehr erschüttert war. Die wohl bekannteste Reventlow, die Schriftstellerin und Künstlerin Franziska (Fanny) Gräfin zu Reventlow, auch sie eine Tochter des Husumer Landrats, wurde besonders in ihrer Beziehung zu Husum gewürdigt. „Diese Nacht habe ich so intensiv von Husum geträumt, dass ich am liebsten gleich gefahren wäre“, schrieb sie aus München. Zeitweise als Ikone der sexuellen Revolution und Frauenemanzipation verehrt, lebte sie inmitten der Schwabinger Bohème. Doch ihrem Tagebuch vertraute sie an: „In der Sonne gelegen und an Husum und die Hallig gedacht. O Gott ich möchte hin, sobald wie möglich.“ Ihren Bruder Ernst Graf zu Reventlow, einen glühenden Nationalsozialisten und Antisemiten, analysierte Steensens Text kritisch. Seine Wirkung entfaltete der überzeugte Nationalsozialist vor allem als Publizist und Herausgeber der Zeitschrift Der Reichswart. Riecken sprach außerdem über den teilweise in Husum aufgewachsenen Politiker Victor Graf v. Reventlow-Criminil, der von 1946 bis 1950 für die dänische Minderheit im Kieler Landtag saß, und über dessen Tante Diana Gräfin v. Reventlow-Criminil, die als „Halliggräfin“ bekannt war und bis zu ihrem Tod 1953 auf Hallig Südfall lebte. Sie beeindruckte die Nordfriesen, weil sie Haltung zeigte, nicht nur gegenüber dem Nationalsozialismus, den sie ablehnte, sondern auch als unverheiratete und sehr selbstbestimmte Persöhnlichkeit, die für ihre Unabhängigkeit alle Härten des Halliglebens auf sich nahm. Die Vortragsreihe Nordfriesisches Sommer-Institut wird gefördert von der Nord-Ostsee Sparkasse. BU: Diana Gräfin v. Reventlow-Criminil an ihrem 90. Geburtstag Foto: Sammlung Nordfriisk Instituut

Mitteilung vom 04. Juli 2017


 

Reformation in Nordfriesland
Thesenanschlag Martin Luthers vor 500 Jahren

 


Neues Friesisches Archiv 5Wie gelangte die Lehre Luthers vor fünf Jahrhunderten nach Nordfriesland und durch wen? Im Rahmen des 27. Nordfriesischen Sommer-Instituts gibt Albert Panten Antworten auf diese und weitere Fragen zur regionalen Reformationsgeschichte. Wie kaum ein anderer kennt er die Geschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit in Nordfriesland. Panten weiß die Urkunden und historischen Schriften aus dieser Zeit genau zu lesen und seine Forschungen überzeugend darzulegen. Der Vortrag findet statt am 28. Juni um 19.30 Uhr im Vortrags- und Multimediasaal Nordfriisk Futuur des Nordfriisk Instituut, Süderstr. 30, Bredstedt.
Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende gebeten. Die Reihe wird von der Nord-Ostsee Sparkasse unterstützt.

Mitteilung vom 03. Juli 2017


 

Sechs friesische Themen von Fachleuten allgemeinverständlich erklärt - Am 28. Juni beginnt das 27. Nordfriesische Sommer-Institut

 


Sommer Institut 2017Einen bunten Strauß von sechs Veranstaltungen präsentiert das Nordfriisk Instituut in Bredstedt im Nordfriesischen Sommer-Institut 2017 an Einheimische und Feriengäste gleichermaßen.

Albert Panten, einer der besten Kenner der mittelalterlichen Geschichte Nordfrieslands, eröffnet den Reigen am Mittwoch, 28. Juni, anlässlich des 500. Jubiläums des Wittenberger Thesenanschlags mit einem Vortrag darüber, „Wie Luthers Lehre nach Nordfriesland kam“.

Dr. Claas Riecken und Prof. Dr. Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut sprechen am Mittwoch, 12. Juli, über das Adelsgeschlecht „Von und zu Reventlow“ und dessen Verbindungen zu Nordfriesland. Die Schriftstellerin Franziska Gräfin zu Reventlow, die in Husum aufwuchs, und Diana Gräfin von Reventlow-Criminil, die als „Halliggräfin“ bekannt wurde, sind nur zwei von mehreren Familienmitgliedern, die vorgestellt werden.

Der Frage, wie Nordfriesland und das Friesische in Klischees und in der Werbung vorkommen, gehen der freie Journalist Ernst-Jürgen Walberg und die Mitarbeiterin des Nordfriisk Instituut Inga Werth nach. Die Veranstaltung am Mittwoch, 26. Juli, trägt den Titel: „Frisch und Friesisch auf den Tisch“.

Der Architekt und Diplom-Ingenieur Gregor Sunder-Plassmann richtet einen besonderen Blick auf Nordfriesland, wenn er am 9. August über „Neue Architektur in alten Mauern“ referiert. Der Vortrag wird zusammen mit der Interessengemeinschaft Baupflege veranstaltet.

„Was macht der Poet?“, fragt am 23. August der Kieler Medien- und Literaturwissenschaftler Dr. Ole Petras anlässlich der 200. Wiederkehr des Geburtstages der beiden berühmtesten nordfriesischen Theodore: Storm und Mommsen.

Der neue Flensburger Lehrstuhlinhaber für Nordfriesisch und Minderheitenforschung, Prof. Dr. Nils Langer, spricht am 6. September über „Das Nordfriesische als ‚unsichtbare Sprache‘“. Erst in den vergangenen Jahrzehnten kann man die Sprache auf Schildern in der Öffentlichkeit öfter sehen und seither gibt es auch mehr Friesen, die ihre Muttersprache schriftlich benutzen.

Alle Vorträge finden im Nordfriisk Instituut – Nordfriisk Futuur, Süderstraße 30 in Bredstedt statt. Sie beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Die Reihe wird von der Nord-Ostsee Sparkasse unterstützt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Anstelle eines Eintrittsgeldes wird jeweils um eine Spende gebeten.

Mitteilung vom 07. Juni 2017


 

Hooge, New York, Theater, KZ-Gedenkstätte, Reformation - Nummer 198 der Zeitschrift Nordfriesland erschienen

 


Zeitschrift Nordfriesland Nr. 198“Is’ nun mal so!“, ist eine der Kernaussagen der Untersuchung, die von der Studentin Wienke Reimer auf Hallig Hooge durchgeführt wurde. Wie sie das Leben auf der Hallig erforschte und wie sie zu ihrer Kernaussage gekommen ist, beschreibt Reimer in ihrem Beitrag für die Zeitschrift „Nordfriesland“, die vom Nordfriisk Instituut herausgegeben wird. Nach New York und Umgebung sind viele Nordfriesen, besonders Föhrer, ausgewandert. Drei Frisisten der Europa-Universität Flensburg besuchten sie zu einem „Fering Breakfast auf Long Island“, darunter der Doktorand Robert Kleih, der davon berichtet.

Ebenfalls Doktorand der Frisistik an der Flensburger Uni ist Temmo Bosse, der das neue friesische Theater von Gary Funck kritisch analysiert. Das spielt als „Et Nordfriisk Teooter“ seit April 2017 und hat sich eine Professionalisierung der nordfriesischen Theaterszene zum Ziel gesetzt.

Prof. Dr. Thomas Steensen berichtet über die neugestaltete Gedenkstätte für das KZ Husum-Schwesing. Hier waren Ende 1944 etwa 2.500 Menschen eingesperrt, von denen Hunderte starben. Albert Panten gedenkt 500 Jahren Reformation in Nordfriesland und unterstreicht dabei, dass Hermann Tast nicht der erste Reformator Husums war, sondern „erst mit viel Mühe“ zum Protestantismus überredet werden musste.

Aktuelle Berichte und Buchhinweise runden „Nordfriesland“ 198 ab. Das Heft umfasst 32 Seiten, kostet 3,00 Euro und ist erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt, Süderstr. 30, 25821 Bräist/Bredstedt, Tel.: 04671-60 120, E-Mail: info@nordfriiskinstituut.de

Mitteilung vom 31. Mai 2017


 

Friesisches Lesebuch durch alle Zeiten - Geschichte, Kultur und Landeskunde in friesischer Sprache

 


Friesisches Lesebuch durch alle ZeitenBisher konnten sich die Nordfriesen ihre eigene Geschichte nur auf Deutsch erklären lassen. Das ist jetzt vorbei!

Es liegen zwei Lesebücher durch alle Zeiten vor, vom Mittelalter bis heute. Geschichte, Kultur und Landeskunde werden hier in friesischer Sprache dargelegt – und das in zwei Dialekten: auf Frasch und Fering: Der Titel lautet: Nordfraschlönj aw frasch und Nuurdfresklun üüb fering. Sachtexte, literarische Texte und zahlreiche Illustrationen mit friesischen Erklärungen führen durch die Jahrhunderte und in vielfältige Themen, vom Christentum bis zum Tourismus und von der Auswanderung bis zu Sagen und Legenden. Ein Werk nicht nur für Lernende, sondern auch für Muttersprachler.

Das Werk wurde gefördert aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) über den Friesenrat.

Die beiden Bücher aus dem Verlag des Nordfriisk Instituut bieten für jeweils 9,90 Euro 91 bzw. 84 Seiten und sind erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt, Süderstr. 30, 25821 Bräist/Bredstedt, Tel.: 04671-60 120, E-Mail: info@nordfriiskinstituut.de

Mitteilung vom 22. Mai 2017


 

Nordfriesische Bücher für Halligschulen

 


Nordfriesische Bücher für nordfriesische Schulen – unter diesem Motto steht eine Aktion, die das Nordfriisk Instituut in Bredstedt durchführt. Auf diese Weise soll die Berücksichtigung regionaler Themen im Unterricht gefördert werden. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Ute-Karl-Friedrich-und-Carsten-Hagemann-Stiftung können den Schulen in Nordfriesland Lehr- und Lesebücher zur nordfriesischen Kultur, Sprache und Geschichte geschenkt werden. Nun waren die Halligschulen auf Hooge und Langeneß an der Reihe. Matthias Piepgras, Bürgermeister von Hooge, und Heike Hinrichsen, Bürgermeisterin von Langeneß, freuten sich über die Bücher, die Ilse Johanna Christiansen vom Friesenrat und Prof. Dr. Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut ihnen in zwei prall gefüllten Rucksäcken überreichten. Enthalten sind zum Beispiel Wörterbücher der halligfriesischen Sprache, ein Führer zu „Erinnerungsorten“ und ein Buch „Heimat Nordfriesland“.

Mitteilung vom 10. Mai 2017


 

Nationale Minderheiten - Nordfriisk Instituut veröffentlichte Buch mit Beiträgen von Experten

 


Nationale Minderheiten Fast jeder siebte Europäer gehört einer nationalen Minderheit an. In Deutschland gibt es vier anerkannte Minderheiten: die Dänen, die Sorben, die deutschen Sinti und Roma und die Friesen.

Vielfältige Aspekte des Minderheitenwesens behandeln elf Experten in einem Buch, das Professor Dr. Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut soeben herausgegeben hat. Es geht zum Beispiel um verschiedene Typen von Minderheiten, die Mehrsprachigkeit, um die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen, einen Vergleich mit der Situation in Afrika sowie die Haltung des aus Nordfriesland stammenden Soziologen Ferdinand Tönnies zur Minderheitenfrage. Die Aufsätze basieren zumeist auf Vorträgen, die beim 9. Internationalen Ferdinand-Tönnies-Symposium 2015 in Husum gehalten wurden; zum 50-jährigen Bestehen des Nordfriisk Instituut war es dem Thema „Nationale Minderheiten“ gewidmet. Die dabei gehaltene Podiumsdiskussion wird ebenfalls dokumentiert, außerdem Einschätzungen von Studierenden der Europa-Universität Flensburg.

Der Band „Nationale Minderheiten“ aus dem Verlag des Nordfriisk Instituut bietet für 18,00 Euro 216 Seiten und ist erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt, Süderstr. 30, 25821 Bräist/Bredstedt, (Tel.: 04671-60120, E-Mail: verlag@nordfriiskinstituut.de) sowie im Buchhandel.

Mitteilung vom 07. Mai 2017


 

Vortrag: Nordfriesland und Husum vor 150 Jahren

 


Die Zeit vor 150 Jahren war für Nordfriesland und Husum folgenreich: Die Verbindung mit Dänemark endete, die Region wurde preußisch. Über diese Vorgänge berichtet Professor Dr. Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut in seinem Vortrag „Nordfriesland und Husum vor 150 Jahren“ am Dienstag (4. April) um 19.30 Uhr im Nordfriesland-Museum, Nissenhaus in Husum auf Einladung des Vorsitzenden der Gesellschaft für Husumer Stadtgeschichte, Volker Articus.

In seinem Vortrag wird der Direktor des Nordfriesischen Instituts zunächst schildern, wie sich der deutsch-dänische Krieg 1864 auf Nordfriesland auswirkte. Außerdem geht es um die Frage, wie die Menschen in Nordfriesland und Husum die Lösung von Dänemark und die „Einverleibung“ in Preußen 1867, vor genau 150 Jahren, beurteilten. Steensen hat sich mit diesen Themen in den Büchern „Geschichte Nordfrieslands“ und „Geschichte Husums“ eingehend befasst. Der Eintritt für Mitglieder ist frei – Gäste werden um eine Spende gebeten

Mitteilung vom 27. März 2017


 

Konflikte und Alltag eines adeligen Gutes
Urkunden und Akten aus Lütjenhorn im Neuen Friesischen Archiv 5 erschienen

 

Neues Friesisches Archiv 5

Nachbarschaftsstreit, Schwängerung und Landverkäufe – alte Akten können viel vom Alltag vergangener Jahrhunderte überliefern. In diesem Fall betreffen sie das Dorf Lütjenhorn,  das urkundlich erstmals 1441 erwähnt wurde.  Der Niebüller Geschichtsforscher Albert Panten hat Abschriften von Urkunden und Aktenstückenüber einen Zeitraum von 1441 bis 1746 angefertigt, die einer privaten Sammlung entstammten. Diese sind nun als Band 5 „Lütjenhorner Urkundenbuch (1441–1746)“ in der Reihe „Neues Friesisches Archiv“ des Nordfriisk Instituut veröffentlicht worden. Sie zeigen „die ganze Vielfalt der Wechselwirkungen eines adeligen Gutes mit seinen Nachbarn, seinen Untertanen, seinem Werden und Wachsen“, wie Albert Panten in der Einleitung schreibt. Der Band umfasst 88 Seiten und ist für 10 Euro erhältlich im Nordfriisk Instituut, Süderstraße 30, 25821 Bräist/Bredstedt, NF (Tel.: 04671-60120, E-Mail: verlag@nordfriiskinstituut.de) sowie im Buchhandel.

Mitteilung vom 10. März 2017


 

Helgoland, Knut Kiesewetter, Wattenmeerkonferenz, friesische Klischees
Nummer 197 der Zeitschrift Nordfriesland erschienen

 


Zeischrift NORDFRIESLAND Nr. 197Die Reportage einer winterlichen Reise nach Helgoland und manches mehr bietet die neue Nummer der Zeitschrift „Nordfriesland“ des Nordfriisk Instituut. Das Thema „Helgoland“ bildet einen Schwerpunkt: Dr. Claas Riecken berichtet in einer Reportage von „Kurz vor knapp auf Helgoland“. Dort waren er und Professor Dr. Thomas Steensen kurz vor Weihnachten zu Besuch und haben das friesische Element der Insel unter die Lupe genommen, Menschen spontan auf der Straße interviewt und mit alten und jungen Helgoländern gesprochen. Ebenfalls auf Helgoland spielt die Geschichte auf Föhrer Friesisch von Ellin Nickelsen in der festen Rubrik „Ellins wäält“.

Der vor wenigen Monaten verstorbene Liedermacher und Musiker Knut Kiesewetter hat besonders in den 1970er-Jahren viel für die friesische Sprache getan. Peter Nissen und Thomas Steensen erinnern sich an ihn. Steensen würdigt auch den kürzlich verstorbenen verdienten Friesen Hark Martinen. Franziska Böhmer fasst die internationale Husumer Wattenmeerkonferenz vom Dezember 2016 zusammen und Inga Werth gibt Einblicke in nordfriesische Klischees und Stereotype.

Aktuelle Berichte und Buchhinweise runden diese 197. Nummer von „Nordfriesland“ ab. Das Heft umfasst 32 Seiten, kostet 3,00 Euro und ist erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt, Süderstr. 30, 25821 Bräist/Bredstedt, Tel.: 04671-60120, E-Mail: info@nordfriiskinstituut.de

 

Mitteilung vom 1. März 2017


 

„Die beste Entscheidung“
Jürgen Dietrich übergibt Dokumente zur regionalen Geschichte an das Nordfriisk Instituut

 


Jürgen Dietrich in seinem Haus in Rödemis mit einem Teil seiner Sammlungen  (Foto: Harald Wolbersen) „Es ist für mich die beste Entscheidung“, bilanzierte Jürgen Dietrich bei der Übergabe zahlreichen Materials an das Bredstedter Nordfriisk Instituut. Die Dokumente zur regionalen Kultur, insbesondere zur Husumer Stadtgeschichte füllen etwa sechs Regalmeter. In jungen Jahren stellte sich für Dietrich die Wahl zwischen Journalist oder Berufsoffizier. Es wurde die Militärlaufbahn, die ihn 1972 nach Husum führte. Das Schreiben hat den gebürtigen Danziger aber nie losgelassen, so gab er als Offizier u. a. die Truppenzeitschrift für die Husumer Luftwaffe Tinchen heraus. Nach der Pensionierung wurde er freier Mitarbeiter bei den Husumer Nachrichten und verfasste zahlreiche Artikel zu Themen des kulturellen Lebens. Auch in der belletristischen Szene war Dietrich aktiv, so trug er maßgeblich dazu bei, die nahezu vergessene, in Husum gebürtige Schriftstellerin Margarete Böhme wieder ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die endgültige Entscheidung zur Überlassung seiner Sammlung traf Dietrich nach Gesprächen mit Fiete Pingel in einem Husumer Pflegeheim. Die neuen Möglichkeiten zur sachgerechten Unterbringung von Dokumenten im Nordfriisk Instituut überzeugten den 80-jährigen schließlich davon, seine gut sortierten Sammlungen in kompetente Hände zu geben. Bibliothekar Dr. Harald Wolbersen konnte sie nun mit Dank entgegennehmen.

 

Mitteilung vom 17. Januar 2017


 

„Friesischer Abend“ bei der Husumer Universitätswoche
Prof. Dr. Martin Krieger referierte über die Geschichte Helgolands

 


Bereits bei Kriegsende glich Helgoland einer Mondlandschaft. 1947 lösten die Briten zusätzlich die größte nicht-atomare Explosion aller Zeiten auf der Insel aus. Darüber berichtete Martin Krieger, Professor für nordeuropäische Geschichte an der Universität Kiel, beim „friesischen Abend“ der 69. Husumer Universitätswoche. Die Husumer Universitätsgesellschaft und ihr Vorsitzender Karsten Rüsch arbeiten dabei seit vielen Jahren jeweils mit dem Nordfriisk Instituut in Bredstedt und dem Nordfriesischen Verein Husum-Rödemis, vertreten durch seinen Vorsitzenden Wilhelm Sanders, zusammen. Professor Dr. Thomas Steensen vom Bredstedter Institut konnte im Rittersaal des Schlosses vor Husum über 70 Gäste begrüßen. Helgoland sei kulturell und sprachlich nordfriesisch, gehört aber zum Kreis Pinneberg, was Steensen „vielleicht einen Geburtsfehler“ bei der Gründung des Kreises Nordfriesland 1970 nannte. Professor Martin Krieger referierte lebendig und kenntnisreich über „Helgoland – ‚Big Bang‘ und Neuanfang“. Von Kriegsende bis 1952 war die Insel in britischer Hand, die Helgoländer waren im April 1945 von der Wehrmacht evakuiert worden, und die menschenleere Insel diente den Briten nach Kriegsende als Übungsgebiet für ihre Bomber. Der Referent konnte nachweisen, dass die Engländer beim „Big Bang“ niemals vorhatten, die Insel von der Landkarte zu tilgen.

 

Mitteilung vom 12. Januar 2017


 

Halligen, Margareta Erichsen, Minderheitenprofessor und friesisches Selbstverständnis
Nummer 196 der Zeitschrift Nordfriesland erschienen

 

 

Eine anregende Mischung nordfriesischer Kultur wird in der neuen Nummer der Zeitschrift „Nordfriesland“ des Nordfriisk Instituut geboten.

Professor Dr. Thomas Steensen führt durch die Kulturlandschaft der Halligen und gibt einen Überblick über diesen einzigartigen Mikrokosmos. Fotos von heute und aus alten Zeiten tragen dazu bei, die weltweite Besonderheit zu verstehen. Die Husumer Zeichnerin und Aquarellmalerin Margareta Erichsen wäre 2016 hundert Jahre alt geworden. Der Kunsthistoriker Professor Klaus-Ove Kahrmann würdigt das Schaffen dieser einfühlsamen Künstlerin der Region.

In einem Interview wird der neue Professor für Minderheitenforschung, Minderheitendidaktik und Nordfriesisch an der Europa-Universität Flensburg vorgestellt: Nils Langer. In einer Rede in friesischer Sprache trägt der Vorsitzende der Friisk Foriining, Bahne Bahnsen, analytische und visZeitschrift Nordfrieslandionäre Gedanken zum friesischen Selbstverständnis vor. Für das Jahr 2018, wenn die westfriesische Kapitale Ljouwert/Leeuwarden europäische Kultur-Hauptstadt wird, hat er große Pläne.

Aktuelle Berichte und Buchhinweise runden „Nordfriesland 196“ ab. Das Heft umfasst 32 Seiten, kostet 3,00 Euro und ist erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt, Süderstr. 30, 25821 Bräist/Bredstedt, Tel.: 04671-60 120, E-Mail: info@nordfriiskinstituut.de


Mitteilung vom 30. November 2016


 

Von Vogelkojen über die nordfriesische Rechtschreibung bis zu Zinngießern
Das Nordfriesische Jahrbuch 2017 liegt bereit

 


Nordfriesisches Jahrbuch 2017

Ein Jahr neigt sich dem Ende zu, und das neue Nordfriesische Jahrbuch 2017 ist soeben vom Nordfriisk Instituut herausgegeben worden. Albert Panten ergründet die genaue Entstehung der Rungholtkarten von Johannes Mejer. Dr. med. Heinz-Wilhelm Hansen setzt seine Untersuchung zur Geschichte des Zinngießer-Handwerks aus dem Jahrbuch 2015 mit den Zinngießern in Bredstedt, Friedrichstadt und Tönning fort. Das Leben und die Erinnerungen des Eiderstedters Wilhelm Hönck 1942/43 als „Sonderführer“ in Osteuropa werden von Sönnich Volquardsen vorgestellt. Von der Geschichte des Kindererholungsheims „Haus Tanneck“ auf Föhr und seinem eigenen Aufenthalt dort berichtet Franz Josef Schäfer.


Die nordfriesische Rechtschreibung hat sich oft geändert. Über die Festlegung von Richtlinien im nationalen Konflikt schreiben Antje Arfsten und Claas Riecken. Christoph Winter befasst sich mit dem Hintergrund von sylterfriesischen Versen in einer dänischen Gedichtsammlung von Frederik Hammerich von 1848. Wie werden friesische Vornamen in der Schule gesehen? Damit beschäftigt sich die Bachelor-Arbeit von Jasmin Christensen, in die sie und Temmo Bosse einen Einblick geben. Den Vogelkojen gilt das Interesse von Heie Sönksen-Martens, und er bietet einen Überblick über die Organisation, Standorte und Geschichte der Vogelkojen von Nordfriesland bis Dänemark. Nils Århammar würdigt Ulf Timmermanns namenkundliche Arbeit anlässlich seines 75. Geburtstages. Vervollständigt wird die 52. Ausgabe des Nordfriesischen Jahrbuches mit Buchbesprechungen und einer Bibliografie der nordfriesischen Texte in Zeitschriften und Zeitungen im Jahr 2015.
Das Nordfriesische Jahrbuch 2017 umfasst 148 Seiten, kostet 9,80 Euro und ist erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt (Tel. 04671/60120). Mitglieder des Vereins Nordfriesisches Institut erhalten auf Anforderung ein Freiexemplar.

Mitteilung vom 22. November 2016


 

105 Jahre Arbeit für das Nordfriisk Instituut

 


Die Jubilare am Auswanderer-Denkmal des Nordfriisk Instituut; von links Anke Jensen, Angela Sachau, Antje Arfsten (vorn), Marlene Kunz und Harry Kunz
Foto: Claas Riecken

Gleich fünf Angestellte des Nordfriisk Instituut konnten 2015/16 ein Betriebsjubiläum begehen. Zusammen sind sie seit 105 Jahren für die wissenschaftliche friesische Einrichtung in Bredstedt tätig.

Bereits 2015 feierte Geschäftsführerin Marlene Kunz ihr „silbernes“ Jubliäum. Ebenfalls seit 25 Jahren ist 2016 die Hauspflegerin und Bürogehilfin Angela Sachau tätig. Der wissenschaftliche Mitarbeiter Harry Kunz und die Kaufmännische Angestellte Anke Jensen können auf 20 Jahre zurückblicken, Sprachlektorin Antje Arfsten auf 15 Jahre.

Vereinsvorsitzende Inken Völpel-Krohn und Institutsdirektor Prof. Dr. Thomas Steensen würdigten das in vielen Jahren gezeigte Engagement und den gewonnenen Erfahrungsschatz.

Mitteilung vom 4. November 2016


 

Nordfriesland in Wort und Bild
Eine Landeskunde in hundert Begriffen von A bis Z

 

100 Mal Nordfriesland

Kennen Sie den „Blanken Hans“? Seit wann gibt es Deiche und Köge? Wer sind die bekanntesten Frauen und Männer? Wie viele Sprachen werden in Nordfriesland tagein, tagaus gesprochen? Diese und viele Fragen mehr beantwortet das soeben im Verlag Nordfriisk Instituut erschienene Buch „100 Mal Nordfriesland“. Es handelt sich um eine überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe des lange vergriffenen Buches „Nordfriesland von A bis Z“. Anhand von hundert Begriffen erläutern die Autoren Harry Kunz, Fiete Pingel und Thomas Steensen kurz und verständlich die wichtigsten Sachverhalte aus der nordfriesischen Natur, Kultur, Geschichte und Sprachenvielfalt. Unzählige farbige Abbildungen unterstützen die Texte.

Das Buch umfasst 192 Seiten, kostet 9,99 Euro und ist im Buchhandel sowie beim Nordfriisk Instituut, Süderstraße 30, 25821 Bräist/Bredstedt, NF erhältlich (ISBN 978-3-88007-393-7; Tel.: 04671-60120; Fax: 04671-1333, E-Mail: verlag@nordfriiskinstituut.de).

 

Mitteilung vom 21. Oktober 2016


 

Unvergänglich sensible Zeichnungen und Aquarelle der Vergänglichkeit
Festschrift der Flensburg-Husumer Künstlerin Margareta Erichsen

 


Margareta Erichen 100 År/Jahre/Iir

Zum 100. Geburtstag der Künstlerin Margareta Erichsen (1916–2006), die in Flensburg geboren wurde und ihre letzten Lebensjahrzehnte in Husum verbrachte, ist eine Festschrift erschienen, und zwar konsequent gemeinsam in den drei Sprachen: Deutsch, Dänisch und Friesisch. Der Kunst-Professor Klaus-Ove Kahrmann und die ehemalige Lehrerin am dänischen Gymnasium in Flensburg, Maike Lohse, haben das Werk verfasst, zumal sie testamentarisch zu den Hütern des künstlerischen Nachlasses von Margareta Erichsen bestimmt wurden.

Mit feiner Auffassung zeichnete und malte sie sensibel vor allem Natur und Gebäude. Sie lässt in ihren Werken die Seele des Abgebildeten sichtbar werden. Margareta Erichsen war mit dem über 30 Jahre älteren Wilhelm Ludwig Andresen verheiratet, der aus Eiderstedt stammte und 1923 zu den Mitbegründern der Nationalen Friesen gehörte, die heute „Friisk Foriining“ heißen. Das Ehepaar lernte noch im hohen Alter die friesische Sprache und war im deutsch-dänisch-friesischen Grenzland zu Hause. Viele Gebäude, die Margareta Erichsen auf Papier brachte, stehen heute nicht mehr und diejenigen, die es noch gibt, wird man nie so fotografieren können, wie Erichsen sie mit Pinsel und Stift darstellen konnte.

Das reich bebilderte Buch aus dem Verlag des Nordfriisk Instituut bietet für 29,50 Euro 167 Seiten und ist erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt, Süderstr. 30, 25821 Bräist/Bredstedt, Tel.: 04671-60 120, E-Mail: info@nordfriiskinstituut.de

 

Mitteilung vom 10. Oktober 2016


 

Dauerleihgabe für das Nordfriisk Instituut
Friesenverein Niebüll übergibt Nachlässe friesischer Sprachpfleger

 


Praktikant Momme Jensen unterstützt Albert Panten (Mitte) bei der Übergabe der Nachlässe an Institutsdirektor Prof. Dr. Thomas Steensen.(Text und Bild: Harry Kunz)

„Hier ist der angemessene Platz für den Nachlass einiger wichtiger Personen aus der friesischen Sprachpflege.“ Mit diesen Worten überreichte Albert Panten, Heimatforscher und Vorsitzender des Niebüller Friesenvereins Frasche Feriin for Naibel, Deesbel än trinambai, mehrere Kofferraumladungen alter Unterlagen an das Magazin im Anbau des Nordfriisk Instituut in Bredstedt. „Wir werden diese Schätze, die wesentliche Bestandteile der friesischen Literatur darstellen, in allen Ehren bewahren“, versprach Institutsdirektor Professor Dr. Thomas Steensen. Es handelt sich um die Nachlässe der ehemaligen Lehrkräfte Katharine Ingwersen, Herrlich Jansen und Johannes Hansen, die in friesischer Sprache geschrieben und gedichtet haben. Vor allem Katharine Ingwersen (1879–1968), die sich stark im Niebüller Friesenmuseum und für friesisches Theater und friesischen Unterricht engagierte, schrieb Gedichte, Kinderlieder, Erzählungen und 25 Theaterstücke, die vielfach aufgeführt, aber niemals gedruckt wurden. „Für fast jede Theaterrolle ist u. a. ein Rollenbuch vorhanden, sodass bei ausreichender Beherrschung der Handschrift sofort an eine Neuaufführung gedacht werden könnte“, hob Panten hervor. Damit gab er seiner Erwartung Ausdruck, dass die Nachlässe in nächster Zeit gesichtet, geordnet und in Findbüchern verzeichnet werden, damit Interessierte Einblick nehmen können. Das Niebüller Friesenmuseum trägt dafür die sächlichen Kosten, auch ein mit Kenntnissen in friesischer Sprache und altdeutscher Schrift ausgestatteter Sachbearbeiter oder eine Sachbearbeiterin könnten unterstützt werden.

 

Mitteilung vom 10. Oktober 2016


 

Das Wattenmeer – einzigartig
Das Nordfriisk Instituut ist Mitveranstalter einer internationalen Konferenz Anfang Dezember in Husum

 


Waddenland Outstanding

Geschichte, Landschaft und kulturelles Erbe der Wattenmeerregion in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden sind einzigartig. Vom 1. bis 3. Dezember 2016 werden über 100 Wissenschaftler und Interessierte im Schloss vor Husum zusammenkommen und aus verschiedenen Blickwinkeln die historische und kulturelle Bedeutung des Wattenmeers betrachten. Das Nordfriisk Instituut ist deutscher Partner des internationalen Kongresses, der gleichzeitig als 8. Historiker-Treffen der in Bredstedt ansässigen Einrichtung gehalten wird.

Ab sofort sind Anmeldungen zu der Konferenz möglich, und zwar über die Homepage des Hauptorganisators, der „Waddenacademie“ im niederländischen Ljouwert/Leeuwarden: www.waddenacademie.nl. Dänischer Partner für die Konferenz ist das Fischerei- und Seefahrtsmuseum in Esbjerg. Der Kongress wird in englischer Sprache gehalten. Es wird mit großem Interesse gerechnet, sodass die Veranstalter eine möglichst umgehende Anmeldung empfehlen.

 

Mitteilung vom 6. Oktober 2016


 

Von Kunst, Friesisch auf Amrum und einem großen Nordfriesen in Berlin
Nummer 195 der Zeitschrift Nordfriesland erschienen

 


Anregung für Auge und Geist bietet die neue Nummer der Zeitschrift „Nordfriesland“ des Nordfriisk Instituut. Zeitschrift NORDFRIESLAND

Das Thema „Kunst“ bildet einen Schwerpunkt des Heftes durch den Beitrag von Professorin Ulrike Wolff-Thomsen „Hans Peter Feddersen – Jochen Hein. Ein nieendender Dialog über Malerei“. Es geht dabei um den 1941 gestorbenen „Altmeister“ nordfriesischer Landschaftsmalerei Feddersen, der im Werk des 1960 in Husum geborenen Malers Jochen Hein einen Widerhall findet. Hein ist in den Kunstszenen von Weltstädten wie New York bekannt, in Nordfriesland bisher hingegen kaum. Moderne Malerei ist auch das Gebiet der Künstlerin Inge Wilkens, die in Bredstedt lebt und von Ernst-Jürgen Walberg porträtiert wird.

Wie es um das Friesische auf Amrum bestellt ist, schildert Institutslektor Dr. Claas Riecken in seiner Reportage von einem Insel-Besuch zusammen mit Kollegin Antje Arfsten im Sommer, bei dem das gemeinsame Fazit lautet: „In der Hochsaison ist Öömrang privat“.

Vom wichtigen Begründer der modernen Pädagogik Friedrich Paulsen, der in Nordfriesland geboren wurde und in Berlin wirkte, berichtet Professor Thomas Steensen. Der Beitrag basiert auf seinem Festvortrag, den er bei einer Feierstunde zu Paulsens 170. Geburtstag mit Enthüllung eines Gedenksteins in Berlin hielt.

Aktuelle Berichte und Buchhinweise runden „Nordfriesland 195“ ab. Das Heft umfasst 40 Seiten, kostet 3,00 Euro und ist erhältlich über den Buchhandel
oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt, Süderstr. 30, 25821 Bräist/Bredstedt, Tel.: 04671-60 120, über Internet hier >>>>>

 

Mitteilung vom 27. September 2016


 

Friesische Literatur unterwegs
Neue Haltestelle der dänischen Fahrbücherei am Nordfriisk Instituut

 


BücherbusMit dem Service der dänischen Fahrbücherei wurde jetzt eine Möglichkeit geschaffen, auch friesische Bücher, DVDs, CDs sowie sämtliche Publikationen des Nordfriisk Instituut auszuleihen. Auf Anregung durch Institutsbibliothekar Dr. Harald Wolbersen steuert der „Dänische Bücherbus“ ab sofort auch das Institut in der Süderstraße 30 in Bredstedt an.
„Die wissenschaftliche Spezialbibliothek des Nordfriisk Instituut wird als Präsenzbibliothek geführt. Die Bücher müssen für interessierte Besucher und für die Mitarbeiter des Instituts jederzeit zur Verfügung stehen, deshalb können sie auch nicht ausgeliehen werden“, erklärte Wolbersen. Umso mehr freut er sich nun über die Zusammenarbeit mit dem „Dänischen Bücherbus“. Nicht nur dänischsprachige Bücher und Medien befinden sich in dessen Bestand, sondern eben auch zahlreiche Titel, die in der Bibliothek des Instituts zu finden sind. Interessant für die Leser ist vor allem die „Schleswigsche Sammlung“ der Dänischen Zentralbibliothek für Südschleswig, aus der regionalkundliche Literatur in deutscher, plattdeutscher, süderjütischer oder friesischer Sprache bestellbar ist.
Für die Anmeldung als Nutzer der Fahrbücherei ist lediglich ein gültiger Personalausweis erforderlich. Der Service ist kostenlos, Anleitung zur Recherche und Bestellung erhält man im Bücherbus oder im Nordfriisk Instituut, wo auch weitere Informationen erteilt werden (Tel.: 04671 6012-22) oder unter https://www.dcbib.dk/om-biblioteket/bogbusserne. Der Bücherbus kommt einmal pro Quartal, immer montags von 14.45 Uhr bis 15.30 Uhr außer in den Schulferien. Die nächsten Termine sind der 14. November und der 12. Dezember 2016.

 

Mitteilung vom 27. September 2016


 

Friesische Musik im Wandel der Zeit
Stationen der friesischen Musikgeschichte zum Mitsingen

 


Mit einem Vortrag über „Friisk musiik – Friesische Musik“ ging das 26. Nordfriesische Sommer-Institut im Nordfriisk Futuur in Bredstedt zu Ende. Antje Arfsten und Dr. Claas Riecken, Sprachlektoren des Nordfriisk Instituut, spannten ihren musikalischen Bogen anhand ausgewählter Beispiele vom Mittelalter bis in die Gegenwart und vom Rittertanz, über Choräle, „Hymnen“, Trink- und Spottlieder bis zum friesischen Musical.Sprachlektoren des Nordfriisk Instituut Antje K. Arfsten und Dr. Claas Riecken
Am Anfang stand das wohl älteste bekannte Stück „A Bai, a Reder“. Das aus dem 14./15. Jahrhundert stammende Lied erzählt die Geschichte von der Hinrichtung einer zu Unrecht des Umgangs mit einem Ritter beschuldigten Frau durch ihren eigenen Bruder. Man würde heute wohl von einem „Ehrenmord“ sprechen.
1879 widmete sich Ingwer Petersen aus Fahretoft einem fröhlicheren Thema. Sein Lied „En fraschen teepuns“ ist eine Art Hommage an ein typisch friesisches Getränk – den Teepunsch. Der Erfolg des Liedes ist auch daran zu erkennen, dass rund 100 Jahre später der bekannte Liedermacher Knut Kiesewetter eine eigene Version herausbrachte. Auch in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Leiter des Nordfriisk Instituut Tams Jörgensen konnte Kiesewetter ein Stück friesische Musikgeschichte schreiben. 1974 veröffentlichten die beiden den „Biikesung“, mit dem seither beim Biikebrennen „da troole ferdriwe“ (die Geister vertrieben) werden sollen.
1909 entstand, wahrscheinlich aus Heimweh, ein starkes Bekenntnis zu Sylt: „Üüs Sölring Lön“ (Unser Sylter Land). Es enthält das Versprechen, die Sylter Sprache und Lebensart niemals zu vergessen, auch wenn auswärts eine neue Heimat gefunden wurde. Das Lied gilt seither als Sylter Hymne und wird mit Herzblut gesungen.
Wie zwei Föhrer Bäuerinnen um 1900 ihre Konfrontation mit den Badegästen in Wyk verarbeiteten, beschrieb Namine Witt in ihrem Lied „Matje an Tatje“. Die Aufregung um den Minirock 70 Jahre später kann nicht größer gewesen sein.
Auch heute wird selbstverständlich friesische Musik produziert. Als Beispiel führten die Referenten den Kreistagsabgeordneten Gary Funck an. 2014 stellte er mit seinem friesischsprachigen Musical „Di Widergunger“ eindrucksvoll unter Beweis, dass moderne Kompositionen auch mit friesischen Texten „große Gefühle“ auslösen können. Wie schon bei den traditionellen Weisen stimmte das Publikum mit ein, und dies steigerte sich, als der Abend mit der Kreishymne „Gölj-Rüüdj-Ween“ endete.
Institutsdirektor Prof. Dr. Thomas Steensen bedankte sich für die Einblicke in die nordfriesische Musikkultur und schaute zusammenfassend auf sechs gelungene Vortragsabende zurück. Sein Dank galt auch der Nord-Ostsee Sparkasse, die das Sommer-Institut erneut unterstützte.

 

Mitteilung vom 9. September 2016

 

Im Bibliotheksgesetz verankert
Eine wissenschaftliche Bibliothek für das Nordfriesische

 


„Bibliotheken gewährleisten das Grundrecht, sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert unterrichten zu können. Sie gehören zu den wichtigsten Bildungseinrichtungen des Landes.“ So lautet der Tenor des vom Landtag am 22. Juli 2016 verabschiedeten Bibliotheksgesetzes für das Land Schleswig-Holstein. Öffentliche Büchereien und wissenschaftliche Bibliotheken werden damit gleichermaßen im Gesetz verankert. Auch die Bibliothek des Nordfriisk Instituut wird ausdrücklich als Einrichtung erwähnt, die mit ihren besonderen Beständen der wissenschaftlichen Bildung aller Menschen zur Verfügung steht. Für das Nordfriesische bedeutet dieses Gesetz eine institutionelle Festigung der Aufgaben zur Bewahrung und Erschließung friesischen Schrifttums und Kulturgutes im Nordfriisk Instituut, erläuterte Diplom-Bibliothekar Dr. Harald Wolbersen. Die Bibliothek verfügt u. a. über sämtliche Texte, die jemals in einem nordfriesischen Dialekt gedruckt wurden, dazu über nahezu alle einschlägigen Veröffentlichungen zum Friesischen, wissenschaftliche wie nicht-wissenschaftliche sowie belletristische. Die Größenordnung der wissenschaftlichen Spezialbibliothek liegt bei 20 000 Büchern und etwa 150 laufenden Zeitschriften. Darüber hinaus bietet eine umfangreiche Sammlung von Zeitungsausschnitten aus über 50 Jahren einen Blick in Zeitgeschichte der Region. Damit verfügt das Nordfriisk Instituut über einen hochspeziellen Literaturbestand, wie er in keiner anderen Bibliothek zu finden ist. Besonders die Ergänzungen mit ost- und vor allem westfriesischem Schrifttum erweitern die Sammlung zu einem umfangreichen Fundus friesischer Literatur. Die Bestände sind für jedermann zugänglich und werden gerne von Studierenden und Forschern für wissenschaftliche Untersuchungen genutzt. Auch Laienforscher bedienen sich fleißig der vorhandenen Dokumente zur Familienforschung und Landeskunde. Mit dem Gesetz für die Bibliotheken verspricht sich Wolbersen auch einen Fortschritt zur Verbesserung der digitalen Angebote im Bereich Online-Katalog und E-Books. Dies wird in Kooperation mit den großen Einrichtungen des Landes erfolgen. Die Präsenzbibliothek des Nordfriisk Instituut in Bredstedt, Süderstraße 30 ist zu den Öffnungszeiten des Instituts benutzbar: Mo.–Fr. 8.30–12.30 Uhr und am Do. zusätzlich von 13.30–16.00 Uhr (Tel.: 04671-60120; E-Mail: bibliothek@nordfriiskinstituut.de).

 

Mitteilung vom 17. August 2016


 

Sile, sile aw e siie – Segeln, segeln auf dem Meer

 


Jarling 2017
Der neue Fotokalender Jarling ist erschienen. Jarling ist Mooringer Friesisch und heißt „dieses Jahr“. Seit 1978 gibt das Nordfriisk Instituut diesen einzigartigen Kalender heraus. Mit ihm soll die Eigenart der nordfriesischen Landschaft nicht nur im Bild widergespiegelt werden, sondern auch in den Bildtexten auf Friesisch und Plattdeutsch. Zu jedem Bildmotiv erscheint der Text in einer dieser Sprachen.
Der Jarling 2017 mit dem Titel „Sile, sile aw e siie“ wurde mit eindrucksvollen Bildern des Biologen und Naturschützers Dr. Martin Stock gestaltet. Der 59-jährige Naturfotograf erlebte die Faszination des Wattenmeers zunächst als Zivildienstleistender. Heute ist er Biologe beim Nationalparkamt Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer in Tönning. „Ich möchte mit meinen Bildern die Menschen für die Einzigartigkeit der Wattenmeernatur begeistern, möchte Achtung wecken und Wertschätzung für eine einzigartige und schützenswerte Landschaft hervorrufen“, lautet das Motto des Fotografen. Mit dem Jarling 2017 wird ein gutes Stück dazu beigetragen. Der Fotokalender kostet 16,80 Euro, ist über den Buchhandel zu beziehen oder beim Nordfriisk Instituut, Telefon 04671-60120, E-Mail: verlag@nordfriiskinstituut.de.

 

Mitteilung vom 10. August 2016


 

„Was vom Lande übrig blieb“

 


„Wie ein Plünnenkerl ist er von Haus zu Haus gezogen.“ So beschreibt Dr. Carsten Fleischhauer den Volkskundler Arnold Lühning (1923–2002), seinen Vor-Vorgänger im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf. Mit Auto und Anhänger fuhr er in den 1950er-Jahren über die Dörfer, sammelte alte landwirtschaftliche und handwerkliche Geräte ein und baute auf der Schlossinsel Gottorf eine beachtliche volkskundliche Sammlung auf. Im Rahmen des 26. Nordfriesischen Sommer-Instituts begrüßte Hans-Georg Hostrup, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Baupflege Nordfriesland & Dithmarschen, den Referenten und kündigte „keine leichte Kost für uns Baupfleger“ an. Die IGB veranstaltete den Vortragsabend unter dem Titel „Was vom Lande übrig blieb“ zusammen mit dem Nordfriisk Instituut.
Interessiert lauschten die Gäste im gut gefüllten Nordfriisk Futuur den Erzählungen Fleischhauers und waren beeindruckt von der mitgebrachten Bildauswahl, denn Lühning dokumentierte seine Arbeit ab 1957 auch mit der Fotokamera. Er wollte festhalten, welche Reste der alten bäuerlichen Lebenswelt in der Region noch vorhanden waren und wie diese sich durch „moderne“ Umbauten im Laufe der Zeit verändert hat. Vor allem in den 60er- und 70er-Jahren, als Eternit und Wellblech an die Stelle von Reetdächern traten, wurde vielen alten Gebäude ihr Charme genommen. Andere verfielen allmählich oder wurden abgerissen. Einige Häuser, denen ein ähnliches Schicksal drohte, konnten im Freilichtmuseum Molfsee bei Kiel ein neues Zuhause finden.
In 30 Jahren sind bei Lühnings Landesaufnahme rund 45 000 Fotos entstanden. Die Dokumentation war ihm auch ein persönliches Anliegen. Gerne hätte er die abrissgefährdeten Gebäude noch persönlich besichtigt, um mögliche Schmuckstücke retten zu können, doch die rasend fortschreitende Modernisierung ließ ihm keine Chance. Mit seinen Bildern aber gelang es, die Tradition und ein Stück weit auch die Zeit für die Ewigkeit festzuhalten.
In der anschließenden lebhaften Diskussion zeigte sich die Aktualität des Themas. „Was einmal weg ist, kommt nicht wieder“, mahnte IGB-Vorsitzender Hostrup einen pfleglichen Umgang mit alter Bausubstanz an. IGB und Nordfriisk Instituut stünden Hilfesuchenden jederzeit mit Rat und Tat zu Seite.

 

Mitteilung vom 12. August 2016


 

Das Ruhrgebiet des Nordens?
Exkursion und Vortrag über Ur- und Frühgeschichte Nordfrieslands

 


„Nordfriesland war nicht das Ruhrgebiet des Nordens.“ Wohl aber gab und gebe es beachtliche Eisenerzlagerstätten bei Büttjebüll und Joldelund, berichtete Prof. Dr. Hauke Jöns im Rahmen des 26. Nordfriesischen Sommer-Instituts im Nordfriisk Futuur in Bredstedt.
Der Fachmann für Vor- und Frühgeschichte leitete in den 1990er-Jahren umfangreiche archäologische Grabungen und Erkundungen. Man fand heraus, dass das Erz von Büttjebüll nur 17 Prozent Eisen enthielt und sich deshalb auch für die Menschen der Römischen Kaiserzeit vor 1 500 Jahren nicht zum Abbau und zur Verhüttung lohnte. Am Kammberg in Joldelund dagegen waren in einem Zeitraum von etwa 100 Jahren rund 500 Rennfeueröfen betrieben worden. In dem Begriff steckt das Wort „rinnen“, und es bezeichnet die bei der Verhüttung in eine Grube unter dem Ofen fließende Schlacke. Zurück blieb das schmiedbare Eisen, die Luppe. Zur großen Überraschung konnten die Archäologen bei ihren Grabungen nachweisen, dass die Öfen damals mitten in einer menschlichen Siedlung betrieben wurden, dass die Menge des erzeugten Eisens gerade zur Selbstversorgung mit Geräten und Waffen ausreichte, dass die Eisenerzverhüttung quasi im Nebenerwerb geschah, denn die gefundenen Hausspuren deuteten auf landwirtschaftliche Gehöfte hin. Zu frühen „industriellen“ Formen einer Überproduktion und eines Exports von Eisen war es nicht gekommen. Das Publikum im nahezu voll besetzten Vortragssaal zeigte sich äußerst wissbegierig und entließ den Referenten erst nach der Beantwortung zahlreicher Fragen mit großem Beifall.
Seine Forschungsergebnisse erläuterte Jöns, gebürtiger Husumer und Professor am Niedersächsischen Institut für Historische Küstenforschung in Wilhelmshaven, auch auf der nachmittäglichen Exkursion zu den Eisenerzlagerstätten in Büttjebüll und Joldelund. Sie wurde orgnisiert vom Verein Natur und Kultur um den Stollberg. Den ausgebuchten Bus begleiteten Heinrich Becker und Heiner Ehlers.

 

Mitteilung vom 20. Juli 2016


 

Kreis-CDU zu Besuch im Nordfriisk Instituut

 


Astrid Damerow (Vierte von links) und Vertreter des CDU-Kreisverbandes. Foto: Harry Kunz „Das Nordfriisk Instituut ist ein unverzichtbarer Teil des Sprachenlandes Nordfriesland“, sagte Astrid Damerow, Kreisvorsitzende der CDU Nordfriesland und Landtagsabgeordnete.Sie besuchte mit weiteren neun Mitgliedern ihres Kreisverbandes das Nordfriisk Instituut in Bredstedt. Der stellvertretende Vorsitzende des Trägervereins des Instituts Peter Nissen und Institutsmitarbeiter Dr. Claas Riecken gaben Einblicke in die Arbeit des Hauses und legten einen Schwerpunkt auf die Pläne für eine Dauerausstellung der nordfriesischen Geschichte und Kultur. Für die Umsetzung der Ausstellung, die Bredstedt noch mehr zu einem Anziehungspunkt für Gäste und Einheimische machen soll, gibt es eine Finanzierungslücke von rund 320.000 Euro. Damerow erklärte, dass sowohl sie selbst als auch der CDU-Landesvorsitzende Ingbert Liebing bereits mit dem Thema befasst seien. Außerdem machte sie deutlich, der Landes-CDU eine Beibehaltung von Ziel- und Leistungsvereinbarungen zwischen Institut und Land zu empfehlen, weil dies die Arbeit des Instituts stärke und allen Beteiligten Planungssicherheit garantiere. Claas Riecken erinnerte abschließend daran, dass es bisher erst einen einzigen Besuch eines Bundeskanzlers bei der friesischen Volksgruppe gegeben habe: Helmut Schmidt im Jahre 1979. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck,dass die Kanzlerin noch vor den Landtags- und Bundestagswahlen von 2017 zu den Friesen komme.

 

Mitteilung vom 20. Juli 2016


 

Tigerente auf Friesisch
Janoschs Klassiker ins Friesische übersetzt

 

Oh, wie schön ist Panama
Der kleine Bär, der kleine Tiger und seine Tigerente sind die Stars des Kinderbuchklassikers „Oh, wie schön ist Panama“ des Zeichners und Autors Janosch. Nun liegt die Geschichte auch auf Friesisch vor: auf Sölring, Fering und Frasch. Möglich gemacht wurden die friesischen Auflagen duch ein Gemeinschaftswerk des Nordfriisk Instituut mit der Edition Tintenfaß. Der Verlag hat bereits mehrfach bekannte Bücher – in Kleinsprachen und deutsche Dialekte übertragen – herausgegeben. Die friesischen Übersetzungen lieferten Antje Arfsten und Inken Völpel-Krohn. Die Bücher sind für jeweils 14,90 Euro erhältlich im Nordfriisk Instituut, 25821 Bräist/Bredstedt, Süderstraße 30, Tel.: 04671-60120, E-Mail: verlag@nordfriiskinstituut.de sowie im Buchhandel.

 

Mitteilung vom 19. Juli 2016


 

„Eine Kolonie wird deutsch“
Neueste Forschungsergebnisse über Helgoland zwischen den Weltkriegen

 

Eine Kolonie wird deutsch
Neue Erkenntnisse veranlassten Pastor Eckhard Wallmann dazu, sein 2012 erschienenes Buch über Helgoland zu überarbeiten und zu erweitern. „Eine Kolonie wird deutsch“ erschien nun als zweite, verbesserte Auflage im Verlag Nordfriisk Instituut.
Nach dem Studium neuer Quellen in der Wiener Library in London sowie in weiteren Archiven wie z. B. dem Geheimen Staatsarchiv Berlin beleuchtet der Autor die Verhältnisse um den „Club von Helgoland“ oder die Rolle der jungen Wissenschaftler der Biologischen Anstalt nochmals präziser. 1939 erschütterte ein großer Homosexuellen-Prozess die Insel, erstmals wird detailliert über die SS-Gruppe Helgoland berichtet, Wahlergebnisse wurden ergänzt und viele neue Abbildungen hinzugefügt. Die wissenschaftliche Leistung des Autors ist beeindruckend, die facettenreiche Darstellung spannend zu lesen.
Das Buch umfasst 152 Seiten, kostet 12,80 Euro und ist beim Nordfriisk Instituut, 25821 Bräist/Bredstedt, Süderstraße 30, Tel.: 04671-60120, E-Mail: verlag@nordfriiskinstituut.de oder im Buchhandel erhältlich.

Eckhard Wallmann: Eine Kolonie wird deutsch. Helgoland zwischen den Weltkriegen, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Verlag Nordfriisk Instituut. Bräist/Bredstedt 2016. ISBN 978-3-88007-407-1. 152 Seiten. 12,80 Euro.

Mitteilung vom 18. Juli 2016


 

Eiserne Zeiten
Exkursion und Vortrag über Ur- und Frühgeschichte Nordfrieslands

 

Ausgrabungen am Kammberg in JoldelundFoto: Hauke Jöns
Im Rahmen des 26. Nordfriesischen Sommer-Instituts erklärt Prof. Dr. Hauke Jöns allgemeinverständlich für ein interessiertes Publikum, wie vor 1.500 Jahren in Nordfriesland Eisen gewonnen wurde. Mitveranstalter ist der Verein Natur und Kultur um den Stollberg. Es werden eine Exkursion und ein anschließender Vortrag angeboten. Jöns stellt dabei die Frage: „War Nordfriesland damals eine Art ‚Ruhrgebiet des Nordens‘?“ Die Besichtigung der vorgeschichtlichen „Industriegebiete“ Nordfrieslands in Büttjebüll und Joldelund startet mit eigenem Pkw auf dem Parkplatz Stollberg an der B5 am Mittwoch, den 27. Juli 2016 um 15.30 Uhr. Dort ist der Treffpunkt der Exkursion. Weiter geht es mit dem Vortrag am selben Tag um 19.30 Uhr im Nordfriisk Instituut, Süderstr. 30, Bredstedt. Dort kann man auch teilnehmen, wenn man die Exkursion verpasst hat. Jöns gilt als hochkarätiger Experte auf seinem Gebiet, der schon in den 1990er-Jahren Ausgrabungen am Kammberg in Joldelund durchgeführt hat. Gegenwärtig ist er Leiter der kulturwissenschaftlichen Abteilung des Niedersächsischen Instituts für historische Küstenforschung in Wilhelmshaven und lehrt zugleich Ur- und Frühgeschichte an der Universität Rostock. Die Reihe wird unterstützt von der Nord-Ostsee Sparkasse. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende gebeten.

 

Mitteilung vom 18. Juli 2016


 

Friesisch-Arabisch, Plattdeutsch-Chinesisch
Mehrsprachiges Kinderbuch im Netz gibt viele Möglichkeiten

 


Schokokuchen auf Hawaii„Friesische Kultur war nie eine abgeschottete Sache. Ein friesisch-arabisches Kinderbuch passt daher gut in unsere Tradition“, betont Prof. Dr. Thomas Steensen, Direktor des Nordfriisk Instituut. In der Bredstedter Einrichtung ist ein Kinderbuch der Lübecker „Bücherpiraten“ ins Friesische übersetzt worden. Der Lübecker Verein hat zum Ziel, Kinder und Jugendliche für Geschichten zu begeistern. Eines seiner Projekte sind mehrsprachige Kinderbücher, die unter www.bilingual-picturebooks.org im Internet zu finden sind. Die Geschichte „Schokokuchen auf Hawaii“ wurde von Kindern selbst geschrieben und dann in 22 Sprachen übersetzt, darunter Englisch, Französisch und Spanisch, aber auch Arabisch, Chinesisch, Russisch, Plattdeutsch – und eben auch Friesisch, genauer gesagt: Frasch. Nun kann man sich jede erdenkliche zweisprachige Kombination durch Klicken mit der Maustaste zusammenstellen und dann im Computer ansehen oder auf Papier ausdrucken. Das Nordfriisk Instituut hatte erst Mitte Juni einen Flyer auf Arabisch, Kurdisch, Russisch und auf andere Sprachen für Flüchtlinge in Nordfriesland herausgebracht und macht mit seinem erneuten mehrsprachigen Angebot klar, dass die friesische Kultur sich nicht einkapselt, sondern Offenheit und Teilhabe bietet.

Mitteilung vom 14. Juli 2016


 

Was für Künstler! Hans Peter Feddersen und Jochen Hein im künstlerischen Dialog

 

Referentin Prof. Dr. Ulrike Wolff-Thomsen und Gastgeber Prof. Dr. Thomas Steensen vor dem Nordfriisk Futuur. Foto: Harry Kunz
„Das hätte ich ja wirklich nicht gedacht“, lautete die spontane Aussage mehrerer Besucher der Auftaktveranstaltung des 26. Nordfriesischen Sommer-Instituts im Nordfriisk Instituut in Bredstedt. Gemeint waren die faszinierenden Landschaftsbilder von Jochen Hein, der 1960 in Husum geboren wurde. Erstmals fand der Vortrag im neuen Anbau Nordfriisk Futuur statt, wo Prof. Dr. Thomas Steensen ein großes Publikum begrüßen konnte. Die Direktorin des Museum Kunst der Westküste in Alkersum auf Föhr, Prof. Dr. Ulrike Wolff-Thomsen, hatte in ihrem Vortrag Heins Bilder mit dem Werk des Altmeisters nordfriesischer Landschaftsmalerei, Hans Peter Feddersen, in Beziehung gesetzt. Niemand im Publikum war mit der Kunst Jochen Heins zuvor in Berührung gekommen.>br> „Er malt so, dass es fast aussieht wie ein Foto, aber es ist alles von Hand gemalt, und er benutzt auch kein Foto als Vorlage“, machte Wolff-Thomsen deutlich. Auf internationalem Parkett wie beispielsweise in New York sei Jochen Hein längst bekannt, in seiner nordfriesischen Heimat noch kaum – das werde sich nun ändern, kündigte die Alkersumer Museumsdirektorin an, denn seit dem 26. Juni gebe es eine Jochen-Hein-Ausstellungen in ihrem Museum.  
Die Reihe wird unterstützt von der Nord-Ostsee Sparkasse.

Mitteilung vom 30. Juni 2016


 

Hallig pur
Bucherscheinung über Hallig Süderoog in Geschichte und Gegenwart

 

 

Süderoog Kaum jemand kennt Hallig Süderoog und seine Geschichte so gut wie Dr. Günter Klatt, der schon als Jugendlicher regelmäßig auf der Hallig zu Besuch war. Klatt hat sich nahezu sein Leben lang mit Süderoog beschäftigt. Sein großformatiges, grundlegendes, reich bebildertes und fundiert recherchiertes Buch „Süderoog – Hallig im Wattenmeer“ lässt auf 320 Seiten kaum einen Aspekt unberührt. Es geht um das heutige Leben auf Süderoog, wo derzeit nur zwei Menschen fest wohnen, aber auch um Vergangenes, wie Schiffsstrandungen, Seeräuber, Sturmfluten, Landverluste und viele weitere Themen. In einem eigenen Kapitel stellt Dr. Martin Stock die Natur der Hallig im Nationalpark Wattenmeer dar. Mit Herzblut geschrieben, mit aussagekräftigen Fotos angereichert, ein reich ausgestattetes Buch. Es erschien im Verlag des Nordfriisk Instituut in Bredstedt und kostet 34,80 Euro, zu bestellen im Buchhandel oder direkt im Nordfriisk Instituut in Bredstedt, Tel. 04671 / 60120, E-Mail verlag@nordfriiskinstituut.de.

Mitteilung vom 4. Juli 2016


 

Entdeckt, restauriert und verschenkt
Eine 200 Jahre alte Standuhr kehrt nach Bredstedt zurück

 

 

Die Fielmann AG schenkte dem Nordfriisk Instituut eine über 200 Jahre alte Standuhr, die vom Uhrmacher Bahne Andresen um 1803 in Bredstedt gefertigt worden ist. Die Geschichte der Uhr und des Uhrmachers ist noch kaum erforscht. Das Nordfriisk Instituut wird diesen Fragen nachgehen. Im Antiquitätenhandel hatte Uhrmachermeister Helmut Tüxen das Schmuckstück entdeckt, die Uhr erworben und sie sachkundig restauriert. Die Fielmann AG, die auch sonst für ihr Mäzenatentum bekannt ist, kaufte die Uhr von Tüxen und schenkte sie dem Nordfriisk Instituut. Institutsdirektor Prof. Dr. Thomas Steensen dankte der Fielmann AG, die durch den Husumer Niederlassungsleiter Helge Schlemeier und den Kunstexperten Jürgen Ostwald vertreten war. Uhrmachermeister Tüxen, der sein Handwerk bereits in achter Generation ausübt, gab Erläuterungen zu Technik und Kulturgeschichte der Uhr. Eine ihrer Besonderheiten ist die Anzeige der Mondphasen. Wenn es sonst von falschgehenden Uhren oft heißt: „Die Uhr geht ja nach dem Mond“, so stimmt dies hier kaum. Die Bredstedter Uhr verliert pro Woche nur etwa eine Minute – für ein so altes Chronometer ist das beachtlich gut.

Mitteilung vom 1. Juli 2016


 

„Meine ersten tausend Wörter“ auf Föhrer Friesisch und Plattdeutsch
Mit Hilfe von Bildern Sprachen lernen - ein bewährtes Konzept!

 

 

Meine ersten tausend Wörter Mit dem beliebten ins Friesische und Plattdeutsche übersetzten Bildwörterbuch „Meine ersten tausend Wörter“ können Spracheninteressierte jeden Alters die unterschiedlichen Sprachen und Mundarten Nordfrieslands entdecken und kennenlernen. Jetzt liegen zwei neu bearbeitete Auflagen des Bestsellers zum Kauf bereit.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für niederdeutsche Sprache in Bremen konnte eine vollständig aufbereitete Ausgabe des plattdeutschen Werkes entstehen. Auch die für das Föhrer Friesisch wurde um ganz neue Bilder und Begriffe erweitert. Die Autorin Heather Amery hat mit ihrem Original „First thousand words“ schon viele Kinder, aber auch Erwachsene begeistert. Die nordfriesischen und plattdeutschen Übersetzungen kommen nicht nur bei den Nordlichtern gut an. Die beiden neuen Fassungen für Fering und Plattdeutsch können für 16,80 € im Buchhandel oder direkt im Nordfriisk Instituut in Bredstedt, Tel. 04671 / 60120, E-Mail verlag@nordfriiskinstituut.de , erworben werden.

Mitteilung vom 31. Mai 2016


 

Von Mythen, Raketentests und von einem friesischen Abi
Nummer 194 der Zeitschrift Nordfriesland erschienen

 

 

Zeitschrift Nordfriesland 194 Einen weit gefächerten Strauß von Themen bietet die neue Nummer der Zeitschrift „Nordfriesland“ des Nordfriisk Instituut.

Das Thema „Mythen“ bildet einen Schwerpunkt des Heftes durch den Beitrag von Frank Trende „Was uns ein braves Mütterchen erzählen kann“. Es geht dabei u.a. um die Sage „Die Alte von Husum“, die ihr eigenes Haus anzündete, um die Husumer Bevölkerung, die sich im Winter zum Vergnügen auf dem Eis der Nordsee befand, vor einem aufziehenden Unwetter zu bewahren.

Der Gießener Biologie-Professor Hans-Peter Ziemek beschreibt die Geschichte der Hubinsel „Barbara“ der Bundesmarine, die 1981 Raketentests vor Amrum durchführte. Heute wäre dies undenkbar, da das Seegebiet längst Teil des Nationalparks Wattenmeer geworden ist. Der Spezialist für die US-Geschichte Dietmar Kügler, der in Wyk auf Föhr lebt, wird von Dr. Jörg Weigand vorgestellt. Der bekannteste Ostfriese aus Amerika, der Germanist Professor Marron C. Fort, wird nach seiner Biographie und seiner Arbeit für das Friesische und für das ostfriesische Plattdeutsch in Niedersachsen befragt, und auch die 22-jährige Meike Riewerts von Föhr, die vor wenigen Jahren mit Friesisch als Prüfungsfach Abitur machte, wird nun zu ihren Schul- und Studienerfahrungen mit dem Nordfriesischen interviewt.

Aktuelle Berichte und Buchhinweise runden „Nordfriesland 194“ ab. Das Heft umfasst 32 Seiten, kostet 3,00 Euro und ist erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt.

Mitteilung vom 26. Mai 2016


 

Sechs friesische Themen von Fachleuten allgemeinverständlich erklärt
26. Nordfriesisches Sommer-Institut: Vorträge zu Kunst, Hallig Süderoog, Archäologie, Volkskunde, eiSylt und friesischer Musik

 

 

Sommer Institut 2016Mit einer abwechslungsreichen Reihe von sechs Veranstaltungen wendet sich das Nordfriisk Instituut in Bredstedt im 26. Nordfriesischen Sommer-Institut 2016 an Einheimische und Feriengäste gleichermaßen. Prof. Dr. Ulrike Wolff-Thomsen, Direktorin des Museums Kunst der Westküste in Alkersum auf Föhr, eröffnet den Reigen am Mittwoch, 29. Juni, mit einem Vortrag über einen „nie endenden Dialog zweier Maler aus Nordfriesland“: Es geht ihr um Hans Peter Feddersen, Nordfrieslands bekannten Genre- und Landschaftsmaler, sowie um Jochen Hein, einen modernen Maler, der aus Husum stammt.

Dr. Günter Klatt wird demnächst ein beeindruckendes Buch über Hallig Süderoog im Verlag des Nordfriisk Instituut erscheinen lassen. Über Geschichte und Gegenwart des Eilandes spricht er am Mittwoch, 13. Juli. Der Frage, ob Nordfriesland vor 1 500 Jahren eine Art „Ruhrgebiet des Nordens“ war, weil hier Raseneisenerz gefunden und Eisen hergestellt wurde, geht Prof. Dr. Hauke Jöns vom Institut für historische Küstenforschung Wilhelmshaven nach. Die Veranstaltung am Mittwoch, 27. Juli, wird gemeinsam mit dem Verein Natur und Kultur rund um den Stollberg organisiert. Vor dem Vortrag werden archäologische Besichtigungen in Büttjebüll und Joldelund angeboten. Treffpunkt hierfür ist der Parkplatz Stollberg an der B 5 um 15.30 Uhr.

Dr. Carsten Fleischhauer referiert am Mittwoch, 10. August, über Volkskundliches: „Was vom Lande übrig blieb“. Sein Vor-Vorgänger im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Schleswig, Arnold Lühning, führte von 1957 bis 1988 eine volkskundliche Gesamtaufnahme Schleswig-Holsteins durch. Fleischhauer zeigt, was Lühning in Nordfriesland an Resten der alten bäuerlichen Lebenswelt in der Baukultur vorfand.  Die Veranstaltung wird gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Baupflege getragen.

Der friesische Dichter Jens Mungard von der Insel Sylt steht am Mittwoch, 24. August, im Mittelpunkt. Mogens Rostgaard Nissen von der Studienabteilung der Dänischen Zentralbibliothek in Flensburg stellt unter dem Titel „Ein widerständiges Leben“ seine Forschungsergebnisse vor. Antje Arfsten und Dr. Claas Riecken vom Nordfriisk Instituut unternehmen am Mittwoch, 7. September, eine musikalische Zeitreise mit nordfriesischer Musik vom Mittelalter bis in die Gegenwart.  Im Zentrum steht hier die friesische Sprache.

Alle Vorträge finden im Nordfriisk Instituut – Nordfriisk Futuur, Süderstraße 30 in Bredstedt statt. Sie beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Die Reihe wird von der Nord-Ostsee Sparkasse unterstützt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Anstelle eines Eintrittsgeldes wird jeweils um eine Spende gebeten.

Mitteilung vom 13. Juni 2016


 

Ein verschollenes Buch
Wo sind die Aufzeichnungen von Julius Momsen? Das Nordfriisk Instituut bittet um Hilfe.

 

 

In diesem Jahr jährte sich zum 150. Mal der Geburtstag des nordfriesischen Bauern und Politikers Julius Momsen (1866–1940). Er bewirtschaftete den Marienhof in Emmelsbüll und übte wichtige öffentliche Ämter auf Kreis- und Landesebene aus. Daneben wirkte er zum Beispiel als Vorsitzender des Nordfriesischen Vereins für Heimatkunde und Heimatliebe und leitete auch den örtlichen „Frasche Feriin for Naibel-Deesbel än trinambai“ in Niebüll-Deezbüll. Sein Enkel Dr. Ingwer Momsen, der als Geograf viele Jahre lang an der Universitätsbibliothek in Kiel tätig war, erforscht das Leben des Großvaters. Doch ihm fehlen wichtige Aufzeichnungen. Nun bittet er gemeinsam mit dem Bredstedter Nordfriisk Instituut die Bevölkerung um Hilfe. Als nämlich Julius Momsen alt wurde und den Bauernhof seinem Sohn Heinrich übergeben hatte, zog er nach Niebüll-Deezbüll, um sich ganz seinen öffentlichen Ämtern zu widmen. Jetzt hatte er auch Zeit, für seine Kinder die Geschichte seiner Familie aufzuschreiben. Die väterlichen Vorfahren Momsen und Obsen stammten aus Fahretoft, die mütterlichen Vorfahren Jessen aus Emmelsbüll. Was er wusste, schrieb er mit einem Füllfederhalter in ein dickes Heft, das er „mein braunes Buch“ nannte, wahrscheinlich weil es einen braun marmorierten Einband hatte. Zum Schluss beschrieb er auch sein eigenes Leben, und zwar von seiner Geburt (1866) bis zu seiner Heirat (1890). Nach Julius Momsens Tod hüteten seine Töchter in Niebüll-Deezbüll seinen Nachlass. Wenn sich ein Bekannter für das Heft interessierte, waren sie bereit, es ihm auszuleihen. Auf diese Weise geschah es irgendwann, dass das Heft nicht wieder zurückgegeben wurde und die Tochter Hanni Meyer sich nicht mehr erinnern konnte, wem sie es zuletzt geliehen hatte. Inzwischen sind Julius Momsens Kinder gestorben und seine Enkel in einem Alter, dass sie die Geschichte ihrer Familie gerne nachlesen möchten. Natürlich sind sie traurig, dass die Aufzeichnungen ihres Großvaters verschollen sind. Daher wandte sich Ingwer Momsen an Professor Dr. Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut, das in absehbarer Zeit gern eine Buchveröffentlichung über den bedeutenden Nordfriesen herausgeben möchte. Wer weiß, wo sich Julius Momsens Aufzeichnungen befinden? Ingwer Momsen hat für die Wiederbeschaffung eine Belohnung von 100 Euro ausgesetzt. Das Nordfriisk Instituut ist erreichbar unter 04671/60120 oder steensen@nordfriiskinstituut.de.

Mitteilung vom 21. April 2016


 

Neue Bücher – ausgeglichener Haushalt – Konzept für die Bibliothek
Beirat des Nordfriisk Instituut ließ sich über vielfältige Arbeit informieren.

 

 

Die ganze Vielfalt in der Arbeit des Nordfriisk Instituut wurde in der jüngsten Beiratssitzung der in Bredstedt ansässigen wissenschaftlichen friesischen Einrichtung deutlich. Professor Dr. Thomas Steensen kündigte für die nächsten Monate mehrere Veröffentlichungen an, so ein Buch über die Hallig Süderoog, eines über nationale Minderheiten in Schleswig-Holstein und Deutschland sowie eine Dokumentation über das 50-jährige Jubiläum des Instituts. Das beliebte Bildwörterbuch „1000 Wörter“ werde für das Föhrer Friesisch und für Plattdeutsch in Kürze neu herauskommen. Das Institut sei beteiligt am „1. Tag der Schleswig-Holsteinischen Geschichte“ in Rendsburg, der „einen starken friesischen Akzent“ aufweisen werde. Eine junge Sprachwissenschaftlerin werde noch im Frühjahr ihre Arbeit in dem Projekt „Nordfriesland auf Friesisch“ aufnehmen. Mit „großem Dank“ würdigte Beiratssprecher Hans-Meinert Redlin den „umfangreichen positiven Bericht“ des Institutsdirektors. Weiter konnte der Beirat auf seiner Frühjahrstagung in Bredstedt einstimmig dem Jahresabschluss 2015 und der Haushaltsplanung 2016, beides vorgelegt von Schatzmeister Ernst-August Petersen und Geschäftsführerin Marlene Kunz, zustimmen. In der Bibliothek und im Archiv des Instituts seien in einem halben Jahrhundert viele „Schätze“ zusammengetragen worden, berichtete Bibliothekar Harald Wolbersen, der seit einem Dreivierteljahr im Institut tätig ist. Im neuen Magazin im Erweiterungsbau „Nordfriisk Futuur“ würden die wertvollen Sammlungen nach modernen Gesichtspunkten für die Zukunft bewahrt. Nun gehe es darum, sie über das Internet „in aller Welt sichtbar zu machen“. Wichtige Schritte seien die Anerkennung als Wissenschaftliche Spezialbibliothek und der Anschluss an den Gemeinsamen Bibliotheks-Verbund (GBV). „Der Anbau steht, nun haben wir auch die richtige Fachkraft für Bibliothek und Archiv“, fasste Inken Völpel-Krohn, Vorsitzende des Vereins Nordfriesisches Institut, unter dem Beifall des Beirats zusammen.

Mitteilung vom 21. April 2016


 

„Ein kulturelles Zentrum“
Kreiskulturausschuss informierte sich im Nordfriisk Instituut

 

 

Der Ausschuss für Kultur und Bildung des Kreises Nordfriesland besuchte das Nordfriisk Instituut in Bredstedt und informierte sich über dessen Arbeit. Gary Funck, Vorsitzender des Kreiskulturausschusses, zeigte sich beeindruckt: „Hier ist ein Zentrum kultureller Arbeit, die nicht nur der friesischen Volksgruppe zu Gute kommt, sondern dem ganzen Kreis Nordfriesland und seinen vielen Gästen“, sagte Funck. Die Vorsitzende des Institutsvereins, Inken Völpel-Krohn, begrüßte die rund 25 Teilnehmer und Gäste im neuen Erweiterungsbau des Instituts, dem „Nordfriisk Futuur“. Dort ist seit Dezember eine Ausstellung zur friesischen Sprache zu sehen, die Institutsmitarbeiter Dr. Claas Riecken erläuterte. Diplom-Bibliothekar Harald Wolbersen öffnete den Magazinkeller unter dem Anbau, wo Bibliothek und Archiv untergebracht sind. Der stellvertretende Vorsitzende des Institutsvereins, Peter Nissen, hob hervor, dass die Arbeit des Instituts ohne die jährlichen festen Zuschüsse des Kreises nicht möglich sei.

Mitteilung vom 21. April 2016


 

Die Hölle im KZ
Exkursion der AG Geschichte des Nordfriisk Instituut zur KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund

 


„Wir tendieren wieder zu einer Gesellschaft der Weggucker“, bilanzierte Studiendirektor a. D. Hans Joachim Ihloff seinen Vortrag in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund. Als Leiter des Gedenkstättenausschusses führte er die Arbeitsgruppe Geschichte des Nordfriisk Instituut durch die Ausstellung.
Im Jahr 1944 wurde weggeschaut. „Das ungewöhnliche am Konzentrationslager Ladelund“, so Ihloff weiter, „war seine Lage direkt im Dorf, waren doch ansonsten die Nazis erpicht darauf, Lager möglichst in weitem Abstand von bewohnten Gebieten zu errichten.“ Somit konnte den Bewohnern Ladelunds das Geschehen im „Todeslager“ nicht verborgen geblieben sein. Schreie der misshandelten Menschen drangen bis ins Dorf.
Die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte in Ladelund ist eine der ältesten ihrer Art und bietet den Besuchern die Möglichkeit, sich in die Geschichte eines Konzentrationslagers zu vertiefen und der Opfer zu gedenken. Im Herbst 1944 waren rund 3 000 Männer in diesem Außenlager des KZs Neuengamme inhaftiert und Hunger, Kälte und der Willkür der Aufseher ausgeliefert. Sie sollten den „Friesenwall“ errichten. Durch das Ausheben von Panzergräben in den schweren Marschböden wollte man auf diese Weise eine Invasion der Alliierten verhindern. Die einst für den Reichsarbeitsdienst errichteten Baracken waren für etwa 200 Personen ausgelegt und somit hoffnungslos überbelegt. 300 Männer, darunter 111 aus Putten/Niederlande, starben durch Misshandlungen, Unterernährung, Krankheiten und Erschöpfung, viele ließen noch nach der Räumung des KZs auf dem Rücktransport nach Hamburg ihr Leben. Drei Personen dienten Ihloff zur Erläuterung der Zusammenhänge und Nachwirkungen: der Lagerinsasse Jannes Priem (1925–2013) aus Putten, der den Krieg schwer misshandelt überlebte, der sadistische Lagerkommandant Hans Hermann Griem (1902–1971), der jahrzehntelang unbehelligt blieb, und der um Versöhnung mit den Niederlanden bemühte Pastor des Ortes Johannes Meyer (1896–1965), der die Grabanlage in Ladelund würdevoll herrichten ließ.
Dr. Christian M. Sörensen, Vorsitzender der AG, referierte in seinem Vortrag „Husum, das war eine dreimonatige Hölle“ über das KZ-Außenlager Husum-Schwesing. Auch hier herrschte, wie im gesamten Nazi-Regime, die „Macht ohne Moral“, wofür 300 bis 500 Menschen ihr Leben lassen mussten. Doch gab es auch Momente der Zivilcourage seitens der Bevölkerung, wenn etwa Frauen in Husum den Häftlingen Brot zukommen ließen oder ein Bauer in der Hattstedtermarsch sich weigerte, Menschen unter solch unwürdigen Bedingungen auf seinem Land arbeiten zu lassen. Mit der Kultur des Hin- oder Wegsehens – damals wie heute – befasste sich auch die anschließende Diskussion.
Text und Bilder: Harald Wolbersen

Mitteilung vom 14. April 2016


 

Momsen-Haus und Instituts-Jubiläum
Die neueste Ausgabe der Zeitschrift „Nordfriesland“

 

Zeitschrift NORDFRIESLAND

Der geniale Landmann Hans Momsen aus Fahretoft und ein Rückblick auf das 50-jährige Jubiläum des Nordfriisk Instituut stehen im Mittelpunkt der neuesten Ausgabe der vom Institut herausgegebenen Zeitschrift „Nordfriesland“. Vorgestellt wird die Baugeschichte des im Sommer vergangenen Jahres eröffneten Hans-Momsen-Hauses in Fahretoft. Welche Rolle Hans Momsen in Theodor Storms Novelle „Der Schimmelreiter“ spielt, schildert Professor Dr. Karl Ernst Laage, der 2015 den Hans-Momsen-Preis des Kreises Nordfriesland erhielt. Dokumentiert werden die Festreden von Ministerpräsident Torsten Albig und Kuratoriumssprecher Dr. Jörgen Kühl zum 50-jährigen Bestehen des Nordfriisk Instituut. Die Zeitschrift enthält außerdem zahlreiche aktuelle Berichte aus der friesischen Kultur und stellt neue Bücher vor. Beigeheftet ist der 32-seitige Arbeitsbericht des Nordfriisk Instituut für die Jahre 2014 und 2015. Das Heft ist erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut, Tel. 04671 / 60120, E-Mail: verlag@nordfriiskinstituut.de).

Mitteilung vom 23. März 2016


 

Die Hölle im KZ
AG Geschichte des Nordfriisk Instituut besichtigt die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund Hagemann-Stiftung schenkte Schulen Lehrmaterial

 

 

Im Herbst 1944 wurden Tausende Insassen des Hamburger Konzentrationslagers Neuengamme nach Nordfriesland verbracht und in den Außenlagern Husum-Schwesing und Ladelund zusammengepfercht. Sie sollten den „Friesenwall“ bauen, Hunderte kamen dabei elendiglich ums Leben. Die Arbeitsgruppe Geschichte des Nordfriisk Instituut besucht am Sonnabend, 9. April, ab 14.00 Uhr unter Leitung ihres Vorsitzenden Dr. Christian M. Sörensen die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte in Ladelund. Treffpunkt ist am Eingang zur Gedenkstätte. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Durch die Ausstellung führt der Leiter des Gedenkstättenausschusses Studiendirektor a. D. Hans Joachim Ihloff. Nach einer Kaffeepause hält Dr. Christian M. Sörensen einen Vortrag über das KZ Husum-Schwesing mit dem Titel „Husum, das war eine dreimonatige Hölle“. Es wird um Anmeldung beim Nordfriisk Instituut gebeten (Süderstraße 30, 25821 Bräist/Bredstedt, NF; Tel.: 04671/60120; Fax: 04671/1333; E-Mail: info@nordfriiskinstituut.de).

Mitteilung vom 17. März 2016


 

Hagemann-Stiftung schenkte Schulen Lehrmaterial

 

 

Auf eine gelungene Aktion blickt die Ute-Karl-Friedrich-und-Carsten-Hagemann-Stiftung zurück. Gemeinsam mit dem Nordfriisk Instituut in Bredstedt stattete sie 20 Schulen im Kreis Nordfriesland und auf Helgoland mit „Bücherkisten“ aus. An diesen Schulen werden zusammen fast 1 000 Schülerinnen und Schüler in derzeit fünf friesischen Dialekten unterrichtet, nämlich auf Frasch, Fering, Öömrang, Sölring und Halunder. Die Lehrkräfte konnten eigene Vorschläge machen, und so wurde jede Bücherkiste von Ines Teschner im Nordfriisk Instituut anders gepackt mit jeweils fast 20 Büchern, darunter Sprachkurse in Buchform, Kinderbücher, Liederbücher, Wörterbücher und Geschichtsbücher. Die Hagemann-Stiftung stellte insgesamt 6 000 Euro dafür bereit.

Mitteilung vom 18. Februar 2016


 

Mit friesischer Sprache und Geschichte einen Preis gewinnen!

Nordfriisk Instituut schreibt Christian-Feddersen-Preis 2016
für nordfriesische Schülerinnen und Schüler aus

 

 

Wer gewinnt den Christian-Feddersen-Preis 2016? Das Nordfriisk Instituut in Bredstedt sucht wieder Schülerinnen und Schüler, die sich in besonders gründlicher oder kreativer Weise mit der friesischen Sprache oder Geschichte befasst haben. Alle Schulen im Kreis Nordfriesland und auf der nordfriesischen Insel Helgoland sind eingeladen, Kandidaten zu nominieren.

Benannt ist der seit 2001 vergebene Preis nach Pastor Christian Feddersen (1786–1874), der aus dem friesischen Dorf Wester Schnatebüll stammte und der sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts für die friesische Sprache und Kultur einsetzte. Gleichzeitig trat er für ein friedliches Miteinander der Völker ein und war auch damit seiner Zeit voraus. Das Preisgeld stellt die Ute-Karl-Friedrich-und-Carsten-Hagemann-Stiftung zur Verfügung. Die Stiftung wurde 1996 aus dem Nachlass des Husumer Geschäftsmanns Karl-Friedrich Hagemann errichtet, dem die friedliche Entwicklung im dänisch-deutsch-friesischen Grenzland ein besonderes Anliegen war.

Auch Projektgruppen, Arbeitsgemeinschaften oder Klassen kommen für die Auszeichnung in Frage. Es werden bis zu fünf Preise vergeben, die jeweils mit einem Geldbetrag, einem Buchgeschenk und einer Urkunde dotiert sind. Vorschläge werden bis zum 16. Mai 2016 erbeten an das Nordfriisk Instituut, Süderstr. 30, 25813 Bräist/Bredstedt, NF; Tel.: 04671/60120; Fax: 04671/1333; E-Mail: info@nordfriiskinstituut.de.

Mitteilung vom 28. Januar 2016


 

Friesischen Mythen auf der Spur
Prominente Historiker im Nordfriisk Instituut zu Gast

 

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Prominente Vertreter der Geschichtsforschung im nördlichsten Bundesland trafen sich im Nordfriisk Instituut in Bredstedt, um den „1. Tag der schleswig-holsteinischen Geschichte“ vorzubereiten. Bei dieser großen überregionalen Veranstaltung  im Juni werden mehrere Themen der nordfriesischen Geschichte präsentiert.

Professor Dr. Thomas Steensen führte die Gäste zu Beginn in den neuen Multimediasaal und den Magazinkeller des Nordfriisk Instituut, beides fand großen Anklang. Als Beiratssprecher der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte koordiniert Steensen das Programm des „Tags der Geschichte“, der am 11. Juni im Hohen Arsenal in Rendsburg gehalten wird. Er schlug das Hauptthema „Mythen“ vor, und davon gibt es viele in Nordfriesland. So werden drei von insgesamt sechs Vorträgen friesischen Mythen gewidmet sein. Albert Panten befasst sich mit dem legendären Rungholt. Dr. Claas Riecken wird dem friesischen Wahlspruch „Lieber tot als Sklave“ nachspüren. Dr. Paul-Heinz Pauseback beantwortet die Frage, ob die Karriere „vom Tellerwäscher zum Millionär“ typisch für nordfriesische Auswanderer war.
Für alle historisch Interessierten in Nordfriesland und darüber hinaus lohnt es sich also, schon jetzt den 11. Juni im Terminkalender zu markieren.

Mitteilung vom 15. Januar 2016


 

Das schwarze Pferd galoppiert wieder
Neuausgabe der legendären Lügengeschichte – jetzt auch auf CD und auf Hochdeutsch

 


Rechtzeitig zu Weihnachten und zum Ende seines Jubiläumsjahres bietet das Nordfriisk Instituut ein besonderes Präsent für Nordfriesen und Freunde Nordfrieslands: Das Buch „Dat swarte Peerd – di suurte hängst“ ist wieder da! Dieser Klassiker nordfriesischer Erzählkunst war lange Zeit vergriffen, jetzt galoppiert das schwarze Pferd wieder als köstliche, volkstümliche Lügengeschichte. Und erstmals ist sie auch zu hören und kann auf Hochdeutsch nachgelesen werden.
Erfunden hat die Lügengeschichte vom schwarzen Pferd der ehemalige Gastwirt von Bongsiel, Lauritz Thamsen, der 1929 gestorben ist. Er war eine respektable Gestalt hinter dem Tresen seines Lokals am damaligen Außendeich von Bongsiel: vierschrötig, mehrsprachig, den Künsten gegenüber aufgeschlossen und mit einer legendären Erzählergabe ausgestattet. Über ihn und weitere Hintergründe berichtet im Nachwort zu dem Buch Professor Dr. Thomas Steensen.
Zu der Künstlerschar in Bongsiel vor dem Ersten Weltkrieg gehörte der Flensburger Alexander Eckener. Er war von „Vadder“ Thamsens humorvoller Fabulierkunst so begeistert, dass er daraus ein Buch machte. Eckener fasste ein paar der besten Geschichten Thamsens zu einer einzigen Erzählung zusammen und illustrierte sie mit 39 Federzeichnungen – fertig war „Dat swarte Peerd“, das 1918 erstmals erschien und vom Nordfriisk Instituut 1967 zusammen mit einer friesischen Übersetzung herausgegeben wurde.
In der soeben erschienenen Neuausgabe wird die Geschichte jetzt viermal zwischen den Buchdeckeln erzählt: auf Plattdeutsch, auf Ockholmer Freesch, wie es auch in Bongsiel gesprochen wurde, auf Bökingharder Frasch, dem heute stärksten friesischen Dialekt, und in hochdeutscher Übersetzung. Antje Arfsten und Harry Kunz sorgten für die Übertragung  auf Frasch bzw. Hochdeutsch. Auf der Hörbuch-CD, die dem Buch beiliegt, lesen Thede Boysen und Dr. Claas Riecken das Stück auf Friesisch bzw. Plattdeutsch; die Aufnahme entstand im NDR-Studio Flensburg. Zu hören ist außerdem eine von Professor Nils Århammar zur Verfügung gestellte alte Aufnahme in Ockholmer Friesisch, gelesen von Christine Petersen. Die Veröffentlichung wurde gefördert von der Landesregierung Schleswig-Holstein über den Friesenrat/Frasche Rädj.

Mitteilung vom 14. Dezemberr 2015


 

Von der Wiedingharde bis nach Eiderstedt
Nordfriesisches Jahrbuch 2016 mit breiter Themenpalette

 

Einen breiten Bogen aus der Geschichte und Kultur Nordfrieslands umspannt das Nordfriesische Jahrbuch 2016, das soeben vom Nordfriisk Instituut herausgegeben wurde. Sönnich Volquardsen befasst sich mit der Wiedingharde in der Zeit des Nationalsozialismus. Dr. Heinrich Erdmann schildert die Entstehung der „Bohmstedter Richtlinien“ von 1926. Das Wirken des aus Poppenbüll in Eiderstedt stammenden Bundestagsabgeordneten Walter Peters beschreibt sein Sohn Richard Peters.

Albert Panten liefert neue Erkenntnisse zur Geschichte der Odenbüller Kirche auf Nordstrand und zu den niedrigen Nordertüren der Friesenhäuser. Wolfgang Jans gibt einen Bericht über die Einnahme der Schwabstedter Schanze und über die Landschaft Eiderstedt aus dem Jahr 1700 wieder. Peter Nissen macht Angaben zu dem in Ockholm geborenen Johann Ernst Sibbers, der als Student 1755 friesische Verse verfasste. Reinhard Jannen beschreibt detailliert die Geschichte und Bestände des Inselarchivs auf Föhr. Besprechungen neuer Bücher und ein Überblick über friesischsprachige Texte in Zeitungen und Zeitschriften runden die Neuerscheinung ab.

Das Nordfriesische Jahrbuch 2016 umfasst 136 Seiten und ist zum Preis von 9,80 Euro im Buchhandel und beim Nordfriisk Instituut (Tel. 04671/60120) erhältlich.

Mitteilung vom 10. November 2015


 

Nationale Minderheiten als Konferenz-Thema
Referate von Experten – und ein besonderes Konzert

 


Das Nordfriisk Instituut begeht 2015 sein 50-jähriges Bestehen. Daher wurde das 9. Internationale Ferdinand-Tönnies-Symposium einem Thema gewidmet, das die Arbeit der wissenschaftlichen Einrichtung für die nordfriesische Sprache, Geschichte und Kultur in den europäischen Zusammenhang stellt: „Nationale Minderheiten in Europa“. Fachleute aus dem In- und Ausland werden die Thematik unter verschiedenen Aspekten beleuchten. Minderheiten-Vertreter diskutieren über „Perspektiven für die Minderheiten in Schleswig-Holstein“. Außerdem gibt es ein besonderes Konzert: Das Dragseth-Trio wird u. a. friesische und niederdeutsche Lieder singen, das Roberto-Weiß-Trio präsentiert Sinti-Swing.

Die Konferenz am 13. und 14. November 2015 im NordseeCongressCenter Husum wendet sich nicht nur an Fachleute, sondern an eine interessierte Öffentlichkeit. Benannt ist sie nach dem aus Nordfriesland stammenden Begründer der Soziologie, Ferdinand Tönnies. Veranstalter sind die Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft, das Nordfriisk Instituut, die Universitätsgesellschaft Husum und die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Mitteilung vom 10. November 2015


 

Biografie über Minderheitenpolitiker Berthold Bahnsen erschienen
Ein Stück Landesgeschichte, Landtagsgeschichte und Minderheitengeschichte nach 1945

 

Berthold Bahnsen


Buchpräsentation von Dr. Claas Rieckens Werk „Berthold Bahnsen – Friesisch-schleswigscher Landtagsmann“ im Andersen-Haus in Klockries (Gemeinde Risum-Lindholm) waren rund 100 Gäste gekommen. Eingeladen hatten der Präsident des Schleswig-Holsteinischen Landtags, Klaus Schlie, das Nordfriisk Instituut in Bredstedt sowie die Friisk Foriining mit ihrem Vorsitzenden Bahne Bahnsen, dessen Vater in dem Buch beschrieben wird.

Berthold Bahnsen wurde 1913 in Lindholm geboren und war nach 1945 ein führender Politiker der dänischen Minderheit und derjenigen Friesen, die mit den Dänen zusammenarbeiteten. Von 1947 bis 1954, dann erneut von 1958 bis 1971 war er Landtagsabgeordneter, darunter von 1962 bis zu seinem Tod 1971 als Ein-Mann-Fraktion des SSW. Er machte sich bei den anderen Parteien einen Namen als diplomatischer, pragmatischer und um Verständigung bemühter Politiker. Seine Stimme war entscheidend für die Kreisreform, die im Landtag als Gesetz beschlossen wurde und 1970 zur Gründung auch des Kreises Nordfriesland führte. Claas Riecken hat nachgezeichnet, wie es war, als Friese mit Deutschen für Dänen Politik zu machen. Das Buch ist nicht nur eine Biografie, sondern zugleich ein Beitrag zur Landesgeschichte, zur Landtagsgeschichte und zur dänischen und friesischen Minderheitengeschichte nach 1945.

Das reich bebilderte Buch mit Personenregister ist im Verlag des Nordfriisk Instituut in der Reihe „Nordfriesische Lebensläufe“ erschienen, herausgegeben von Professor Dr. Thomas Steensen. Die Untersuchung ist wissenschaftlich-kritisch angelegt, aber zugleich gut lesbar. Das Buch mit 216 Seiten kostet 19,80 Euro und ist erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut.

Mitteilung vom 26. Oktober 2015


 

Wissenschaftlerin aus Grenoble erforscht die „Energie-Landschaft“ Nordfriesland
Edith Chezel zu Gast im Nordfriisk Instituut

 

Die französische Wissenschaftlerin Edith Chezel mit Prof. Dr. Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut    Foto: Carmen Strenzke, Nordfriisk Instituut


Drei Monate lang war die junge Wissenschaftlerin Edith Chezel aus der französischen Alpen-Stadt Grenoble zu Gast im Nordfriisk Instituut in Bredstedt. Sie ist Doktorandin der Sozialgeografie und Raumplanung im Forschungslabor „PACTE-Territoire“ der Universität Grenoble. In ihrer Doktorarbeit wird Nordfriesland als „Energie-Landschaft“ breiten Raum einnehmen. Sie will Projekte mit erneuerbaren Energien auf eine neue Art untersuchen und verstehen. Es geht ihr nicht um Megawatt und technologische Potenziale, sondern um die sozialen Aspekte: „Ich recherchiere, wie die Menschen in Gemeinden und Genossenschaften die Energieprojekte tragen, warum das eine Vorhaben gelingt, das andere nicht.“ Im Nordfriisk Instituut beschäftigte sie sich intensiv mit der Geografie und der Kultur der Region. Die Tradition der Selbstverwaltung fand sie beeindruckend. Als Feldstudie interessierte sie sich besonders für die Bürgerwindparke in Nordfriesland. „Die geschichtlichen und kulturellen Hintergründe sind mir sehr wichtig, um aktuelle soziale Beziehungen, politische Einflüsse und Erfordernisse verstehen zu können“, sagt Edith Chezel. Der Doktorandin aus dem südöstlichen Frankreich hat es in Nordfriesland gut gefallen. Begeistert hat sie eine Wattwanderung nach Hallig Oland. Allerdings fand sie den nordfriesischen Sommer „etwas zu kühl“.

Mitteilung vom 26. Oktober 2015


 

„Jubiläumsschrift“ der Zeitschrift Nordfriesland

 

Zeitschrift NORDFRIESLAND


Das Nordfriisk Instituut feiert 2015 sein 50-jähriges Jubiläum. Diesem Anlass wurde auch die soeben erschienene Zeitschrift Nordfriesland Nr. 191/192 gewidmet. Sie enthält eine über 50-seitige, reich bebilderte Chronik über die Institutsarbeit seit 1965, zusammengestellt von Harry Kunz, sowie einen 32-seitigen Beihefter, der die selbstständigen Veröffentlichungen des Institutsverlags auflistet. Gesondert werden Neuerscheinungen aufgeführt. Weiter enthält die Zeitschrift Einladungen zum „Nachmittag der offenen Tür“ im Institut am 5. Dezember 2015 und zu dem vom Institut mitveranstalteten Tönnies-Symposium am 13./14. November im NordseeCongressCentrum in Husum.

Mitteilung vom 30. Oktober 2015


 

Entstehung und Eigenart der schleswig-holsteinischen Heimatschutzarchitektur

 

Im Bauton der Region. Von schleswig-holsteinischer Heimatschutzarchitektur und von Baupflege in Nordfriesland und Dithmarschen


„Ohne ein Gefühl für gute Verhältnisse sind gute Leistungen im Bauen nicht möglich. … Jeder Raum des Grundrisses, die Stellung des Gebäudes in der Landschaft, seine bauliche Umgebung, seine Lage zur Sonne, jede Linie, jede Fläche, die Dachneigung, die Gesimse, die Profile, ja alle Einzelheiten bis zum Türdrücker hin erfordern, dass sie sorgfältig entworfen und gezeichnet werden.“ Mit den Worten des Architekten Ernst Prinz kennzeichnet Autor Hans-Günther Andresen in seinem soeben im Verlag Nordfriisk Instituut erschienenen Buch „Im Bauton der Region. Von schleswig-holsteinischer Heimatschutzarchitektur und von Baupflege in Nordfriesland und Dithmarschen“ die Hauptprinzipien für landschaftsgerechtes Bauen. Das reich bebilderte Buch, das dem Gründer der Interessengemeinschaft Baupflege Gerd Kühnast in memoriam gewidmet ist und von der IG Baupflege Nordfriesland sowie dem Van Wouwerschen Vermächtnis und der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein gefördert wurde, will dazu beitragen, das Bewusstsein für das spezielle landschaftliche Profil der nordfriesischen Baupflege-Architektur wachzuhalten. Es erinnert eindrucksvoll daran, dass Nordfriesland seit Anbeginn eine herausragende Rolle in der Baupflege-Bewegung in Deutschland einnimmt.

Mitteilung vom 26. Oktober 2015


 

Nordfriesisch wird in Japan bekannter

 


Nun werden die Nordfriesen und ihre friesische Sprache in der wissenschaftlichen Welt Japans bekannter:  Die in Tokio erscheinende Zeitschrift der Japanischen Gesellschaft für Germanistik veröffentlichte einen umfangreichen Aufsatz von Professor Dr. Thomas Steensen über „Die Friesen und die nordfriesische Sprache“. Der Direktor des Nordfriisk Instituut in Bredstedt schildert darin die geschichtlichen und kulturellen Zusammenhänge und geht insbesondere auf die sprachliche Situation in Risum-Lindholm ein, das er als „friesische Hochburg auf dem Festland“ bezeichnet. Die Japanische Gesellschaft für Germanistik zählt 1900 Mitglieder, darunter viele Deutschlehrer. Die Verbindung mit dem Nordfriisk Instituut kam durch Professor Makoto Shimizu von der Hokkaido Universität in Sapporo zustande, der die wissenschaftliche Einrichtung in Bredstedt bereits mehrfach besuchte und seit vielen Jahren die nordfriesische Sprache erforscht.

Mitteilung vom 21. Oktober 2015


 

Nationale Minderheiten als Konferenz-Thema
Referate von Experten – und ein besonderes Konzert

 

Tönnies Symposium


Das Nordfriisk Instituut begeht 2015 sein 50-jähriges Bestehen. Daher wurde das 9. Internationale Ferdinand-Tönnies-Symposium einem Thema gewidmet, das die Arbeit der wissenschaftlichen Einrichtung für die nordfriesische Sprache, Geschichte und Kultur in den europäischen Zusammenhang stellt: „Nationale Minderheiten in Europa“. Fachleute aus dem In- und Ausland werden die Thematik unter verschiedenen Aspekten beleuchten. Minderheiten-Vertreter diskutieren über „Perspektiven für die Minderheiten in Schleswig-Holstein“. Außerdem gibt es ein besonderes Konzert: Das Dragseth-Trio wird u. a. friesische und niederdeutsche Lieder singen, das Roberto-Weiß-Trio präsentiert Sinti-Swing.
Die Konferenz am 13. und 14. November 2015 im NordseeCongressCenter Husum wendet sich nicht nur an Fachleute, sondern an eine interessierte Öffentlichkeit. Benannt ist sie nach dem aus Nordfriesland stammenden Begründer der Soziologie, Ferdinand Tönnies. Veranstalter sind die Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft, das Nordfriisk Instituut, die Universitätsgesellschaft Husum und die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Anmeldungen bis zum 5. November an das Nordfriisk Instituut, Süderstr. 30, 25821 Bräist/Bredstedt, NF, Tel. 04671 / 60120, www.nordfriiskinstituut.de.

Mitteilung vom 21. Oktober 2015


 
 

Ein Filmdokument erwacht zu neuem Leben
„Halligleben in alter Zeit“ / Landesfilmarchiv und Nordfriisk Instituut laden zur Präsentation in das Kino Center Husum ein

 

Halligleben in alter Zeit
"Halligleben in alter Zeit. Ein Filmdokument von Langeneß aus dem Jahr 1936“ – so heißt die soeben erschienene DVD, die am Montag, 2. November 2015, um 17.30 Uhr im Kino Center Husum erstmals öffentlich vorgestellt wird. Das Landesfilmarchiv und das Nordfriisk Instituut haben den Film herausgegeben. Sie sehen darin eine Quelle von herausragendem Wert zur Geschichte und Kultur der Halligen.
Es war ein Glücksfall, als sich vor einigen Jahren der ehemalige Flensburger Konrektor Anton Petsch, langjähriges Mitglied des Vereins Nordfriesisches Institut, an das Landesfilmarchiv in Schleswig wandte und eine Filmrolle aus dem Jahr 1936 überreichte, die das Leben und Wirtschaften auf Langeneß spiegelte und ihn selbst als neunjährigen Jungen zeigte.
Einige Teile der Filmaufnahmen lagen zu dem Zeitpunkt im Landesfilmarchiv vor – unvollständig und ohne jeden Hinweis, von wem diese Aufnahmen stammten. Anton Petsch lieferte nicht nur die fehlenden Materialien, sondern wusste auch, dass sein alter Lehrer auf Langeneß, Jess Feddersen, damals die Kamera geführt hatte. Anton Petsch kannte darüber hinaus alle Örtlichkeiten und die meisten der im Film abgebildeten Personen. Eine unbekannte landesgeschichtliche Quelle von großer Bedeutung war entdeckt und gewann mit neuem Wissen immer schärfere Konturen. Anton Petsch, der 2012 mit 89 Jahren starb, kann die Edition leider nicht mehr erleben.
In kollegialem Kontakt von Landesfilmarchiv und Nordfriesischem Institut entstand der Gedanke, diese Filmquelle gemeinsam in einer sorgfältigen Edition einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Die ehemals stummen Filmaufnahmen wurden für die Edition kommentiert und mit atmosphärischen Geräuschen versehen, sodass wir sie nun als Tonfilm erleben können. Mit der Kommentierung wird das im letzten Augenblick noch gewonnene Zeitzeugenwissen erfahrbar gemacht und dauerhaft bewahrt. Ein von Fiete Pingel verfasstes Booklet gibt wichtige Informationen zum vergangenen Leben auf der Hallig Langeneß und zur Geschichte des Filmdokuments.
Bei der Filmpräsentation im Kino Center Husum hält zu Beginn Professor Dr. Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut einen Kurzvortrag über die Halligen als einzigartigen Lebensraum. Dr. Dirk Jachomowski vom Landesarchiv Schleswig-Holstein/Landesfilmarchiv wird in den Film einführen. Der Eintritt beträgt 3 Euro. Der Film kann ab 2. November zum Preis von 15,90 € erworben werden.



Mitteilung vom 16. Oktober 2015


 
 

Geburtstagsfeier im Nordfriisk Instituut
Die wissenschaftliche friesische Einrichtung besteht seit genau 50 Jahren

 

Die Mitarbeiter des Nordfriisk Instituut feierten am 31. August den 50. Geburtstag der Einrichtung.
Vor genau 50 Jahren, am 31. August 1965, öffnete das Nordfriisk Instituut in Bredstedt seine Tore. Das Jubiläum soll am 5. Dezember „offiziell“ begangen werden, die Festrede hält der Ministerpräsident. Am eigentlichen Geburtstag feierten die Mitarbeiter des Instituts schon einmal im kleinen Kreis, und wie es sich gehört, gab es eine Torte mit einer 50 darauf.
In drei gemieteten Räumen des Arbeitsamts in der Osterstraße 63 begann es vor einem halben Jahrhundert. Als Sitz der neuen wissenschaftlichen Einrichtung für die Förderung der friesischen Sprache, Geschichte und Kultur wurde bewusst Bredstedt gewählt. Damals bestanden noch die drei Kreise Südtondern, Husum und Eiderstedt. Man wollte sich aus der Konkurrenz der Kreisstädte heraushalten und entschied sich für Bredstedt als geografischen Mittelpunkt Nordfrieslands. Mehrfach war der Ort auch Sammelpunkt der Friesen gewesen.
Vier junge Wissenschaftler hatten die Gründung vorbereitet: Reimer Kay Holander, Dr. Johannes Jensen, Tams Jörgensen und Dr. Hans Christian Nickelsen. Beschlossen wurde das Konzept 1964 in Alkersum auf Föhr, wo Dr. Frederik Paulsen das Vorhaben engagiert unterstützte. Noch im Gründungsjahr erschienen die ersten Ausgaben der Zeitschrift „Nordfriesland“ und des neuen „Nordfriesischen Jahrbuchs“. Beide Veröffentlichungen sind bis heute Flaggschiffe der Bredstedter Einrichtung geblieben. Es galt manchen Sturm zu überstehen. Einen großen Schritt voran bedeutete 1990, zum 25-jährigen Jubiläum, der Umzug in die ehemalige Bredstedter Volksschule in der Süderstraße 30. Zum 50-jährigen kann im Dezember ein Erweiterungsbau in Betrieb genommen werden.
Träger der Einrichtung ist der bereits 1948 gegründete Verein Nordfriesisches Institut. Und welchen Geburtstagswunsch gibt es? „Wir wünschen uns, dass noch mehr Menschen in Nordfriesland die Arbeit für die friesische Kultur durch ihre Mitgliedschaft unterstützen“, hieß es aus dem Mitarbeiterkreis.

Mitteilung vom 31. August 2015


 
 

Schätze der Vergangenheit – Für die Zukunft bewahren
Landeskonservator Dr. Michael Paarmann zu Gast im 25. Nordfriesischen Sommer-Institut

 

Der Rote Haubarg in Witzwort, ein bekanntes Kulturdenkmal Nordfrieslands (Foto: Thomas Steensen)
Denkmalschutz und Denkmalpflege stehen im Vordergrund des abschließenden Abends in der Reihe „25. Nordfriesisches Sommer-Institut“. Dr. Michael Paarmann, der Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege in Kiel, spricht am Mittwoch, 9. September 2015, im Bredstedter Bürgerhaus, Süderstr. 36, zum Thema „Schätze der Vergangenheit – Für die Zukunft bewahren“. Mitveranstalter des Abends ist die Interessengemeinschaft Baupflege. Die Vortragsreihe wird unterstützt von der Nord-Ostsee Sparkasse. Alle Interessierten sind willkommen. Anstelle eines Eintrittsgeldes wird um eine Spende für die Arbeit des Nordfriisk Instituut gebeten.
Mitteilung vom 31. August 2015


 
 

Geschichte Nordfrieslands im Zeitraffer

 

Eine Zeitreise durch Nordfrieslands Geschichte unternahmen (v. l.) Prof. Dr. Thomas Steensen, Harry Kunz, Harald Wolbersen und Dr. Paul-Heinz Pauseback. (Foto: Carmen Strenzke, Nordfriisk Instituut)
Eine Reise durch Nordfrieslands Vergangenheit von 1800 bis heute erlebten mehr als 100 Interessierte im Bredstedter Bürgerhaus. Vier Mitarbeiter des Nordfriisk Instituut führten in Wort und Bild Ereignisse und Entwicklungen vor Augen, die bis heute Spuren hinterlassen haben. Deutlich wurde, dass die Region in große Zusammenhänge eingebunden ist, aber auch eigene Akzente setzte. Der Abend mit dem Titel „Im Zeichen einer neuen Zeit“ war Bestandteil der Vortragsreihe „25. Nordfriesisches Sommer-Institut“.

Prof. Dr. Thomas Steensen nannte mehrere „Epochenjahre“ der nordfriesischen Geschichte. 1825 starben zum letzten Mal Menschen in größerer Zahl bei einer Sturmflut in Nordfriesland. Der deutsch-dänische Krieg 1864 bildete nach seinen Worten einen besonderen Einschnitt, weil die Region fortan erstmalig zu Deutschland gehörte. Die Eindeichung des Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koogs 1954 war die letzte, die ausschließlich der Landgewinnung diente. Als besonders bedeutsam nannte Steensen die Bildung des Kreises Nordfriesland 1970, weil seitdem mit Ausnahme der Insel Helgoland alle nordfriesischen Teilgebiete eine einheitliche Gebietskörperschaft bilden.

Der vergleichsweise kleinen Gruppe der Nordfriesen wurde es schwer, in der übermächtigen nationalen Auseinandersetzung zwischen Deutsch und Dänisch einen eigenen Weg zu finden, führte Harald Wolbersen aus. Der 1902 gegründete Nordfriesische Verein für Heimatkunde und Heimatliebe war der erste Heimatverein für ganz Nordfriesland. Im Gegensatz zu ihm betonten die „Nationalen Friesen“ seit 1923 die Eigenständigkeit der Nordfriesen als nationale Minderheit. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden mit dem Friesenrat und dem Nordfriisk Instituut übergreifende Einrichtungen. Für die nordfriesische Sprache gelte es im digitalen Zeitalter nach neuen Wegen zu suchen, sagte Wolbersen.

Etwa 13 Prozent der Bevölkerung wanderten in der Zeit des deutschen Kaiserreichs nach Übersee aus, erklärte Dr. Paul-Heinz Pauseback, der vor 21 Jahren das Auswanderer-Archiv am Nordfriisk Instituut begründete. Aus- und Zuwanderung seien ein prägender Zug der friesischen Geschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelten sich Zehntausende Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Nordfriesland an. Welche Entbehrungen und Enttäuschungen bis zum gelungenen Neuanfang zu bewältigen waren, schilderte Pauseback eindrucksvoll am Beispiel seines Vaters. Die damals kursierenden Vorbehalte und Vorurteile machten Vergleiche mit der gegenwärtigen Situation unausweichlich. Die wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen seit 1945 betrachtete Harry Kunz. War in den 1950er-Jahren noch rund ein Drittel der erwerbstätigen Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig, so sank diese Zahl auf derzeit etwas über zwei Prozent. Sie erzeugen nur noch drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die agrarisch geprägte Landschaft blieb aber in weiten Teilen erhalten, wovon nun der Tourismussektor profitiert. „Ferien auf dem Lande“ und vor allem die Nordsee-Heilbäder sorgten für fast 7,5 Millionen Übernachtungen im letzten Jahr. Der Dienstleistungssektor wurde zur wichtigsten Stütze der Volkswirtschaft. Vor große Probleme wird der demografische Wandel die Gesellschaft stellen, erläuterte Kunz anhand statistischer Tabellen und warf damit einen Blick in die Zukunft.
Mitteilung vom 28. August 2015


 
 

Deichbauer – Seefahrer – Chronisten
Vortrag von Albert Panten im 25. Nordfriesischen Sommer-Institut

 

Albert Panten ist ein weithin bekannter Referent (Foto: Thomas Steensen)
Die Geschichte Nordfrieslands steht im Mittelpunkt des nächsten Abends im 25. Nordfriesischen Sommer-Institut. Albert Panten, renommierter und mehrfach preisgekrönter Regionalhistoriker, wird am Mittwoch, 12. August, die Anfänge von der Besiedlung durch die Friesen über den beginnenden Deichbau und die großen „Mandränken“ bis hin zur Seefahrtsepoche schildern. Der Vortrag mit dem Titel „Deichbauer – Seefahrer – Chronisten“ beginnt um 19.30 Uhr im Bredstedter Bürgerhaus, Süder-Straße 36. Mit diesem und dem 14 Tage später folgenden Abend bietet das Nordfriisk Instituut die Möglichkeit, die Geschichte Nordfrieslands von den Anfängen bis in die Gegenwart im Überblick zu verfolgen. Die Vortragsreihe wird unterstützt von der Nord-Ostsee Sparkasse. Anstelle eines Eintrittsgelds wird um eine Spende für die Arbeit des Nordfriisk Instituut gebeten
Mitteilung vom 3. August 2015


 
 

Friesische Talkshow

 


von links: Marie Tångeberg, Berit Nommensen, Ellin Nickelsen“Uuha, wat haa’s jo dojütidj apreeget“ (oha, was haben sie sich damals aufgeregt), berichtete Ellin Nickelsen aus ihrer Jugend auf Föhr um 1972 und meinte damit die Reaktionen älterer Föhrer auf ein friesisches Gedicht von damals. Die Lehrerin und ihre Berufskolleginnen Marie Tångeberg und Berit Nommensen repräsentierten drei Generationen friesischer Muttersprachlerinnen bei einer Talkshow im Rahmen des 25. Sommer-Instituts im Bredstedter Bürgerhaus. Ihre Geburtsjahrgänge liegen zwischen 1924 und 1986. Im gut gefüllten Saal stellte ihnen das Moderatorenteam Antje Arfsten und Claas Riecken Fragen zur friesischen Lebenswelt sowie zu Kultur und Literatur. Das Publikum erlebte einen Abend fast nur in friesischer Sprache, unterbrochen von kurzen Zusammenfassungen auf Deutsch. Bei dem Gedicht von 1972 war es um Eindeutigkeiten „unter der Gürtellinie“ gegangen, damals auf Friesisch ein Skandal, heute längst kein Aufreger mehr.
Mitteilung vom 30. Juli 2015


 
 

Der Stollberg in der Mitte Nordfrieslands
Vortrag und Ortsbesichtigung im 25. Nordfriesischen Sommer-Institut

 


Dr. Christian Stolz (Foto: Privat)Der Stollberg, ein Naturraum mit Geschichte, steht im Mittelpunkt des zweiten Abends im Rahmen des 25. Nordfriesischen Sommer-Instituts am Mittwoch, 15. Juli, um 19.30 Uhr im Bredstedter Bürgerhaus, Süderstr. 36. Dr. Christian Stolz, Privatdozent an der Europa-Universität Flensburg, spricht zum Thema „Vom Stollberg bis zur Förde – neue Untersuchungen zur Landschaftsentwicklung“. Vor dem Vortrag besteht am Nachmittag die Gelegenheit zu einer Ortsbegehung mit Heinrich Becker und Heiner Ehlers vom Verein Natur und Kultur rund um den Stollberg. Treffpunkt ist um 16 Uhr der Fernmeldeturm auf dem Stollberg, direkt an der Bundesstraße 5.
Der Stollberg ist mit 43,4 Metern über NN die vierthöchste Erhebung des Kreises Nordfriesland. Von hier hat man eine besonders gute Sicht über verschiedene Landschaftsräume und kann das im Herbst letzten Jahres errichtete Kulissendorf, das die tiefste kulturelle Vergangenheit der Region und die Nutzung der Eisenerzfundstätten zum Thema hat, erleben. Die Veranstaltung wendet sich an alle Interessierten, Gäste und Einheimische gleichermaßen. Die vom Nordfriisk Instituut angebotene Vortragsreihe wird gefördert von der Nord-Ostsee Sparkasse. Anstelle eines Eintrittsgeldes wird um eine Spende gebeten.
Mitteilung vom 6. Juli 2015


 
 

Briefe und Fotos von Albert Petersen gesucht

 


Das in einer Zeitschrift gedruckte Foto von Albert Petersen stammt von etwa 1925.In der Reihe „Nordfriesland im Roman“, die im Husum Verlag erscheint, plant das Nordfriisk Instituut die Herausgabe des Romans „Arnold Amsinck“. Darin geht es um den Hamburger Kaufmann, der im 17. Jahrhundert einen Koog gewann, jedoch dann durch Sturmfluten sein Vermögen verlor. Die Hamburger Hallig erinnert noch heute an seine Herkunft. Verfasser des Romans war der Schriftsteller Albert Petersen, der 1883 in Husum geboren wurde und 1943 bei einem Luftangriff in Hamburg ums Leben kam. Er veröffentlichte zahlreiche Romane, Gedichte und Aufsätze. Professor Dr. Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut hat bereits vieles über den weithin vergessenen Schriftsteller gesammelt. Er sucht insbesondere Briefe oder andere Schriftstücke von seiner Hand und Fotos des Dichters. Es sind bisher nur gedruckte Fotos bekannt. Wer helfen kann, wende sich an das Nordfriisk Instituut, Tel. 04671 / 60120, oder per E-Mail an: steensen at nordfriiskinstituut.de.
Mitteilung vom 22. Juni 2015


 
 

Land der Vielfalt: Eine Foto-Reise durch Nordfriesland
Fotograf Heinz Teufel eröffnet das 25. Nordfriesische Sommer-Institut

 


Heinz Teufel (Foto: Steve Thornton)Zur Eröffnung seiner Vortragsreihe „25. Nordfriesischen Sommer-Institut“ bietet das Bredstedter Nordfriisk Instituut, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, etwas Besonderes: Heinz Teufel, einer der renommiertesten deutschen Fotografen, lädt zu einer Fotoreise durch Nordfriesland ein, einem Land der Vielfalt, einer der schönsten Landschaften der Welt.

Teufel engagiert sich als Künstler, als Avantgardist der Fototechnik und als Schirmherr angesehener Wettbewerbe für eine Weiterentwicklung der Fotografie im Dienste eines besseren Verstehens der Beziehungen zwischen Mensch und Materie, zwischen Natur und Kultur. Sein Vortrag am Mittwoch, 1. Juli um 19.30 Uhr im Bredstedter Bürgerhaus wendet sich an alle Interessierten, Gäste und Einheimische gleichermaßen. Das Nordfriesische Sommer-Instituut wird gefördert von der Nord-Ostsee Sparkasse. Anstelle eines Eintrittsgeldes wird um eine Spende gebeten.

Mitteilung vom 19. Juni 2015


 
 

Perspektiven des Sölring, Friesisch im Netz, „in“ oder „auf“ Eiderstedt
190. Ausgabe der Vierteljahresschrift Nordfriesland erschienen

 


Zeitschrift NORDFRIESLANDAuf Sylt, der Insel der Reichen und Schönen, steht die friesische Sprache, das Sölring, unter besonderem Druck. In seinem Beitrag zur 190. Ausgabe der Vierteljahresschrift „Nordfriesland“, die soeben vom Bredstedter Nordfriisk Instituut vorgelegt wurde, analysiert Professor Dr. Thomas Steensen die Situation und Perspektiven der alten Inselsprache. Eingebunden sind Stellungnahmen von Menschen, die mit der Sylter Kultur verbunden sind. Das Fazit: Es gibt allen Problemen zum Trotz positive Zeichen. Der Appell: Wer immer kann, soll Sölring jeden Tag zur Sprache bringen.
Die nordfriesische Version des Internet-Portals Wikipedia stellt dessen Amrumer Mitautor Jens Jessen in seinem Beitrag vor. Friisk Wikipedia enthält bereits rund 4 000 Artikel. Der Frisist Dr. Claas Riecken befasst sich mit der spannenden Frage, ob es korrekt ist, sich „auf“ Eiderstedt zu verorten, oder ob es „in“ Eiderstedt heißen muss. Erinnert wird daran, dass 1890, vor 125 Jahren, die Hochseeinsel Helgoland zum deutschen Kaiserreich kam. Aktuelle Berichte und Buchbesprechungen runden „Nordfriesland“ 190 ab. Das Heft umfasst 32 Seiten, kostet drei Euro und ist erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt. Für Mitglieder des Vereins Nordfriesischs Institut ist der Bezug der Zeitschrift im Vereinsbeitrag enthalten.
Mitteilung vom 16. Juni 2015


 
 

Ein „feministischer“ Roman aus Husum
In der Reihe „Nordfriesland im Roman“ erschien jetzt „Ellen Olestjerne“ von Franziska zu Reventlow

 


Es war ihr erster Roman, er erschien 1903. Und manchem war bald klar, dass hierin viel aus der Kindheit und Jugend der Verfasserin eingeflossen war. Die Rede ist von dem Buch „Ellen Olestjerne“, geschrieben von Franziska zu Reventlow, das jetzt vom Nordfriisk Instituut im Husum Verlag neu veröffentlicht wurde. Es handelt sich um den achten Band der von Prof. Dr. Arno Bammé und Prof. Dr. Thomas Steensen herausgegebenen Reihe „Nordfriesland im Roman“.
Die junge Gräfin Franziska zu Reventlow wuchs im Schloss vor Husum auf, dem Amtssitz ihres Vaters Ludwig Graf zu Reventlow, des ersten preußischen Landrates im 1867 gebildeten Kreis Husum. Franziska suchte schließlich ihren eigenen, selbstbestimmten Weg, überwarf sich mit der Familie und wurde zum strahlenden Mittelpunkt der Münchner Boheme, wenn sie auch immer wieder in materielle Not geriet. Sie brachte einen unehelichen Sohn zur Welt. Kaum verschleiert lässt sie ihre Romanheldin Ellen Olestjerne diesen Weg ebenfalls zurücklegen. Franziska zu Reventlow setzte sich in der Zeit des obrigkeitshörigen Kaiserreichs für weibliche Selbstständigkeit in Sexualität, Mutterschaft und Ehe ein.
Arno Bammé und Thomas Steensen erläutern in ihrem 68 Seiten umfassenden Nachwort Schauplätze und Hintergründe des Werkes. Franziska zu Reventlow schildert Husum und die umgebende Landschaft als ihre Heimat, nach der sie sich gelegentlich zurücksehnt. Neben dem Lebensgefühl und der Denkweise einer rebellischen Jugend am Ende des 19. Jahrhunderts, die hier nacherlebbar wird, bietet das Werk Impressionen vom damaligen Husum und Nordfriesland. Die Herausgeber regen im Nachwort an, am Schloss vor Husum mit einem ihrer Persönlichkeit entsprechenden Denkmal an Franziska zu Reventlow zu erinnern.

Franziska zu Reventlow: Ellen Olestjerne. Nordfriesland im Roman, Band 8. 270 S. 10,95 Euro. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft.
Mitteilung vom 9. Juni 2015


 
 

Eine Fotoreise, eine Geesthöhe, regionale Sprache, Geschichte und Denkmalpflege
Vortragsreihe: 25. Nordfriesisches Sommer-Institut

 


Sommer Institut 2015Im Jahr seines 50-jährigen Bestehens bietet das Bredstedter Nordfriisk Instituut zum 25. Mal seine Veranstaltungsreihe „Nordfriesische Sommer-Institut“ für Einheimische und Gäste gleichermaßen an. Zum Auftakt am Mittwoch, 1. Juli, lädt der renommierte Fotograf Heinz Teufel zu einer Fotoreise durch Nordfriesland ein, einem „Land der Vielfalt“.
Mit dem Stollberg, der den Geestrand nördlich von Bredstedt in der Mitte Nordfrieslands überragt, einem „Naturraum mit Geschichte“, befasst sich am Mittwoch, 15. Juli, der Geograph Prof. Dr. Wolfgang Riedel. Vor dem eigentlichen Vortrag am Nachmittag um 16.00 Uhr besteht Gelegenheit zu einer Ortsbegehung. Treffpunkt ist der Fernmeldeturm auf dem Stollberg. Drei Friesinnen – Ellin Nickelsen, Berit Nommensen und Marie Tångeberg – berichten am Mittwoch, 29. Juli, unter dem Titel „Drei Generationen Friesisch“ von ihren über die Jahrzehnte sehr unterschiedlichen Erfahrungen mit ihrer Muttersprache und deren Wahrnehmung in der Gesellschaft.
Am Mittwoch, 12. August, gibt der Niebüller Geschichtsforscher Albert Panten unter dem Titel „Deichbauer, Seefahrer, Chronisten“ einen Überblick über die Geschichte Nordfrieslands von den Anfängen bis 1800. Bei diesem Vortrag handelt es sich um die insgesamt 150. Veranstaltung im Nordfriesischen Sommer-Institut seit 1991. Mit der historischen Entwicklung der Region Nordfriesland seit 1800 bis in die Gegenwart befassen sich unter der Überschrift „Im Zeichen einer neuen Zeit“ am Mittwoch, 26. August, der Diplom-Soziologe Harry Kunz sowie die Historiker Dr. Paul-Heinz Pauseback, Fiete Pingel und Prof. Dr. Thomas Steensen.
Zum Abschluss des 25. Nordfriesischen Sommer-Instituts berichtet Schleswig-Holsteins Landeskonservator Dr. Michael Paarmann vom Landesamt für Denkmalpflege am Mittwoch, 9. September, unter dem Titel „Schätze der Vergangenheit – für die Zukunft bewahren“ über Denkmalschutz und Denkmalpflege vor allem in Nordfriesland. Zu diesem Abend lädt die Interessengemeinschaft Baupflege Nordfriesland und Dithmarschen e. V. mit ein.
Sämtliche Vorträge beginnen jeweils um 19.30 Uhr und finden statt im Bredstedter Bürgerhaus, Eingang Theodor-Storm-Straße. Unterstützt wird die Reihe von der Nord-Ostsee Sparkasse. Anstelle eines Eintrittsgeldes wird jeweils um eine Spende gebeten.
Mitteilung vom 27. Mai 2015


 
 

Sieger der 4. Tams-Jörgensen-Preisaufgabe des Nordfriisk Instituut stehen fest.

 


Alle zwei Jahre stellt die Arbeitsgruppe Sprache und Literatur des Nordfriisk Instituut der Bevölkerung eine preisträchtige Aufgabe, die aus Erträgen des Tams-Jörgensen-Fonds gespeist wird. Diesmal sollten Limericks auf Friesisch verfasst werden. Diese scherzhaften Gedichte bestehen aus nur fünf Zeilen und folgen einem festen Reimschema. Dem Aufruf folgten 19 Nord- und Westfriesen, einige steuerten mehrere Beiträge zu dem Wettbewerb bei. Die Jury musste schließlich unter 45 Limericks auf Sölring, Fering-Öömrang, Halunder, Freesk, Frasch und Westfriesisch auswählen und entschied sich, das Preisgeld unter fünf Beiträgen aufzuteilen. Die Gewinnerinnen und Gewinner sind die Nordfriesen Enke Christiansen, Thora Kahl, Kai Klint und Ingken Lüdtke sowie Andries Miedema aus Westfriesland. Die Limericks können im Internet unter www.nordfriiskinstituut.de nachgelesen werden.

Hier ein Beispiel auf Fering:
En jongen gast faan Söleraanj
hed was ei tuföl beeft a braanj:
Nian jil üüb a beenk,
maad am werk ei ens teenk,
man keerd en rocht graten waanj!
Ingken Lüdtke

Ein junger Mann aus Süderende
war im Kopf nicht sehr behände:
Auf der Bank gar kein Geld,
Arbeit nicht seine Welt,
fuhr dicke Autos ohne Ende.
Freie Übersetzung

Mitteilung vom 15. Mai 2015


 
 

Name gesucht!

 


Der Anbau des Nordfriisk Instituut geht seiner Vollendung entgegen. In einem Magazin im Keller werden künftig Bibliothek und Archiv der friesischen Volksgruppe verwahrt. Der Saal darüber dient zum einen für Veranstaltungen über die friesische Sprache, Geschichte und Kultur, zum anderen sollen diese Themen hier auf moderne, multimediale Weise veranschaulicht werden. Am 5. Dezember 2015 ist die Eröffnung des Anbaus vorgesehen. Dann werden Bibliothek und Archiv fertig eingerichtet sein, und voraussichtlich kann auch schon der erste Abschnitt der Präsentation vorgestellt werden. Für den Anbau wird jetzt ein Name gesucht. Bisher wird vom „Friisk Atrium“ gesprochen. Wer eine andere Idee hat, wende sich an das Nordfriisk Instituut, Tel. 04671 / 60120, Mail info@nordfriiskinstituut.de. Unter den Einsendungen werden Buchgutscheine verlost.
Mitteilung vom 13. Mai 2015


 
 

Geistliche Versammlung und Trauerbrauchtum in Eiderstedt
Nordfriisk Instituut präsentiert Band 35 der Reihe „Studien und Materialien“

 


Geistliche Versammlung und Trauerbrauchtum in EiderstedtReligion und Kirchlichkeit bildeten in alter Zeit wesentlich stärker als heute prägende Elemente für die Menschen in Europa, auch in Nordfriesland, auch in Eiderstedt. Der emeritierte Pastor Johann-Albrecht G. H. Janzen hat zwei wichtige Aspekte von Glaube und Kirche für Eiderstedt eingehend beschrieben in seinem Buch „Geistliche Versammlung und Trauerbrauchtum in Eiderstedt. Zwei Beiträge zur Kirchen- und Kulturgeschichte.“ Es erschien im Nordfriisk Instituut in Bredstedt als Nr. 35 der Reihe „Studien und Materialien“.

In den Kalands-Versammlungen kamen Geistliche und andere Persönlichkeiten aus dem Umfeld der Kirche zusammen, um zu beten, über religiöses Leben zu sprechen und zu feiern. Trauer und Toten-Gedenken boten den Menschen Anlässe, sich mit dem Jenseits zu befassen. Bestimmend war dafür die biblische Tradition. Das weist der Verfasser am Beispiel Eiderstedt nach. Begräbnisse, darauf geht er ausführlich ein, wurden dem unterschiedlichen Status der Verstorbenen entsprechend in mehreren Klassen unterschiedlich aufwendig gestaltet. Sowohl den Kaland als auch den Umgang mit Tod und Vergänglichkeit ordnet der Verfasser mit analytischem Blick ein in die geistige Entwicklung der Region, in der sich die europäische kulturelle Geisteshaltung insgesamt widerspiegelt.

Johann-Albrecht G. H. Janzen – gelernter Reedereikaufmann – studierte in Hamburg Theologie und wurde Pastor, unter anderem von 1996 bis 2005 in Koldenbüttel. Neben dem Amt und seither als Pensionär hat er als „Laie“ mittels eingehender Quellenforschungen grundlegende Beiträge zu Eiderstedter Themen erarbeitet. Das vorliegende Buch ist der bislang umfangreichste. Es umfasst 256 Seiten, kostet 15,80 Euro und ist erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt.
Mitteilung vom 30. April 2015


 
 

Intensive Gespräche über regionale Geschichte
AG Geschichte des Nordfriisk Instituut besuchte den Heimatbund Landschaft Eiderstedt

 


Von links: Heimatbund-Vorsitzender Hans Meeder, AG-Sekretär Fiete Pingel vom Nordfriisk Instituut, AG-Vorsitzender Dr. Christian M. Sörensen, der langjährige frühere Geschäftsführer des Heimatbundes Hauke Koopmann sowie die Referenten Johann-Albrecht G. H. Janzen und Albert Panten Die Identität Eiderstedts wurzelt in den einzelnen Kirchspielen und ihrer Geschichte. Der Heimatbund Landschaft Eiderstedt (HLE) bietet mit seiner Arbeit den Rahmen für die Forschung und Heimatpflege in den traditionsreichen Gemeinden der Landschaft. Mit dieser Feststellung begrüßte HLE-Vorsitzender Hans Meeder die Arbeitsgruppe Geschichte des Nordfriisk Instituut, die unter Leitung ihres Vorsitzenden Dr. Christian M. Sörensen die Zentrale des Heimatbundes im alten Gardinger Rathaus besuchte. Hauke Koopmann, früherer langjähriger Geschäftsführer, referierte über die zahlreichen historischen Aktivitäten des Heimatbundes. Ein besonders wichtiges Vorhaben stellt die Buchreihe „Blick über Eiderstedt“ dar, in der demnächst der zehnte Band erscheinen wird. Zusätzlich zu den eigenen Publikationen, das hob Koopmann hervor, bezuschusst der Heimatbund Werke, die von anderer Seite über die Geschichte der Landschaft publiziert werden.

Dazu zählt eine vom Nordfriisk Instituut vorgelegte Studie über die Kalands-Tradition und über das Trauerbrauchtum in Eiderstedt, die der Autor Pastor a. D. Johann-Albrecht G. H. Janzen in Garding präsentierte. Im „Kaland“ versammelten sich kirchliche Persönlichkeiten, um zu beten und zu feiern. Im Trauerbrauchtum spiegelte sich die Schichtung der Eiderstedter Gesellschaft. Janzen bot zu beiden Themen der intensiv nachfragenden Runde einen Querschnitt seiner auf umfassenden Recherchen basierenden Erkenntnisse.

Seit dem späten Mittelalter entstanden in Eiderstedt Chroniken in einer für eine ländliche Gegend außergewöhnlich hohen Zahl. Die Chronisten schrieben dabei zu ihrem eigenen geistigen Vergnügen, das betonte der Niebüller Geschichtsforscher Albert Panten in seinem Referat. Heute aber bieten die Aufzeichnungen wertvolle Hinweise auf das Leben jener Zeit. Panten rief dazu auf, aufmerksam mit alten Schriften umzugehen, denn manche Chronik, von der in älteren Büchern und Aufsätzen noch die Rede ist, sei abhanden gekommen, weil man sie nicht rechtzeitig in ein offizielles Archiv gebracht habe.
Mitteilung vom 22. April 2015


 
 

Ein Amrumer Kapitän, ein plattdeutscher Prediger und ein Gesetzesjubiläum
Nordfriesland 189 erschienen

 


Zeitschrift NORDFRIESLANDKapitän August Jakobs, Reeder, Kommunalpolitiker und langjähriger Vereinsvorsitzender, ist eine herausragende Persönlichkeit Amrums und Nordfrieslands. Eine Beschreibung seines langen Lebens mit seinen zahlreichen Erfahrungen und Initiativen, aufgezeichnet von seinem Nachbarn und Vereinskameraden Professor Dr. Günter Frank, bildet den Hauptartikel in der soeben vom Bredstedter Nordfriisk Instituut herausgegebenen 189. Ausgabe der Vierteljahresschrift „Nordfriesland“.
Pastor Heinrich Hansen (1861–1940) setzte sich intensiv für die plattdeutsche Verkündigung des Evangeliums ein. Pastor Heinrich Kröger, Gründer der Plattform „Plattdüütsch in de Kark“, würdigt das Wirken Hansens, dessen Todestag sich zum 75. Male jährt. Zum zehnten Mal jährte sich die Verkündung des „Friesisch-Gesetzes“, mit dem das Land Schleswig-Holstein die öffentliche Präsenz der friesischen Sprache fördern möchte. Lars Harms (SSW-MdL), der 2004 das Gesetz auf den Weg gebracht hatte, bilanziert in seinem Beitrag für „Nordfriesland“ dessen Wirkung.
In einem Kommentar bewertet Professor Dr. Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut die Bedeutung des „eisernen Kanzlers“ Otto von Bismarck für die Entwicklung der Region Nordfriesland. Ausführlich vorgestellt werden zudem die vom Nordfriisk Instituut angebotenen Grußkarten in friesischer Sprache. Aktuelle Berichte runden „Nordfriesland“ 189 ab. Das Heft umfasst 32 Seiten, kostet drei Euro und ist erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt. Für Mitglieder des Vereins Nordfriesisches Institut und der Friisk Foriining ist der Bezug der Vierteljahresschrift im Mitgliedsbeitrag enthalten.
Mitteilung vom 12. März 2015


 
 

Max und Moritz auf Friesisch
Zweisprachige Neuauflage des Klassikers

 


Maks än Moorits„Also lautet ein Beschluss:/Dass der Mensch was lernen muss - Arken mansche mötj wat liire/sü koon följk et åltids hiire“. Die Reime und Bilder aus Wilhelm Buschs Feder über „Max und Moritz“ sind seit 1865 ein Teil des überlieferten Kulturguts in Deutschland geworden. Viele Menschen haben das Buch, das vor 150 Jahren in Erstauflage erschien, von ihren Eltern und Großeltern rezitiert oder vorgelesen bekommen, und nicht wenige kennen ganze Passagen auswendig. Erstmals gibt es das Buch mit den sprechenden Bildern jetzt in zweisprachiger Version auf Deutsch und Friesisch. Damit kann man beide Sprachen vergleichen, was nicht nur für Einsteiger ins Friesische von Bedeutung ist, sondern auch für Kenner. Die Übersetzungen der Reime beispielsweise ins Mooringer Frasch von Nis Richard Marcussen (1897–1979) sind meisterlich gelungen und zeigen, dass er virtuos aus einem großen Ausdrucksreichtum schöpfen konnte, der im heutigen Friesisch selten geworden ist. Marcussens Übersetzung von Max und Moritz entstand um 1970, kam bereits 1980 im Verlag Nordfriisk Instituut heraus, war aber lange Zeit vergriffen. Nun ist die „Bubengeschichte in sieben Streichen“ auf Friesisch wieder lieferbar, immer zweisprachig, sozusagen mit Deutsch als „Zugabe“.
Mitteilung vom 19. März 2015


 
 

Limericks auf Friesisch
Tams-Jörgensen-Preisaufgabe 2015

 


„Dichten ist Übermut“, das wusste schon Johann Wolfgang von Goethe. Und weil jetzt die Tage wieder länger werden, möchte vielleicht mancher ein wenig Übermut ausleben und dem Drang nach Dichten einfach nachgeben. So kann man zum Beispiel einen Limerick ver¬fassen und damit sogar möglicherweise einen Preis gewinnen. Die diesjährige Tams-Jörgensen-Preisaufgabe des Nordfriisk Instituut besteht nämlich im Verfassen eines kleinen friesischen Gedichts nach der Art eines Limericks.

Doch was ist ein Limerick? Ein Limerick ist ein scherzhaftes Gedicht, bei dem der Rhythmus und das Reimschema eine große Rolle spielen. In der ersten Zeile werden die handelnde Person und ein Ortsname genannt, in den folgenden Zeilen wird etwas über diese Person erzählt. Die letzte Zeile sollte möglichst mit einer überraschenden Pointe aufwarten. Nähere Informationen unter www.nordfriiskinstituut.de

Hier das Beispiel eines hochdeutschen Limericks:
Ein Kettenraucher aus Nizza,
der im Tank seines Wagens nach Sprit sah,
der flog mit ’nem Krach
durchs Garagendach
einem staunenden Gast in die Pizza.

Einsendeschluss für die Vorschläge ist der 31. März 2015. Eine vom Nordfriisk Instituut benannte Jury wählt den überzeugendsten Vorschlag aus und vergibt einen Preis in Höhe von 250 Euro. Der Rechtsweg ist dabei ausgeschlossen. Das Preisgeld wird gestellt aus den Erträgen des 2005 gegründeten Tams-Jörgensen-Fond.
Einsendungen per Post an: Nordfriisk Instituut, Süderstr. 30, D-25821 Bräist/Bredstedt, NF oder per E-Mail:hier>>> .
Mitteilung vom 18. Februar 2015


 
 

Beeindruckt von der Vielfalt des Friesischen
Staatssekretär Thomas Losse-Müller zu Gast im Nordfriisk Instituut

 


(von links) Prof. Dr. Thomas Steensen, Renate Schnack, Inken Völpel-Krohn und Thomas Losse-Müller im Nordfriisk Instituut „Mich haben die Qualität der Arbeit, die Breite der Themen und die Vielfalt des Friesischen sehr beeindruckt.“ Das schrieb Thomas Losse-Müller, der Chef der Staatskanzlei in Kiel, nach seinem Antrittsbesuch in das Gästebuch des Nordfriisk Instituut. Gemeinsam mit der Minderheitenbeauftragten Renate Schnack informierte er sich über Arbeit und Perspektiven der wissenschaftlichen Einrichtung für die friesische Sprache, Geschichte und Kultur.
Die mit dem Land Schleswig-Holstein geschlossene Ziel- und Leistungsvereinbarung habe dem Institut die lange entbehrte gesicherte finanzielle Grundlage gegeben, erklärten Inken Völpel-Krohn als Vorsitzende des Trägervereins und Professor Dr. Thomas Steensen als Direktor der Einrichtung. Der entstehende Anbau eröffne überdies neue Möglichkeiten der Dokumentation und Präsentation. Thomas Losse-Müller ermunterte die Friesen, eigene Erfahrungen in Schleswig-Holstein stärker zur Debatte zu stellen. Die Mehrsprachigkeit vieler Nordfriesen, die Auswanderung nach Übersee und die daraus resultierenden Erfahrungen könnten für gegenwärtige Migrationsbewegungen und die Integrationsarbeit im Lande von Belang sein, war man sich einig. Als Fazit seines Besuchs erklärte der Chef der Staatskanzlei: „Ich nehme ein gutes Stück Optimismus und Zuversicht für die Zukunft der friesischen Identität mit.“
Mitteilung vom 6. Februar 2015


 
 

Nordfriesisches Institut und friesisches Theater
25 Studierende aus Flensburg und Kiel zu Besuch in Bredstedt und Klockries

 


Im Nordfriisk Instituut zu Gast waren 25 Studierende aus Flensburg und Kiel; rechts Professor Dr. Thomas Steensen und Dr. Wendy Vanselow. Foto: Harry KunzWie Friesisch in Nordfriesland „funktioniert“, erlebten 25 Studierende von den Universitäten in Flensburg und Kiel. Sie besuchten das Nordfriisk Instituut in Bredstedt und das Andersen-Haus in Klockries. Die Studierenden nehmen an Friesisch-Lehrveranstaltungen bei Professor Dr. Thomas Steensen in Flensburg und Dr. Wendy Vanselow in Kiel teil. Im Nordfriisk Instituut, das seit 2007 auch als „An-Institut“ der Europa-Universität Flensburg fungiert, begrüßte Thomas Steensen die jungen Gäste. Der Historiker Fiete Pingel erläuterte die Entwicklung des Bredstedter Instituts, das 2015 sein 50-jähriges Bestehen feiern kann. Der Sprachwissenschaftler Dr. Claas Riecken zeigte Ausschnitte aus friesischsprachigen Filmen und betonte die Bedeutung dieses Mediums für die Sprachentwicklung. Er kritisierte die „Interesselosigkeit“ des Norddeutschen Rundfunks. Der Soziologe Harry Kunz vermittelte den Studierenden Einblicke in die laufende Arbeit an einem umfassenden Nordfriesland-Lexikon. Über Friesen in aller Welt berichtete Dr. Paul-Heinz Pauseback, der das Auswanderer-Archiv des Nordfriisk Instituut aufgebaut hat.

Nach einem Imbiss in der mit Fliesen geschmückten, traditionsreichen Gaststube des „Café Frida“ am Bredstedter Marktplatz ging es nach Klockries. Im dortigen Andersen-Haus berichtete Gerhard Johannsen über die Arbeit des Ostermooringer Friesenvereins. Die Studierenden zeigten sich beeindruckt von dem außergewöhnlichen ehrenamtlichen Engagement, mit dem die friesische Begegnungsstätte betrieben wird. Begeistert verfolgten sie das Theaterstück „Da tra musketiire“, in dem drei friesische „Pantoffelhelden“ von ihren Frauen „unterdrückt“ werden. „Dieses friesische Laientheater war absolut professionell“, meinte eine Studentin.
Mitteilung vom 26. Januar 2015


 
 

Friesisch in der Romantik
AG Sprache und Literatur des Nordfriisk Instituut tagt

 


Einladung AG SpracheDie Arbeitsgruppe Sprache und Literatur des Nordfriisk Instituut lädt zum Sonnabend, den 31. Januar 2015, um 14.30 Uhr zu einem Treffen in die Institutsräumlichkeiten in Bredstedt ein. Auf dem Programm stehen ein Vortrag, mehrere Büchervorstellungen, der kreative Umgang mit der friesischen Sprache sowie die Bekanntgabe der Tams-Jörgensen-Preisaufgabe für 2015.
Der Kieler Friesisch-Student Christoph Winter spricht über romantische Motive im Werk des friesischen Dichters Johannes Hansen (1854–1877) aus Fehsholm/Struckum, und Schulrat a.D. Hark Martinen stellt seine Anthologie friesischer Gedichte vor.
Die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Jule Homberg und Antje Arfsten als Schriftführerin laden alle Interessierten herzlich ein und bitten um Anmeldung beim Nordfriisk Instituut. Tel.: 04671/60 120.
Mitteilung vom 16. Januar 2015